Der Ardbeg Auriverdes steht heute bei den Händlern zum Verkauf bereit – und nicht nur seine doch deutliche Knappheit (die Länderkontingente sind nicht rasend groß, so haben wir zum Beispiel die gesicherte Zahl von 800 Flaschen für das whiskybegeisterte Taiwan erfahren) sorgt für Gesprächsstoff abseits des Geschmacks, sondern auch die Preisgestaltung. Man munkelt von einem deutschen Einkaufspreis für Händler von 74 Euro, und man sieht, dass die Flasche dann um irgendwo bei 120 Euro über den Tisch geht.

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Nepp? Geschäftemacherei? Nun, abgesehen davon, dass ein Händler nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht hat, an einem Verkauf zu verdienen (sonst müsste man ihn besachwalten), scheinen doch auch andere Gründe in den Endverbraucherpreis eingebunden zu sein, wie ein Blogpost von Michaela Tünnermann aus der Whiskybotschaft vermittelt. In ihm sind die Gründe für den Auriverdes-Preis recht deutlich angeführt. Ganz besonders sticht dabei ein Absatz ins Auge:

Ich möchte an dieser Stelle ein bisschen Aufklärung betreiben. Für 72€ Brutto Endkunden VK bekomme ich die Flasche nicht mal zum Händler Netto EK! Oder ich habe die Wahl, ein Bundle bei einem deutschen Distributor zu kaufen..natürlich nur 1x pro Händler ( dafür erstelle ich keine Anzeige sondern behalte die Flasche) aber dafür muss ich z.B. natürlich den Ardbeg 10 ( bei Kauf des Ardbogs damals gleich 6 Flaschen), Uigidail, Corryvreckkan,. etc. mitkaufen- nicht gerade lohnend. Selbst wenn es keine Mengenbegrenzung gäbe und ich 100 Flaschen Ardbeg Auriverdes bestellen könnte- was soll ich mit 600 Flaschen Ardbeg 10 die ich mitkaufen müsste??

Es scheint also so zu sein, dass der Händler einen „günstigen“ EK nur dann bekommt, wenn er den Auriverdes gebündelt mit einigen Flaschen Ten von einem deutschen Distributor nimmt. Und es ist hiermit offiziell bestätigt, was letztes Jahr bereits gemunkelt wurde: Den Ardbeg Ardbog hat es in Vorjahr ebenfalls in einem Bundle-Angebot gegeben.

Im Rest des Blogeintrags wird relativ detailliert aufgeschlüsselt, wie es zum Endverbraucherpreis von 110 – 120 Euro kommt. Und dass die Whiskybotschaft in der ersten Charge (die vielleicht auch die einzige Nennenswerte sein könnte, so ganz nebenbei) 130 Flaschen erhalten hat. Also wieder Verknappung, also wieder die Crux, dass man dann den Auriverdes zu Phantasiepreisen auf Ebay nachkaufen kann. Irgendwie scheint man das nicht abstellen zu können…