Donnerstag, 29. September 2022, 22:46:51

Ein Filtersystem aus Nebenprodukten der Malt-Whisky-Destillation wird in Peru eingesetzt

Die DRAM-Technolgie reinigt kontaminiertes Wasser, das in Kleinst- und handwerklichen Gold-Minen entsteht

Das in Aberdeenshire ansässige Unternehmen SEM ist spezialisiert darauf, aus sogenannten „Abfallprodukten“ Nährstoffe und Ressourcen zurückzugewinnen. So entwickelte sie zum Beispiel aus Nebenprodukten, die bei der Destillation von Malt Whisky anfallen, ein Filtersystem mit dem passenden Namen DRAM. Verschiedene Abfallmetalle werden hier mithilfe von Chemie und unterschiedlichen biologischen Prozessen, einschließlich Ionenaustausch, herausgetrennt. Das Unternehmen entwickelte dieses System letztes Jahr in Partnerschaft mit der University of Edinburgh und dem Industrial Biotechnology Innovation Centre (IBioIC).

Bei der Artisanal Mining Grand Challenge wurde SEM mir ihrer DRAM-Technolgie, wie Grampian online berichtet, als eins von 13 aus über 120 internationalen Bewerbungen ausgewählt. Hierbei geht es um die Reinigung von Schmutzwasser, das bei Kleinst- und handwerklichen Gold-Minen am Standort Madre de Dios in Peru entsteht. Das stromlos arbeitende System wird verwendet, um kontaminiertes Wasser, das oft eine Mischung aus potenziell giftigen Chemikalien und Abfallmetallen enthält, so weit aufzubereiten, dass es sicher in den Fluss eingeleitet werden kann.

Nun gilt es noch, verschiedene Herausforderungen zu bewältigen. Zum einen sind viele Dschungel-Goldminen nur schwerlich zu erreichen. Zum anderen sind Whisky-Abfallprodukte in Peru weniger leicht zu bekommen. Die wachsende Craft-Bier-Szene sowie einige der nahe gelegenen Brauereien könnten allerdings vor Ort die für die DRAM-Technolgie benötigten Produkte liefern.

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