Samstag, 20. Juli 2024, 02:15:54

Einbruch im Buddelhuus Oberriet: Schwerer Diebstahl aus Whisky-Sammlung

Die Täter hatten es beim Einbruch beim Schweizer Online-Fachhandel auf besonders hochwertige und wertvolle Flaschen abgesehen

Beim Buddelhuus im schweizerischen Oberriet wurde in der Nacht vom vergangenen Freitag auf den folgenden Samstag eingebrochen! Die Täter stahlen gezielt hochwertige und wertvolle Flaschen, zwischen 20 und 30 Whisky-Flaschen fehlen in den Regalen, die mindestens zum Teil nicht mehr zu beschaffen sind. Andreas Lübberstedt, der seit 2018 den Fachhandel gemeinsam mit seiner Frau führt, stellt uns einen Presseartikel zur Verfügung, der das Vorgehen der Einbrecher darstellt und einige der gestohlenen Flaschen aufführt:

PresseartikelFür den Inhalt ist das Unternehmen verantwortlich

Gezielt seltene Whiskeys geklaut: «Es tat weh, als ich sah, was fehlte»

Nach einem Einbruch im Buddelhuus Oberriet, dem Online-Fachhandel für Spirituosen, fehlen zahlreiche Flaschen mit Sammlerwert.

«Was ist denn hier passiert?» Andreas Lübberstedt war perplex, als er letzten Samstag gegen 17 Uhr das Gebäude an der Montlingerstrasse in Oberriet betrat. Ein Fenster war kaputt und mehrere Türen, darunter eine Sicherheitstür, wurden aufgebrochen. Die unbekannte Täterschaft durchsuchte in der Nacht von Freitag auf Samstag das gemietete Büro und den Ausstellungsraum im Untergeschoss eines Gewerbehauses. Sie hat es auf besonders hochwertige und wertvolle Flaschen abgesehen. «Die Whiskys waren Teil einer Sammlung, die mittelfristig Teil eines Museums hätte werden sollen», sagt Andreas Lübberstedt.

Ein empfindlicher Schaden

Er hegt einen Verdacht: Die Täterschaft müsse im Vorfeld das Angebot auf der Website durchforstet haben. «Diese Leute hatten eine Einkaufsliste dabei», sagt er. Er geht davon aus, dass mehrere Personen beim Einbruch beteiligt waren. Die Menge der gestohlenen Flaschen hätte kaum jemand allein abtransportieren können, so seine Vermutung. Zwischen 20 und 30 Whiskyflaschen fehlen in den Regalen. Darunter befinden sich für Kennerinnen und Kenner namhafte Exemplare wie «Maker’s Mark Star Hill Farm», extra abgefüllt zur Amtseinführung des US-Präsidenten Ronald Reagan im Jahr 1981. Solche Editionen mit geschichtlicher Aussagekraft sind gefragte Tropfen. Der Sammler Lübberstedt leidet: «Die wird es nie wieder geben.» Weiter fehlt «Ardbeg 30 yo Very Old», eine der letzten Abfüllungen aus der stillgelegten schottischen Ardbeg Distillery. Ardbeg hat zwar wiedereröffnet, doch sind vor allem die älteren Jahrgänge sehr gefragt. Auch den teuersten Whisky der Buddelhuus Sammlung liessen die Unbekannten mitgehen. Die Rarität heisst «The Macallan 30 yo Blue Label», reifte in ausgewählten Sherryfässern und hat den Wert eines neuen Kleinwagens: 15 000 Franken.

Die Situation sei extrem ärgerlich, sagt Andreas Lübberstedt. Gewisse Exemplare liessen sich schlicht nicht ersetzen. Was mit dem Diebesgut geschehen mag, darüber kann er nur spekulieren. Ziemlich sicher würden die Whiskys über die Grenze gelangen. «Die meisten Händler in der Schweiz wären skeptisch beim Anblick der hochwertigen Destillate.» Dass er vielleicht einige der Flaschen zurückbekommen könnte, glaubt er nicht. Wenn sie versteigert werden, fehle die Rückverfolgung.

«Wir werden nicht aufhören»

Der Einbruch ist für das Buddelhuus ein herber Dämpfer. Über Nacht ist massiv Kapital abgeflossen. Der Verlust entspricht mehreren zehntausend Franken. Da es sich um einen Online-Versand handelt, waren wenigstens keine grösseren Bargeldmengen im Büro vorhanden. Andreas Lübberstedt hat Anzeige erstattet und bei der Versicherung den Schaden gemeldet. Ausserdem muss die beschädigte Einrichtung ersetzt werden. Trotz Umtrieben und Enttäuschung schaut er nach vorn. Das Geschäft sei nach dem Einbruch nicht am Boden. «Wir wollen weitermachen.» Wir, das sind er und seine Frau, die seit 2018 den Fachhandel führen. Alle Flaschen haben eine Geschichte. «Das ist es, was mich so sehr an den Produkten interessiert. Woher kommen sie, aus welchem Land, welcher Destillerie,», sagt Andreas Lübberstedt, der seit 2005 im Spirituosenhandel tätig ist. Mit einem guten Netzwerk und Fachwissen gelingt es ihm, an Raritäten zu kommen. Das wird auch geschätzt in Sammlerkreisen. Die Buddelhus-Kundschaft kommt sowohl aus der Schweiz, als auch aus dem Ausland. «Wir haben Kunden praktisch überall auf der Welt und liefern sogar nach Australien und Taiwan»

Einige besondere Schätze sind Andreas Lübberstedt nach dem Einbruch doch noch geblieben. Darunter eine Jack Daniels Sonderedition für 9/11 mit den New Yorker Twin Towers auf der Flasche oder eine von nur 48 produzierten Flaschen der Jack Daniel`s South Afrika Edition.

https://www.buddelhuus.com/

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