Am 27.04. beim Pre-Tasting der neuesten Limited -Edition „Ardbog“ von Ardbeg in Köln in der Haifisch Lotte Bar, konnte whiskyexperts dank der Einladung durch Moet Hennessy die neue Abfüllung vorab verkosten. Und natürlich wollen wir es nicht verabsäumen, Ihnen unsere Eindrücke zu schildern.
Die auf dem schottischen Islay ansässige Single Malt-Destille zollt mit ihrer diesjährigen Abfüllung zum Ardbeg Day den berühmten Torfmooren der Insel (englisch: bog) Tribut. Ihr Torf hat großen Anteil am Geschmack des Whiskys – und das gilt vor allem bei Ardbeg selbst.
Nein, das ist nicht unser Redakteur Simon Rosenkranz, sondern der Barkeeper der Haifisch Lotte Bar in Köln, wo das Ardbog Tasting stattfand…
Hier die Notes von Simon Rosenkranz, Redakteur bei whiskyexperts:
Nase: SHERRY ist das erste, was einem sofort in die Nase steigt. Er weicht dann nach kurzer Zeit dem Rauch und bleibt dennoch merklich im Hintergrund. Die Salzigkeit, die man Arbeg immer wieder nachsagt, konnte ich nicht wahrnehmen. Die Zugabe von Wasser bringt nochmal wohlriechende Aromen und Noten hervor, die sehr fruchtig daherkommen. Das Ganze ist sehr angenehm und wirkt sehr ausgewogen an der Nase.
Gaumen: Ein volles, öliges/prickelndes Gefühl macht sich sofort im Mund breit, und man schmeckt auch sofort wieder Sherry und Rauch mit dieser typischen Süße, wie man sie von Ardbeg gewohnt ist.
Finish: Lang, nachhaltig, süß und trocken.
Alles in allem: Ein sehr schöner Whisky, der frisch und würzig ist. Die Zuführung von Wasser lässt ihn noch fruchtiger werden. Der Ardbog erinnert stark an den Ardbeg Uigeadail, ist jedoch im Antritt etwas zarter.
Kleiner Tipp: Wer es nicht schafft, einen Ardbog zu ergattern, ist mit dem Ardbeg Uigeadail gut bedient.
Die Yamazaki-Destilerie von Suntory. Bild von Bergmann, GNU-Lizenz
Suntory, der japanische Getränkemulti, bereitet einen weiteren Börsengang vor, durch den er an die 3.8 Milliarden Euro erlösen will. Dabei geht es nicht um die Whiskysparte, sondern um den nichtalkoholischen Bereich, berichtet n-tv. Es wäre Japans größtes Initial Public Offering in diesem Jahr.
Suntory will den Erlös des Börsengangs für seine Auslandexpansion nutzen. Mit 70 Prozent Marktanteil ist Suntory in Japan der dominante Whiskyanbieter. Bekannt ist er vor allem durch Marken wie Yamazaki und Hibiki.
Whiskyfässer in der Destillerie Invergordon. Foto von John Haslam, CC-Lizenz
Nach einem Bericht der TimesofIndia ist United Spirits bereit, die Grain-Destillerie Invergordon zu verkaufen. USL hatte Invergordon vor sechs Jahren durch die Übernahme von Whyte & Mackay erworben. Die Regulationsbehörde in England sieht nun, nach der Übernahme von USL durch Diageo, wettbewerbsrechtliche Probleme, da Diageo auch im Besitz von Cameronbridge ist. Invergordon und Cameronbridge produzieren gemeisam jährlich 180 Millionen Liter Spirit. North British, zu 50% im Besitz von Diageo, fügt dem nochmals 60 Millionen Liter hinzu.
Über Interessenten für Invergordon ist noch nichts bekannt.
Die Brennerei wurde 1839 von Alexander Matheson gegründet und an die Sunderland-Familie verpachtet. 1850 übernimmt Margret Sunderland die Leitung von Dalmore. 1867 führen die Brüder Charles, Andrew und Alexander Mackenzie die Brennerei.
Dalmore ist im Jahr 1870 der erste Malt Whisky, der nach Australien exportiert wird.
1874 wird die Anzahl der Stills (Brennblasen) von zwei auf vier erweitert.
1886 stirbt Alexander Matheson und 1891 verkauft Sir Kenneth Matheson die Brennerei für 14.500 Pfund an die Mackenzie Brüder.
1917 zieht die Royal Navy bei Dalmore ein um Minen herzustellen. Als die Navy 1920 Dalmore wieder verlässt ist ein Teil der Brennerei durch eine Explosion beschädigt. Weil Andrew Mackenzie und die Royal Navy sich nicht auf eine Entschädigung einigen können, führt Mackenzie das Verfahren bis in das House of Lords.
1922 beginnt die Whisky-Produktion wieder. 1956 werden die Malting Floors durch eine Saladin Box ersetzt. 1960 wird die Dalmore-Whyte & Mackay Ltd. aus dem Zusammenschluss der Mackenzie Brothers (Dalmore) Ltd. und der Whyte & Mackay Ltd. gegründet.
1966 wird die Anzahl der Stills von vier auf acht erweitert. 1982 wird die Saladin Box außer Betrieb gesetzt und seitdem das Malz von fremden Mälzereien gekauft.
1990 kauft American BrandsWhyte & Mackay und ändert 1996 seinen Namen in JBB (Greater Europe). Durch einen Management Buy-Out wird die Firma 2001 von Fortune Brands gekauft und in Kyndal Spirits umbenannt. 2002 rudert man zurück und benennt sich wieder in Whyte & Mackay um.
2004 wird ein neues Besucherzentrum eröffnet.
2007 wird Whyte & Mackay und damit die Brennereien Dalmore, Isle of Jura, Fettercairn und Tamnavulin für 595 Millionen £ von United Spirits Limited, einer Tochter der indischen The UB Group gekauft.
Das Wasser der zur Region Highlands/Northern Highlands gehörenden Brennerei stammt vom River Alness. Das Malz wird von fremden Mälzereien (Bairds Malt, Inverness) bezogen. Die Brennerei verfügt über einen Maischbottich(mash tun) (9,2 Tonnen) aus Edelstahl und acht Gärbottiche (wash backs) (je 49.500 l) aus Douglasienholz. Destilliert wird in vier wash stills (zwei davon zu je 16.500 l und zwei davon zu je 8.250 l) und vier spirit stills (zwei davon zu je 11.364 l und zwei davon zu je 7.340 l) die durch Dampf erhitzt werden.
Dalmore Visitor Center, Foto von Wojsyl, CC-Lizenz
Heute einmal nichts anderes als zwei Flaschen. Glendronach Cask Strength ist die neueste Sorte aus dieser Destillerie, und mittlerweile sind zwei Batches auf den Markt gebracht worden. Unstrittig ist, dass der Glendronach Cask Strength sehr gute Qualität fürs Geld bietet. Strittig unter Whiskyfreunden ist, welche Release nun die Nase vorne hat. Hat jemand von unseren Lesern schon beide verkostet? Vielleicht sogar zur gleichen Ziet? Uns würde Ihre Meinung interessieren…
The Teapot Dram von Glengoyne war eine der begehrtesten Abfüllungen, die man in der Destillerie oder in deren Webshop erwerben konnte. Das hatte seinen Grund in der Tatsache, dass er eine wahre Sherrybombe war. Seinen Namen bezog er von der Tatsache, dass er demjenigen ähnlich war, den Destillerieangehörige früher dreimal täglich aus einem kupfernen Teekessel in der Kantine der Destillerie trinken konnten.
Jetzt kündigt Glengoyne auf Facebook an, dass diese Abfüllung Ende Juni wieder ins Sortiment aufgenommen werden wird. Die letzte Abfüllung schlug sich mit 60 Pfund zu Buche – wir sind gespannt, wie die neue Abfüllung preislich liegen wird…
Lowlands Destillerie Bladnoch – Photo von Jonathan Wilkins, CC Lizenz
Die englischsprachige Site Hereinthecity.com hat heute einen kleinen Artikel über Lowland Whiskys veröffentlicht – und empfiehlt drei davon zum Einsteigen in diese meist übersehene schottische Whiskyregion. Alle drei Whiskys sind nicht sonderlich schwer zu bekommen, zwei davon sieht man auch hin und wieder im Supermarkt. Einer davon wäre der Glenkintchie 12yo, der zweite der Auchentoshan Valinch 2012. Nicht so einfach zu bekommen, aber ebenfalls in der Einstiegspreisklasse ist der 10jährige Bladnoch in der Destillerieabfüllung. Genauere Beschreibungen der Whiskys finden Sie (in Englisch) unter unserem Link.
Die Betreiber der Destillerie Glengyle haben heute auf Facebook angekündigt, dass die neuen Kilkerran Abfüllungen (Work in Progress 5) noch diese Woche abgefüllt werden. Sie sollten dann also in sehr absehbarer Zeit bei den Händlern auftauchen. Wie bereits berichtet, gibt es einen Bourbon Wood und eine Sherry Wood Abfülung.
Belege über (illegales) Whiskybrennen in Tain reichen bis in den Zeitraum um 1700 zurück, jedoch erst seit 1843 wird mit der von den Brüdern Matheson gegründeten Glenmorangie-Brennerei ein legaler Whisky gebrannt. Zuvor war in den Gebäuden der Brennerei eine Brauerei zu finden. Bereits 1880 konnte die Brennerei Exporte nach Italien und die USA verzeichnen. 1883 musste die ursprüngliche Brennerei neu aufgebaut werden, 1887 wurde die Glenmorangie Distillery Co. Ltd. gegründet. In der Hand der Familie Matheson blieb die Brennerei bis 1918, als MacDonald & Muir das Unternehmen nach einer durch den Ersten Weltkrieg bedingten Produktionsschwäche übernahm.
In den Jahren 1931–1936 und 1941–1944 war die Brennerei geschlossen.
Durch den Erfolg des Glenmorangie mussten die Produktionsanlagen mehrmals vergrößert werden. 1980 wurden zwei neue Brennblasen installiert und 1990 weitere vier, so dass heute mit insgesamt acht Brennblasen produziert wird. Glenmorangie ist der meistverkaufte Single-Malt-Whisky auf dem schottischen Markt.
Im Jahr 2004 übernahm Glenmorangie PLC die Scotch Malt Whisky Society mit mehr als 27.000 Mitgliedern.
Seit Oktober 2004 gehört das Unternehmen zur Gruppe Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH), die den Anteil der Familie McDonald übernommen hat. Nach 161 Jahren zog sich die Familie aus dem Whiskygeschäft zurück. Das Unternehmen wurde mit etwa 300 Mio. Pfund Sterling bewertet.
Heute gehört zur Glenmorangie PLC neben der eigentlichen Brennerei in Tain noch die Brennerei Ardbeg (1997 übernommen) auf Islay. Die 1920 übernomme Brennerei Glen Moray wurde im September 2008 an La Martiniquaise verkauft, da sie vom Charakter her nicht in das Luxusgütersegment von LVMH passte.
Ein Grundsatz der Brennerei ist bis heute erhalten geblieben: Es sollen immer genau 16 Mitarbeiter bei Glenmorangie beschäftigt sein, die 16 Men of Tain. Das bezieht sich in neuster Zeit allerdings nur noch auf die tatsächlichen Hersteller im Brennprozess, insgesamt sind in der Destillerie etwa 90 Menschen beschäftigt, zum Beispiel im Lager, im Laden und der Verwaltung. Außerdem ist inzwischen einer der „16 Men of Tain“ eine Frau.
Die wohl auffälligste Besonderheit der Brennerei sind die außergewöhnlich hohen Brennblasen. Hier wird die Flüssigkeit erhitzt, damit der Alkohol und die Aromastoffe verdampfen und an der Brennblase kondensieren. Mit 5,14 Metern Höhe sind sie die höchsten Brennblasen aller schottischen Brennereien. Dadurch wird der Glenmorangie Whisky besonders mild. Das verwendete Malz wird nicht mehr von Glenmorangie selbst hergestellt, man achtet jedoch beim Einkauf darauf, möglichst Malz aus Getreide der Umgebung zu kaufen, außerdem soll dieses nur leicht getorft sein.
Glenmorangie bietet auch Whiskywochenenden an, bei denen eine Verkostung stattfindet. Mit etwas Glück kann auch an einem „Ceilidh“ teilgenommen werden, einem schottischen Galadinner mit Pfeifer, Haggis und Tanz.
Mit dem Jahr 2007 wurde die existierende Produktpalette umgestellt und in einem neuen Design und mit teils fantasievollen Namen, passend zur Luxusmarke LVMH, präsentiert. Das neue Angebot umfasst nunmehr:
Glenmorangie Original – der ehemalige 10 Years Old
Glenmorangie Extremly Rare 18 Years Old
Glenmorangie Quarter Century 25 Years Old – neu, eine 25-jährige Abfüllung
Glenmorangie Astar – ehemals Artisan Cask
Glenmorangie Lasanta – ehemals Sherry Wood Finish
Glenmorangie Nectar d’Òr – neu, Nachreifung in Fässern aus der französischen Weinregion Sauternes
Glenmorangie Quinta Ruban – ehemals Port Wood Finish
Glenmorangie Signet – eine Neukreation aus dem Jahr 2008
Seit 2009 gibt es außerdem eine jährliche, limitierte Sonderabfüllung unter dem Namen „Private Collection“:
Glenmorangie Sonnalta PX (2009) – Nachreifung in speziell ausgewählten Pedro Ximénez Sherryfässern
Glenmorangie Finealta (2010) – Nach einem Rezept aus dem Jahr 1903 für das Savoy Hotel in London. Zur Reifung verwendet wurden ausschließlich spanische Oloroso Sherry- sowie amerikanische Weißeichenfässer.
Glenmorangie Artein (2011) – Komponiert aus 15- und 21-jährigem Whisky aus Ex-Bourbon-Fässern, nachgereift in Sassicaia-Rotweinfässern.
Glenmorangie Ealanta (2012) – Ein neunzehnjähriger Jahrgangswhisky von 1993, abgefüllt 2012. Gelagert in erstbefüllten, stark ausgebrannten Weißeichenfässern, deren Holz aus dem Mark Twain National Forest im US-Bundesstaat Missouri stammt.
Unsere Sammlersoftware WhiskyScope hat ein neues Update erfahren, das einige neue Funktionen hinzugefügt hat. Nachdem bestehende Kunden bereits die Version 1.08 per Mail erhalten haben, ist sie nun auch im Shop erhältlich. Damit gibt es auch für die Erstkäufer das aktuelle WhiskyScope mit folgenden Neuerungen seit der Erstveröffentlichung:
NEU: Ausgabe einer chonologischen Liste (nach Kaufdatum) der Sammlungsflaschen
NEU: Ausgabe der Sammlung nach Flaschen einer bestimmten Destillerie
ÄND: Sammlung nach Flaschenpreis: Preis wird vor Wert angezeigt (bessere Logik)
ÄND: WhiskyScope ist nun zu 100% kompatibel mit Office 365, kann aber nach wie vor auf älteren Systemen eingesetzt werden.
BUG: Unter bestimmten Systemkonstellationen konnten Bilder nicht abgespeichert werden. Dieser Bug ist behoben.
NEU: Ausgabe nach „Subtyp“ im Sammlungsfenster. Ignoriert leere Flaschen
ÄND: Doppelclick auf „gesehen bei“ im Flaschenfenster öffnet zusätzlich auch Shopliste für die Eingabe
NEU: Doppelclick auf „Destillerie“ und „Abfüllung“ im Flaschenfenster öffnet die entsprechenden Fenster für Korrekturen, ohne die Eingabe abbrechen zu müssen.
WhiskyScope ist eine auf Access basierende Datenbank, mit deren Hilfe man seine Sammlung katalogisieren und nach über 60 verschiedenen Kriterien ausgeben kann. Zusätzlich enthält sie eine Einkaufsverwaltung und eine Verwaltung für die Tastings. Sie setzt nicht den Erwerb von Access voraus, sondern läuft auch mit der frei erhältlichen Access Runtime – allerdings muss auf 64bit-Systemen Access und/oder Office 365 in der 32bit-Version installiert sein (in 99% der Fälle ist dies so). Als Handbuch gibt es über eine Stunde an Videotutorials.
Wer WhiskyScope auf Lauffähigkeit testen will, der kann dies mit einer älteren und im Umfang stark reduzierten Demoversion tun. Läuft diese, läuft auch die Vollversion.
Nicht gerade die schönste Optik: Paul Walsh, der scheidende CEO von Diageo, der im nächsten Jahr seine Position an den Nachfolger Ivan Menezes (wir berichteten) übergibt, erhält vom Konzern zum Abschied ein finanzielles Paket in der Höhe von 50 Millionen Pfund (darunter Aktien, die Abfindung und die Pension). Paul Walsh war es auch, der wegen mangelnder Rentabilität die Johnnie Walker-Fabrik in Kilmarnock schloss – 700 Leute wurden dabei arbeitslos. Kilmarnock ist nicht irgendeine Whiskyfabrik – hier gründete Johnnie Walker im Alter von 14 Jahren sein Imperium.
Kathie Jamieson, member of MP in Kilmarnock und Loundon, zeigte sich erschüttert: „Die, die bei Walkers gearbeitet haben, werden wenig Verständnis für die Sache aufbringen. Sie werden nicht verstehen, dass jemand mit solchen Beträgen abgeht, wenn in der Stadt kaum mehr etwas geblieben ist.“
Betty Murray, 56, die 39 Jahre bei Walkers gearbeitet hat, kommentiert die Nachricht so: „Es gibt keinen Job mehr für mich und er geht mit all dem Geld weg. Es ist schockierend und obszön. Ich habe 39 Jahre für das Unternehmen gearbeitet. Ich könnte jede Maschine bedienen, aber ich weiß, dass ich niemals mehr Arbeit finden werde. Was ich bekam war ein Almosen gegen das, was er bekommt. Sie waren gut zu den Arbeitern, aber die Fabrik einfach aus Gier zu schließen ist furchtbar.“
Glengoyne Distillery, Bild von K. Schwebke unter CC-Lizenz
Ja, Glens. Abfüllungen aus Destillerien, die mit „Glen“ beginnen (und da gibt es ja jede Menge). Hier sind die, die sich Serge Valentin von Whiskyfun für sein heutiges Tasting herausgesucht hat:
Glengoyne 21 yo (43%, OB, +/-2013): 84 Punkte (Serge mag den neuen 15yo lieber)
Glendronach 17 yo 1995/2013 (56.6%, OB for The Whisky Exchange, PX puncheon, cask #4682, 631 bottles): 89 Punkte (Serge liebt die Nase)
Glenallachie 17 yo 1995/2013 (57.5%, A.D. Rattray, cask #93, 213 bottles): 83 Punkte (Pluspunkte für Serge: Mischung aus Getreide und Frucht)
Glen Elgin 21 yo 1991/2013 (52.5%, Dun Bheagan, cask #8294, 558 bottles): 86 Punkte (Serge: Guter Whisky zu einem guten Preis)
Glen Keith 21 yo 1991/2012 (53%, Adelphi, cask #85170, 228 bottles): 85 Punkte (Serge: Ein Sack voller Fruchtdrops)
Glenburgie 23 yo 1989/2012 (54.8%, Chester Whisky, bourbon barrel, 212 bottles): 87 Punkte (Serge: Fängt etwas langweilig an, wird immer besser)
Glencadam 39 yo 1973/2013 (44.1%, The Perfect Dram, bourbon hogshead, 221 bottles): 90 Punkte (Serge: sehr ungewöhnlich und unlangweilig)
Der Production Director bei BruichladdichJames A. McEwan (*23.7.1948), genannt Jim, und eine der berühmtesten lebenden Whiskyfiguren der schottischen Insel Islay, hat gestern am 26. 5 über den Twitter-Account von Bruichladdich bekannt gegeben, dass er dem Unternehmen für weitere 3 Jahre erhalten bleibt.
Seine Karriere begann als 15-jähriger Küferlehrling 1963 bei der Brennerei Bowmore. Im Laufe der Jahre durchlief er alle Funktionen innerhalb der Brennerei bis hinauf zum Distillery Manager.
Mit steigendem Wissen und der steigenden Verbreitung des Single Malt Whiskys auf der Welt wurde er mehr und mehr für Bowmore als Brands Development Manager tätig.
Im Jahr 2001 verließ Jim McEwan überraschend die Brennerei Bowmore, um mit Gleichgesinnten (Mark Reynier) die stillgelegte Brennerei Bruichladdich wieder zum Leben zu erwecken.
Glen Elgin wurde 1898 von William Simpson, ehemaliger Manager der Brennerei Glenfarclas und James Carle gegründet. Die Produktion begann im Mai 1900, wurde aber schon nach fünf Monaten wieder eingestellt. Im Februar 1901 wurde Glen Elgin für 4000 Pfund in einer Auktion an die Glen Elgin-Glenlivet Distillery Co. verkauft. 1904 ging die Brennerei wieder in Produktion, wurde aber schon ein Jahr später wieder geschlossen. 1906 kaufte der Weinhändler J. J. Blanche Co. die Brennerei für 7000 Pfund und startete die Produktion wieder. 1929 starb J. J. Blanche und Glen Elgin stand wieder zum Verkauf. 1930 wurde die Brennerei von Scottish Malt Distillers (SMD) gekauft, und die Lizenz ging an White Horse Distillers. 1964 wurde Glen Elgin renoviert und dabei von zwei auf sechs Stills erweitert. 1987 wurde die SMD von UDV/Diageo übernommen. 1992 wurde die Brennerei für eine weitere Renovierung wieder geschlossen. Neue Stills wurden installiert. Im September 1995 begann die Produktion wieder.
Das Wasser der zur Region Speyside gehörenden Brennerei stammt vom Millbuies Springs. Das Malz kommt von den United Distillers-Mälzereien in Burghead und Roseisle. Die Brennerei verfügt über einen Maischbottich (mash tun) (8,2 Tonnen) aus Edelstahl und sechs Gärbottiche (wash backs) (je 40.600 l) aus Lärche. Destilliert wird in drei wash stills (je 11.000 l) und drei spirit stills (je 11.700 l), die durch Dampfspiralen erhitzt werden.
Als Original-Abfüllung gibt es einen 12-jährigen Single-Malt-Whisky in der Hidden Malts Serie von Diageo. Im Jahr 2003 kam ein 32-jähriger Single Malt (nur 1.500 Flaschen) auf den Markt. Er hat – aufgrund seiner langen Lagerung im Fass – nur 42,3 % Alkohol.
Im Jahr 2000 wurde eine Jubiläumsabfüllung herausgebracht (100 Jahre Glen Elgin). Hierbei handelt es sich um 750 Flaschen eines 19-jährigen Cask-Strength mit rund 60 % Alkohol.
Glen Elgin, Foto von Christopher Gillan, CC-Lizenz