Ardbeg informiert uns, dass ab sofort die Vorbestellungen für den Ardbeg Ardbog möglich sind. Pro Member gibt es genau eine Flasche (ohne verpflichtenden Kauf einer Flasche Ardbeg 10), ausgeliefert wird ab 3. Juni. Die Limitierung pro Mitglied auf eine Flasche wird mit dem Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage begründet, allerdings scheint das Angebot nicht so gering zu sein. Zumindest von Schweden wissen wir, dass für diesen Markt allein 7000 Flaschen vorgesehen sind. Daher dürfte die Limitierung auf eine Flasche pro Mitglied eher eine Mischung aus Marketing und dem Versuch, dem irrwitzigen Treiben auf ebay Einhalt zu gebieten, sein. Special Releases von Ardbeg wurden ja schon öfters nach dem Erscheinen zum zwei- bis dreifachen Kaufpreis versteigert – eine Praktik, die vielleicht Ardbeg aus Imagegründen, sicher aber nicht die Händler freut. Durch die Limitierung sind dann auf dem freien Markt noch genügend Flaschen übrig, und das schiebt den hohe Preisen bei Versteigerungen einen Riegel vor…
Serge verkostet Glenlossie
Glenlossie ist nicht gerade die bekannteste Destillerie auf Gottes Erdboden, aber sie bringt feine Tropfen hervor. Serge Valentin von Whiskyfun hat diesmal drei ältere Jahrgänge verkostet, und ist mit den Ergebnissen durchaus zufrieden. Hier sind die drei Abfüllungen, um die es heute geht:
- Glenlossie 25 yo 1984/2011 (56.9%, Artist by La Maison du Whisky, sherry butt, cask #2531, 516 bottles): 84 Punkte
- Glenlossie 38 yo 1975/2013 (46,6%, The Whisky Agency ‚Private Stock‘ 2013, bourbon hogshead, 91 bottles): 89 Punkte
- Glenlossie 1961/2007 (43%, Gordon & MacPhail, Rare Old, Refill Sherry): 84 Punkte
Zumindest beim Glenlossie von La Maison du Whisky wagen wir diesmal einen zarten Widerspruch. Es war unser Adventwhisky im Jahr 2012, und er bekäme von uns durchaus eine höhere Note, denn er schmeckte sehr weihnachtlich. Eine kurze Verkostungsnotiz (mit 90 Punkten als Ergebnis) über Ihn finden Sie auf unserer englischprachigen Site. Da sieht man wieder einmal, wie verschieden Geschmäcker sein können…
Kilchoman – Datenblatt
Streetview-Ansicht nur aus der Ferne möglich
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Daten zu Kilchoman:
| Land | Schottland |
|---|---|
| Region | Islay |
| Geographische Lage | 55° 47′ 13,3″ N,6° 25′ 50,8″ W |
| Typ | Malt |
| Status | aktiv |
| Eigentümer | Anthony Wills |
| Gegründet | 2005 |
| Washstill(s) | 1 |
| Intermediatestill(s) | 0 |
| Spiritstill(s) | 1 |
| Produktionsvolumen | 100.000 l |
| Website | www.kilchomandistillery.com/ |
Geschichte der Destillerie:
Die Kilchoman-Destillerie befindet sich im Nordwesten der Insel Islay und ist die einzige Destillerie der Insel, die nicht direkt am Meer liegt. Bis zur Gründung der Abhainn Dearg-Destillerie auf der Insel Lewis im Jahr 2008 war sie die westlichst gelegene Destillerie Schottlands. Zudem war sie zum Zeitpunkt ihrer Gründung im Jahr 2005 die erste neu gegründete Whiskybrennerei auf Islay seit 124 Jahren. Die Brennerei nahm ihre Produktion im Juni 2005 auf; das erste Fass wurde am 14. Dezember 2005 abgefüllt. Am 9. September 2009 – nach der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestreifezeit im Fass von drei Jahren – brachte die Brennerei ihren ersten Whisky, den so genanntenInaugural Release, auf den Markt. Die erste davon verkaufte Flasche erzielte bei einer Auktion einen Verkaufserlös in Höhe von 5400 Pfund. Auch die weiteren Flaschen des Inaugural Release erzielen unter Sammlern sehr hohe Preise.
Kilchoman ist eine von zur Zeit nur sechs schottischen Whiskydestillerien, die die zur Herstellung von Single-Malt-Whisky benutzte Gerste (zu etwa 30 % und mit einem Phenolgehalt von etwa 25 ppm) selber mälzen. Zu diesem Zweck baut die Brennerei auf dem angeschlossenen Gelände der Rockside Farm eigens Gerste (und zwar Optic Barley) an, welche allerdings nur bei der Herstellung der sog. „100% Islay“-Whiskys der Destillerie Verwendung findet. Die für die „normalen“ Abfüllungen benutzte Gerste wird hingegen von der ebenfalls auf Islay gelegenen Port Ellen-Mälzerei des Getränke-Großkonzerns Diageo zugekauft, die sich auf dem Gelände der ehemaligen, 1983 bzw. 1992 geschlossenen Port Ellen-Destillerie befindet. Der Bedarf an gemälzter Gerste ist dabei jedoch vergleichsweise so gering, dass eine Herstellung anhand eigener Spezifikationen finanziell nicht lohnend wäre. Stattdessen bezieht die Destillerie Teile der für die (weltweit wohl torfigsten) Standardabfüllung der Ardbeg-Brennerei gemälzten Gerste, so dass die Stärke der Rauchigkeit der zugekauften Gerste etwa 50 ppm an Phenolgehalt – doppelt so viel wie bei dem eigenen Malz – beträgt.
Bislang sind nur drei- beziehungsweise dreieinhalbjährige Whiskys der Destillerie bzw. am Ort eine fünfjährige Cask-Strength-Variante erhältlich. Seit der Veröffentlichung des Inaugural Release kamen jedes Jahr vier weitere Abfüllungen im Abstand von jeweils drei Monaten auf den Markt (Spring, Summer, Autumn beziehungsweise Winter Release). Am 16. Juni 2011 brachte die Destillerie daneben erstmals Flaschen der „100% Islay“-Whisky-Reihe auf den Markt. Zukünftig ist noch die Einführung auch von fünf-, acht-, zehn- und zwölfjährigen (im Jahr 2018) Abfüllungen geplant. Verwendung finden für die Reifung hauptsächlich vormalige first fill und refill Bourbon-Fässer der Marke Buffalo Trace, wobei bei einigen der bisherigen Abfüllungen teilweise auch eine Nachreifung in Oloroso-Sherry-Fässern stattfand. 2013 erschien mit Loch Gorm die erste Standard-Abfüllung, die auf Sherryfass-Reifung beruht.
Mit einer Jahresproduktion von momentan (Stand Mai 2011) 90.000 bis 100.000 Litern an reinem Alkohol handelt es sich bei Kilchoman – neben etwa Edradour mit einer Jahresproduktion von ebenfalls 90.000 Litern – um eine der kleinsten aktiven schottischen Whisky-Destillerien.

Whisky im Bild: Schlangenbildung
Wenn Lagavulin die Feis Ile Abfüllung herausbringt, dann führt das am ersten Tag des Festivals zu einem (nicht nur vor dieser Brennerei) interessanten Phänomen: Die exzessive Schlangenbildung. Lagavulin berichtet, dass sich buchstäblich Hunderte Menschen um die Spezialabfüllung anstellen. Als Beweis postet die Destillerie auch das folgende Foto:
Das Periodensystem des Scotch Whisky
Die Einteilung von Whisky-Brennerei in ein pseudo-chemisches Periodensystem werden die Meisten aus der erfolgreichen „Elements of Islay“ von Speciality Drinks kennen. Dramming greifen diese Idee auf und führen sie konsequent weiter: alle aktiven und geschlossenen schottischen Malt und Grain Whiskys Brennereien sind in ihrem „The Periodic Table Of Scotch Whisky“ aufgeführt. Dies hört sich einfacher an, als es wohl war. Bei über 30 Brennereien, deren Name mit Glen beginnt, musste ein nachvollbares Symbol aus zwei Buchstaben gefunden werden. Umrahmt von den Lowlands und Islay sind die sind aktiven Malt Destillerien nach ihrem Standorten in Gruppen gefasst, neben dem Kürzel für den Namen sind Gründungsjahr, Anzahl der Stills und Produktionsvolumen angegeben. Die Besitzer werden durch unterschiedliche Hintergrundfarben gekennzeichnet.
Darunter sind die geschlossenen Destillerien dargestellt, es folgen die aktiven und geschlossenen Grain Whisky-Brennereien, den Abschluss bildet eine Auswahl an Blended Whisky Marken.
Die PDF-Datei kann frei genutzt werden, für den Druck wird eine Erlaubnis benötigt.
Japanische Whiskys erzielen Höchstpreise in Hongkong-Auktion
Thedrinksbusiness.com berichtet, dass japanische Whiskys bei einer Auktion in Hongkong zu Höchstpreisen verkauft wurden. Ein 1968 Karuizawa erzielte mit umgerechnet 5000 Euro das Doppelte des Schätzwertes. Aber auch die schottischen Whiskys konnten dort hohe Preise erzielen, so zum Beispiel ein 50jähriger Macallan (Lalique) die Summe von umgerechnet 26.000 Euro. Daniel Lam, der Vertreter des Auktionshauses Bonhams: „Die erfolgreiche Auktion japanischer Whiskys zeigt, dass die Kenner immer auf der Suche nach neuen Geschmackserlebnissen für ihre Sammlungen sind. Wir werden in Hongkong auch weiterhin solche Angebote in die Auktionen bringen.“
Ardbog Verkostungsnotiz bei Drinkspirits.com
Drinkspirits.com hat eine umfangreiche Verkostungsnotiz für den Ardbeg Ardbog geschrieben, und sie fällt duchaus positiv aus. Obschon sie sagen, dass der Ardbog nicht an Releases wie den Supernova oder Alligator herranreicht, sei er doch ein interessanter und ausgewogener Whisky. Allein der Preis sei ein wenig hoch (aber das gilt momentan für so ziemlich alle Whiskys, die auf den Markt kommen. Dirnkspirits.com meint auch, dass dem Ardbog auch ein paar Tropfen Wasser gut täten, denn er entwickle damit eine schöne Cremigkeit.
Hakushu wird 40
Und nochmals Glückwünsche: Heute, am 24. Mai feiert die Destillerie Hakushu in Japan ihren 40. Geburtstag.
Umgeben von den tiefsten Wäldern und kristallklaren Bächen wurde die Hakushu Distillery unter dem Begriff der „Mountain Forest Distillery“ gebaut. Die Harmonie mit der Umgebung und der Natur stand immer an erster Stelle, seitdem die Destillerie im Jahre 1973 gebaut wurde.
Hakushu versuchte die natürliche Umgebung in Einklang mit Ihrem Whisky zu bringen – und das bis zu diesem Tag.
Herzlichen Glückwunsch zum 40 Jährigen, auch von uns.
Verkostungsnotizen : Paul John Brilliance und Edited
Bereits am 16.05 haben wir schon über die beiden neuen Whisky aus Indien, die Europa unsicher machen sollen, berichtet. Die vollständigen Verkostungsnotizen, die von www.thewhiskyexchange.com bereitgestellt werden, wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten.
„John Paul Brillance“ ist ein ungetorfter, in Bourbon-Fässern gealterter Whisky, der mit 46% nicht kühlfiltriert abgefüllt wurde.
Er duftet nach frischem Getreide wie Weizen und Cornflakes, sowie nach süßer Butter, Sauerrahm, süßer Zitrone – und ist im Hintergrund leicht malzig.
Im Mund tritt anfänglich ein dominanter Apfelgeschmack auf, der dann der Süße von Mango und Sahne weicht. Das ganze endet mit einer Süße von Früchten, Honig und einem Hauch von Zimt.
Am Ende viel süße Sahne, etwas grüner Apfel, ein Hauch Zimt-Toast und Holzkohle.
Tipp : Ein Tropfen Wasser wirkt Wunder und enthüllt noch mehr Obst.
”Paul John Edited” eine 46% Vol. getorfte Abfüllung, ist in der Nase sehr weich und süß, mit einem Hauch von Kohle, Rauch, grünen Blättern und feuchten Wäldern. Honig und Malz dominieren den Gaumen, und im Hintergrund kommt medizinisch erdiger Torf.
Der Geschmack ist süß. Apfel und grüne Mangos am Anfang zusammen mit etwas feuchtem Farnkraut. Leicht rauchig kommt er daher, tendiert aber mehr in Richtung Arzneimittel statt Lagerfeuer, dazu etwas Gerbsäure aus Apfelschale, Butter und Zimt.
Im Finish wieder Kohle, Rauch und Apfelschale, Farnkraut und Wald wie nach einem Regenschauer. Leicht prickelnde Würze und ein Hauch von Pudding.
Tipp: Wasser bringt mehr Sahne und Süße, sowie ein wenig dunkle und erdige Schokolade.
Neu: The English Whisky Co. Queen’s Coronation bottling
Als einzige englische (bis jetzt) Whisky-Destillerie muss natürlich auch The English Whisky Co. mit einer besonderen Abfüllung das 60jährigen Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. würdigen.
Sieben besondere Fässer Single Malt Whisky wurden ausgewählt und ergaben 1.850 Flaschen „The English Whisky Co. Queen’s Coronation bottling“. Der Preis beträgt £64,99, es kann online bestellt werden.
Neu: Jura Whisky Festival Bottling
Auf dem diesjährigen Jura Whisky Festival am 29. und 30. Mai begeht die Isle of Jura Destillerie den fünfzigsten Jahrestag ihrer Wiedereröffnung am 26.04.1963. Die ursprüngliche Destillerie wurde um 1810 an ihrem heutigen Standort gebaut. Um 1900 ließ der Besitzer nach einem Zerwürfnis mit dem Pächter die Dächer der Gebäude entfernen, um keine Steuern dafür zahlen zu müssen und gab damit die Brennerei auf. Die Gebäude zerfielen bis nur nur noch Ruinen blieben. Auf dem Gebiet der alten Ruinen wurde dann die neue Destillerie erbaut, auf der strukturschwachen und mit Arbeitslosigkeit kämpfenden Insel konnten so Arbeitsplätze geschaffen werden.
Diese Jura Whisky Festival Abfüllung besteht aus stark getorften Whisky, welcher in einem Sherry Butt aus dem Jahr 1963 lagerte, dem Jahr, in dem die Jura Destillery wieder eröffnet wurde. Abgefüllt wurde mit 52,4 % Vol in Fassstärke ohne Kühlfilterung.
400 Flaschen werden während des Festivals verkauft, weitere 200 können ab Mittwoch, 29. Mai um 09.00 Uhr BST online erworben werden. Der Preis wird £75 betragen.
Über den Verbleib der möglichen restlichen Flaschen ist uns nichts bekannt (auf dem Foto ist deutlich die Zahl 663 zu erkennen), auch wissen wir nicht, was das „Triple Barrel Finish“ zu bedeuten hat.
Neu: The Macallan Coronation Set
Nach dem Royal Wedding 2011 und dem Jubilee Bottling im letzten Jahr gibt es zum 60jährigen Tronjubiläim von Queen Elisabeth II. das The Macallan Coronation Bottling.
Art Director David Holmes ließ sich etwas Besonderes einfallen. Zwei 350ml Flaschen The Macallan Single Malt werden in einer goldenen, Windsor-roten und blauen Box präsentiert, inspiriert vom Wappen der Königin. Eine Fotografie der Königin aus dem Jahre 1953 schmückt die eine Flasche, welche in amerikanischen Eichenfässern gelagerten Whisky enthält. Die andere zeigt die Königin im Jahr 2004, dieser Whisky reifte in spanischen Sherry-Fässern.
Diese Abfüllung ist limitiert und zu einem UVP von 350 £ in der Destillerie vor Ort oder online ausschließlich in UK erhältlich.
Neil & Joel von www.caskstrength.com hatten die Gelegenheit, diese beiden Tropfen zu verkosten und sind hellauf begeistert. Ob durch dieses Bottling das Trio der Königlichen Abfüllungen komplettiert wird und den Abschluss findet, wie The Spirit Business schreibt, scheint angesichts noch in Zukunft möglicher feierlicher Anlässe nicht ganz klar.
Feis Ile Abfüllungen von Bowmore
Wie Bowmore gerade über Twitter mitteilt wird es für das diesjährige Islay Festival von der ältesten Destillerie der Insel zwei spezielle Abfüllungen geben.
Die Erste besteht aus First- und Second-Fill-Ex-Bourbon-Fässern und ist auf 1000 Flaschen limitiert, der Preis wird £50 betragen. Kurze Beschreibung: Fruchtige Eiche.
Abfüllung Nummer 2 ist ein 1988er Jahrgang und Teil der 1980-Serie. Limitiert auf 300 Flaschen wird diese Abfüllung £350 kosten. Geschmacksnoten: Spritziges Meersalz, süße Vanille und Orangenschale








