Samstag, 06. Juni 2020, 23:27:38

Wir verkosten: Arran 17 Jahre

Glenallachie for whic

Harold J. Currie war in seiner Karriere unter anderem Direktor von Chivas Brothers und dem House of Champbell. Daneben war er einer der besten Master-Blender Schottlands überhaupt. Und er hatte einen Lebenstraum: Seine eigene Destillerie zu haben – von Grund auf. Diesen Lebenstraum erfüllte er sich mit der Gründung der Firma „Isle of Arran Distillers Ltd.“ mit Sitz in Stirling und dem Bau der Destillerie auf der Insel Arran ab dem Jahr 1991. Mit der Eröffnung der Produktionsstätte 1993 war nach 156 Jahren die Kunst des Whiskybrennens auf die Insel zurückgekehrt. Der erste new make floss Ende Juni 1995 aus den beiden Brennblasen.

Zur Produktion des Arran Whiskys verwendet die Destillerie Wasser aus dem Loch na Davie. Bei der Herstellung verzichtet man – im Gegensatz zu vielen anderen Brennereien – auf den Einsatz von Farbstoff und eine Kältefiltrierung. Somit behält der Whisky seine Natürlichkeit, die Whisky Liebhaber sehr schätzen. Mit fortschreitendem Alter wird bei den Abfüllungen auch der destilleriespezifische Stil immer mehr erkennbar – Arran zeigt eine für einen Inselwhisky erstaunlich weiche Charakteristik.

2013 kam der Arran 16yo auf den Markt – der erste Teil einer Trilogie, die im Jahr 2015 mit dem Arran 18yo abgeschlossen sein sollte. In der letzten Woche erschien der Arran 17yo, den unser Redakteur Simon Rosenkranz verkostete. Das Testmuster wurde von der Destillerie zur Verfügung gestellt.

arran17yo

Nase: Eine leichte würzige Note ist sofort da, die allerdings sehr schnell einer fruchtigen Note weicht. Mandarine und Apfel stellen sich in den Vordergrund,  und ergeben ein wirklich angenehmes Aroma, das ich mit einer Vesper im Obstgarten verbinde.

Gaumen: Upps was ist da denn los? Am Gaumen ist der Arran 17yo weitaus würziger, als ich es nach der Nase vermutet hätte.  Die dominant fruchtige Note, auf die sich meine Erwartungen eingestellt haben, ist, wenn überhaupt, nur noch im Hintergrund zu erkennen.  Tabak und dunkle Schokolade sind hier vorherrschend. Interessant!

Finish: Das Ende kommt mittellang daher, der Tabak ist der Teil, der hier am längsten vorhält.  Ich persönlich hätte mir da eher die Schokolade gewünscht.

Alles in allem: Der Whisky ist eine interessante Kombination aus süßen Obstaromen in der Nase und dem recht schweren Geschmack am Gaumen. Für mich ist er eher ein Aperitivwhisky, des nicht zu langen Finishes wegen. Insgesamt erhält er ein „Gut“ von mir. 

Simon Rosenkranz

 


Über unser Ratingsystem:

Wir vergeben 0-5 Sterne in drei Kategorien: Nase, Gaumen, Finish

Die Gesamtnote ergibt sich aus dem Mittelwert dieser drei Kategorien. Unsere Skala geht von 0-5 Sternen und ist nicht mit dem Wertungssystem xx/100 vergleichbar. Sie kann so interpretiert werden:

0-1 Stern: Furchtbar. Nur äußerlich anwenden.

1-2 Sterne: Enttäuschend. Aber vielleicht kann man damit die Gäste zum Gehen bringen.

2-3 Sterne: Geht so. Kann man trinken. Muss aber nicht.

3-4 Sterne: Gut. Macht man gerne immer wieder mal auf.

4-5 Sterne: Sehr gut. Daumen hoch. Ab 4.5 Sternen: Spitzenklasse. Vor diesem Whisky verbeugt man sich.

Wichtig: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind kein richterliches Urteil. Darum haben wir bei unseren  Reviews auch die Möglichkeit vorgesehen, dass unsere Leser selbst werten können. Machen Sie Gebrauch davon, falls Sie den Whisky schon probiert haben!

Unsere Partner

JJCorryIW Button
GaG Partnerbutton
Bruichladdich 125×125
Button Kirsch Whisky
Whiskyhaus Button
Mackmyra Partnerbutton
Kaspar Button
Partnerbutton Frank Bauer
St. Kilian Partnerbutton
Whiskybotschaft Button

Werbung

- Advertisement -
Irish Whiskeys Rect

Neueste Artikel

Fremde Federn (100): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Unsere Rubrik feiert Jubiläum - ohne viel Tamtam, aber mit vielen interessanten Tasting Notes

Ab Montag: Lagavulin and Caol Ila Fèis Ìle 2020 Bottlings

Die beiden Abfüllungen sind online bestellbar - aus zollrechtlichen Gründen aber nur mit einer UK-Lieferadresse

PR: Der neue SLYRS Bavarian RYE Whisky kommt

In stark getoasteten Eichfässern gelagert, verspricht der Bayern-Rye von SLYRS ein besonderes Geschmackserlebnis

PR: Laphroaig 10 Years Cask Strength zurück in Deutschland

Voller Laphroaig Geschmack in Fassstärke abgefüllt

PR: Alba Import erweitert das Portfolio mit Produkten des Traditionsunternehmens Hunter Laing aus Glasgow

Mit dem Vertrieb der Serien „Hepburn’s Choice“ und „The Sovereign“ startet Alba Import die Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Abfüller

PR: Kilchoman ‘Uniquely Islay Series’ – Neun Einzelfassabfüllungen exklusiv für Deutschland

Nur für Deutschland wurden diese Single Cask Whiskys aufgelegt - auch ein neuer Sanaig ist im Kommen

Serge verkostet: Ein Marathon mit Bowmore, Etappe 3

Zieleinlauf mit sieben Abfüllungen!

Werbung

- Advertisement -
WA-September 2019

UNTERSTÜTZEN SIE JETZT IHRE LOKALEN HÄNDLER!

- unentgeltliche Werbung zum Support des Handels -
WhiskyauctionCharity
X