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Wer von uns hat nicht hin und wieder den Traum, seinem bisherigen Leben den Rücken zuzukehren und auf eine einsame Insel zu ziehen? Und wäre es nicht schön, wenn diese einsame Insel nicht trotz aller Einsamkeit eine hervorragende Anbindung ans Internet hätte? Man von dort aus  – die richtige Idee vorausgesetzt – arbeiten und seinen Lebensunterhalt verdienen könnte?

By Geyo John, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=53340299

So etwas gibt es, und zwar in Irland. Die Insel Arranmore (Árainn Mhór ) liegt an der Nordwestküste und ist knapp fünf Kilometer vom Festland entfernt. Das größte Problem dort: Der dramatische Bevölkerungsrückgang. Mangels beruflicher Chancen wanderten die Leute dort ab – ein Schicksal, das die Insel mit vielen anderen teilt…

So hat man sich zu einer sehr ungewöhnlichen Idee entschlossen: Gemeinsam mit dem Telekom-Unternehmen Drei hat man in die digitale Infrastruktur investiert und damit eine Internetanbindung geschaffen, die laut Yahoo News derer von Großstädten wie London, Dublin oder New York mehr als ebenbürtig ist.

Arranmore/Irland

Gleichzeitig wirbt man mit offenen Briefen in den USA und Australien nach neuen Bürgern für die Insel. Man wirbt damit, dass hier bereits talentierte junge Leute wie Grafikdesigner, Softwareentwickler und Fotografen leben, sowie Handwerker, die auf Bestellung fast alles herstellen können. Zuwanderer fänden hier ein ideales digitales und analoges Arbeitsumfeld vor. Zudem könne man garantieren, dass der Arbeitsweg auf der Insel ohne Ausnahme immer kürzer als 5 Minuten sei.

Die Inselverwaltung hat gemeinsam mit Drei ein Promovideo geschaffen, mit dem man auf die Suche nach neuen Bürgern der Insel geht – und den Trailer dazu gibt es hier zu sehen (im Video ist dann ein Link auf die neun Minuten lange Vollversion):

Natürlich wären auch Deutsche willkommen, und wer die Atmosphäre auf einer dem Atlantik zugewandten Insel schätzt und für seine Arbeit hauptsächlich auf das Internet angewiesen ist, der könnte dort sein Glück finden. Irischen Whiskey und Guinness vom Zapfhahn gibts im lokalen Pub auch… – und wer weiß, vielleicht wäre dort auch eine kleine Whiskeybrennerei ein willkommener Schub für die lokale Wirtschaft…