Und weiter geht es in unserer Serie mit Drohnenaufnahmen schottischer Landschaften, diesmal mit Flugaufnahmen der Hebriden, genauer gesagt von Glenfinnan, Arisaig, Isle of Skye (Sligachan, Quiraing, Old Man of Stor) Isle of North Uist, Eriskay (Bonnie Prince Charlie Beach) Berneray und der Isle Of Harris, Northton, Sielebost, Horgabost, MacLeod Stone Beach und Luskintyre).
Erst gestern von User godgie77 auf Youtube hochgeladen, stammen die Aufnahmen von einem Urlaubstrip im August dieses Jahres. Aufnahmegerät war ein DJI Phantom 3 Standard.
Genießen Sie die wunderschönen fünf Minuten in Full HD – wir hoffen, Sie bringen Ihnen ein paar Momente des Sommers zurück. Einen schönen Sonntag wünschen wir all unseren Lesern!
Auf der Website des Whisky-Clubs Fränkische Schweiz findet sich heute ein Interview mit Andrea Caminneci, der mit seinen beiden Unternehmen Caminneci Wine & Spirit Partner und C&S Dram ein fester Bestandteil der deutschen Whiskyszene ist. Im Gespräch mit Patrick Grasser erzählt er unter dem launigen Titel „Von der Baumschule zum Keeper of the Quaich“ über seinen Werdegang und seine Beziehung zu Schottland und schottischem Whisky. Hier eine eher private Frage und Antwort aus dem sehr ausführlichen Interview:
PG: Wenn man sich beruflich intensiv mit Whisky beschäftigt, hat man dann überhaupt noch Lust oder Gelegenheit, einen Whisky am Abend einfach nur für sich oder mit Freunden zu genießen? AC: Also, so ganz allein für mich, eher selten. Ich habe jetzt seit fast dreißig Jahren beruflich mit Alkohol zu tun. Das machst Du nicht so lange, wenn Du jeden Tag die Produktqualität überprüfst 😉 . Aber ab und an kommt es doch vor. Ich würde allerdings behaupten, weniger als ein dutzendmal im Jahr.
Mit Freunden ist das etwas anderes. Whisky und Geselligkeit gehen für mich sehr eng zusammen, da wird dann auch gerne mal gegenseitig der aktuelle Favorit präsentiert. Allerdings ist für mich selten mehr als 1 cl im Glas.
Auch über die Arbeit als unabhängiger Abfüller gibt es im Interview sehr interessante Einsichten – für uns eine schöne Lektüre zum Wochenende.
Whisky wird seit jeher nicht nur getrunken, sondern auch gesammelt – sei es, um besondere Tropfen für später aufzuheben oder rein des Sammelns willen. Immer schon, und verstärkt in den letzten Jahren, war Whisky auch ein Gegenstand der Wertanlage – begünstigt durch den Umstand, dass ältere Jahrgänge immer rarer werden und sich der Markt für Whisky global ausweitet.
Märkte sind dynamisch und ändern sich. Gastautor Marco Jansen von der Whisky Investments GmbH wirft für uns vierteljährlich einen Blick auf den Sammlermarkt und berichtet dabei über relevante Ereignisse und Entwicklungen. Hier ist sein aktueller Beitrag:
Der Whisky-Sammlermarkt – Bericht für Q3 2016
Mehr als drei Monate sind seit der denkwürdigen Abstimmung über den Verbleib Großbritanniens in der EU vergangen und was ist passiert – nichts. Wie zu erwarten war wird sich der Prozess der Verhandlungen bis zu einem endgültigen Austritt über mehrere Jahre hinziehen und somit kann über eventuelle Auswirkungen auf Whiskymarkt und Preise weiter nur spekuliert werden.
Die Preisspirale bei den Whiskyraritäten dreht sich immer schneller. In den ersten 8 Monaten des Jahres 2016 konnte der APEX 1000, ein von der schottischen Rare Whisky 101 Ltd. berechneter, marktbreiter Index von Whiskyraritäten, um unglaubliche 19.74% zulegen. Waren zu Beginn des Jahres die Hauptwerttreiber noch die Abfüllungen von Macallan, hat der Aufschwung mittlerweile die komplette Breite des Marktes erfasst und auch bei sehr hochpreisigen Abfüllungen von Destillerien wie Port Ellen und Brora sind zweistellige Preissteigerungen zu verbuchen. Von Sammlern links liegen gelassen werden aktuell die Abfüllungen der japanischen Kariuzawa-Destillerie, hier waren die Preise seit Anfang des Jahres sogar leicht rückläufig.
Ebenso ungebremst entwickelt sich die Anzahl an neuen Releases. Obwohl sehr viele Neuerscheinungen des letzten Quartals eher im hochpreisigen Segments bei teilweise über 1.000 Euro angesiedelt waren, ist die Nachfrage der Sammler und Genießer ungebremst und viele Releases waren kaum in den Regalen der Händler angekommen schon wieder ausverkauft.
Dies ist sicherlich neben dem Sachwertcharakter von Single Malt Whisky in Zeiten von Negativzinsen auch auf die immer breitere werdende Basis der Whiskysammler und Genießer zurückzuführen – unserer Meinung nach ein Zeichen für eine solide Marktentwicklung.
Autor Marco Jansen, Gesellschafter der Whisky Investments GmbH, arbeitet seit 16 Jahren in der Finanzbranche und sein Betätigungsfeld – neben der Betreuung von vermögenden Privatkunden – sind die internationalen Kapitalmärkte. Vor etwa 10 Jahren entdeckte er bei einer Reise nach Schottland seine Leidenschaft für Single Malt Whisky. Seitdem verfolgt er mit Interesse die Whiskymärkte und eine kleine Sammlung erlesener Tropfen füllt die speziell dafür eingerichtete Vitrine in seiner Heimat am Niederrhein.
(Unser Titelbild zeigt die Catedral do Whisky, die größte Whiskysammlung der Welt)
Monat für Monat präsentieren wir Ihnen einen Whisky, welchen wir beachtenswert finden, der problemlos erhältlich ist und auch preislich im Rahmen bleibt. Dieser wird dann zum Whisky des Monats gekürt – und wie gewohnt äußerst subjektiv. Nach einer längeren Zeit der Abwesenheit befinden wir uns mal wieder in der Speyside, denn unser Whisky des Monats Oktober ist The Glenlivet Nàdurra.
Die Brennerei Glenlivet hat in ihrer Geschichte eine gewisse Routine entwickelt, sich gegen Widerstände durchzusetzen und ambitionierte Ziele zu verfolgen. Als ihr Gründer George Smith 1823 als Erster nach dem „Act of Excise“ seiner Destillerie ein legales Fundament gab, missfiel dies den benachbarten Brennern, die ihre Tätigkeit weiterhin abseits einer britischen Kontrolle ausüben wollten. Wobei Missfallen nicht die richtige Beschreibung ist. George Smith trug danach immer, tags wie nachts, zwei geladene Pistolen bei sich, um sich notfalls auch gegen dieses „Missfallen“ wehren zu können. Diese Pistolen werden im Besucherzentrum ausgestellt, und mit einem bisschen Stolz weisen die Guides bei den Destillerie-Touren darauf hin, dass sie immer noch geladen seien – wobei der Beweis zum Glück ausbleibt.
Destillerie Glenlivet. Bildrechte bei Lars Pechmann.
Glenlivet bedeutet nichts anderes als Tal des Livet. Entlang dieses Flusses durch die Speyside siedelten sich sehr viele Brennereien an, die hier hervorragende Bedingungen zur Whisky-Herstellung vorfanden. Und in der Destillerie Glenlivet fanden sie einen Nachbarn, der recht schnell für die herausragende Qualität seines Whiskys berühmt wurde. Da bot es sich für verschiedene Brennereien an, sich den Namen auszuleihen und hinter ihrem ein „Glenlivet“ hinzu zu fügen. Diese Praxis missfiel der Brennerei deutlich, und 1880 wurde ihr in einem Musterprozess bestätigt, als einzige den Namen „The Glenlivet“ führen zu dürfen.
Mehr als 100 Jahre später, The Glenlivet gehört mittlerweile dem französischen Konzern Pernod Ricard, erweiterte die Brennerei ihre Kapazitäten um 75%. Im Juni 2010 wurde ein neues Gebäude mit einer neuen Mash Tun, acht neuen Washbacks aus Pinienholz sowie sechs neuen kupfernen Brennblasen eröffnet. Das Ziel hinter dieser 10 Millionen Pfund Investition wurde dann auch 2014 erreicht: The Glenlivet löste Glenfiddich vom Platz 1 der weltweit meistverkauften Single Malt Whiskys ab.
Um diesen Platz auch in den nächsten Jahren verteidigen zu können, mussten in der Core-Range leichte Anpassungen vorgenommen werden. So verschwand der The Glenlivet 12 yo in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus dem Portfolio und wurde durch den The Glenlivet Founder’s Reserve ersetzt. Und auch bei unserem Whisky des Monats verschwand 2014 die Altersangabe. Bis dahin wies der The Glenlivet Nàdurra – gälisch für natürlich – ein Alter von 16 Jahren auf. Mit dem Verschwinden der Altersangabe änderten sich auch die verwendeten Fässer. Nicht mehr ausschließlich First Fill Bourbon Casks kamen zum Einsatz, neben First Fill Oloroso Sherry Fässern ergänzte The Glenlivet die Nàdurra-Reihe durch ein Peated Whisky Cask Finish. Geblieben ist, dass diese Whiskys in Fassstärke und ohne Kühlfilterung in kleinen Batches abgefüllt werden.
Der elegante und reine Stil des The Glenlivet Whiskys kommt in der Nàdurra-Reihe am deutlichsten zum Ausdruck. Deutlich komplex, erschließen sich die Whiskys in der Nase und am Gaumen nicht augenblicklich und benötigen Zeit und Muße. Die Fassstärke ermöglicht das Spiel mit der Zugabe von einigen Tropfen Wasser und so das Entlocken unterschiedlicher Aromen.
The Glenlivet Nàdurra sollte im gut sortierten Fachhandel erhältlich sein und liegt preislich bei um die 60 €.
An der Südseite des Glen Coe, einem Tal in den schottischen Highlands, liegt die markante Felsformation der Three Sisters, ein beliebtes Motiv für Fotografen. Sie gehören zum Massiv des 1150 Meter hohen Bidean nam Bian.
Unser heutiges Whisky im Bild stammt einmal mehr von Marcel Freudenstein, der uns immer wieder mit fantastischen Bildern aus Schottland versorgt. An dieser Stelle einmal öffentlich herzlichen Dank dafür.
Wir haben uns entschlossen, diesmal das Bild auch in der vollen Größe (2687×1080) von fast 3MB zum Download bereitzustellen – durch unsere Komprimierung, die wir aus Performancegründen anwenden, gehen dann doch einige feine Details verloren. Die reduzierte Version sehen Sie hier (durch Anklicken vergrößern):
Das Bremer Spirituosen Contor informiert uns heute in ihrer Pressemitteilung über den Neuzugang in ihrem Portfolio, die taiwanesischen Whiskys von OMAR:
OMAR Single Malt Whisky aus Taiwan debütiert in Europa
Bremen, 29. September 2016. Mit der Übertragung des europaweiten Vertriebs der preisgekrönten taiwanesischen Whiskys von OMAR an die französische Firma „Les Whiskies du Monde“ werden Whisky-Fans schon bald die Gelegenheit haben, OMAR über Whisky-Fachhändler, Online-Händler und in Premium-Bars zu kaufen. Der Einstieg von OMAR auf den europäischen Markt wird für Vielfalt und Auswahl in der Welt der taiwanesischen Premium-Whiskys sorgen, die bisher von Kavalan Whisky als einzige Alternative dominiert wurde. Für den deutschen Markt erfolgt der Vertrieb von OMAR Single Malt Whisky über den Generalimporteur Bremer Spirituosen Contor.
OMAR Single Malt Whisky wird in der taiwanesischen Nantou Distillery, im Besitz der Taiwan Tabak und Alkohol-Corporation (TTL), destilliert. Die Brennerei liegt im Zentrum von Taiwan im Nordwesten von Nantou County und ist die zweite Brennerei der Insel. Umrahmt ist sie von der herrlichen Bergkette von Bagua und dem Fluss Maoluo. Bekannt ist die Region mit dem subtropischen Klima besonders für die Herstellung von Tee. Seit 2008 werden jetzt auch die Single Malt Whiskys von OMAR produziert.
Der Name OMAR bedeutet ‚Bernstein‘ im Gälischen, genau wie die Farbe des Whiskys. Die Verwendung der gälischen Sprache ist eine Hommage an das große Whiskyerbe Schottlands und Irlands. Der Stil des Whiskys lehnt sich zum einen an die schottische Whisky-Expertise an und wird mit der modernen östlichen Exotik Taiwans und der Leidenschaft für die Erweiterung des Whisky-Know-hows ergänzt.
Das Sortiment von OMAR umfasst zwei Single Malts. Die Reifung erfolgt, wie der Name schon andeutet, beim OMAR Bourbon Cask zu hundert Prozent in ex-Bourbon Eichenfässern und beim OMAR Sherry Cask in Ex-Sherryfässern. Die Whiskys werden mit 46% vol. abgefüllt und sind nicht kältefiltriert. Beide Abfüllungen wurden in zahlreichen führenden internationalen Whisky Wettbewerben ausgezeichnet.
Tasting Notes
OMAR BOURBON CASK
Nase: Erfrischend und komplex – weiße Blüten, Vanille, Honig, malziges Getreide, Zedernholz. Geschmack: Mittlerer Körper mit einem samtigen Abgang. Finish: Langanhaltend – Vanille, Milch Toffee, frische Mandarinen. Auszeichnungen: Silver Outstanding medal, IWSC 2016; Bronzemedaille, ISC 2016; Bronzemedaille, 2015 World Whiskies Awards.
Die Orkneys sind nicht nur Heimat zweier ausgezeichneter aktiver Destillerien (Scapa und Highland Park), sondern auch Kulturboden, der seit Jahrtausenden von Menschen besiedelt ist. Ein knapp zehnminütiges Video auf Youtube, das wir Ihnen hier bringen, widmet sich der reichhaltigen Geschichte der Inseln und bietet einen schönen Überblick über die Kulturen, die dort beheimatet waren und sind. Viele interessante Informationen sind im Video zu erfahren – wussten Sie zum Beispiel, dass die Orkneys einstmals zum Königreich Norwegen gehörten?
Besonders gefällt, dass auch die aktuelle Geschichte der Inseln nicht zu kurz kommt. Sehenswerte 10 Minuten in HD, zu denen wir viel Vergnügen wünschen.
Zu gut, um die amerikanischen Westland Whiskeys in einer „quer durch die USA“-Session zu verstecken – so beschreibt Serge Valentin die Objekte seiner heutigen Verkostung. Westland ist ein amerikanischer Single Malt Whiskey, der in Seattle im amerikanischen Bundesstaat Washington hergestellt wird. Die übersichtlich gestaltete Homepage der Destillerie beschreibt ihn und seine Produktion sehr ausführlich.
Serge hat vier Abfüllungen aus der Destillerie verkostet, und – abgesehen von einem Ausreißer für einen „Youngster“ – vergibt er dabei recht ansehnliche Wertungen:
Westland (54.4%, OB, for LMDW 60th Anniversary, USA, single malt, cask #397, 232 bottles, 2016): 89 Punkte
Westland 25 mo (58%, OB, USA, single malt, cask #312, 288 bottles, 2014): 72 Punkte
Westland 28 mo (54%, OB, USA, single malt, cask #242, 223 bottles, 2014): 87 Punkte
Westland ‘Garryana Edition 1/1’ (56.2%, OB, USA, single malt, 2500 bottles, 2016): 82 Punkte
Unser Gewinnspiel um die 3×2 Eintrittskarten für das Whisky-Weekend in den Kavernen von Salzburg ist vorbei. Schon zum siebten Mal findet die Veranstaltung statt, in diesem Jahr am 7. und 8. Oktober. Und längst ist sie über die Grenzen der Region hinaus bekannt – das merkt man auch an den zahlreichen Einsendungen, die wir erhalten haben.
Unsere Glücksfee namens Zufallszahlengenerator hat drei glückliche Gewinner bestimmt, die wir auch noch per Mail benachrichtigen werden. Wir gratulieren ganz herzlich:
Johann F. aus Seekirchen
Engelbert R. aus Oberhaching
und Remo A. aus Götzis
Instruktionen, wie Sie als Gewinner zu den Eintrittskarten kommen (den Tag können Sie sich natürlich aussuchen), finden Sie in der Mail, die Ihnen heute am Vormittag noch zugehen wird.
Für die Planung hier nochmals das Programm der beiden Tage (mehr Infos auf der Homepage):
Fr 7. Oktober – 14 Uhr bis 21 Uhr
Bühne in der Kaverne 2
16.00: Bunoscionn – Traditionelle irische Musik
19.00: Irish Beat Factory – Irische Tanzgruppe
Zigarren-Lounge:
15.00: Bruichladdich Ewald Stromer (8 Euro)
Im Kellergewölbe:
15.00: Malts of Distinction Malts of Distinction – Einzigartige Reise durch die Welt der Single Malts mit Bowmore, Auchentoshan und Laphroaig (8 Euro)
Wir sollten, müssten, könnten Jim Murray dankbar sein. Denn sind wir doch mal ehrlich: Wer von uns hatte den japanischen Whisky fest im Blick (und im Glas), bevor 2015 in der Whisky Bibel ein Yamazaki zum World Whisky of the Year erklärt wurde? Und wer kannte Whisky aus Indien, bevor 2010 Amrut mit ihrem Fusion zum drittbesten Whisky in the World erklärt wurde?
So begann Krish Kumar seine Präsentation der Paul John Whiskys im Oberhausener Whiskyhort. Kurz zuvor hatte sich Paul John, Geschäftsführer der indischen John Distillers, knapp und bescheiden vorgestellt, und dann seinem Referenten das Feld überlassen. Ihm oblag es dann auch, den anwesenden Whiskyfreunden das Besondere Indiens und des indischen Whiskys zu erläutern.
Krish Kumar und Paul John mit den beiden exklusiv für Deutschland abgefüllten Fässern.
Auf dem Subkontinent Indien mit über einer Milliarde Einwohnern gilt (fast) jedes fassgelagerte alkoholische Getränk als Whisky. Die uns bekannten Regularien gelten dort nicht, so ist die Verwendung von Industrie-Alkohol ebenso gestattet wie der Zusatz von Aromen. Neben unter anderem auch Brandy produzieren die John Distillers die Marke Original Choice (Absatz: 10 Millionen cases pro Jahr), nicht zu verwechseln mit der indischen Whisky-Marke Officer’s Choice, die Nummer 1 in Indien und mittlerweile auch auf der Welt.
Mit ihrer Range hat sich Paul John Whisky sehr breit aufgestellt, alle Whiskys sind ungefiltert und ungefärbt. Brilliance, ungetorft und mit 46 Vol. % abgefüllt, ist der leichte Einstieg in die Paul John Whiskys. Für den Edited (46 Vol. %) wird aus Schottland importierter Torf für das Darren der Gerste verwendet (Phenolgehalt ca. 8 ppm). Der Dritte im Bunde ist der Bold, der deutlich stärker getorft ist (ca. 30 ppm). Hinzu kommen noch zwei Select Cask Abfüllungen in den Varianten unpeated und peated und mit knapp über 55 Vol. % in Fassstärke abgefüllt. Für den deutschen Markt gibt es auch zwei exklusive Einzelfass-Abfüllungen, Fass #1615 in der ungetorften Variante und Fass #745.
Die Gerste für Paul John Whisky wird im Himalaya angebaut. Sie ist 6-zeilig trägt mehr Protein, allerdings weniger Stärke als die in Schottland verwendete 2-zeilige Gerste. Deshalb muss dreimal soviel Gerste verwendet werden und der Alkoholgehalt des Wort beträgt nur ca. 5 Vol. % und damit in etwa 3 % weniger als z.B. in Schottland. Dies führt zu einem sehr fruchtigen Whisky, der neben einer Honigsüße auch mit floralen Noten aufwartet. In Verbindung mit recht kurzer Reifezeit – durch die hohen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit in Goa reift der Whisky einfach schneller – sind die Paul John Whiskys sehr cremig.
Ihre Stärken spielen die Whiskys von Paul John am besten und auf hohem Niveau in ihren ungetorften Varianten aus. Und bieten uns damit, was wir von einem indischen Whisky vielleicht erwarten: eine gewisse Exotik, eine gewisse Andersartigkeit, die zu entdecken ein lohnendes Unterfangen ist.
Jene, die sich etwas intensiver mit dem Wasser des Lebens beschäftigen, werden die sieben vorgestellten Unternehmen im Artikel von Forbes natürlich kennen, aber selbst für alte Hasen ist es immer wieder interessant, sich vor Augen zu führen, WIE ungleich aufgeteilt der weltweite Markt für Scotch tatsächlich ist.
Während nämlich die ersten vier Unternehmen, die in der Liste von Forbes aufgeführt und beschrieben sind, insgesamt 68% Marktanteil haben, sind die Nummer 6 und 7 jeweils nur mehr mit 0.5% am Gesamtkuchen beteiligt.
Die Gewichte verschieben sich natürlich ein wenig, wenn man den Markt für Bourbon oder irischen Whiskey in die Betrachtung miteinbezieht, aber was schottischen Whisky anbelangt, ist die Konzentration enorm. Zudem, auch das erwähnt der Artikel, sind nur mehr ein Viertel der schottischen Destillerien in schottischem Besitz.
Folgen Sie also unserem Link und lernen Sie die sieben Großen des schottischen Whiskys etwas näher kennen.
Zwei Neuigkeiten zur schwedischen Destillerie Mackmyra haben wir heute zu vermelden: Zunächst einmal wird der bisherige Chief Financial Officer, Ulf Söderlund, mit dem Jahreswechsel aus dem Unternehmen ausscheiden. Als Nachfolger, so Reuters, ist Björn Biberg vorgesehen.
Und es gibt eine neue Abfüllung, den Mackmyra Vinterdröm. Der mit 46.1% abgefüllte Single Malt, ein fruchtiger Single Malt mit Gewürznoten, der in limitierter Auflage abgefüllt wurde. Er entstammt einer Zusammenarbeit mit Plantation Rum und wurde in Fässern gefinisht, die zuvor Rum aus Barbados und Jamaica enthielten. Im Ergebnis soll er leichte Eichennoten mit Orange, Vanille und Demerara-Zucker verbinden.
Auf der Website von Mackmyra gibt es ein Datenblatt über ihn, inklusive der Tasting Notes, das Sie hier direkt herunterladen können. Ein Preis ist nicht angegeben. Danke an unseren Leser Andy Gotter für den Hinweis!
Heute verkostet Serge Valentin ein Trio aus der Destillerie Ardbeg, darunter auch den neuen Ardbeg Twenty One – eine Abfüllung, die nicht nur bei uns auf Whiskyexperts, sondern auch bei anderen Verkostern großes Lob einheimsen konnte.
So wie wir verkostet ihn Serge nicht als Einzigen, sondern stellt ihn in den Kontext anderer ungefähr gleichaltriger Abfüllungen aus der Islay-Destillerie. Mit dabei der Ardbeg 1975/2000 und der unabhängige Ardbeg 1974/1996 von Sestante. Eines vorweg: Das hat Serge sicher Freude gemacht. Hier die Wertungen:
Ardbeg 1975/2000 (43%, OB): 91 Punkte
Ardbeg 21 yo ‘Twenty One’ (46%, OB, bourbon casks, 2016): 91 Punkte
Ardbeg 22 yo 1974/1996 (40%, Sestante, Mellow Matured): 94 Punkte
Von Irish-Whiskeys.de haben wir eine Information über zwei neue Tipperary-Abfüllungen erhalten, die Stuart Nickerson (ex-Glenglassaugh) gemeinsam mit seiner Tochter und ihrem Verlobten auf den Markt gebracht hat. Die Tipperary-Abfüllungen sind Small Batch Whiskeys, die mit der Expertise von Stuart Nickerson aus jeweils nur sechs Fässern komponiert wurden. Hier finden Sie alle dazugehörigen Informationen.
Tipperary Whiskey – Stuart Nickerson goes Irish
Im Süden Irlands im wunderschönen County Tipperary entsteht eine neue Destillerie: Tipperary Boutique Distillery. Der Ort an dem die Destillerie entstehen soll ist bereits gefunden und die Genehmigung liegt vor. Die Tipperary Destillerie wird auf dem Grundstück einer Farm gebaut, die einem der Miteigentümer gehört. Die Gerste für den Whiskey wächst bereits auf den Feldern. Bild: Mareike Spitzer
Wer steht hinter der Destillerie?
Die Eigentümer der Tipperary Boutique Distillery sind Stuart Nickerson, seine Tochter Jennifer Nickerson und ihr Verlobter Liam Ahearn. Stuart Nickerson hat bereits für viele große Destillerien in Schottland gearbeitet und ist bekannt als Berater im Bereich schottischer und irischer Whiskeys. Stuart hat das technische Know-How, Jennifer ist die Geschäftsfrau und Liam pflanzt großartige Gerste auf den Feldern seiner Farm in Ballindoney. Sie haben alle Zutaten, um einen großartigen Whiskey produzieren zu können.
Die Destillerie wird auf dem Farmland in Ballindoney gebaut werden. Diese Farm gehört der Familie Ahearn bereits seit 5 Generationen. Die Gerste für den Whiskey wächst bereits und ist bereit dazu im nächsten Jahr verarbeitet zu werden.
Bis die Destillerie gebaut und der erste eigene Whiskey produziert ist, füllt Tipperary Whiskeys als unabhängiger Abfüller ab und hat zwei hervorragende Single Malt Whiskeys auf den Markt gebracht. Für beide Whiskeys wurden die Fässer von Stuart Nickerson persönlich ausgewählt.
Tipperary Watershed Single Malt Whiskey
Tipperary Watershed Whiskey, ist der erste Whiskey, der mit dem Wasser der Quelle der Ballindoney Farm auf Trinkstärke gebracht wurde.
Das Land der Ballindoney Farm wird von der Familie Ahearn, den Co-Gründern von Tipperary, seit über 200 Jahren bewirtschaftet. So lange reichen die Aufzeichnungen der Gemeinde zurück. Die Farm liegt in Irlands goldenem Tal. Im Frühling ist das Land frisch und grün und wird golden, wenn das Getreide reif ist für die Ernte. Ein tolles Farbspiel, das dort jedes Jahr zu sehen ist. Die Farm liegt in einem Flachland, geschützt durch die Berge Galtee, Knockmealsdown und Comeragh, von denen das frische Wasser fließt und welches benutzt wurde, um den Watershed Whiskey auf Trinkstärke zu reduzieren.
Es werden immer nur 6 First-Fill Bourbonfässer für jede Batch des Watershed Whiskey ausgesucht. Die Auswahl für den Whiskey trifft der Malt Master Stuart Nickerson. Nachdem der Whiskey reduziert und mit 47 % abgefüllt wurde, wird jede Flasche einzeln nummeriert. Außerdem ist der Whiskey nicht kühlgefiltert. So ist jede Flasche etwas Besonderes.
Tasting Notes:
Nase: Vanille, süße Fruchtnoten, etwas Grain Geschmack: schwarzer Pfeffer, Vanille, Karamell, etwas Rosinen Nachklang: langes warmes Finish mit etwas Honig
Der UVP für Watershed Single Malt liegt bei: 43,90 €
Tipperary The Mountain Range – Knockmealdowns
Tipperary Knockmealdowns 10 Jahre Single Malt ist der erste Whiskey aus der Mountain Range Reihe von Tipperary Boutique Distillery. Mit dieser Serie möchten sie die Berge im County Tipperary ehren.
Für den ersten Whiskey aus dieser Reihe „The Knockmealdowns“ wurden 6 Fässer ausgewählt, die für 10 Jahre in ehemaligen Bourbonfässern reiften. Bevor der Whiskey abgefüllt wurde, wurde er mit dem Wasser der Quelle der Ballindoney Farm auf 47 % Trinkstärke reduziert. Die Farm gehört der Mitbegründer Familie, den Ahearns.
Jede Flasche ist einzeln nummeriert, nicht gefärbt und nicht kühlgefiltert.
Der Knockmealdowns Whiskey ehrt die Bergkette an der Grenze der Countys Tipperary und Waterford. Der höchste Berg ist der Knockmealdowns mit 795 m, von ihm aus überblickt man das komplette Flachland, auf dessen auch die Ballindoney Farm steht.
Die Knockmealdowns Berge stehen in dem „Vee“, eine steile V-Kurve, wenn man zu Sugarloaf Berg hinauffährt. Dies ist einer der schönsten Ausblicke Irlands. An einem klaren Tag kann man von hieraus drei Countys überblicken: Tipperary, Waterford und Limerick.
Wie in vielen Gegenden Irlands, gibt es auch hier einige Erzählungen über mysteriöse Dinge, die in der Vergangenheit passiert sind. Einige dieser Geschichten gehen zurück auf einen wunderschönen See, Bay Lough, nahe gelegen des Vee. Man erzählt, dass dieser See bodenlos ist und „Petticoat Loose“ darin wohnt: eine unglückliche Frau, die dorthin verbannt wurde, um den See mit einem Fingerhut zu leeren.
Tasting Notes:
Nase: frisches Holz, Karamell, Vanille, Schokolade Geschmack: weich und ölig, Honig, Zitrusnoten, Pfeffernoten, komplex Nachklang: langes Finish mit Holznoten und etwas Ingwer
Der UVP des Knockmealdowns Whiskey liegt bei: 59,90 €
Tipperary Boutique Distillery wir in Deutschland exklusiv vertrieben durch: Irish-Whiskeys.de