Neue Details zum Verschwinden des Glendronach 15yo

Sean Russell, Mitglied der Glendronach Appreciation Society auf Facebook, hat das Verschwinden des Glendronach 15yo keine Ruhe gelassen und er hat an die Destillerie geschrieben, warum denn der Bestseller aus der Glendronach Core-Range wirklich verschwinden muss. Alistair Walker von Glendronach hat geantwortet, und Sean hat die Nachricht in der Society geteilt. Wir bringen sie hier zunächst im Original:

The GlenDronach 15YO will indeed be discontinued from the range, for approx 3 years – the plan, at this stage, is that it will return at some point in 2018. This isn’t something we would do lightly, as this is one of our best-selling and most popular whiskies, but we simply don’t have the maturing stocks to continue to bottle and supply the GD 15YO over the next 3 years. The GD 15YO will be withdrawn from all markets, not just the UK.
Based on current stocks and the average monthly rate of sale I would envisage there still being availability within UK retail through to Sep, maybe even Oct.

On a more positive note…

The GlenDronach 12YO, 18YO, 21YO, Cask Strength Series and Grandeur Series will continue, as will the bi-annual Single Cask batch releases. We have also recently added the new 8YO ‘The Hielan’ to the range, and this will be available on an ongoing basis. In addition to that, we are working on one or two new GlenDronach expressions that will be released later this year that we are pretty excited about. Watch this space…

Also: Der Glendronach 15yo wird für drei Jahre vom Markt genommen, weil einfach nicht mehr genug davon in den Warehouses liegt. Im Jahr 2018 wird er neu aufgelegt werden.

Der Rest der Range ist davon nicht betroffen (mal sehen, wie es dem 18yo ergeht, wenn der 15yo wieder am Markt ist). Zudem werden zwei neue Glendronach-Abfüllungen noch für dieses Jahr angekündigt – zwar noch ohne Details, aber man darf gespannt sein, was hier kommen wird.

Vielen Dank an Thijs Klaverstijn von Words of Whisky, der diese Informationen zuerst fand.

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Serge verkostet: Zwei Dalmore

Ein wenig günstiger zu haben als der Dalmore Affinity sind die beiden Abfüllungen, die Serge Valentin heute verkostet. Da ist zunächst einmal der Dalmore 12yo, der von ihm begutachtet wird und zumindest grundsätzliches Gefallen findet. Die Distillery only-Abfüllung, die als zweite auf seiner Liste steht, steht für ihn eine Stufe darüber und wird durchaus mit Freude getrunken. Allerdings: 150 Pfund für eine Abfüllung, die nicht einmal Fassstärke ist?

Hier die Wertungen samt der technischen Daten:

  • Dalmore 12 yo (40%, OB, +/- 2015): 81 Punkte
  • Dalmore ‘Distillery Exclusive 2015’ (48%, OB, distillery exclusive, 450 bottles): 86 Punkte

Neu: Dalmore Affinity

Sollten Sie gerade 77.000 Dollar zur Hand haben, die Ihnen sonst nirgendwo fehlen würden: Wie wäre es mit dem Erwerb einer Flasche Dalmore Affinity? Sie erhalten dafür einen 50 Jahre alten Dalmore, abgefüllt mit 43%, der 48 Jahre lang in einem Bourbon Fass reifte und dann in einem Apostoles 30yo Matusalem oloroso sherry butt der Gonzalez Byass bodega für 30 Monate gefinished wurde. Das Ganze kommt natürlich in einer eigens erschaffenen Karaffe, in einer handgefertigten Holzbox – und der Hirsch ist natürlich aus echtem Silber.

Die Flasche ist ein Einzelstück, daher auch mit bottle 1/1 beschriftet. Sie wurde anläßlich der 50jährigen Unabhängigkeit Singapurs hergestellt und wird zunächst einmal im RWS Hotel Michael in Singapur ausgestellt.

Man gönnt sich ja sonst nichts.

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Gear Patrol: Das Wichtigste über Whisky und Whiskey

Auf Englisch, aber vor allem auf Verständlich: Gear Patrol hat einen unserer Meinung nach hervorragenden Artikel über die verschiedenen Whiskyarten veröffentlicht, der die verschiedenen Whiskyregionen und die verschiedenen Whiskykategorien übersichtlich und fokussiert erklärt. Im Artikel geht es um schottischen, irischen, amerikanischen und kanadischen Whisk(e)y, und für jede Region ist gut dargestellt, unter welchen Rahmenbedingungen dort Whisky produziert wird.

Der Artikel ist nicht nur ein guter Leitfaden für Einsteiger, sondern auch eine schön strukturierte Gedankenstütze für Kenner. Wie gesagt: Sehr empfehlenswert.

Vier neue Springbank für die USA – und Longrow Red 2015

Sku’s Recent Eats hat wieder einige neue Label in der Database des Federal TTB entdeckt – vier davon gehören zu möglichen neuen Abfüllungen von Springbank, die es aber nur bei Pacific Edge Wine & Spirits geben wird (Sammler werden also Himmel und Hölle in Bewegung setzen müssen)

Hier ist ein Springbank 18yo aus dem Fresh Rum Cask:
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Hier gibt es den Springbank 19yo Fresh Sherry:

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Hier finden Sie den Springbank 19yo refill Bourbon:

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Und hier den Springbank 20yo Fresh Port:

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Schließlich gibt es nun das Label für den neuen Longrow Red 12yo, der ein Jahr lang in frischen Pinot Noir-Fässern aus Neuseeland gefinished wurde:

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Neu: Scapa Skiren

Auf der Website des amerikanischen Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau findet sich ein Label für eine neue NAS Abfüllung von Scapa: Skiren.

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Der Whisky wird wohl mit 40% abgefüllt werden und stammt zu 100% aus First-Fill American Oak Fässern. Man verspricht einen Geschmack von tropischen Früchten, Zitrus und Heidekraut.

Gal Granov von Whiskyisrael hat auch noch ein Mockup der Flasche aufgetrieben und spricht von einem Preis von 60 Dollar.

Anmerkung: In einer ersten Fassung des Artikels haben wir den Namen der Abfüllung falsch angegeben. Der Fehler ist berichtigt, wir bitten dies zu entschuldigen.

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Neu: The Famous Grouse Mellow Gold

Eine neue Sorte von The Famous Grouse ist von der Edrington Group angekündigt worden: The Famous Grouse Mellow Gold.

Der Blend wurde in Sherry- und Bourbonfässern gereift und soll einen Hauch mehr Sherryanteil haben als die anderen Whiskys von Famous Grouse, schreibt The Spirits Business.

Gleichzeitig erhält die gesamte Range ein Update, was den optischen Auftritt betrifft. Eine neue Flaschenform und neue Labels sollen einen hochwertigeren Look ergeben.

The Famous Grouse Mellow Gold ist ab sofort im Vereinigten Königreich um 22 Pfund im Handel erhältlich. Ein Marktstart in Deutschland ist noch nicht terminisiert.

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The Telegraph: Die 10 besten Whisky Cocktails

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Sommerhitze hat für Whiskyfreunde eine recht interessante Seite: Sie fordert etwas Flexibilität, was die Gewohnheiten, Whisky zu genießen, betrifft. Oder, etwas prosaischer ausgedrückt: Ab 30 Grad im Schatten kann man durchaus dazu verleitet werden, den Whisky als Cocktail zu probieren.

Wie sie von unseren Artikeln über Whisky Cocktails wissen, halten wir das für eine gute Sache – nichts ist tödlicher für den Genuß als zu viel Gewohnheit, und neue Wege zu entdecken, wie Whisky schmecken kann, macht ja einfach auch Freude. Von den Zugriffzahlen her wissen wir auch, dass Cocktailrezepte auf großes Interesse bei unseren Lesern stoßen.

Da passt es ganz gut, dass wir einen Artikel auf The Telegraph gefunden haben, der die deren Meinung nach 10 besten Whiskycocktails mit kurzen Anleitungen zu deren Herstellung beschreibt. Lassen Sie sich von diesen Rezepten doch einfach inspirieren, die meisten davon sind im Handumdrehen gezaubert.

Einfache Rezepte, tolle Ergebnisse – ein Sportartikelhersteller würde sagen: Just do it!

Le Pan: Faszination Bruichladdich

Bruichladdich birgt für viele Whiskyfreunde einen gewissen Zauber, der über das Rationale hinaus geht. Sei es, weil die Destillerie eine interessante und bewegte Geschichte hat, sei es, weil mit Mark Reynier und Jim McEwan zwei der großen Figuren der Whiskybranche lange Zeit dort die Fäden in der Hand hatten und viel mit Produkten und Herstellungsmethoden experimentierten – oder sei es einfach auch des geschickten Marketings wegen, das man dort betreibt. Tatsache ist jedenfalls, dass Bruichladdich keine Destillerie ist, die Menschen kalt lässt.

Le Pan, ein Onlinemagazin, das sich sonst eher gutem Wein widmet, hat gestern einen Artikel über die Destillerie veröffentlicht, der versucht, dieser Faszination auf den Grund zu gehen. Man stellt die Frage, ob Bruichladdich die interessanteste Destilllerie der Welt ist – und findet, dass der innovative Geist, der dort gepflegt wird, dieses Attribut durchaus rechtfertigt. Kurze Tasting Notes zum Octomore 7.1, zum Classic Laddie und zum Bruichladdie, Cuvee E, komplettieren den Beitrag.

Bruichladdich. Bildrechte bei Lars Pechmann
Bruichladdich. Bildrechte bei Lars Pechmann

Whisky im Bild: 10x Prince Charles bei Laphroaig und Gewinnspiel

A royal overdose 🙂 – Von Laphroaig haben wir nachträglich zum Besuch von Prinz Charles in der Destillerie jede Menge Bildmaterial bekommen (einen Kurzbericht brachten wir auch hier), und wir wollen Ihnen natürlich nicht vorenthalten, wie der Prince of Wales Laphroaig erlebt hat.

Und wenn Sie die Destillerie selbst einmal live erleben wollen, gibt es auch dazu eine Gelegenheit: Hier können Sie beim großen Jubiläumsgewinnspiel mitmachen, bei dem Sie unter anderem eine Reise nach Islay gewinnen und sich dort selbst ein Bild von Laphroaig machen können.

Jetzt aber begleiten Sie Prince Charles beim Händeschütteln, Einheizen und Ablachen beim Anblick von Gummistiefeln 🙂

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Blogrundschau: Alles Mögliche, fast alles Gute!

Und wieder begeben wir uns für Sie auf die Suche, um für unsere Blogrundschau auf englischsprachigen Blogs neue Verkostungsnotizen zu finden. Und da gibt es seit unserem letzten Rundgang einiges Neues zu entdecken:

  • Auf Best Shot Whisky Reviews wird der Ileach, ein weiterer Islay-Malt ohne Destillerieangabe besprochen – den findet man dort ok, aber viel mehr auch nicht.
  • Words of Whisky hat den Mannochmore 18yo, eine Diageo Special Release aus dem Jahr 2009 im Glas – man hat sich dort von der Destillerie nicht viel erwartet, ist aber sehr, sehr positiv überrascht worden und empfiehlt die Abfüllung wärmstens.
  • Einen Littlemill 1990, der von Whiskybase zum 40.000sten Eintrag herausgegeben wurde, hat Malt Fascination verkostet – nett, aber etwas zu sehr Standard, sagt man dort.
  • Malt and Oak hat sich einen Glenrothes 2007 von Adelphi eingeschenkt – und fragt sich, warum die Destillerie solche fantastischen Abfüllungen nicht selbst zustande bringt.
  • Unser Redakteur Klaus Doblmann hat auf seiner englischsprachigen Site dokla.net den Laggan Mill 2014 von Cooper’s Choice blind verkostet – der gefällt ihm ganz gut und er vermutet wohl ganz zu recht, dass es sich dabei um einen Lagavulin handelt.
  • Ebenfalls ein deutschsprachiger Blogger, der seine Site dramlicious.com auf Englisch führt, ist Chris Hayn, er verkostet den Blanton’s Single Barrel Bourbon – er bekommt dort eine hohe Wertung und viel Lob für die Balance, der er in sich trägt.
  • Whiskynotes.be hat eine Review des OC1 von Elements of Islay, gepostet – ein Octomore, der 250 Euro für 0.5l kostet; aber er schmeckt zumindest, glaubt man dem Autor.
  • Und ebenfalls auf Whiskynotes.be gibt es eine Besprechung des Bushmills 21yo – ein schöner Ire, sagt man dort, mit schönen tropischen Früchten und dunkleren Noten.

Neuseeland: Bericht über die Cardrona Distillery

Auf der Website von seven sharp, einer neuseeländischen Newssite, finden Sie ein vierminütiges Video über die im Bau befindliche Destillerie im Cardrona Valley in Neuseeland. Die Whittakers, die diese Destillerie errichten und betreiben werden, sprichen im Beitrag über das Risiko, das sie mit dem Bau eingehen, und was sie mit schottischem Whisky verbindet.

Auch im Video zu sehen: Die Brennblase, die von Forsyths in Schottland geschmiedet wurde und über die wir bereits hier berichteten. Sie ist im Juni in der Destillerie angekommen.

Die offizielle Eröffnung der Cardrona Distillery ist nach wie vor für den Oktober geplant – wenn man das Video ansieht, könnte man allerdings durchaus noch Zweifel haben (Dach gibt es zum Beispiel noch keines). Die Verzögerung bislang geschah, weil die Baufirmen vordringlich mit Aufräumarbeiten in Christchurch nach dem Erdbeben beschäftigt waren.

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Wir verkosten: Littlemill 1990, 24yo, 53.7 %, Cadenhead

Sehr zum Leidwesen der Sammler von Lost Distilleries sind auch bei Littlemill die Zeiten, als es noch jede Menge Abfüllungen am Markt gab, langsam vorbei – die Abstände zwischen den Releases der Unabhängigen werden größer – und die Preise leider immer höher.

Diese Lost Distillery aus den Lowlands (nicht einmal die Grundmauern stehen mehr) ist aber dennoch nicht nur für Sammler interessant: Wer den typischen Lowland-Geschmack mag, wird in Littlemill meist einen würdigen Vertreter finden. Allerdings scheiden sich des „meist“ wegen bei dieser Destillerie auch die Geister, denn man findet nicht durchgehend nur gute Abfüllungen. Die „Fehlerquote“ ist höher als bei Rosebank oder St. Magdalene.

Schon daher sind wir auf diese aktuelle Cadenhead-Abfüllung aus der Small Batch-Serie mehr als gespannt. Im Handel haben wir ihn zwischen 180 und 220 Euro gesehen – also durchaus in der momentan für solche Abfüllungen üblichen Preisrange.

Littlemill 1990, 24yo, 53.7%
Small Batch Collection
Cadenhead
Cask Strength
nicht gefärbt
nicht kältefiltriert
Verkoster: Bernhard Rems
Sample: Cadenhead

 

 

littlemill

Nase: Die Nase braucht Zeit, um sich zu öffnen, aber wenn das geschehen ist, dann ist hier ein ganzes Bouquet an für einen Lowlander unerwartet warmen Noten: Vanillezucker, Schokoladenmüsli, Kokosmilch, warme Milch mit etwas eingerührtem Honig und dazu eingelegte Pfirsichhälften – der Littlemill zeigt in der Nase ein wenig die Charakteristik gut gealterter Grains. Jedenfalls ist das sehr einladend, sehr verführerisch.

Gaumen: Was für ein Antritt: Dick, cremig, sämig – Mandelmilch mit einem subtilen Hauch Fliederduft, dazu etwas Zitronensorbet und Schlagsahne. Ein leichter Holzton mischt sich darunter, geröstete Haselnüsse und als Gegenton süß fruchtige Mandarinenspalten aus der Dose – alles macht sich am ganzen Gaumen breit und überzieht ihn mit dichter Süße.

Finish: Sehr lang, sahnig mit einem leichten Zitruston, noch immer die Noten gerösteter Nüsse. Man möchte der Harmonie der Eindrücke endlos hinterhersinnen.

Alles in allem: Was für ein wuchtiger Littlemill! Dicht, komplex, reif – ein Whisky, von dem man erzählen will, weil er selbst eine Geschichte am Gaumen erzählt. Welches Bild könnte ihm gerecht werden? Vielleicht dieses: Untypisch für einen Lowlander ist er ein barockes Kunstwerk, prall, voller Lebensfreude und unwiderstehlich verführerisch durch seine Üppigkeit. Spitzenklasse!

Whisky im Bild: Tomatin renoviert Wash Still No. 5

Gestern hat die Highland-Destillerie Tomatin vier Bilder gepostet, die die Renovierung von Washstill Nummer 5 zeigen. Wie so manche andere Destillerie befindet sich Tomatin gerade in einer sommerlichen Produktionspause, in der notwendige Wartungsarbeiten durchgeführt werden können.

Tomatins Wash Still Nummer 6 hat übrigens diese Renovierungsarbeiten schon vor ein paar Jahren hinter sich gebracht.

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Bilder: Tomatin Distillery