Donnerstag, 01. Januar 2026, 04:30:27

Reinhard Pohorec: Mixen mit Whisky – eine Beichte

Whisky pur? Mit Wasser? In Cocktails? Wir von Whiskyexperts finden: Genießen soll jeder auf seine Art – und wir wollen jeden dabei unterstützen, für sich den größten Genuss mit dem Wasser des Lebens zu finden. 

Daher freuen wir uns besonders, Reinhard Pohorec, einen der besten Barkeeper im deutschsprachigen Raum und begeisterten Fachmann für Whiskycocktails in unserem Team zu haben. Er wird seine Beigeisterung in regelmäßigen Beiträgen mit unseren Lesern teilen – und seine Lieblingsrezepte für einfache, raffinierte, klassische oder experimentelle Cocktails mit Whisky, exklusiv hier auf Whiskyexperts.

Den Beginn macht er heute mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für Abwechslung – und die Freiheit, nach dem eigenen Kopf zu genießen…

Foto: Reinhard Pohorec
Foto: Reinhard Pohorec

Ja, ich habe es getan… Und ja, ich gebe es ganz offen zu. Ich höre die Klagelaute, sehe all die erhobenen Zeigefinger und fühle die immer schwerer wiegende Last der bösen Blicke…

Ja, ich habe es absichtlich getan, im besten Wissen und Gewissen. Ich habe es genossen und Schuldgefühle liegen mir fremd.

Wasser (der Sünde erster Akt, quasi der Vorhof zur Hölle), Eis (wir steigern uns, es wird heißer), ein trockenes Tonic (Verzweiflung macht sich breit), Cola (das wars, ewiges Fegefeuer, ohne Worte).

Was leeren wir nicht alle in und auf unseren Whisky – mischen, mixen und freveln vor uns hin, als gäbe es kein Morgen.

Wie trinke ich meinen Whisky? Die Frage der Nationen, seit Jahrhunderten thematisiert, hochstilisiert und so kontrovers wie eh und je.

Die Puristen schreien und stöhnen, die Nichtswissenden grunzen mäßig interessiert, ein paar Grenzgänger in der Mitte üben sich im Spagat.

Es ist zur Glaubensfrage geworden, ob man seinen Whisky roh und unverfälscht zu sich zu nehmen habe oder wo die absolute Schmerzgrenze für Verwässerung und Vermixung liegen.

Dogmen, Grundsätze, religiöse Ansichten und extreme Ausformungen…

Während so ziemlich jegliche Masterblender/in ihre Samples mit Wasser auf eine aromenfreundliche und leichter zugängliche Alkoholstärke von knapp über 20% bringen, geben sich die harten Kenner ihre Fassstärke gerade heraus, die Zunge betäubt, die Rezeptoren auf Alarm-Blinker aber die Brust vor Stolz geschwellt.

Und dass viele der Jacky-Cola Fraktion angehörigen Genießer wohl noch nie näher darüber nachgedacht haben, welch Sprit „Jacky“ eigentlich sei, was Whisky bieten kann und ob ich meinen Diskodrink wirklich auf zwei Zügen zwischen eben so vielen dubiosen Anbratversuchen leeren muss, wollen wir ebenso einmal frech in den Raum werfen.

Aber jetzt doch ganz ehrlich – alles auf Anfang, weg von Klischee und Wortgefecht.

Es geht um Genuss. Darum, sich etwas Gutes zu gönnen, ein Stück Auszeit, Aufmerksamkeit für sich selbst, die Flüssigkeit im Glas, das Gegenüber und ein schönes Gespräch, die einsame Landschaft, die Stille Nacht, das Prasseln am Kaminfeuer. GENUSS!

Und wer wo wie wann mit wem warum wofür auch immer genießen möchte (zuweilen auch betäuben oder vergessen, aber lassen wir das) ist eine so individuelle und subjektive Entscheidung, wie die Wahl der täglichen Unterwäsche. Punkt.

Tragen Sie da wirklich Rosa-Camouflage?

Foto: Reinhard Pohorec
Foto: Reinhard Pohorec

Ich hatte mich ja bereits zu Beginn geoutet und mich damit unwiederbringlich dem Spott und Hohn eines Gutteils der geneigten Leser und „Afficinados“ ausgesetzt. Aber ich wage zu behaupten sehr intensiv und auf vielerlei Wege im Hospitality-Business unterwegs zu sein, Menschen, Essen und Drinks serviert zu haben, genauso wie in Destillerien, auf Produzentenseite und derlei Stationen dazwischen gearbeitet und meine Sporen verdient zu haben. Ich durfte Genussgewohnheiten studieren und feine Tröpfchen herstellen, ich habe Spirituosen jenseits der 4stelligen Eurobeträge im Limonadenstrudel untergehen gesehen, genauso wie das Leuchten in den Augen jener, die ihr Leben und ihr Herzblut der Erzeugung höchster Güter gewidmet haben.

Niemand, aber auch wirklich niemand ist in der Lage, geschweige denn der rechtmäßigen (wenn auch selbsternannten) Position über anderer Menschen Vorlieben und Gewohnheiten zu urteilen – den gesetzlichen Rahmen natürlich vorausgesetzt. Nie werde ich den Satz vergessen, als ein lieber Freund, Mentor und Whiskyfachmann einmal meinte, er brauche sich nicht schief anschauen zu lassen, wenn er seinen Gold Label Reserve gerade heute gerne auf Eis bestelle.

Oder den Master Distiller, der nach einem Tag voller Samples und Cut Points ein Whisky-Soda leert.

Nun, natürlich ist wie immer ein gewisses Vorwissen, Erfahrung oder Beschäftigung mit der Materie hilfreich, um neue Geschmackserlebnisse bieten zu können und gewisse Verhaltensweisen zu begünstigen oder zu verhindern. Auch kann man als Dienstleister beispielsweise in der Gastronomie mit Rat zur Seite stehen und Empfehlungen aussprechen – der 100Jahre alte Pre-Prohibitions-Zeit Rye Whiskey muss nicht im Horse’s Neck enden und ob mir im Londoner 5* Tempel der Rare Malt Brora längst vergangener Tage wirklich im Tumbler serviert werden muss?! Naja…

Aber letztlich trifft ein Gast, jeder private Genießer, JEDER EINZELNE MENSCH jeden Tag für sich seine Entscheidungen. Und wer daran herummeckern muss, sollte sich einfach überlegen, warum ihn die anderen stets so viel mehr interessieren, als die eigene Borniertheit? Neid? Wichtigtuerei, Besserwisserei? Make your pick…

Foto: Reinhard Pohorec
Foto: Reinhard Pohorec

Ich bin dankbar über jeden einzelnen Mitmenschen, der gerne etwas Gutes zu sich nimmt und es genießen kann. Das mag für manche der teuerste Single Malt der Welt sein, für andere schlicht der erste Whisky ihres Lebens, mit Cola.

Ich mixe Cocktails. Ich habe andere gelehrt Drinks zu mixen. Ich bin Dienstleister, Gastgeber und habe eine Riesenfreude damit, anderen eine Freude zu machen. Auch wir alle haben nicht mit Malt pur im Nosing Glas begonnen, und manchmal ist mir auch heute ein perfekt zubereiteter Manhattan in der jeweiligen Situation passender und lieber, als ein hochkomplexes Getränk, das meine vollste Aufmerksamkeit verlangen würde.

Ich habe es getan, und ich werde es wieder tun… Und für alle, die gerne mit auf eine solche Reise kommen wollen, werde ich auch darüber schreiben und berichten.

Wie fürchterlich…

In diesem Sinne, und wie immer mit den besten Spirits,
Reinhard Pohorec

Video: Destillerien auf Islay vom Meer aus gesehen

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Sonntag ist unser traditioneller Video-Tag – und heute haben wir einen besonderen Schatz für Sie gefunden: Islay-Destillerien, vom Meer aus gesehen. Manche von Ihnen werden die Brennereien dort ja schon besucht haben, aber das ist ein etwas anderer Blickwinkel auf sie. Die Aufnahmen von Caol Ila, Ardbeg, Lagavulin und Laphroaig hier oder auf Youtube entstanden auf einer Bootsfahrt der Küste entlang. Viel Vergnügen!

Whisky im Bild: Founder’s Reserve – der Ersatz für den Glenlivet 12

Wie wir gestern berichteten, wird in Deutschland der Glenlivet 12 vom Markt genommen und durch den Glenlivet Founder’s Reserve ersetzt werden (in manchen Märkten werden beide Abfüllungen zu haben sein, in anderen jeweils nur eine davon). Hier nun ein Bild des alterslosen Glenlivet Founder’s Reserve. In Vereinigten Königreich wird er bereits im März an den Start gehen.

The Glenlivet Founder's Reserve

glenlivet founders reserve

Cocktail-Video: Bei Erkältung – wie man einen Hot Toddy mixt

Verschnupft, rinnende Nase und sonstiges Unwohlsein? Da können wir von Whiskyexperts helfen. Wir präsentieren Ihnen ein kleines Mixrezept, das verspricht, bei Anzeichen einer Verkühlung zumindest mental etwas Linderung zu verschaffen.

Der Hot Toddy ist ein Klassiker unter den Whisky-Mixgetränken, leicht gemacht und schmeckt auch noch ausgezeichnet. Er macht sich mit fast jedem (unrauchigen) Whisky gut: Irisch, amerikanisch, schottisch, blended oder single malt. Und es gibt ihn in unzähligen Variationen (z.B. mit Zimt statt Nelken), also nutzen Sie dieses Rezept hier als Ausgangsbasis für Ihre eigene Kreativität.

Die Zutaten:

Kochendes Wasser
4-6 Nelken
unbehandelte Zitronenschale
2 Teelöffel brauner Zucker
Saft einer halben Zitrone
4cl Whisky oder Whiskey (oder nach Gefühl)

Wer sich also nicht ganz wohl fühlt oder vorhat, es zum Ende des Tages nicht zu tun, der findet hier oder auf Youtube die Anleitung in 90 Sekunden, gedreht von Liquor.com:

Amerikanischer Whiskey am Wachstumspfad

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Während bei der schottischen Whiskyindustrie einige Sorgenfalten auf der Stirn stehen, geht es den amerikanischen Destillerien prächtig. Neueste Zahlen der Distilled Spirits Council of the US (DISCUS) zeigen laut Whiskyadvocate Blog ein seit 2011 ständig wachsendes Wachstum – im Jahr 2014 waren es 7.3%.

Ein nicht unwesentlicher Bestandteil des Wachstums waren „flavoured whiskeys“, also Whiskey mit Geschmackszugaben – ein Umstand, der Puristen ein Stirnrunzeln bescheren mag, aber einfach ein Indikator für einen sich verändernden Markt ist. Aber der Hauptteil des Wachstums kommt aus dem Export – und immer mehr amerikanische Whiskeys finden den Weg über den großen Teich zu uns, darunter auch viele Craft Whiskeys aus kleinen und interessanten Destillerien, die den aufgeschlossenen Genießern interessante Geschmackserlebnisse bieten können.

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Glenlivet 12yo wird vom deutschen Markt genommen – Hintergründe auf Words of Whisky

Es begann mit einer kurzen Notiz auf der Produktseite eines großen deutschen Onlinehändlers für Whisky: „wird vom Markt genommen“. Was hier so lapidar klingt, ist es nicht: Einer der beliebtesten Single Malts wird offensichtlich vom deutschen Markt verschwinden. Die holländische Seite „Words of Whisky“ ist der Sache im Detail nachgegangen und hat einiges interessantes herausgefunden:

  • Der Glenlivet 12yo wird tatsächlich vom deutschen Markt genommen
  • Er wird durch einen No Age Statement Whisky namens „Glenlivet Founder’s Reserve“ ersetzt
  • Deutschland wird nicht der einzige Markt sein, auf dem das passiert.

Pernod Ricard liefert in der Antwort auf die Nachfrage des Blogs eine recht interessante Sichtweise: Der Glenlivet 12 verschwindet vom Markt in jenen Gebieten, wo man „starkes Whiskywissen“ verortet und die Konsumenten für neue Konzepte offen sind. Dort, bei den „mündigen Konsumenten“, um es einmal freier zu übersetzen, wird die Glenlivet Founder’s Reserve eingeführt. Und: In manchen Ländern wird es beide Marken gleichzeitig geben. Nicht aber in Deutschland.

Auf weitere Nachfrage, welche Länder nun von den Änderungen betroffen sein werden, wollte der Konzern „aus Konkurrenzgründen“ keine Auskünfte mehr geben.

UPDATE: Auch in England wird es den Glenlivet 12yo nicht mehr geben, eine Mail an die Guardians hat das heute bestätigt.

Die ganze Geschichte können Sie auf Words of Whisky nachlesen – samt einiger Spekulationen, warum das geschieht.

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Diese Wolfburn-Samples gibt es auf der 7. Wiener Whiskymesse

Fans von Wolfburn kommen nicht nur jetzt auf der Hanse Spirit auf ihre Kosten, sondern im März auch in Wien. Dr. Mario Prinz, der Veranstalter, informierte uns, dass auf der 7. Wiener Whiskymesse am 21. und 22. März zwei Samples für Verkostungen zur Verfügung stehen:

  • Wolfburn New Make, also noch nicht im Fass gelagerter Spirit.
  • und eine Wolfburn Fassprobe, 2 1/4 Jahre alt – damit also aus einem der ersten Runs im Jahr 2013.

Es wird spannend zu sehen sein, wie sich der New Make auf dem Weg zum Whisky entwickelt hat. Wir freuen uns darauf – und auch darauf, Sie bei unserem Infostand auf der Wiener Whiskymesse begrüßen zu dürfen.

Fässer in Wolfburn werden gefüllt. Bild: Wolfburn Distillery
Fässer in Wolfburn werden gefüllt. Bild: Wolfburn Distillery

Serge verkostet: Islay Odyssee Teil 5

Die Destillerie Bowmore. Alle Bildrechte bei Alexander Kohn.
Die Destillerie Bowmore. Alle Bildrechte bei Alexander Kohn.

Serge Valentin und sein kleiner Reise-Tross zieht es weiter auf ihrer Islay Odyssee. Heute in den Gläsern: Caol Ila und Bowmore. Und auch bei dieser Verkostung gilt, wie die Tage schon zuvor: Durchgehend sehr hohe Bewertungen für alte Abfüllungen. Die gestrigen -30 Punkte lassen wir unter den Tisch fallen. In der Kurzübersicht sieht es so aus:

  • Caol Ila 12 yo (43%, OB, +/-1973) 90 Punkte
  • Caol Ila 18 yo 1966/1982 (46%, Cadenhead, dumpy black label) 93 Punkte
  • Caol Ila 19 yo 1966/1985 (58.3%, Intertrade, 240 bottles) 94 Punkte
  • Bowmore 22 yo 1964/1986 (86 US proof, Duthie for Corti Brothers, USA) 94 Punkte
  • Bowmore 18 yo (43%, OB, Sherriff’s, pear shape, +/-1969) 93 Punkte
  • Bowmore 1969/1979 ‘Bicentenary’ (56.2%, OB, Fecchio & Frassa for Federico Minetti, sherry, cask #322, 300 bottles) 94 Punkte

Wird Whisky bald noch empfindlich teurer?

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Das Zähneknirschen beim Whiskykauf ist für viele von uns schon ein relativ lautes Geräusch. Vergleicht man die Preise von vor einigen Jahren mit denen von heute, könnte man meinen, Whisky hätte sich in Gold verwandelt – und wer sich eine Whiskysammlung wie unten abgebildet anlegen will, der sollte schon unverschämt viel Geld haben.

Eine Whisky-Sammlung. Nein, das ist kein Fake.
Eine Whisky-Sammlung. Nein, das ist kein Fake.

Es könnte und wird aber aller Voraussicht nach noch schlimmer kommen: Alle Rahmenbedingungen deuten darauf hin, dass Whisky in absehbarer Zeit noch einen weiteren Preissprung vollführen wird. Im Newsletter eines großen und immer bestens informierten österreichischen Händlers werden die Gründe dafür auch sehr exakt angeführt:

Die Nachfrage nach Malt Whisky ist weltweit weiterhin sehr hoch. Vor allem ältere Malts werden immer rarer. Die Distilleries und Abfüller tragen dem verknappten Angebot durch Preissteigerungen in diesem Segment Rechnung.
Die gesteigerten Gestehungskosten (teures Malz, teure Fässer) verursachen jedoch auch für jüngere Whiskys höhere Preise.

Der wichtigste Faktor ist jedoch der schwache Euro. Von 2009 bis Anfang 2015 hat der Euro gegenüber dem Britischen Pfund um ca. 25 % abgewertet. Allein in den letzten 10 Monaten wurde der Euro gegenüber dem Britischen Pfund um ca. 15 % schwächer, von Weihnachten 2014 bis Anfang Februar 2015 um ca. 8 %.

Die Kursschwankungen der letzten Jahre konnten wir durch genaue Beobachtung der schwankenden Wechselkurse und punktgenaue Zahlungen bei günstigen Kursen zum Teil abfedern, was aber aktuell nicht mehr möglich ist.

2014 wurde die Alkoholsteuer von 10,– für 1 Liter 100 % Alkohol auf 12,– angehoben, wurde somit 20 % teurer. Das spielt vor allem bei preisgünstigeren Produkten eine spürbare Rolle

Transporte wurden in den letzten Jahren um einiges teurer. Die geplante flächendeckende Maut für LKW wird einen erneuten Preisschub bei den Transporten bedeuten.

All das, so der Händler in seinem Newsletter, macht Preissteigerungen in der nächsten Zeit unvermeidbar. Und auch wenn der dritten Punkt eine spezifisch österreichische Angelegenheit ist, gilt der Rest natürlich und leider auch für Deutschland. Gerade die Euroschwäche werden wir alle wohl noch zu spüren bekommen…

 

Whisky im Bild: Mark Reynier’s Inverleven-Stills auf dem Weg nach Waterford/Irland

Mark Reynier, ehemals Bruichladdich und nun Besitzer der umzubauenden Waterford Brewery/Distillery in Irland (wir berichteten), hat heute untenstehendes Bild auf Twitter geposted, mit folgendem Kommentar:

Two stills, originally made for Inverleven, are destined for Waterford, via Forsyths the coppersmiths for repairs.

Die beiden Stills, die Reynier eigentlich für die Wiederbelebung der Port Charlotte Destillerie erworben hat, sind also nun auf dem Weg nach Irland, nachdem sie zuerst von Forsyths repariert werden und sollen dort in seiner neuen Destillerie zum Einsatz kommen.

Es war übrigens die Brennblase, die vor der Destillerie stand – ein Artikel am offiziellen Bruichladdich-Blog verabschiedet sich von dieser Ikone und liefert auch etwas mehr Hintergrundinfo.

Foto: Mark Reynier
Foto: Mark Reynier

Serge verkostet: Islay Odyssee Teil 4

Laphroaig, Bild von Rappilio, GNU License
Laphroaig, Bild von Rappilio, GNU License

Nächster Halt Laphroaig – nach der gestrigen Höchstbewertung für einen Port Ellen folgt heute die niedrigste Punktezahl, die wir bei einer Verkostung auf Whiskyfun lesen mussten. Ein 1903 von Peter Mackie abgefüllter Laphroaig erreicht den Tiefstwert von – 30. Und lässt die Vermutung aufkommen, dass es sich hier um einen Fake Whisky handelt. Alle anderen Kandidaten überspringen recht problemlos die 90 Punkte Marke, hier in der Kurzübersicht:

  • Laphroaig 10 yo (75° proof, OB, UK, late 60s) 92 Punkte
  • Laphroaig 10 yo (43%, OB, Filippi, Italy, +/-1970) 94 Punkte
  • Laphroaig 10 yo (43%, OB, for Gibraltar, +/-1960) 93 Punkte
  • Laphroaig 40 yo (42.4%, OB, +/-2001) 93 Punkte
  • Laphroaig (OB, Mackie & Co., bottled 1903) -30 Punkte
  • Laphroaig 31 yo 1974/2005 (49.7%, OB for La Maison du Whisky, sherry, 910 bottles) 94 Punkte

Blogrundschau: Springbank 17yo Sherry Wood und andere im Tasting

Der Springbank 17yo Sherry Wood stößt ja unter Whiskyfreunden auf großes Interesse, also haben wir uns umgesehen, ob jemand bereits Verkostungsnotizen dazu geschrieben hat – und wurden fündig. Und weil uns sonst noch so einiges auf der Suche vor die virtuelle Newsflinte gelaufen ist, machen wir gleich eine Blogrundschau daraus:

  • The Whiskphiles verkosten den Springbank 17yo Sherry Wood – 89 Punkte, viel Lob und eine klare Kaufempfehlung.
  • Whiskyisrael probierte den Aultmore 25yo – ebenfalls sehr gut, aber etwas teuer, meint man dort.
  • Ebenfalls auf Whiskyisrael gibt es eine Besprechung des Caol Ila 25yo – wiederum sehr gut, aber der Bunnahabhain 25 gefällt dort besser.
  • Malt and Oak verkostet den Dalmore 12yo – und ist enttäuscht. Ziemlich enttäuscht.
  • Und Malt Review hat den Glendronach 12yo Sauternes Cask Finish verkostet – laut ihnen der schwächste Glendronach, den sie kennen.

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Ralfy’s Video Review #519: Aberlour 12yo, 48%

Das neueste Video von Ralfy widmet sich, nach einigen Ausflügen in die Gefilde der Blended Malts, wieder einem Single Malt, nämlich dem Aberlour 12yo mit 48% Alkohol und ohne Kühlfiltrierung (die bisherigen Abfüllungen waren ja mit 43%; man hat das nun auf 48% erhöht, um auf die Kühlfiltrierung verzichten zu können). Laut Label verbessert das den Geschmack des Whiskys, und nicht nur Ralfy wird dieser Aussage zustimmen – allgemein schätzt man solche Whiskys, die sich zwar bei niedrigen Temperaturen eintrüben können, aber bestimmte geschmacksbestimmende Molkekülketten weiter enthalten. Dementsprechend hoch auch die Wertung bei Ralfy: 88 aus 100 Punkten. Das Video, wie üblich, auf Youtube oder gleich hier bei uns.

Neu: Springbank 21yo Release 2015 (mit Tasting Notes)

Nicht wirklich neu, sondern „nur“ neu aufgelegt ist die dritte Neuerscheinung von Springbank diese Woche: Der Springbank 21yo erscheint nun in der Ausgabe 2015, die sich zumindest optisch nicht auffällig vom 2014er-Release unterscheidet. Die Auflage des mit 46% abgefüllten Whiskys ist nicht besonders hoch: 3600 Flaschen kommen auf den Markt. Die Tasting Notes sehen in unserer Übersetzung so aus:

Nase: Trockene Noten von Amontillado-Sherry, die Orangenzesten und Eindrücke von Mango, Champagner und Fruchtsalat umspielen.

Gaumen: Der alte Springbank-Stil – staubig, der Geruch des Lagerhauses, erdig. Dann Vanille, Honigwaben und Noten von belgischer Schokolade.

Finish: Mehr Orangenzesten und Butterscotch mit einem salzigen Unterton.

Auch dieser Springbank sollte in der zweiten Februarhälfte im Handel auftauchen.

Bild: Springbank
Bild: Springbank