WhiskyInvestDirect: Welche Destillerien überleben und welche sterben

Einen recht interessanten Artikel kann  man auf der Website von WhiskyInvestDirect finden. Er beschäftigt sich mit der Frage, ob es aus historischen Daten ablesbar ist, welche Faktoren das Überleben einer schottischen Maltwhisky-Destillerie am ehesten garantieren (Grain Distilleries laufen unter anderen Voraussetzungen und wurden aus der Untersuchung ausgeschlossen).

Das Ergebnis ist recht interessant – und der Weg, es herausgefunden zu haben, vielleicht noch interessanter: Weder die Größe, noch der Status als Konzerndestillerie oder unabhängige Destillerie sind dabei bestimmend, sondern der Preis und die durch den Preis implizierte Qualität des New Make Spirits. Jene Destillerien, die den New Make Spirit teuer verkaufen können, haben auch turbulente Zeiten weitaus besser überstanden.

Die im Artikel aufgestellte These wird mit Zahlen, Tabellen und Grafiken unterstützt und ist gutes Lesefutter für jene, die sich bei Whisky auch für Geschichte und Produktion interessieren.

Bild: Die Lost Distillery Glenugie, Aufnahme aus dem Jahr 1956 – der Turm im Vordergrund ist die Ruine einer durch Windkraft betriebenen Pumpstation. Foto von Africa23, GNU-Lizenz

Serge verkostet: Drei japanische Whiskys

Zum Wochenbeginn verkostet Serge Valentin drei Whiskys aus Japan – alle mit Altersangabe und in Fassstärke. Keinen davon gibts natürlich im Supermarkt ums Eck, daher wird es wohl etwas schwieriger sein, diese bei Interesse auch zu bekommen. Hier die drei Whiskys und ihre Punktewertungen:

  • Hanyu 2000/2015 (58.8%, OB for La Maison du Whisky, cask #63, 300 bottles):82 Punkte
  • Yamazaki 1998/2013 ‚Arima‘ (60%, OB, Izumiya 60th Anniversary, sherry butt, cask #CU 70065): 90 Punkte
  • Chichibu 2011/2015 ‚The Peated‘ (62.5%, OB): 85 Punkte

Bild: Yamazaki-Distillery. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

PR: Neu – Coomara Poitin; die irische Tradition kommt nach Deutschland

Von Irish-Whiskeys.de haben wir eine Pressemitteilung zu einem neuen Produkt in ihrem Portfolio erhalten, das auf der Finest Spirits in München erstmals vorgestellt wird. Es handelt sich dabei um einen traditionellen irischen Poitin. Hier der Pressetext, auch die offiziellen Tasting Notes sind dabei:

 „Immer verehrt, immer geteilt“ – Coomara Poitin ist die neue Trendspirituose aus Irland, entstanden aus der Tradition des von Hand hergestellten Poitins.

Was ist Poitin?

Poitin ist eine der ältesten Spirituosen der Welt und der ursprüngliche Alkohol Irlands. Die frühen Gemeinden der Mönche haben mit der Poitinproduktion begonnen und ihm den Namen „Uisce Beatha“ gegeben, dem Wasser des Lebens. Daraus wurde später Whiskey, aber dies ist eine andere Geschichte…

Poitin ist das gälische Wort für „little pot“ und stammt von der Herstellung des Poitins, der auf kleinen Single Pot Stills produziert wurde. Die Herstellung von Poitin wurde so beliebt, dass Charles II es 1661 gesetzlich verbot. Das Ergebnis war, dass das kleine für den Hausgebrauch produzierte Produkt in den Untergrund verschwinden musste für die nächsten 330 Jahre. So entwickelte sich die Tradition des Irish „Moonshine“.
Erst 1997 wurde Poitin wieder legalisiert.

Wie wird Poitin produziert?

Traditionell wird Poitin produziert aus gemälzter Gerste, Grain oder Kartoffeln Coomara Poitin wird aus Grain und Zuckerrüben hergestellt nach einem traditionellen Rezept.

Was ist Coomara Poitin?

Coomara ist die moderne Interpretation einen Traditionsspirituose. Das Logo ist ein keltisches Herz, welches das „Herz“ der irischen Persönlichkeit zeigt; eine offene Einladung unser Lebensgefühl und Freude zu teilen. Coomara Poitin zeigt, dass gelebte irische Traditionen auch an die junge Generation weitergegeben wurden und diese noch immer wichtig sind. Coomara Poitin ist eine überraschend weiche Spirituosen, die vielseitig einsetzbar ist und „Easy to drink“.

Poitin könnte man auch als den Vodka Irlands bezeichnen. Er eignet sich wunderbar für Cocktails oder Longdrinks.

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Coomara hat seinen Namen aus einer irischen Sage „The Soul Cages“, die sehr gute die Rolle des Poitin im historischen irischen Leben demonstiert. In der Sage geht es um Freundschaft und Verständnis zwischen zwei Freunden, „Coomara“ ein Meermann und Jack einem irischen Einheimischen. Die beiden werden gute Freunde und teilen ihre Lebensgeschichten und Erfahrungen bei einem Glas Poitin. In der Sage geht es um den Respekt zueinander und das Teilen miteinander. So wie man gerne eine Flasche Poitin mit Freunden teilt.

Tasting Note:

Aroma: Malz, trockene Früchte, leicht süßlich
Geschmack: Malz, grober Pfeffer mit Fruchtnoten, cremig und mild

Erstmals vorgestellt wird Coomara Poitin auf der Finest Spirits in München vom 19.02. – 21.02.2016. Coomara Poitin wird in Deutschland vertrieben durch Irish Whiskeys.

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Whisky im Bild: Highland Park Ice Edition – sieht sie so aus?

Wird so die neue Highland Park Ice Edition aussehen, über die wir bereits vor kurzer Zeit berichtet haben? Jedenfalls ist diese Grafik im Internet aufgetaucht (und zwar zunächst in einer holländischen Facebook-Gruppe , dann bei den Malt Maniacs), die auf holländisch einige Eigenschaften des Highland Park Ice beschreibt und in einer „künstlerischen Darstellung“ die Flasche abbildet. Im Text wird darauf eingegangen, dass der Whisky wieder in einem Holzrahmen erscheinen wird und geschmacklich mit dem Highland Park Freya vergleichbar ist, ein leichterer Stil als der bei der Valhalla Collection.

Ob das Bild und die Infos offiziell sind, können wir allerdings noch nicht sagen, bleiben aber dran…

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Handelsblatt: Schottische Destillerien wehren sich gegen den Brexit

Ein Austritt Großbritanniens aus der EU ist aus Sicht der schottischen Whiskyerzeuger und den Unternehmen, die zum Teil dahinter stehen (und nicht schottisch sind) ein Horrorszenario, berichtet das Handelsblatt zum Wochenende. Und diese Angst vor dem Brexit ist aus ihrer Sicht durchaus verständlich: Liefern sie momentan in einen gemeinsamen Markt, würden sich nach einem EU-Austritt wieder neue Handels- und Zollbarrieren ergeben, die den Absatz erschweren würden.

Im Artikel findet sich unter anderem auch ein Statement von Diageo zum Thema:

„Wir haben eine klare Haltung: Wir sind für ein Verbleiben Großbritanniens in der EU“, sagt der Chef von Diageo, Ivan Menezes. Zu dem Spirituosen-Konzern gehören Marken wie Johnnie Walker oder die Single-Malt- Anbieter Dalwhinnie und Lagavulin gehören. „Man fährt mit einem Freihandelsabkommen besser, wenn man mehr Einfluss hat – und die EU hat davon jede Menge.“

Vielen Dank an Dr. Jörg Kuemmerlen für den Hinweis auf den Artikel.

Video: Schwerpunkt Raasay

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Sonntag ist Videotag auf Whiskyexperts – und heute wollen wir Ihnen nicht nur ein Video zeigen, sondern mehrere zu einem Schwerpunkt, der sich aus einer Meldung der letzten Woche ergeben hat: Die Insel Raasay.

Raasay liegt gleich östlich der Insel Skye, und nach der Genehmigung der eingereichten Pläne in der letzten Woche wird sie in absehbarer Zeit eine eigene Destillerie erhalten, die Isle of Raasay Distillery, initiiert und finanziert von R&B Distillers.

Genau dieses Unternehmen hat jenes Video produziert, dass Sie über dem Artikel finden: „Discover the Isle of Raasay by aerial video“ – eine 90sekündige Collage von Drohnenaufnahmen der Insel – ein wunderschöner Überblick. Sie können das Video auch auf Youtube sehen.

Auch vom Boden aus lässt sich die nicht gerade riesige Insel ganz gut erkunden, und zwar auf der Calum’s Road. Von Thomas LaVoy stammt das Video „Calum’s Road and the Isle of Raasay„, das wir Ihnen hier präsentieren und das im Juni des Vorjahres aufgenommen wurde. Es ist eine Zeitrafferaufnahme der Fahrt auf dieser Rundstrecke auf Raasay.

Und als drittes und letztes Video haben wir noch das Video von einigen jungen Leuten im Programm, die es treffend als „The Incomplete Guide To Raasay“ tituliert haben. Es bringt in elf Minuten auf witzige Weise einige Eindrücke von einem verregneten Trip nach Raasay und ist ebenfalls auch auf Youtube zu sehen.

Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall viel Vergnügen mit unserem Sonntagsprogramm und hoffen, Sie damit gut zu unterhalten. PS: In momentaner Ermangelung eines Raasay-Whiskys wäre dazu ein Talisker durchaus angebracht 😉

 

Neu: Bunnahabhain 46yo – ab Juli im Handel

Einen ganz neuen alten Bunnahabhain hat die Destillerie angekündigt: Der Bunnahabhain 46yo wird eine der ältesten Abfüllungen aus der Destillerie und ab Juli im Handel verfügbar sein. Viel kommt davon nicht rum: Nur 146 Flaschen mit einem Preis von 5.000 Pfund werden ausgegeben werden.

Ausgewählte können die Abfüllung aber im Rahmen eines Tastings mit Andrew Brown, Distillery Manager und Dr. Kirstie McCallum, Senior Blender, beim Feis Ile in der Destillerie verkosten, wie die offizielle Website schreibt: Am 26. Mai wird der neue Bunnahabhain 46yo zusammen mit diesen anderen Abfüllungen in einem Tasting verkostet:

  1. Bunnahabhain 46yo – New release for 2016
  2. Bunnahabhain 40yo
  3. Bunnahabhain 37yo – New release for 2016
  4. Bunnahabhain Feis Ile 2016 Release 1 (tbc)

Man kann sich zu diesem Tasting auch bereits anmelden, wenn man unserem Link folgt. Kostenpunkt: 300 britische Pfund. Angesichts der Verkostungsliste für eingefleischte Bunnahabhain-Fans wahrscheinlich gar nicht einmal so schlimm…

Großes Bild konnten wir noch keines auftreiben, hier mal das von der Website:

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Whisky im Bild: „The Grainman“, neue Single Grain – Serie von Donald Hart

Auf der Whisky Spring in Schwetzingen werden sie am Stand von Alba Import zum ersten Mal präsentiert: Drei Abfüllungen der neuen Serie „The Grainman“ von Donald Hart. Ein Cambus 25yo, ein Port Dundas 24yo und ein ebenfalls 24jähriger Strathclyde, alle in Fassstärke und als Einzelfassabfüllungen. The Grainman kann natürlich am Stand von Alba Import verkostet werden – auf dem Bild, das Petra Milde von meinwhisky.com gemacht und uns zur Verfügung gestellt hat (Danke!), sind praktischerweise schon die Preise für die Kostproben und die Messepreise der Flaschen zu sehen.

Gute Grains sind immer eine Freude und Abwechslung – auf die Meinungen zu diesen Abfüllungen sind wir schon gespannt.

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Beverage Dynamics: Wie sich Scotch für die jüngere Zielgruppe neu erfindet

Ein sehr ausführlicher und interessanter Artikel über Entwicklungen am Markt für Scotch ist auf Beverage Dynamics zu finden. Unter dem Titel „How Scotch is Reinventing Itself For Modern Drinkers“ beleuchtet man die Schritte, die die Whiskyindustrie unternimmt, um mit der immer jünger werdenden Zielgruppe in Kontakt zu treten.

Das Durchschnittsalter des Whiskytrinkers ist laut dem Artikel momentan bei 44 Jahren, senkt sich aber zu den Dreißigern hin. Das bedeutet, dass man die Marketingaktivitäten und die Kommunikationskanäle umstellen wird müssen, um mit der Zielgruppe in Kontakt bleiben zu können. Was die Unternehmen hier tun, beschreibt der Artikel in einigen Beispielen.

Auch um Age Statements geht es im Artikel, und wie Blends wieder an Bedeutung gewinnen. Insgesamt sehr lesenswert.

Neues Dach für Macallan kommt aus Österreich

Wie die Oberösterreichischen Nachrichten berichten, wird die Holzkonstruktion des futuristisch anmutenden und gleichzeitig extrem naturnahen Daches der neuen Macallan-Destillerie aus Österreich stammen, genauer gesagt aus Altheim im Innviertel. Das oberösterreichische Holzbauunternehmen Wiehag hat den Zuschlag für den Bau bekommen. Laut dem Artikel wird die Firma zwischen April und Dezember die Holzkonstruktion errichten. Im Mai 2017 soll die neue Destillerie dann eröffnet werden.

(Bild zum Vergrößern anklicken)

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Wir verkosten: Craigellachie 2002 „Barrista’s Dram“, 46%, Wemyss

Verkoster: Bernhard Rems
Sample: Wemyss, Edinburgh

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Nase: Malzige Noten, Espresso mit viel Milchschaum drauf, etwas angewärmter Ananassaft, etwas Marzipan, etwas Fudge. Insgesamt ein ziemlich dunkler, warmer Eindruck. Sehr interessant und eigenständig.

Gaumen: Warmer Kaffeesatz, Kuchenteig, ein wenig der röstnotenhaltige Geschmack von einem Steak, welldone – vielleicht, weil der Whisky auch den Eindruck einer ganz feinen Salznote hinterlässt? Auch ein paar getrocknete Früchte sind dabei.

Finish: Süß, würzig, wärmend und recht lang.

Alles in allem: Intensiv, interessant, eigenständig – und ein ganz anderer Craigellachie als zum Beispiel der wohl gleichaltrige 13jährige aus der Destillerie. Es war ganz offensichtlich eine gute Idee, ihn auf 46% zu bringen – er hat auch so noch jede Menge Kraft. Sehr gut.

Seit Beginn des Jahres verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.

PR: Rock Oyster Cask Strength – Limited Edition No. 1 jetzt in Deutschland

Was wir schon vor einigen Wochen berichtet haben, ist jetzt auch offiziell: Das Bremer Spirituosen Contor und der unabhängige Abfüller Douglas Laing kündigen das Erscheinen des limitierten Rock Oyster Cask Strength an. Hier also die relevanten Teile der Presseaussendung, die wir soeben erhalten haben:

„Rock Oyster Cask Strength – Limited Edition No. 1”

Ein aromatisches Inselabenteuer von Douglas Laing

Das erst kürzlich bei den Icon of Whisky Awards als Brand Innovator 2016 ausgezeichnete Familienunternehmen Douglas Laing & Co. hat wieder einmal einen großen Fang gemacht und präsentiert frisch auf dem deutschen Markt die limitierte Sonderedition von Rock Oyster in Fassstärke.

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Letztes Jahr im Januar 2015 erschien der ursprüngliche Rock Oyster von Douglas Laing – eine Vermählung von Malts der feinsten maritimen Malt Whiskys aus Schottland. Hierzu zählen unter anderem die in Whisky-Fachkreisen für ihre hohe Qualität bekannten Malt Whiskys der Inseln Jura, Islay, Arran und Orkney. Aromen von Meersalz, süßem Torfrauch und schwarzen Pfeffer geben diesem Island Malt Whisky mit 46,8% Alkoholstärke sein wahrlich maritimes Geschmackprofil.

Die neue limitierte Sonderedition Rock Oyster Cask Strength wird unverdünnt mit kraftvollen 57,4% Vol. abgefüllt und betört den Gaumen mit einem im Vergleich zum Original nochmals stärkeren, maritimen Charakter. Beim Genuss lässt intensiver Torfrauch, gepaart mit süßem Honig und einem rauen, salzigen Charakter, sofort an die schottischen Inseln denken. Ganz nach dem Anspruch der Familie Laing, Whisky möglichst unverfälscht abzufüllen, wird auch hier ohne Kühlfiltrierung und Färbung gearbeitet.

Die Verpackung, eine hochwertige Tube mit feinen Verzierungen, ist eine ansehnliche Weiterentwicklung des Originals. Der ungeheuerlich maritime Charakter wird durch eine originelle Zeichnung in Meereskulisse charakterisiert. Es zeigt eine Schiffsmannschaft in tosender See, wie sie versuchen eine riesige Auster an Bord zu ziehen. Allen Fans der Douglas Laing’s Remarkable Regional Malts Reihe sollte zudem ein gewisser bärtiger Fischer bekannt vorkommen…

Douglas Laing’s Geschäftsführer Fred Laing: „Für Rock Oyster Cask Strength habe ich einzelne Fässer von den Inseln ausgewählt und sie behutsam vermählt um einen Whisky mit einer Nase voller
Meeresluft und einem heftigen ozeanischen Geschmack zu kreieren. Bereiten Sie sich auf eine volle Breitseite von phenolischem Islay-Rauch, Jod und Kohlenstaub vor, gefolgt von einem Hauch von Pfeffer, welcher durch die ausgeprägte Honigsüße der Arran-Fässer abgelöst wird. Während die Fässer von der Insel Jura dem Island Malt zudem Zitrus- und Gerstennoten geben, kommt der delikate Salzgeschmack von ganz bestimmten Orkney-Fässern.“

Douglas Laing’s Rock Oyster Cask Strength Limited Edition ist ab sofort im gut sortierten Spirituosenfachhandel verfügbar.

Rock Oyster Cask Strength Limited Edition in der 0,7-Liter-Flasche
57,4 % Vol.; UVP: 59,99 Euro

Wir verkosten: Spey „The Chairman’s Choice“, 40%

Verkoster: Bernhard Rems
Sample: Caminneci Wine & Spirit Partner

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Nase: Saurer Apfel, Orangendrops, ein Hauch Benzin- und Essigduft, der aber sehr rasch verfliegt. Sehr lebendig und fruchtig, mit Anklängen von Zitronenzesten und Bananen, nicht ganz harmonisch.

Gaumen: Süß, Honig und Pfeffer, etwas sahnig, grüne Trauben, ein Mischmasch gedämpfter Früchte – summa summarum bleibt der Eindruck von fruchtiger Süße.

Finish: beginnt frisch und fruchtig, endet würziger, mit Ingwer. Mittellang.

Alles in allem: Die älteren und fassstarken Whiskys aus der Speyside Distillery sind plakativ wie Bilder von Roy Liechtenstein, der hier ist im Vergleich dazu eher ein Aquarell. Sein Wesen: Unkompliziert, vielleicht fast schon zu unkompliziert. Man darf vermuten, dass dieser Whisky mit seiner flächigen Süße auf den asiatischen Geschmack getrimmt ist, dort ist die Destillerie ja ein Big Player – wesentlich mehr als in unseren Landen. Gefällig und schön trinkbar ist er, daher von uns ein Gut; für mehr bräuchte er allerdings unserer Meinung nach auch mehr Charakter.

Seit Beginn des Jahres verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.

Serge verkostet: Junge aus Old Pulteney

Bis vor kurzem war Old Pulteney in Wick die nördlichste Festlanddestillerie Schottlands, jetzt hat ihr Wolfburn in dieser Beziehung den Rang abgelaufen. Whisky aus dieser Destillerie hatte und hat den Beinamen „der Manzanilla des Nordens“, weil er die leichte Salzigkeit und Säure eben jenes Sherrys zeigt.

In letzter Zeit hat Old Pulteney vor allem alterslose Abfüllungen für den Duty Free herausgebracht – ob diese an die Qualität der regulären Abfüllungen heranreichen, wollte Serge in seiner Verkostung von heute herausfinden. Herausgefunden hat er es, aber leider scheint das, folgt man seiner Meinung, nicht der Fall zu sein:

  • Old Pulteney ‚Duncansby Head Lighthouse‘ (46%, OB, 1l, +/-2014): 74 Punkte
  • Old Pulteney ‚Noss Head Lighthouse‘ (46%, OB, 1l, +/-2015): 74 Punkte
  • Old Pulteney 1997/2015 ‘Ambassador’s Cask’ (53.4%, OB, selected by Frida Birkehede and David Tjeder for Allt Om Whisky, cask #1085, 260 bottles): 88 Punkte
  • Old Pulteney ‘Navigator’ (46%, OB, +/-2014): 79 Punkte

Bild: Pulteney Destillerie, Foto von K. Schwebke, CC-Lizenz