Donnerstag, 01. Januar 2026, 08:04:06

Ralfy’s Video Review #522: Wie man bei Auktionen einkauft (und ein alter Bowmore)

Manche gute alte Tropfen bekommt man nicht mehr im Handel, und wenn, dann zu ziemlich abschreckenden Preisen. Mehr und mehr Whiskyfreunde suchen solche Raritäten bei Auktionen, und auch wenn selbst dort die Preise oft astronomische Höhen erreichen, kann man doch hin und wieder einmal ein Schnäppchen machen.

Ralfy spricht heute in seiner Videoreview auf Youtube oder hier über solche Whiskyauktionen – und wie man bei ihnen am besten vorgeht, um zu dem gewünschten Ergebnis zu kommen. Gleichzeitig verkostet er einen alten Bowmore mit 12 Jahren, den er auf so einer Auktion erstanden hat. Guter alter Bowmore – es sollte nicht wundern, dass dieser auch 91 von 100 Punkten bekommt. Wirklich sehenswerte 25 Minuten diesmal für alle, die mit dem Gedanken spielen, Whiskys online zu ersteigern…

Video: The Balvenie Distillery

Jeden Sonntag suchen wir für Sie ein interessantes Video über Whisky im Allgemeinen oder Schottland – und heute möchten wir Sie in eine Destillerie mitnehmen, die für ihre sanften, vollmundigen Abfüllungen bekannt ist: The Balvenie.

Diese Speyside-Destillerie nahe Dufftown arbeitet immer noch so weit wie möglich nach traditionellen Methoden, obschon sie über 5 Millionen Liter Alkohol produziert. Hier eine Karte, auf der die Lage markiert ist:

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Als man die Destillerie 1892 erbaute, verwendete man gebrauchte Brennblasen aus Lagavulin und Glen Albyn. 1957 wurden nochmals zwei Brennblasen hinzugefügt, mittlerweile sind es insgesamt neun. Das erklärt auch die relativ große Menge an Alkohol, die dort produziert wird. Der erste Single Malt aus der Destillerie, die sich übrigens sehr viele Ressourcen mit der Schwesterdestillerie Glenfiddich teilt, stammt aus dem Jahr 1973 – davor wurde die gesamte Produktion verblendet.

Aber zurück zum Video: Genießen Sie die nächsten zweieinhalb Minuten schöner Bilder hier oder auf Youtube – vielleicht mit einem Balvenie im Glas…

Neu: Palace Bar 14 Jahre Three Generations Batch Whiskey (mit Tasting Notes)

Neu in Deutschland ist ab sofort die zweite Auflage des Palace Bar Whiskeys. Auch diesmal stammen die Fässer wieder aus der Teeling Whiskey Company (und damit – um einmal eine neue Wortschöpfung zu wagen – höchstvermutlich aus der Cooley Destillerie, zu der die Teelings ja einen sehr engen Bezug hatten).

Diesmal ist der Palace Bar Whiskey ein 14 Jahre alter Single Malt Whiskey, er enthält aber auch Whiskeys, die bis zu 21 Jahre alt sind. Wie auch schon die vorherigen Abfüllungen ist dieser Whiskey nicht gefärbt, nicht kühlgefiltert und mit 46 % abgefüllt. Der Whiskey ist auf 1.000 Flaschen limitiert.

Warum nennt er sich eigentlich Palace Bar Whiskey? Der Whiskey ist dem Gründer der Palace Bar, Bill Aherne, gewidmet, der die legendäre Bar 1946 kaufte.

Hier die offiziellen Tasting Notes:

Aroma: Aprikose, Apfel, Vanille, Sherrynoten

Geschmack: Sherrysüße, Bittermandeln, Vanille, reife Aprikosen, Pfirsich

Nachklang: langanhaltend mit Sherrysüße und Bittermandel

Zu erhalten ist er ab sofort im gut sortierten Fachhandel und beim Importeur www.irish-whiskeys.de.

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Capital.de: Warum Ardbeg Whisky in den Weltraum schießt

„Ein großer Schluck für die Menschheit“ – so betitelt sich ein dreiseitiger Artikel in Capital.de über die Islay-Destillerie Ardbeg und über Dr. Bill Lumsden, Head of Whisky Creation bei Glenmorangie. Der Artikel, der in der Januar-Ausgabe des Printmagazins erschien, beschäftigt sich mit der Frage, wie es dazu kam, dass Ardbeg Whisky auf die ISS brachte und was man damit bezweckt (abgesehen von der guten PR-Möglichkeit) – und dazu hat Bill Lumsden eine Menge zu sagen, zum Beispiel, mit einem Augenzwinkern, dies hier:

Was aber, wenn die Proben aus dem All wirklich ganz neue Aromen offenbaren? „Der Gedanke bereitet mir Kopfschmerzen“, gibt Lumsden zu. „Wenn die Ergebnisse dramatisch von denen auf der Erde abweichen, habe ich natürlich ein Problem.“ Er zuckt mit den Schultern. „Wir können ja nicht unseren ganzen Whisky im All lagern.“

Der Artikel ist ziemlich gut recherchiert und lesenswert – und vor allem kurzweilig.

Ardbeg - Foto von Rappilio, CC-Lizenz
Ardbeg – Foto von Rappilio, CC-Lizenz

GQ-Magazin: Whisky – A Gentleman’s Choice

Auf GQ-Magazin.de finden Sie einen Artikel mit dem Titel „Whisky – A Gentleman’s Choice„. Über acht Seiten wird darin über Whisky erzählt, wie er hergestellt wird, wie man ihn am Besten trinkt und mit welchen Accessoires man sich das Trinken noch verschönern kann.

Im Artikel sind einige fachliche Ungenauigkeiten enthalten (zum Beispiel: Single Malt ist laut diesem Artikel ein Whisky aus einem Einzelfass, und in Irland gibt es nur mehr eine Destillerie, die alle beliefert) – sehr schön finden wir hingegen die Galerie am Ende des Artikels mit einigen wirklich sehr schrägen Designobjekten für den Whiskyfreund.

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Whisky im Bild: Ein paar Singles zum Valentinstag

Happy Valentine’s Day! Schenken Sie Ihrer Liebsten oder Ihrem Liebsten Blumen und vor allem Ihre Liebe – es gibt nichts Schöneres. Und für alle, die noch auf der Suche sind, hier ein paar Bilder von den schönsten Singles, die wir in unserer Datenbank haben 🙂

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Serge verkostet: Port Ellen

Sie werden immer seltener, die Whiskys aus Port Ellen, und während sie zu jener Zeit, als sie noch produziert wurden, nicht als Krone der Whiskyschöpfung galten, haben sie sich mit ihrer Verknappung einen durchaus legendären Ruf erworben. Serge Valentin hat heute einige Abfüllungen aus der Destillerie in der Verkostung – und es tut gut zu sehen, dass es unter all den Edelsteinen dieser Islay-Brennerei durchaus auch Abfüllungen gibt, die die Schwärmer hin und wieder zurück auf den Boden der Normalität holen. Hier der Überblick über die verkosteten Whiskys:

  • Port Ellen 11 yo 1983/1994 (43%, Bottiglieria Corsini, Verona): 89 Punkte
  • Port Ellen 22 yo 1975/1998 (43%, Hart Brothers): 78 Punkte
  • Port Ellen 17 yo 1974/1992 (43%, Signatory Vintage, casks #6204-6205, 1200 bottles): 88 Punkte
  • Port Ellen 1970/1989 (40%, Gordon & MacPhail, Meregali, 75cl): 94 Punkte
Port Ellen Destillerie (abgerissen) die Mälzerei steht noch, Foto von Jan Kuchenbecker, GNU-Lizenz
Port Ellen Destillerie (abgerissen) die Mälzerei steht noch, Foto von Jan Kuchenbecker, GNU-Lizenz

Destillerien in Kentucky dürfen vielleicht schon bald vor Ort ausschenken

Was für Besucher schottischer Destillerien eine Selbstverständlichkeit ist, nämlich dass man nach dem Besuch auch einige Whiskys verkosten kann, ist in Kentucky bislang streng verboten. Gerade mal 1 oz (umgerechnet knapp 3cl) durfte man insgesamt pro Besucher ausschenken, danach war alles illegal und mit hohen Strafen bedacht.

Nun scheint mit der House Bill 198 dieses Gesetz zu kippen und den Destillerien der Ausschank erlaubt zu werden. Wie Thrillist berichtet, stehen die Chancen sehr gut, dass das Gesetz angenommen wird – und das lässt die Destillerien jubeln, erwartet man sich dadurch doch eine deutliche Belebung des Tourismus. Auch für kleiner Craft Distilleries könnte dies eine gute Möglichkeit sein, ihre Fanbase zu verbreitern, schreibt man.

Burks' Makers Mark Distillery, 3 Meilen östlich von Loretto, Kentucky
Burks‘ Makers Mark Distillery, 3 Meilen östlich von Loretto, Kentucky

 

Pernod Ricard ist optimistisch für 2015

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An den prognostizierten positiven Wachstumszahlen für 2015 hält Pernod Ricard (dem Konzern gehört z.B. die Destillerie Glenlivet) fest, berichtet The Scotsman. Das liegt nach eigenen Angaben vor allem daran, dass man nach schlechten Zahlen im Vorjahr nun eine leichte Erholung am chinesischen Markt sieht.

Im Konzern hat nun übrigens Alexandre Ricard, Enkel des Firmengründers Paul Ricard, die Position als CEO übernommen, nachdem der bisherige CEO Pierre Pringuet Chef der Scotch Whisky Association, SWA wurde (wir berichteten über den geplanten Wechsel).

Pierre Pringuet. Foto: SWA
Pierre Pringuet. Foto: SWA

Neu im Travel Retail: John Walker & Sons King George V. Special Edition

Zum chinesischen Neujahrsfest und für sechs Monate exklusiv im Travel Retail gibt es von Diageo eine Sonderausgabe von John Walker & Sons King George V. in einer burgunderroten Box. Anlass ist der 80. Jahrestag der Überreichung der königlichen Auszeichnung an John Walker & Sons. Knapp 500 Dollar wird man dafür auf den Tresen legen müssen, berichtet Moodie Report.

Der Blend wird übrigens nur aus Whiskys von Destillerien gemacht, die zur Zeit von George  den Fünften in Betrieb waren und enthält auch eine nicht genauer bekannte Menge von Whisky aus Port Ellen.

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Whisky im Bild: Die Wolfburn-Flaschen

Neugierig, wie die Flaschen der nördlichsten Highland-Destillerie Wolfburn aussehen werden, wenn im nächsten Januar die ersten Bottlings abgefüllt werden? Die offizielle Website von Wolfburn hat heute ein Bild der ersten Flaschen gepostet, die zur Qualitätskontrolle angeliefert wurden. Gemacht werden sie übrigens in Frankreich, von der Firma Saver. Hübsch, nicht wahr?

Foto: Wolfburn
Foto: Wolfburn

Highland Park: „Welcher nordische Gott bist Du?“ auf Facebook

Ein wenig Augenzwinkern über die momentan auf Facebook grassierende Seuche, sich auf alles und auf Teufel komm raus testen zu lassen (welche Hunderasse, welcher Song, welche Infektionskrankheit bist Du?), ist hoffentlich in Highland Parks neuester PR-Aktion für ihren bald erscheinenden Whisky Odin dabei: Auf ihrer Facebook-Seite kann man jetzt mit der Beantwortung einiger Fragen herausfinden, welche nordische Gottheit man ist.

Wir haben den starken Verdacht, dass man letztlich auf vier Archetypen reduziert wird – aber einfach mal ausprobieren. Unser Redakteur sollte übrigens Odin sein, fühlt sich aber momentan nicht wirklich danach :-).

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PR: Nachbericht zur 0711 Spirits in Stuttgart

Von der 0711 Spirits in Stuttgart hat uns diese Pressemitteilung über die Messe in Stuttgart Ende Januar erreicht. Text und Bilder stammen vom Veranstalter, und wir bringen sie hier für Sie:

Die 0711 Spirits schließt eine Lücke in Stuttgart!
Voller Erfolg mit der neuen Spirituosenmesse für Besucher und Fachpublikum.

Mit Spannung wurde die 0711 Spirits erwartet, die erste Messe überhaupt für Whiskys und feine Spirituosen im Stuttgarter Raum. Die Veranstalter hatten sich viel vorgenommen; Über 60 Aussteller mit mehr als 300 verschiedenster feiner Brände, Prominente Gastgeber von Tastings und Meisterklassen, internationale Highlights ohne das Beste aus der Region zu vernachlässigen wurde angekündigt um Besuchern den Besuch auf der Messe schmackhaft zu machen.

0711 Spirits Presse - Besucher

Mit über 4000 Besuchern war die Messepremiere nach Besucherzahlen bereits ein voller Erfolg. Ausgelassene Stimmung herrschte unter den Fachbesuchern und Connaisseuren, ebenso groß war aber auch die Begeisterung bei Beginnern und Interessierten. Fachsimpeleien und ein reger Austausch war an jedem Stand zu vernehmen. Zudem kam es zum Stelldichein des Who-is-Who der überregionalen Gastronomieszene. Es schien als hätte man hier in Stuttgart auf so eine Messe geradezu gewartet.

Die Messe und die reibungslose Organisation wurden von den Ausstellern ausdrücklich gelobt: „Die Verkäufe übersteigen alle Erwartungen“ so ein Standbetreiber, der, extra für diese Messe ein ganzes Fass Single-Malt aus Schottland importierte und vor Ort abfüllte. „Diese ‚Edition 0711Spirits’ wird es nie wieder auf einer Messe zu kaufen geben!“ freute sich Christoph Leuschner vom Veranstalter Prowhisky GmbH. Auch die Betreiber der Essensstände waren mehr als zufrieden, sie hatten über Nacht alle Hände voll mit der Nachproduktion zu tun. Womit wir beim einzigen Wermutstropfen angelangt sind; die Geruchsentwicklung der Essensstände vermochte die feinen Nasen der Kenner bei einigen Proben leicht zu irritieren. Für die 0711 Spirits im kommenden Jahr haben die Veranstalter aber auch hier bereits die richtige Lösung inpetto.

Ein absolutes Highlight waren die Tastings und Masterclasses im ungestörten Zwischenflügel der prestigeträchtigen Phönixhalle. Scott Laing aus dem exklusiven Hause Hunter-Laing aus Schottland wurde angekündigt. Dieser stellte in Stuttgart höchstpersönlich die Einzelfassabfüllungen ‚Distillers Art’ und Hepburns Choice’ vor.  Tatsächlich gab dieser bei den Masterclass Geschichten und Wissen aus seinem jahrhundertealten Familienunternehmen preis.

0711 Spirits Presse - Flasche

Der Andrang am frühen Samstagabend war so enorm, Besucher Markus Hofmann wartete sogar ein paar Minuten in der Schlange vor der Phönixhalle: „Ach, das ist doch gar nichts. Bislang musste ich nach Frankfurt oder München fahren um solch eine Auswahl an feinen Whiskys und Spirituosen zu bekommen.“ Und seine Frau Simone ergänzte: „Das Ambiente der Lokalität ist phantastisch!“.

Auch die Presse war vor Ort und berichtete daraufhin großflächig und überschwänglich. Nach einigem Lob für die Veranstalter stellten Redakteure aber verdutzt die Frage, warum man diese Messe nicht schon früher in Stuttgart etablierte.

Whisky, Rum, Gin, Tequila, Absinth, Obstbrände, Cognac, Bier, Wein, Champagner, Säfte, Limonaden, Wasser… Die 0711 Spirits hat Ihr Versprechen gehalten und Produkte aus der Region und der ganzen Welt aufgefahren. Und ob Kenner, Gastronom oder erst jetzt bei der Messe auf den Geschmack von besonderen „Tropfen“ gekommen; die 0711 Spirits hat begeistert!

So blicken alle mit großer Vorfreude auf die 0711 Spirits im nächsten Jahr vom 29. bis 31. Januar 2016 in Stuttgart.

0711 Spirits Presse - slowdrink

Glenrothes mit dritter Vintage Single Cask Abfüllung (1968)

Fast genau vor einem Jahr konnten wir über einen Glenrothes 1968 aus dem Einzelfass berichten, heute erreicht uns die Nachricht, dass die dritte Ausgabe dieser Abfüllungen am Markt erscheinen wird: der Glenrothes 1968. Er stammt aus Fass Nr. 13507, wurde am 18. November 1968 ins Fass gefüllt und jetzt mit 41.9% daraus entnommen. 145 Flaschen davon gibt es, wie auch schon im letzten Jahr in einer aufwendigen Glasflasche, berichtet The Drinks Report.

Zunächst gibt es ihn nur am Flughafen in Singapur, später dann in ausgesuchten Geschäften weltweit. Im Vergleich zu letztem Jahr müssen Sie nochmals 2000 Euro drauflegen, er kostet nun bereits € 7000,-.

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