Heute ist der Tag der Mondlandung – am 20. Juli 1969 betraten Neil Armstrong und Buzz Aldrin den Mond, während Michael Collins im Docking Module den Erdtrabanten umkreiste.
Zur Feier des Tages hat Johnnie Walker ein Anzeigensujet veröffentlicht, das wir für sehr gelungen halten und mit Ihnen teilen möchten. Also, heben Sie heute Ihr Glas auf das bislang größte Abenteuer der Menschheit und auf den hoffentlich nie enden wollenden Wissensdurst unserer Spezies. Keep walking und: Slainté!
Noch in diesem Jahr soll ein Gebäude errichtet werden, das neben einem Blending Room auch neue Bürogebäude und eine VIP-Lounge enthalten soll.
Richtig interessant sind aber die Pläne, im Oktober 2016 zwei neue Stills zu installieren, die die Kapazität der Destillerie von jetzt 750.000 Liter auf 1.25 Millionen Liter bringen sollen.
Zu guter Letzt kündigt James MacTaggart im Interview auch an, dass 2016 der 18jährige Arran in die Core-Range aufgenommen wird – und eine neue, dreiteilige Serie, die Smugglers Series, abgefüllt werden wird.
Die Hitzepause bei Serge Valentin scheint langsam vorüber zu sein – diesmal hat er sich für seine Verkostung vier Lowland-Whiskys ausgesucht, drei Auchentoshan und einen Dumbarton/Inverleven. Gute Wahl für sommerliche Temperaturen, denn den Lowlandern sagt man ja eine gewisse Leichtigkeit nach.
Nicht nachsagen lassen müssen sie sich jedenfalls schlechte Qualität, denn die Bewertungen sind allesamt gut geraten. Und was auch interessant ist – wie sehr offenbar ein Fass den Whisky beeinflußt, denn die Auchentoshan Schwesterfässer sind doch etwas unterschiedlich ausgefallen:
Auchentoshan 31 yo 1965/1997 (47.1%, OB, hogshead, cask #2503): 84 Punkte
Auchentoshan 31 yo 1965/1997 (48.9%, OB, hogshead, cask #2508): 87 Punkte
Auchentoshan 31 yo 1965/1997 (49.2%, OB, hogshead, cask #2507: 80 Punkte
Dumbarton/Inverleven 27 yo 1987/2015 (53.9%, Cadenhead, Closed Distilleries): 86 Punkte
Deutschland und der deutsche Sprachraum haben eine aktive, vielfältige und interessante Whiskyszene. Persönlichkeiten in der Industrie, im Handel und unter den Whiskyfreunden haben sie geprägt und ihren Weg bestimmt.
Auf Whiskyexperts wollen wir in der kommenden Zeit in lockerer Abfolge diese Personen zu Wort kommen lassen, um so ein umfassendes Bild dieser Szene zu entwerfen. Den Anfang möchten wir mit einem Mann machen, der für viele so etwas wie das „Gesicht“ des Whiskys in Deutschland ist: Horst Lüning. Der ehemalige Luft- und Raumfahrttechniker ist Marketing- und IT-Manager im The Whisky Store (whisky.de), der von seiner Frau Theresia Lüning gegründete und geleitete größte deutsche Onlinehandel für Whisky. Auch die Domain whisky.com gehört seit einiger Zeit nach einem Millionen-Ankauf zum Lüning-Imperium.
Man kennt Horst Lüning für seine profunden Verkostungsvideos über Whisky, seinen Channel Unterblog und seine Begeisterung für aktuelle Technik. Wenn Horst Lüning spricht, sprechen 30 Jahre Erfahrung mit Whisky und der Whiskyszene – wie in diesem Interview:
Whiskyexperts: Jeder von uns hat ja auch eine Geschichte vor dem Whisky. Wie würden Sie die Ihre beschreiben, welche Meilensteine, welche prägenden Momente sind für Sie darin wichtig?
Horst Lüning: Für Whisky habe ich mich eigentlich schon seit meiner Jugend interessiert. Nach dem obligatorischen Zusammenstoß mit einer ‚unangenehmen‘ Flasche Blend war dann erst einmal für einige Jahre Schluss. Meilensteine in meinem Leben gibt es reichlich. Zu viele, um davon zu erzählen. Wichtig an dieser Stelle sind vielleicht das Versenden der ersten E-Mail im Jahr 1989 und der Aufbau der ersten Webseite für The Whisky Store im Jahr 1994. Ich habe – wie es im englischen Sprachraum so schön heißt – ‚Rocket Science‘ studiert. Also Luft- und Raumfahrttechnik. Damit gehöre ich zu den Menschen, die sich stark für High-Tech interessieren.
Wie und wann haben Sie den Whisky als Genussmittel entdeckt? War es Liebe auf den ersten Blick oder eine wachsende Beziehung?
Nach dem ersten Zusammenstoß mit der Blend-Flasche dauerte es eine ganze Weile, bis mich ein Freund zu Beginn der 80er Jahre auf den wahren Single Malt Whisky aufmerksam machte. Ab da wuchs das Interesse an den verschiedenen Aromen beständig.
Dass eine Leidenschaft zum Beruf wird, ist ja zumeist eine Lebensentscheidung, die man selbst treffen muss. Wie war das bei Ihnen? Haben Sie sich kopfüber in das Abenteuer gestürzt oder geschah das mit Bedacht, mit Planung?
Was oft von unseren Kunden und Interessenten nicht verstanden wird, ist die Aufteilung der Arbeit zwischen meiner Frau und mir. Meine Frau betreibt The Whisky Store. Es ist ihr Baby und sie hat es alleine aus der Taufe gehoben und in die erste Wachstumsphase gebracht. Ich habe nur einen Computer installiert, eine Webseite erstellt und abends ein paar Programme geschrieben. Als meine Frau den Whisky dann richtig zum Fliegen gebracht hatte, war es für mich ein Leichtes, meinen damaligen Job in der IT-Industrie als Outsourcing Manager aufzugeben.
In der Zeit, in der Sie sich auch beruflich mit Whisky beschäftigen: Wie hat sich Ihrer Beobachtung nach die Whiskyszene in Deutschland verändert? Wo sehen Sie die Vorteile der Popularisierung von Whisky, wo die Nachteile?
Mit über 30 Jahren Whisky-Erfahrung und 20 Jahren in der Szene, die meine Frau erheblich mitgestaltet hat, blicke ich auf eine tolle Entwicklung besonders für Deutschland zurück. Früher gab es nur guten Whisky für eine kleine Gruppe an Eingeweihten. Die fühlten sich als etwas Besseres. Sie mussten sich aber selbst auch mit einem deutlich begrenzten Angebot abfinden. Mittlerweile hat sich das Angebot ausgeweitet und fast jeder Getränkemarkt bietet ebenfalls Single Malt Whiskys an. Viele aus der Szene beschweren sich über diese allgegenwärtige Konkurrenz. Doch am Ende profitieren wir alle davon. Wo immer sich ein Einsteiger in einem Getränkemarkt eine Flasche kauft, steigt auch die Wahrscheinlichkeit an, dass er sich im Netz – und auch bei Whisky.de – nach besserer Ware umsieht und so der Szene hilft, sich weiterzuentwickeln.
Dass die Hersteller diesen einsetzenden Boom nicht verstanden haben und nun einige Brennereien unter Versorgungsengpässen leiden, steht auf einem anderen Papier.
Handel und Produzenten leben ja nicht nur in einer Symbiose, sondern stehen auch ständig in einem gewissen Spannungsfeld. Wie hat sich die Position des Handels verändert, wird es leichter oder schwerer, mit den Produzenten umzugehen? Vergleichen Sie mal den Status jetzt mit dem vor fünf Jahren. Und welche Rolle sehen Sie für den Handel über den Verkauf hinaus?
Die Produzenten sind über die Jahre viel professioneller geworden. Ging früher Vieles auf Zuruf und über ‚Vitamin B‘, regiert heute der Markt. Angebot und Nachfrage bestimmen Preise und Lieferfähigkeiten. Das ist die gute Nachricht.
Der große Nachteil liegt im Unverständnis der Konzern-Manager ob der Reifeprozesse des Whiskys. Wenn ein Manager kürzere Zeit im Job sitzt als Whisky zum Reifen benötigt, dann sind Fehlentscheidungen vorprogrammiert. Hat man beim Wodka und Gin mit kurzfristigen Modeerscheinungen Erfolg, ist so ein Vorgehen beim Whisky fatal. Dies ist auch der Grund, warum heute mehr und mehr Flaschen ohne Altersangaben auf den Markt kommen. Die Manager schielen auf ihren Bonus und müssen mit frischem ‚Sprit‘ kurzfristig den Absatz erhöhen. Wenn er dann Erfolg hat, wird er befördert und macht vielleicht bei Wodka oder Gin weiter.
Der Handel kennt diese Probleme mittlerweile zur Genüge. Es hat ein Ausweichprozess begonnen, der das Anpreisen von unbekannteren Whiskys mit Altersangaben beinhaltet. Die bisherigen Stars tun sich damit schwerer und schwerer, die Genießer weiterhin zu begeistern. Die Konzerne tun, was in ihrer Macht steht, um die Umsätze hoch zu halten. Das kostet viel Geld für Werbung und Marketing und treibt die Whiskypreise weiter nach oben. Dies zeigt aber leider nur begrenzte Wirkung. Hauptverkaufsmerkmal ist und bleibt neben der Güte des Fasses halt das Alter. Da gibt es kein Wenn und Aber.
Schauen Sie doch mal mit Ihrem Wissen ein wenig in die Zukunft. Wie wird es mit Whisky weitergehen? Welche Trends zeichnen sich ab? Welche Chancen und Gefahren sehen Sie für den Markt in der Zukunft.
Der Whiskymarkt wird sich segmentieren. Das hat schon begonnen. Es wird Whiskys ohne Altersangaben in der breiten Fläche geben. Der Fachhandel wird dagegen vermehrt die teureren Whiskys mit Altersangaben anbieten. Im Windschatten der konzerngebundenen Brennereien entstehen gerade in Schottland rund 30 neue Brennereien. Überlebt man als unabhängiger kleiner Brennereibetreiber 10 Jahre Anlauf, so kann man sich mit einer kleinen, spezialisierten Malt-Whiskybrennerei eine goldene Nase verdienen. Denn all das Geld, das für teures Marketing bei den Großen ausgegeben wird, kann der Kleine ‚einsacken‘, so er denn preiswerte Wege findet, seinen Whisky den Genießern anzudienen. Es gibt zahlreiche kleine, private Brennereien, die das heute schon schaffen.
Deshalb machen sich ja so viele Verfolger auf den Weg. Das wird mittelfristig zu einem Überangebot und zu sinkenden Preisen führen. Man wird sich um den Kuchen streiten. Am Ende werden auch die Konzerne unter Druck geraten und die Preisschraube lockern müssen. Mehr Vielfalt steht uns gleichzeitig ins Haus. Bis dieser kommende Whisky richtig alt ist, müssen wir von unseren Vorräten leben. Sich heute eine Sammlung für den Genuss in den kommenden 10 bis 20 Jahren aufzubauen, macht Sinn. Wir sehen derzeit vermehrt Megabestellungen im fünfstelligen Bereich auf Whisky.de. Die Eurokrise wird uns bald dazwischen kommen und manche Menschen halten es für höchste Zeit, ihr angespartes Geld in Reales wie Whisky zu tauschen.
Horst Lüning ist nicht ausreichend beschrieben, wenn man nicht seine Affinität zu neuen Medien und neuer Technologie kennt. Sie waren in diesen Dingen Pionier (zum Beispiel mit den Verkostungsvideos), Sie sind es immer noch (zum Beispiel mit der App für Sony TV-Apparate oder Ihrer Begeisterung für das wohl fortschrittlichste Elektroauto, Tesla). Woher kommt diese Lust am Neuen, und ist sie zielgerichtet oder experimentell?
Wie ich eingangs sagte, bin ich Ingenieur. Und ein Ingenieur erschafft ständig Neues. Als Ingenieur ist man in der Regel auch ein ‚Early Adopter‘, d.h. man interessiert sich für alles Neue. Ich bin finanziell in der glücklichen Lage viel zu experimentieren und berichte darüber auch in meinem UnterBlog (Unternehmer Weblog) auf YouTube, wo ich mit aktuell 750 Videos 17.000 Abonnenten aufgesammelt habe. Im YouTube-Videochannel von The Whisky Store sind es mit 1.245 Verkostungsvideos mittlerweile 22.000 Abonnenten.
Beide Kanäle befruchten sich gegenseitig. So habe ich im UnterBlog bereits Videos über Genussmittel und Lifestyle, aber auch Alkoholsucht oder Cannabis gedreht. Das breitgefächerte Feedback aus beiden Kanälen hilft uns im The Whisky Store sehr, unser Bild von der Welt da draußen ständig anzupassen und zu verbessern. Wer heute noch den sogenannten ‚Qualitätsmedien‘ glaubt, der würde sich ängstlich in sein Schneckenhaus zurückziehen und Handel und Wirtschaft den Konzernen überlassen. Der direkte Kontakt mit den Kunden ist uns wichtig. Es macht keinen Sinn zwischen sich und den Kunden auf der einen Seite die Medien mit ihren eingebetteten Journalisten zu stellen und auf der anderen Seite das Marketing mehr oder weniger wissenden Agenturen zu überlassen. Das alles wird mit Marketing 1.0 bezeichnet. Das funktioniert immer schlechter. Der UnterBlog ist faktisch unser eigener Fernsehkanal. Wer kann so etwas neben ‚Mein Haus, mein Auto, mein Pferd …‘ schon vorweisen ;-).
Whisky.de ist wohl die mit Abstand größte Website und der größte Webshop in Deutschland. Ihre Neuerwerbung Whisky.com wird mittlerweile laufend gepflegt und steigt in den Zugriffszahlen rasant an. Welches Geschäftsmodell ist eigentlich dafür vorgesehen? Ein dahinterliegender internationaler Webshop wird es wohl nicht sein, oder? Womit soll Whisky.com die Kosten einspielen?
Whisky.com ist eine sogenannte generische Domain. Jetzt nicht nur für Deutschland wie Whisky.de, sondern für die ganze Welt. Auch wenn die Domain zum Kaufzeitpunkt dem Beobachter teuer erschien, so war damals der Euro noch stark und damit die Ausgaben für uns überschaubar. Ab und zu wird uns vorgeworfen, dass wir den Whisky in Deutschland als Marktführer künstlich verteuern würden, um damit die Whisky.com Domain zu finanzieren. Das stimmt aber nicht. Hinter Whisky.com steht ein eigenes Unternehmen, das extrem solide finanziert ist und mit Whisky.com eine Langfriststrategie verfolgt.
Es ist richtig, dass die Zugriffszahlen von Whisky.com genauso wie der dazugehörige YouTube-Kanal mit derzeit 425 Videos gewaltig ansteigen. Wir leben, wie ich es immer sage, in exponentiellen Zeiten. Was wir heute sehen, ist im Vergleich zu dem, was auf uns zukommt, derzeit nur ein kleines Pflänzchen. Schon 2016 wird mein englischer YouTube-Kanal selbst meinen mit 14 Millionen Aufrufen recht erfolgreichen deutschen Kanal schlagen. Global ist hochwertiger Whisky im Aufschwung. Eine Webseite wie Whisky.com kann man dabei mit einer Whiskybrennerei vergleichen. Man zahlt eine Menge Geld für eine stillgelegte Brennerei oder für einen Neubau. Dann gilt es viele Jahre bis Jahrzehnte beständig zu arbeiten und den Lagerbestand zu mehren. Wer wirklich langfristig denkt, der legt sein Geld nicht in Staatsschulden oder Fonds mit mickriger Verzinsung an, sondern investiert langfristig ins eigene Unternehmen. Da sind die Renditen am höchsten.
Neben meinem Wesen als Ingenieur bin ich gleichzeitig auch privater Unternehmer und denke damit sehr langfristig. Was aus Whisky.com werden wird, ist derzeit noch offen. Es ist ein klassisches Startup, wie man es sonst nur in Asien oder USA findet. Damit gibt es keine Szenarien, bis wann wir welches Geld verdienen müssen. Lassen Sie Whisky.com wie einen guten Whisky länger reifen. Ob man die Flasche anschließend selbst öffnet und genießt oder ob man sie später an einen Sammler verkauft? Wer weiß das heute schon 😉
Zum Abschluss unsere Standardfrage an alle unsere Interviewpartner: Wenn Sie selbst ein Whisky wären, welcher wären Sie da und warum?
Wenn Sie mich so fragen, dann glaube ich … bin ich etwas schizo 😉 Auf der einen Seite bin ich schon lang gereift, sehr komplex und auch reichlich teuer. Auf der anderen Seite entdecke ich aber immer wieder an mir neue, jugendliche Facetten. Auf einen Jahrgangswhisky möchte ich mich nicht festlegen. Man ist vielmehr so alt, wie man sich fühlt.
Nach Ihrer Frage muss ich mich aber wohl doch auf einen festlegen. Und da fallen mir zwei ein. Von der privat geführten Brennerei Glenfarclas gibt bzw. gab es den Chairman’s Reserve, der Whisky aus vier unterschiedlich alten Fässern beinhaltet, die zusammen 175 Jahre Alter ergeben. Alternativ ist mir auch der Tomatin Decades eingefallen, der fünf Fässer aus den letzten fünf Dekaden bis zurück zu 1967 enthält. Am Ende habe ich diese Flasche aber verworfen, weil an mir ein ‚höherer‘ Preis steht.
Lieber Herr Lüning, danke für Ihre Zeit und Ihre Antworten.
Auf Sku’s Recent Eats werden immer wieder neue Label gepostet, die der Autor beim Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau auf der Website gefunden hat (ihm gebührt der Dank fürs Auffinden und die Mühe, die dahinter steht, und daher auch die Credits und eine Verlinkung).
Diesmal hat er das Label für die neueste Inkarnation des Octomore von Bruichladdich entdeckt, den Octomore 7.3. Wer die Serie aufmerksam beobachtet hat, der weiß ja, dass der letzte .3, der 6.3 mit 258ppm getorft war und sich den Titel des rauchigsten Whiskys der Welt an die Fahne heftete. Wer mit Whisky etwas mehr zu tun hat, weiß ebenfalls, dass solche Attribute sehr subjektiv sind, da der ppm-Wert nicht unbedingt etwas über die tatsächliche Rauchigkeit aussagen muss – und es verschiedene Arten gibt, ihn zu messen.
Jedenfalls war der 6.3 ein Erlebnis, mit dem typischen Octomore-Geruch nach „baby vomit“, also Babykotze – andere wiederum sagen, er roch nach Kuhstall. Und auch geschmacklich hat er wirklich Gas gegeben.
Ähnliches dürfen wir auch nun auch vom Octomore 7.3 erwarten, der kommt zwar „nur“ mit 169ppm daher, aber laut Label mit 63%. Er ist wieder 5 Jahre gereift. Wann genau er bei uns erhältlich sein wird, können wir noch nicht sagen, berichten aber dann selbstredend darüber.
Auf The Gentleman’s Gazette findet sich heute ein ausführlicher Artikel über die Destillerie, die die Kommerzialisierung und vor allem die Markenbildung des schottischen Whiskys auf den Weg brachte: The Glenlivet.
Der Artikel beleuchtet die Geschichte von The Glenlivet und widmet sich den verschiedenen Abfüllungen der Standard-Range. Auch das untenstehende Video und Bilder der Destillerie können Sie im durchaus interessanten Artikel finden.
Petra Milde vom Blog meinwhisky.com hat ihren Urlaub unter anderem dazu genutzt, die Destillerie Glann ar Mor in der Bretagne zu besuchen. Der Abstecher dorthin war lange geplant, aber die aktuellen Ereignisse haben diesem Besuch und ihrem Bericht davon besondere Brisanz gegeben.
Diese Verabredung mit Martine Donnay während unseres Urlaubs in der Bretagne hatte ich schon vor Monaten getroffen, lange bevor das Thema „bretonischer Whisky“ so aktuell wurde. Damals hätte ich mir nicht träumen lassen, dass dieser Besuch die letzte Möglichkeit sein könnte, die Brennerei Glann ar Mor zu besichtigen. Seit ein paar Tagen aber ist es offiziell: Jean und Martine Donnay schließen ihre Brennerei am 15. August 2015. Ein Whisky aus der Bretagne, der nicht sagen darf, dass er aus der Bretagne kommt, hat keine Zukunft, meint Jean und zieht mit der Schließung die für ihn einzig mögliche Konsequenz aus den demnächst geltenden Regularien des Institut National de l’Origine et de la Qualité (INAO). Es geht dabei um die geschützte Herkunftsbezeichnung Whisky Breton (Whisky de Bretagne).
Schöne Eindrücke, interessante Informationen und eine Menge Bilder machen den Artikel lesenswert.
Wie jeden Sonntag wollen wir Sie mit einem Video über Whisky oder die Whiskyregionen unterhalten. Diesmal tun wir es in HD und eine ganze Stunde lang – mit einem wunderschönen und sehenswerten Beitrag aus der BBC-Serie „Escape to the Country“.
Das Video zeigt die versteckten Schönheiten der Highlands, zusammengestellt aus Tipps der Seher der Serie und aus eigenen Empfehlungen der beiden Moderatoren. Es sind Ansichten und Einsichten, die auch für erfahrene Schottland-Reisende zum Teil Neues bieten – auf jeden Fall aber beeindruckende Bilder, die Reiselust machen. In diesem Sinne viel Vergnügen hier oder auf Youtube.
Es ist zwar noch eine Zeit hin, aber im Hintergrund wird schon heftig für den 2. Whisky-Spring in Schwetzingen geplant und gearbeitet. Der Veranstalter hat uns Informationen darüber geschickt, die wir – leicht bearbeitet – gerne mit Ihnen teilen:
Impressionen vom Whisky-Spring 2015
Die Vorbereitungen für den 2. Whisky-Spring am 13. & 14. Februar 2016 laufen auf Hochtouren. Der Kartenvorverkauf hat bereits am 01.07.15 (http://whisky-spring.de/Tickets) begonnen und das Ausstellerfeld ist fast komplett. Die meisten Aussteller von 2015 werden wieder nach Schwetzingen kommen. Die Eintrittspreise werden sich nicht ändern:
Vorverkaufspreise:
– 12,-€ für das Tagesticket (inkl. Eintritt in den 72 Hektar großen Schlossgarten und Nosing-Glas)
– 22,-€ für das WE-Ticket (inkl. Eintritt in den 72 Hektar großen Schlossgarten und 2 Nosing-Gläser)
Tageskasse:
– 15,-€ für das Tagesticket.
– 28,-€ für das WE-Ticket.
Die Öffnungszeiten sind leicht geändert: Samstag von 11:00 – 20:00 und Sonntag von 11:00 – 18:00.
Es werden insgesamt 27 Master Classes in drei Räumen (mit je 24 Sitzplätzen) angeboten (Erscheinungstermin im Online-Shop ca. Anfang August).
Zusätzliche gibt es eine große After-Show-Party mit 200+ Teilnehmern (von denen ca. 100 Aussteller sind) mit Buffet und Live-Musik von den “Dullahans” aus Viernheim (für Gäste: 28,-€ inkl. Buffet & live-Musik, Getränke werden kassiert).
Das derzeitige Aussteller-Feld (Änderungen vorbehalten!!!):
Anam na h-Alba (Unabhängiger Abfüller)
Best Dram (Unabhängiger Abfüller, The Whisky Chamber, …)
Glentauchers 2007, 7yo, 46% Speyside Hepburn’s Choice (Langside Distillers) Sherryfass nicht gefärbt, nicht kältefiltriert Verkoster: Klaus Doblmann Sample von: prowhisky.de
Nase: Ein tropischer Sommerfruchtsalat mit einer gehörigen Portion Honig und Vanille! Gleich zu Beginn umschmeichelt ein süßer Duft nach frischem Honig die Nase. Danach kämpfen sich Kiwi, vollreife Ananas, Mango, Litschis, Bratäpfel und Saftbirnen nach vorne. Dazu eine dezente Wachsigkeit im Hintergrund gepaart mit kandierten Orangenschalen und eine dezente Gewürznote, welche an die Bratäpfel anknüpft. Von Eiche noch keine Spur – kein Wunder bei nur sieben Jahren Alter, aber auch keine metallische Jugend mehr.
Gaumen: Gleich zu Beginn zeigt sich wieder die deutlich bemerkbare Honig- und Malzssüße, die den Mundraum auskleidet und für ordentlich Speichelfluss sorgt. Ebenfalls sehr deutlich sind die Gewürznelken gleich dahinter, gepaart mit leichten Anklängen von Karamell, Vanille, Pfirsich und einer „grünen“ Note am Gaumen. Hier zeigt der Whisky dann auch seine Jugend – nicht durch eine metallische Note, aber durch etwas simplere Aromen als in der Nase – der tropische Fruchtmix weicht einer etwas generischen, süßen Note, die auch zu gefallen weiß, wenn auch mit weniger Raffinesse.
Finish: Im langen Abgang zeigen sich zuerst deutliche Zitrusnoten, die anschließend einer langanhaltenden, wohligen Süße aus Honig und Fruchtzucker mit Anklängen von Gewürzen weichen.
Alles in Allem: Ein ehrlicher, fruchtig-süßer, süffiger, junger Glentauchers aus dem Sherryfass (wohl amerikanische Eiche), der seine sieben Jahre Alter mit Stolz zeigen kann. Ein Hintergedanke, der mich beim Verkosten allerdings ständig begleitete: Was wäre, wenn der noch fünf oder zehn Jahre Zeit bekommen hätte, das Potential zu noch mehr wäre da. Von uns ein sattes Sehr Gut.
Das wäre es heute, oder? Die Flüssigkeit im Thermometer wirft Blasen, und vor einem Computer zu sitzen, der bei solchen Temperaturen auch noch als zusätzliche Raumheizung dient, das ist Hardcore. Wirklich.
Serge Valentin schreckte das nicht, und uns auch nicht – also bringen wir hier den Hinweis auf seine der Hitze abgetrutzte Verkostung von drei Abfüllungen aus der Islay-Brennerei Caol Ila. Der originale 12er steht da heute ebenso auf dem Programm wie zwei unabhängige Abfüllungen, und diesmal kommt die Originalabfüllung gar nicht so schlecht rüber, was die Punkte betrifft. Siehe hier:
Caol Ila 12 yo (43%, OB, +/- 2014): 84 Punkte
Caol Ila 18 yo 1995/2014 (46%, Signatory Vintage for LMdW, refill butt, cask #10031, 797 bottles): 86 Punkte
Caol Ila 17 yo (43%, Dun Eideann, decanter, +/-1995): 79 Punkte
Mehr Abfüllungen aus Caol Ila werden in der nächsten Zeit folgen, verspricht Serge.
Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg zeigt sich an einem neuen Projekt, das nun in der Speyside in die Tat umgesetzt wird: Chivas Brothers, Diageo und Ian MacLeod Distillers werden die vier Destillerien Tamdhu, Dalmunach, Cardhu und Knockando mit einer 13 Kilometer langen Pipeline ans öffentliche Gasnetz anschließen, berichtet constructionenquirer.com.
Dieser Schritt, der knapp 4 Milllionen Pfund kostet, soll vor allem den CO2-Ausstoß der Destillerien verringern und sie von den Öllieferungen mit Tanklastwagen unabhängig machen.
Die Arbeiten an der Pipeline sollen bereits im August beginnen.
Ein ausführlicher Nachbericht zum Delitzschen Whisky-Sommer 2015, der seinen Namensappendix mehr als verdiente, findet sich heute auf dem Blog whiskyundfrauen. auch für männer. von margaretemarie.
Warum er sich seinen Namensanhang verdiente? Nun, hier ein Auszug aus dem Text, der das (und viele Folgewirkungen) erklärt:
Schon bei der Abfahrt war klar: die warme Weste würde ich nicht benötigen. Schwül-heißes Wetter war angekündigt, und vorsichtshalber habe ich die Badesachen eingepackt. Was sich bei der Ankunft als kluge Entscheidung erwies, denn das Quecksilber wollte an diesem Tag gar nicht aufhören, nach oben zu klettern: es sollte der heißeste Tag in Deutschland seit 1881 werden.
Machen Sie mit margaretemarie einen Rundgang durch die Veranstaltung, entdecken Sie ein schönes Cocktail-Rezept und erhalten Sie auch einen optischen Eindruck von der Veranstaltung durch die vielen Bilder im Artikel…
Der wohl momentan am meisten boomende Whisky weltweit ist Bourbon – und für uns Europäer, die sich – schon aus der geografischen Nähe – vornehmlich für Scotch interessiert haben, haftet ihm immer noch ein wenig der Ruch des Groben und Banalen an. Zu Unrecht, finden wir, und gerne berichten wir daher über ihn, um das Wissen um diese Whiskeyart zu erhöhen.
Wer sich einen guten Überblick über die Besonderheiten des Bourbon machen will, der findet auf The Chive 19 kurze und prägnante Fakten über ihn, zum Beispiel, dass er der einzige Whisky ist, der nicht gefärbt werden darf oder dass Bourbon in den ganzen Vereinigten Staaten hergestellt werden kann. Eine schöne Möglichkeit, sein Bourbonwissen aufzufrischen.