Neu: Bowmore Tempest VI (mit Gewinnspiel)

Vor kurzem hat Bowmore die Veröffentlichung des Tempest VI angekündigt. Dieser Small Batch Release wird mit  54.9% abgefüllt und stammt aus  first-fill ex-bourbon casks. Diesmal repräsentiert der Bowmore Tempest einen tropischen Sturm, passend dazu auch die offiziellen Tasting Notes:

Nase: eine tropische Fruchtexplosion mit süßen Mandarinen, tempramentvoller Ananas und Papayas.

Gaumen: geröstete Kokosnuss, süße Mandeln und sanfter Rauch.

Finish: Passionsfrucht, Granatapfel und ein Ausklang von tropischer Meeresgischt.

Zum Tempest gibt es auch ein Gewinnspiel auf der offiziellen Bowmore-Seite: Wer ein Bild eines (bevorzugt tropischen) Sturmes auf Twitter, Instagram oder Facebook mit dem Hashtag #TempestScenes teilt, der kann eine Flasche dieser neuen Abfüllung gewinnen. Details dazu entnehmen Sie bitte der entsprechenden Seite bei Bowmore.

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whiskyundfrauen: Alt-Enderle. Interview mit einem Besessenen. Teil I

Auf whiskyundfrauen. auch für männer., dem Blog von margaretemarie, ist heute der erste Teil eines Berichts über die Brennerei Alt-Enderle im Badischen Rosenberg-Sindolsheim veröffentlicht worden. Im ersten Teil geht es um die Geschichte der Brennerei, die von Joachim Alt und Michael Enderle gegründet wurde und die Philosophie dahinter. Hier ein Auszug aus dem Artikel über den regionalen Bezug der Brennerei.

Am liebsten arbeiten die beiden aber mit einheimischen Produkten, und ihre Zutaten erhalten sie meist von Bio-Bauern aus der Region. Vor allem wenig bekannte Sorten reizen den Brennmeister: Wer kennt denn schon Schwarze Madonna, Rote Gerste oder Sommeremmer! Besonders hat es ihnen der Grünkern angetan. Seit sie im Sommer 2010 ihre Brennerei von Stuttgart nach Rosenberg-Sindolsheim verlegten, leben sie im Zentrum der deutschen Grünkernproduktion.

In diesem ersten Teil findet man auch einige Verkostungsnotizen zu den dort erzeugten Whiskys. Morgen erscheint dann das Interview mit Joachim Alt, und wir werden natürlich dann einen Bericht mit Verweis darauf bringen.

 

Video: Whisky Tips von Suntory Chief Blender Shinji Fukuyo

Ein Videointerview mit Suntory’s Chief Blender Shinji Fukuyo wurde heute auf CNBC gepostet. Das Interview ist in Englisch geführt, endet etwas abrupt und beschäftigt sich mit der momentanen Situation des japanischen Whiskys, dem neuen Hibiki Japanese Harmony, und auch damit, wie Shinji Fukuyo seinen Whisky am liebsten trinkt. Seine etwas unerwartete Antwort: Am liebsten trinkt er Whisky als Highball, also wohl mit Soda.

Das Video können Sie natürlich auch gleich auf dieser Seite mit einem Klick auf den Play-Button oben abspielen…

 

Serge verkostet: Glendronach

In der heutigen Verkostung bei Serge Valentin geht es um drei verschiedene Abfüllungen aus der Highland-Destillerie Glendronach. Bunt gemischt (eine unabhängige, eine aus der Core-Range und eine Vintage-Abfüllung), mit einer Gemeinsamkeit: alle drei scheinen Serge gefallen zu haben:

  • Glendronach (70° proof, Gordon & MacPhail, +/-1970): 91 Punkte
  • Glendronach 18 yo ‚Allardice‘ (46%, OB, 2015): 86 Punkte
  • Glendronach 21 yo 1993/2014 (56.4%, OB, for LMdW, oloroso, cask #475, 627 bottles): 84 Punkte

The Economist: Warum Diageo United Spirits Limited kaufte

Whisky ist Leidenschaft – und Big Business. Die leidenschaftliche Seite beleuchten wir täglich, aber es ist immer wieder auch interessant, sich der anderen Realität von Whisky zu widmen: die Realität der weltweiten Konzerne und deren Marktmacht  und -überlegungen.

Ein solches höchst interessantes Schlaglicht auf die Wirklichkeiten des Marktes bietet ein fundierter englischsprachiger Artikel auf The Economist mit dem Titel: „Scotch, not so neat„. Er beleuchtet die Gründe und Hintergründe eines der größten Deals in der Welt der Getränkemultis – nämlich den Ankauf von USL (United Spirits Limited) in Indien durch Diageo.

Warum kauft der weltgrößte Getränkekonzern ein angeschlagenes indisches Firmenimperium? Der Artikel erzählt die Vorgeschichte dieses Deals und die Aufgaben, die durch den Kauf vor Diageo lagen und liegen. Es ist eine Geschichte von besten Absichten, Selbstüberschätzung, von Macht und Ohnmacht und zeigt sehr schön, dass die so gerne als plan- und berechenbare Welt der Märkte im Grunde doch zum Teil ein Spielball von Gefühlen und Träumen ist.

Spannende und empfehlenswerte Lektüre.

PR: Erneutes Gold für den Säntis Malt

Neben Österreich hat jetzt auch die Schweiz Medaillien bei der IWSC 2015 gewonnen, wie man dieser Presseaussendung, die wir von Caminneci Wine & Spirit Partner erhalten haben, entnehmen kann:

Die renommierte Jury der internationalen Wine & Spirit Competition (IWSC) in London zeichnete bereits zum zweiten Mal nach 2013 einen Säntis Malt Whisky mit Gold aus. Die Edition Germany No. 2 wurde von der Jury als „superior example” hervorgehoben und für seine ausserordentliche Qualität gelobt. Zusätzlich wurde die schon oft preisgekrönte Edition Alpstein erneut prämiert. Die aktuelle, limitierte Edition Alpstein X wurde von der Jury mit „Silver outstanding“ ausgezeichnet. Mit diesem Ergebnis ist der in historischen Bierfässern gelagerte Säntis Malt Whisky im deutschsprachigen Raum der einzige Whisky der jemals mit Gold ausgezeichnet wurde. Dazu Urs Dähler, Verantwortlicher für die Spirituosen der Brauerei Locher und Produzent des Säntis Malt: „Damit beweisen wir, dass hervorragende Qualität kein Zufall ist. Es ist die leidenschaftliche und handwerkliche Passion unserer Mitarbeiter, die unsere Produkte so einzigartig macht. Wir sind sehr stolz auf das Erreichte. Dies wird uns ein weiterer Ansporn sein, auch in Zukunft aussergewöhnliches für unsere Kunden zu kreieren.“

Edition Germany 2:

Offizielle Tastingnotes der Jury:

Gentle peaty note introduces a range of spice including vanilla and some rum and raisin characters. Lots of volume in the mouth with flavours like the nose with some beer and sherry notes. Long, attractive finish

Edition Alpstein X:

Offizielle Tastingnotes der Jury:

Attractive spicy nose with vanilla and toffee with liquorice and dried fruit. Soft entry into the mouth where the clean oak shows well. Creamy flow and good texture. Good malty flavours and sweet honey undertone. Malty notes carry right to the finish.

 

Serge verkostet: Bunnahabhain

„Bunnahavn“ – so wird diese traditionsreiche Destillerie auf Islay laut Global Brand Ambassador Kirstie McCallum ausgesprochen, und sie hat eine große Fangemeinde, auch wenn sie nicht die „typische“ Islay-Destillerie ist, denn ein Teil ihrer Abfüllungen ist aus ungetorfter Gerste hergestellt.

Serge Valentin hat heute fünf verschiedene Abfüllungen aus den letzten beiden Jahren verkostet, und auch hier spannt sich der Bogen vom Sherry-Whisky zum torfigen Malt. Hier die Wertungen:

  • Bunnahabhain 1988/2014 ‚Kirsch Gâteau‘ (56%, Wemyss Malts, butt, 442 bottles: 87 Punkte
  • Bunnahabhain 1997/2013 (57.8%, Malts of Scotland, Christmas 2013, sherry hogshead, cask #13060, 248 bottles): 87 Punkte
  • Bunnahabhain 6 yo 2008/2014 (54.4%, Duncan Taylor, Dimensions, cask #602, 336 bottles): 82 Punkte
  • Bunnahabhain 27 yo 1987/2014 (49.1%, The Auld Alliance, Singapore, 99 bottles): 90 Punkte
  • Bunnahabhain 26 yo 1987/2014 (46%, Berry Bros & Rudd, cask #2787): 85 Punkte

PR: Whiskydestillerie Haider überzeugt mit ihren Roggenwhiskys bei der IWSC

Von der Waldviertler Whiskydestillerie Haider haben wir eine Presseaussendung über ihre Erfolge bei der International Wine & Spirit Competition (IWSC) in London erhalten – und einige Infos zum bald stattfindenden Sommerfest in Roggenreith, mit der Präsentation eines neuen Whiskys aus dem Süßweinfass. Wir bringen sie hier für Sie:

Österreichischer Whisky international ausgezeichnet
Whiskydestillerie Haider überzeugt mit ihren Roggenwhiskys

In Roggenreith, im Waldviertel hat sich Familie Haider vor 20 Jahren dem Roggenwhisky verschrieben. Ihr Engagement und Herzblut wurde nun wieder auf internationalem Niveau geehrt und bestätigt. Einmal Silber Outstanding und zwei Silbermedailien heimste die Destillerie und Whisky-Erlebniswelt bei der International Wine & Spirit Competition (IWSC) in London ein. Mitte August wartet Familie Haider bereits mit einer neuen Roggenwhiskykreation auf. Exklusiv in einem gebrauchten Süßweinfass gelagert, steht somit der nächste Medaillenanwärter in den Startlöchern.

Die International Wine & Spirit Competition (IWSC) in London zählt weltweit zu den renommiertesten Auszeichnungen im Bereich Spirituosen und Whisky. In der Kategorie „Whiskys Worldwide“ setzte sich mit der Destillerie Haider heimische Qualität international durch und betont damit den Stellenwert österreichischen Whiskys auf weltweitem Niveau.

Johann Haider, Brennmeister und Gründer der Destillerie: „Roggenwhiskys sind eine geschätzte Rarität unter Kennern und Liebhabern. Aktuell liegen sie sehr im Trend. Wir sind stolz, dass unser heimisches Knowhow auch international so geschätzt wird“.

Mag. Jasmin Haider, Nachwuchsdestillateurin und zuständig für Marketing und Kommunikation im Familienbetrieb: „Unserem Schwerpunkt Roggen werden wir auch treu bleiben, wenn wir am 15. August bei unserem Sommerfest in der Whisky-Erlebniswelt in Roggenreith eine neue Roggenwhiskykreation aus unserem Haus präsentieren. Diese wird exklusiv in einem gebrauchten Süßweinfass (Single Cask Abfüllung) gelagert und ausschließlich in Fassstärke- bzw. Selectionsabfüllungen erhältlich sein.“

 

Ausgezeichnete Whiskys

Original Rye Whisky J.H.(Silber Outstanding) Besteht aus 60% Roggen und 40% Gerstenmalz (41 %Vol.)8 Jahre  gelagert in Fässern aus Mannhartsberger Sommereiche .

 

Pure Rye Malt J.H.(Silber)

 

Besteht aus 100% hell gemälzten Roggen (41 %Vol.)6 Jahre  gelagert in Fässern aus Mannhartsberger Sommereiche.

 

Special Rye Malt Nougat J.H.(Silber) Besteht aus 100% dunkel geröstetem Roggenmalz(41% Vol.)

6 Jahre gelagert in Fässern aus Mannhartsberger Sommereiche.

 

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Bau der neuen Old Forester-Destillerie hat begonnen

Den Baubeginn der neuen Old Forester-Destillerie hat das Feuer in der Whiskey Row in Louisville, Kentucky, (unseren Bericht darüber finden Sie hier auf unserer englischsprachigen Site) nicht verzögern können – die Fertigstellung wird sich aber laut einem Bericht auf Whiskycast durch mögliche strukturelle Schäden an den historischen Gebäuden ins Jahr 2017 verschieben.

Aber zurück zum offiziellen Baubeginn: Auf bizjournals.com finden Sie einen Bericht darüber, der mit einer Bildergalerie garniert ist, und auch wave3.com berichtet von den Feierlichkeiten, das sogar mit einem dreiminütigen Videobeitrag. Die neue Destillerie in der historischen Whiskey Row in Louisville wird die Produktionskapazität für Old Forester verdoppeln und nach 92 Jahren wieder an den Ausgangspunkt der Erfolgsgeschichte dieses Whiskeys zurückkehren. Um 45 Millionen Dollar ist nicht nur die Destillerie in Planung, sondern auch ein Besucherzentrum, das zu einem Touristenmagneten werden und die Geschichte des Whiskeys „vom Fass bis zur Flasche“ erzählen soll.

Yahoo Food: Kellerfund mit 24 Flaschen Whiskey aus dem Jahr 1921

Glück muss man haben. Dieser Bericht auf Yahoo Food erzählt die Geschichte von einem Whiskyfreund, der sehr viel Glück hatte. Und zu einem Kellerfund von einer ganzen Kiste mit 24 Flaschen Old Overholt Rye Whiskey gerufen wurde.

Wo das war, ist nicht bekannt. Aber dass diese Flaschen aus der Prohibitionszeit stammten, 1921 destilliert und 1933 abgefüllt wurden und, wie damals üblich, als Medizin deklariert waren, fiel ziemlich sofort auf. Ebenso wie der Umstand, dass diese Flaschen dank einer konstanten Kellertemperatur kaum in Mitleidenschaft gezogen worden waren und einen guten Füllstand aufwiesen.

Der Whiskyfreund konnte die gesamte Kiste zu einem guten Preis kaufen. Es war übrigens eine von zwei – die andere, ebenfalls 24 Flaschen, hatte der Kellerbesitzer mit seinen Freunden ausgetrunken. Wir würden diese Personen ebenfalls als Glückspilze bezeichnen.

Der Wert der Flaschen wird übrigens auf 1000 Dollar geschätzt. Pro Flasche.

Jede Menge Bilder vom Fund gibt es am Imgur-Account des Whiskyfreundes. Schade, dass man den Whiskey beim Schauen nicht schmecken kann.

Serge verkostet: Drei Glencadam

Glencadam ist so eine Destillerie, die eigentlich unter dem Radar läuft. Man weiß, dass es sie gibt, aber der Satz „mmmh, heute gönne ich mir mal einen Glencadam“ fällt nicht gerade sehr oft, würden wir vermuten. Dabei macht diese Highland-Destillerie durchaus interessanten Whisky. Und gerade bei den Unabhängigen kann man da schon ab und an einen wirklich Freude bereitenden Tropfen entdecken. Aber auch die Standards sind unserer Meinung nach zu Unrecht so unbekannt.

Serge Valentin hat drei Abfüllungen aus Glencadam verkostet, und auch er spricht eigentlich sehr positiv über die Whiskys aus der 1825 gegründeten Destillerie:

  • Glencadam 10 yo (46%, OB, +/-2014): 85 Punkte
  • Glencadam 10 yo 2004/2014 (46%, Douglas Laing, Provenance, cask #10596): 85 Punkte
  • Glencadam 26 yo 1989/2015 (55.3%, Cadenhead, Authentic Collection, 180 bottles): 87 Punkte

 

Blogrundschau: Ein Quickie

Woran merkt man in der virtuellen Welt, dass es Hochsommer ist? Vielleicht daran: Selbst auf den eingefleischtesten Blogs werden die geposteten Verkostungsnotizen urlaubs- und hitzebedingt weniger. Ist es da nicht ein beruhigender Gedanke, dass Whiskyexperts im Dienste unserer Leser seit März 2013 keinen einzigen nachrichtenfreien Urlaubstag gemacht hat?

Nein, eigentlich nicht 🙂 – denn im normalen Gebrauch ist dieser fast manische Fleiß ja nicht unbedingt bemerkbar (oder gibt es tatsächlich einen Leser hier, der seit damals täglich zu Besuch auf der Site ist?). Jedenfalls bewirkt er, dass es hier und heute wieder eine Blogrundschau gibt – mit Links auf die folgenden Verkostungsnotizen:

  • Auf Masterquill gibt es eine Besprechung des Benromach 1976/2012 – er sei sehr gut, aber kein Einfacher.
  • Die erste von zwei SMWS-Abfüllungen, die in unserer Blogrundschau verkostet wurden, ist der Benrinnes 2002 36.81 auf The Malt Desk – starker Tobak mit 60+%, aber recht mögbar.
  • Nummer zwei ist ein Glen Moray 2001 35.111 auf Malt Fascination – Gumminase, aber sonst recht schön, sagt man dort.
  • Und Chris Hayn hat auf Dramlicious.com die Blanton’s Gold Edition verkostet – er ist vom Bourbon recht begeistert, weil er weich und komplex zugleich ist.

Amerikanischer Whiskey will England erobern

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Während sich schottischer Whisky weltweit momentan eher schwer tut, ist amerikanischer Whiskey auf dem Vormarsch – zwar von einem geringeren Level aus, aber durchaus sehr dynamisch, um einen Marketingausdruck zu bemühen.

Das Wachstum von amerikanischem Whiskey in England betrug im Vorjahr zum Beispiel 14.8%, schreibt The Spirit Business. Und dieses Momentum will der amerikanische Getränkeriese Brown-Forman (Jack Daniel’s, Woodford Reserve, Old Forester) mit einer Marketingoffensive nutzen, mit einem Konzept, das sich im Konzernsprech „Vision“ nennt, und im vollen Titel „Welcome to the World of American Whiskey: The Story of Man and Oak“.

Unter diesem Motto will man im nächsten Jahr dem britischen Konsumenten (und wohl in Folge dann auch, wie es sich in vernetzten Märkten gehört, dem Kontinentaleuropäer) die Vorzüge des amerikanischen Whiskeys näher bringen. Dazu hat man sich ausgedacht, den Whiskey in drei Gruppen zu klassifizieren: Laid back & Mellow, Full & Spicy und Big & Bold. Diese Profile werden dazu benutzt, um die entsprechenden Whiskeys in Bars und Lokalen zu pushen – es wird eine Flavor Map dafür geben und Marketingmaterial. Was sonst noch, können Sie auf The Spirits Business nachlesen.

Dass amerikanischer Whiskey und seine verschiedenen Spielarten bei uns insgesamt mehr Beachtung finden, ist begrüßenswert. Brown-Forman kann durch die Größe hier durchaus Wegbereiter spielen. Und über Vielfalt kann man sich als Konsument nur freuen.

American-Whiskey

Templeton Rye zahlt 2.5 Millionen Dollar für irreführende Angaben

Anfang Oktober des Vorjahres berichteten wir über einen Prozess gegen Templeton Rye wegen angeblich irreführender Angaben auf ihrem Etikett und in der Werbung. Konkret ging es um die Begriffe „small batch“ und „prohibition-era recipe“.

Der Prozess fand im Verlauf viel Aufmerksamkeit in der Whiskyszene, stand er doch exemplarisch für die oft sehr fantasievoll aufgemachten Marketingstories, die knapp an der Wahrheit vorbei schrammten – und für die angebliche Irreführung der Konsumenten, die sich hinter einer eigenen Marke nicht eine Lohnabfüllung in einer Fremddestillerie erwarteten.

Nun ist der Prozess mit einem Vergleich zu Ende gegangen, und dieser Vergleich ist für Templeton nicht billig geworden. 2.5 Millionen Dollar muss das Unternehmen zur Seite legen, um Ansprüche der Konsumenten zu befriedigen. Und natürlich auch die Sprache auf den Etiketten und der Werbung ändern. So darf zum Beispiel die Bezeichnung „small batch“ nicht mehr verwendet werden, und auch die Bezeichnung der Rezeptur muss nun anders lauten.

Wer eine Flasche Templeton Rye gekauft hat, kann auch ohne Rechnung drei Dollar dafür zurück bekommen, für bis zu fünf Flaschen. Mit Rechnung erhöht sich das auf sechs Dollar, und wer Templeton Rye in einer Bar konsumiert hat, bekommt ebenfalls einen Dollar an Schadensersatz zugesprochen, schreibt The Des Moines Register.

Wie wir auf unserer englischsprachigen Site whiskyexperts.com berichteten, wird dies wohl nicht der letzte Prozess gewesen sein, bei dem es um die Ehrlichkeit auf den Flaschenetiketten geht. Wir werden jedenfalls für Sie weiter berichten.

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