The Scotsman berichtet heute, dass die Destillerie Annandale versucht, ihre erste Produktion fassweise im Markt zu plazieren. Man äugt dabei auf asiatische Kunden und setzt das Fass Nr. 1 mit 1 Million Pfund an, Fass Nr. 8 mit 888.000 Pfund (8 ist eine chinesische Glückszahl). Der Rest der Jahresproduktion 2014 ist für jeweils 100.000 Pfund pro Fass zu haben, auch Teile der diesjährigen Produktion stehen zum Verkauf.
Fass 1-38 sind mit New Make namens „Man o‘ Word“ gefüllt, nicht getorftes Destillat, 40-75 mit „Man o‘ Sword“, getorftem New Make.
Die Destillerie selbst räumt ein, dass der Preis der Fässer sehr hoch sei, aber man mit deren Erwerb ein Teil der schottischen Whiskygeschichte werden könne.
Aus dem Sherry Hogshead #5421 stammt ein neuer Bunnahabhain 1991, den Càrn Mòr Österreich exklusiv zur 7. Wiener Whiskymesse am 21. und 22. März im Arcotel Wimberger präsentieren wird – und zwar ein Monat vor dem Marktstart in anderen Ländern.
Die Abfüllung in der „Celebration of the Cask“-Serie kam mit 41.7% in die Flasche und ist, laut Importeur Thomas Gillespie, vom Charakter her eher der legendären „Black Gold“-Reihe zuzurechnen, also old stlye und eher sherrylastig – was die Farbe wohl auch schon andeutet. Wir werden diese neue Abfüllung (eine von zweien) natürlich für Sie verkosten und sind schon gespannt darauf.
Heute hat Serge Valentin die letzte Verkostungssession aus seiner Islay-Odyssee veröffentlicht, und sie beschäftigt sich mit den (für Islay eigentlich nicht vollkommen typischen) Destillerien Bunnahabhain und Bruichladdich. Drei Abfüllungen sind es, die er sich ins Glas schenkt, darunter auch die neue Bunnahabhain Eirigh Na Greine – und die kommt bei ihm nicht so gut weg, denn sie ist ihm zu „modern“, zu sehr von Eiche bestimmt. Dafür sind die beiden anderen Abfüllungen mehr nach seinem Geschmack:
Bruichladdich 21 yo ‚Limited Edition‘ (53.4%, OB, 389 bottles, 1994): 91 Punkte
Bunnahabhain 32 yo 1976 (55.7%, The Taster, Japan, fino sherry, cask #6382, 120 bottles, +/-2008): 89 Punkte
Bunnahabhain ‘Eirigh Na Greine’ (46.3%, OB, travel retail, +/-2014): 72 Punkte
Die Destillerie Bunnahabhain. Bildrechte bei Lars Pechmann.
Ardbeg hat an die deutschen Committee-Members vor knapp einer Stunde eine Mail geschickt, in der über die geplanten Aktivitäten auf der Finest Spirits in München berichtet wird. Unter anderem wird dabei auch eine neue Abfüllung namens Ceò angekündigt, ohne mehr darüber zu verraten. Hier die relevanten Teile der Mail über die Messeaktivitäten:
Das mit Ungeduld erwartete Ergebnis unseres Space Experiments macht Halt auf der Finest Spirits in München!
2011 wurde eine Kapsel mit Ardbeg-Destillat in die Erdumlaufbahn geschossen, um den Einfluss der Schwerelosigkeit auf die Reifung des Whiskys zu erforschen. Am 12. September 2014 landete sie in der Wüste von Kasachstan und wurde umgehend in ein Labor zur wissenschaftlichen Untersuchung unter der Leitung von Dr. Bill Lumsden gesendet.
Die Finest Spirits ist eine von drei deutschlandweiten Stationen, bei der der „Space-Whisky“ nach seiner langen Reise halt macht. Außerdem wird dieses wahrlich einzigartige Exemplar vom 03. bis 19. März im KaDeWe (Berlin) und vom 20. bis 22. März auf der „The Village“ (Nürnberg) ausgestellt.
Aber damit nicht genug: In München wird es eine weitere Weltneuheit geben, genannt Ardbeg Ceò.
Wir garantieren Euch schon jetzt ein vollkommenes Ardbeg-Erlebnis.
Man darf gespannt sein. Vielen Dank an Petra Milde von meinwhisky.com für die Infos.
Die zweite Neuheit, die heute von BenRiach angekündigt wurde, klingt sehr interessant: Der 18jährige BenRiach Albariza ist ein im amerikanischen Eichenfass gereifter und danach im Pedro Ximenez-Fass gefinishter getorfter Whisky. Benannt ist er nach dem kalkhaltigen Boden, auf dem die Trauben für Sherry am besten gedeihen. Mit seiner Kombination aus Sherrysüße und Rauch verspricht er ein interessantes Geschmackserlebnis. Hier unsere Übersetzung der Tasting Notes:
Farbe: Verbrannter Bernstein
Nase: Süße Datteln und reife Feigen in Heidehonig mit Torfrauch, abklingend hin zu abgezupften Blättern und süßer Gerste.
Geschmack: Ein dichter Sherry-Charakter trägt Vanille, Schokolade und Rumrosinen mit sich, alle in Rauch von Lagerfeuern gehüllt und mit weißem Pfeffer und gekochtem Ingwer gewürzt.
Und weiter geht es mit den Neuheiten, die uns heute erreichen: Bei BenRiach hat man heute zwei neue Abfüllungen angekündigt. Zum Einen ist das ein BenRiach 15yo Sauternes Finish (wobei die Neuheit wohl nicht im Finish bestehen kann, denn einen dementsprechenden Whisky gab es bereits), sondern wohl im von 16 auf 15 Jahre reduzierten Alter und der Verpackungsgestaltung:
Hier die Tasting Notes in unserer Übersetzung:
Farbe: Altgold
Nase: Aprikosenjam und wärmende, pfeffrige Eiche mit einem Anflug von Traube und zarter Honigmelone.
Geschmack: Goldene Pflaumen und Nektarinen im Gleichgewicht mit getoasteter Eiche und Traubenkernen, danach im Hintergrund geriebene Mandeln und Butterscotch.
Für alle Freunde von Glendronach haben wir eine gute Nachricht: Vor nicht ganz einer halben Stunde hat die Highland-Destillerie eine neue Abfüllung angekündigt: Den Glendronach 18yo Marsala Finish (Marsala ist ein italienischer fortifizierter Süßwein). Sie stammt aus europäischen Eichenfässern und wurde in einer kleinen Menge an Marsala-Fässern gefinisht. Das Finish soll würzige Eichennoten mit dem Geschmack von Sommerfrüchten perfekt verbinden. Diese Abfüllung ist strikt limitiert, wie die Destillerie bekanntgibt.
Hier die offiziellen Tasting Notes
Farbe: Verbrannter Bernstein mit glitzerndem Gold.
Nase: Goldener Sirup über gedämpften Gartenfrüchten, mit einer Spur kandiertem Ingwer und wärmenden, würzigen Eichentönen.
Geschmack: Herrlich würziger Wildblumenhonig über Bratäpfel gegossen, dann sanft werdend und nach goldenen Sultaninen und reifen Birnen schmeckend. Alles mit lebendiger Ingwernote, weißem Pfeffer, frisch geschnittener Eiche und gekochter Gerste.
Finish: Ströme vollmundiger Sommerfrüchte, in pfeffrigen Eichennoten ausklingend.
Ein interessanter Artikel ist heute auf The Spirits Business zu finden: Zwischen 2013 und 2014 ist der Wert der Flaschen, die auf Whiskyauktionen den Besitzer wechselten, von 4.52 Millionen Pfund auf 7.65 Millionen Pfund um fast 70% gestiegen. Auch die Zahl der gehandelten Flaschen stieg von 20.000 auf 34.000. Die Zahlen stammen aus Rare Whisky 101’s jährlicher Datensammlung für Sammler und Investoren.
Die Daten bergen eine dicke Überraschung: War 2013 Macallan noch die beliebteste und sammlungswürdigste Marke bei solchen Auktionen, sieht es 2014 für Macallan ganz anders aus: Es gab den Absturz von Platz 1 auf Platz 7. Der durchschnittliche Wert der gehandelten Flaschen sank dabei um 7.5%. Der Rückgang betraf sowohl aktuelle Sammlerstücke wie auch ältere Abfüllungen.
Neue Nummer 1 ist jetzt Brora, gefolgt von The Dalmore und The Balvenie. Aber einen wirklichen Boom erlebten die weniger „klassischen“ Marken wie Glendronach oder Arran. Und: unabhängige Abfüllungen von Lost Distilleries wie Littlemill, Banff oder Glenugie. Kann es sein, dass bei Sammlern und Investoren ein gewisses Umdenken im Gange ist?
Ein Newsbit auf der Website von Chapter 7 kündigt an, dass die Whiskys dieses unabhängigen Abfüllers für Deutschland von der Rolf Kaspar GmbH (auch Importeur für Adelphi) vertrieben werden. Sie werden ihre Premiere auf der Whisky Fair Rhein Ruhr in Düsseldorf am 11. und 12. April erleben.
Chapter 7 bietet ungefilterte und ungefärbte Einzelfass-Abfüllungen in Fassstärke aus den verschiedensten schottischen Destillerien an. Dabei achtet man nach eigenen Angaben darauf, Fässer zu selektieren, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die letzten beiden Abfüllungen sind ein Tormore 1995 und ein Glentauchers 1996.
Die vorletzte Islay-Session von Serge Valentin ist das heute, und er verkostet diesmal Abfüllungen aus zwei Destillerien, die ganz unterschiedliche Ausprägungen in ihren Abfüllungen zeigen: Caol Ila und Bowmore. Diesmal ist sogar ein ganz aktueller Whisky dabei: Eine Handabfüllung aus der Destillerie Bowmore, heuer in die Flasche gekommen – allerdings hat er die niedrigste Wertung von allen Samples heute:
Caol Ila 15 yo (43%, OB, golden jug, +/-1985): 92 Punkte
Caol Ila 12 yo 1979/1992 (45%, Bristol Brandy Company Ltd., American oak cask): 86 Punkte
Bowmore 2004/2015 ‚Hand-Filled‘ (57.5%, OB, sherry cask): 82 Punkte
Bowmore 20 yo 1976/1996 (53.6%, Signatory Vintage, cask #8547, 275 bottles): 86 Punkte
Das Wappen von Bowmore. Alle Bildrechte bei Alexander Kohn.
Lange dauert es nicht mehr, dann wird er auch in den heimischen Geschäften auftauchen: Der Arran 18yo beendet die Trilogie der 16-, 17- und 18jährigen Arrans, die in Jahresabstand in den Handel gelangten (und durchwegs sehr schöne Abfüllungen waren). Insgesamt 9000 Flaschen werden davon abgefüllt werden, Mitte März werden sie ausgeliefert. In England kosten sie 73 Pfund, durch das momentan extrem unerfreuliche Kursverhältnis werden sie bei uns wohl an die 100 Euro kosten – aber das ist eine grobe Schätzung ohne verbindliche Angaben aus dem Handel, der uns ja unter press(at)whiskyexperts.net kontaktieren kann 😉
Die neue Range von Mortlach ist um ein Mitglied reicher geworden: Mortlach Special Strength wurde nun exklusiv für den Travel Retail veröffentlicht. So wie der Rare Old ist dies ein No Age Statement Whisky, aber im Gegensatz zu den 43.3%, mit denen der Rare Old abgefüllt wurde, kommt er mit 49% Alkohol in die 0.5l-Flasche, um dort mehr Geschmack nach Vanille und Eiche zu zeigen, berichtet The Whiskybusiness. Der Mortlach Special Strength wird 75 Pfund kosten.
Inver House Distillers, die Besitzer von Old Pulteney, Balblair, anCnoc und Speyburn, haben laut einem Bericht von Aberdeen Business News einen Kredit in der Höhe von 10 Millionen Pfund von der Bank of Scotland erhalten, um mit ihm das Wachstum der Gruppe voranzutreiben. Zum einen Teil wird dieser Kredit dazu verwendet, 12 neue Lagerhäuser zu bauen, zudem soll die Produktionskapazität von Speyburn auf 4.2 Millionen Liter verdoppelt werden. Mehr zu den Plänen der Gruppe im Bericht auf Aberdeen Business News.
Speyburn Destillerie, Foto von Ann Harrison, CC-Lizenz
Von Glenmorangie erreichte uns diese Pressemitteilung über den Start des limitierten Online-Verkaufs des Glenmorangie Tùsail im hauseigenen Shop. Der Preis: 85 Euro. Hier der Text in den relevanten Passagen:
Ab morgen (Donnerstag, 19. Februar) startet der Verkauf der neuen Glenmorangie Private Edition Tùsail in Deutschland. Neben ausgewählten Fachhändlern ist die limitierte Edition auch erstmals über Unseen für registrierte Mitglieder erhältlich. Unseen ist die neue Markenplattform auf Glenmorangie.com und vereint außergewöhnliche Geschichten, Insider-Tipps und Wissen rund um anspruchsvollen Whisky.
Glenmorangie Tùsail wartet mit einem einzigartigen Geschmack aus traditionell von Hand gemälzter Gerste der Sorte „Maris Otter“ auf, ist in ehemaligen amerikanischen Bourbonfässern gereift und wurde mit 46 Volumenprozent Alkohol nicht kühlgefiltert abgefüllt.
Ab dem 19. Februar 2015 limitiert auf www.glenmorangie.com zum Preis von 85,00 € erhältlich.
Verkostungsnotizen
Farbe: heller Bernstein Aroma: Nusskaramell, süßes Gerstenmalz, Ingwer, Zimt, Melasse und Datteln, ergänzt mit feinen, für Glenmorangie typischen Noten von Pfirsichen, Orangen und geräucherten Birnen
Die Glenmorangie Private Edition
Die Private Edition besteht aus seltenen und besonders interessanten Whiskys in limitierter Auflage, die sorgfältig aus dem „Kuriositätenkabinett“ von Dr. Bill Lumsden, Director of Distilling and Whisky Creation, ausgewählt werden. Diese Whiskys werden erfahrungsgemäß umgehend zu begehrten Sammlerstücken. Glenmorangie Tùsail setzt als Neuzugang die Reihe fort, die bislang Companta, Ealanta (Jim Murrays „2014 World Whisky of the Year“), Artein, Finealta und Sonnalta PX umfasst.
Maris Otter Gerste
Maris Otter wurde ursprünglich in den sechziger Jahren in England, in der Nähe von Cambridge, gezüchtet, genau genommen in einer Straße namens „Maris Lane“. Nach dieser wurde die Sorte benannt. Maris Otters Geschmack war aus dem Stand bei britischen Craft Beer Brauereien sehr gefragt, doch in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts begann die Beliebtheit der Gerste allmählich zu sinken. Grund war eine veränderte Konsumentennachfrage und der Wechsel zu ertragreicheren Getreidesorten. Ende der achtziger Jahre drohte die Maris Otter Gerste durch Fremdbestäubung auszusterben, wurde jedoch dank der Initiative zweier Saatkaufleute rechtzeitig gerettet.
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