Am 24. Mai wird die Destillerie Slyrs aus Bayern einen zwölfjährigen Single Malt auf den Markt bringen. Die Website hält sich über den Whisky noch ziemlich bedeckt (weist allerdings auf die Tatsache hin, dass der Whisky dann wegen dringender Umbauarbeiten nicht in der Destillerie, sondern in Hausham vorgestellt wird), aber aus einem Newsletter konnten wir zwei Dinge erfahren: Der Slyrs 12yo wird jährlich in immer größer werdenden Mengen erscheinen – und er kostet als Erstausgabe € 199,90.
Nach einigen Unklarheiten noch ein Nachtrag zu unserem ersten Newsletter Thema „Unser 12 Jähriger Whisky“
Die Flasche des 12 Jährigen wird EVP 199,90 EUR kosten. Diese kann bei uns am 24.5. gegen Bargeld gekauft werden.
(EC ist an diesem Tag leider nicht möglich.)
Und ja, wir haben wirklich nur eine kleine Menge. Diese wird, wie auch unsere Kleinst-Abfüllungen zuvor größtenteils bei uns vertrieben.
Gute Nachrichten:
Es wird auch im nächsten Jahr wieder einen 12 Jährigen geben, wie auch in jedem folgenden Jahr! Die Abfüllmengen werden sich über die Jahre erhöhen. Somit sollte bald jeder von euch einen 12 Jährigen erhalten können. Leider brauchts einfach noch Geduld.
Wir freuen uns nach wie vor, wenn ihr die Zeit findet, dass wir uns am 24.5. sehen. Ihr wisst ja, dass wir uns da am Josef-Lantenhammer-Platz 1 in Hausham treffen.
Zusammen feiern wir dann unseren ersten 12 Jährigen.
Für alle die es nicht schaffen:
Wir hoffen ihr habt Verständnis für unser Tun und wir treffen uns bald wieder auf einer Messe oder eben unterm Jahr bei uns. Unsere Whiskys sind leider limitiert, da unsere Brennerei nicht mehr produzieren kann, aus diesem Grund kommt es einfach ab und an zu Engpässen. Auf der anderen Seite könnt ihr euch stets darauf verlassen, dass alles was von uns kommt Qualität hat. Dafür setzen wir uns jeden Tag aufs Neue ein.
Wie die Highland-Destillerie heute bereits am Vormittag über ihren Twitter-Account anklingen ließ, gibt es heute nicht nur eine, sondern zwei Neuheiten. Der Tomatin Cask Strength Edition wird mit 15.000 Flaschen pro Jahr erscheinen, und zwar, so wie der neue Cù Bòcan, weltweit ausgenommen in den USA. Er wird eine dauernde Erweiterung der Tomatin Range werden. Komponiert wurde er aus Bourbon- und Oloroso-Fässern, in denen er durchgehend reifen konnte.
Der Whisky ohne Altersangabe wird mit 57.5% abgefüllt. Kosten wird er in England ungefähr 45 Pfund und er sieht sich als direkter Konkurrent zum Glendronach CS, Glengoyne CS oder zum Glenfarclas 105. Auch er ist weder gefärbt noch kühlfiltriert.
Hier wiederum die von uns übersetzten Tasting Notes:
Aroma: Goldener Sirup, Orange und Zitrone. Birnen, Walnüsse, Ingwerkekse. Mit der Zeit wird er immer süßer.
Nach der Bourbon Cask Edition, und der Sherry Cask Edition macht der Tomatin Cù Bòcan nun die Trilogie komplett. Eine Presseaussendung, die uns gerade erreichte, stellt die dritte Cù Bòcan Abfüllung vor, die weltweit verkauft werden wird, ausgenommen in den USA. Insgesamt wurden 6.000 Flaschen mit 46% abgefüllt, der Verkaufspreis in England ist 50 Pfund.
Der Tomatin Cù Bòcan Limited Virgin Oak Edition ist zur Gänze in First Fill Virgin Oak Fässern gereift und wurde weder gefärbt noch kühlfiltriert. Die offiziellen Tasting Notes gibt es hier wie üblich in unserer Übersetzung:
Aroma: Lebendige Zitrusnoten – Limettensaft und Zitronensorbet. Von der Eiche stammende Vanillenoten, Kokusnuss und Zuckerwatte folgen bald danach, und dann Rosenwasser, rote Beeren, frische Birnen und Ananas im Hintergrund.
Gaumen: Warmer Kuchen mit Pecannüssen, getoppt mit Vanilleeis. Bratäpfel mit Zimt und Toffee und gerade mal ein Hauch von Rauch.
Finish: Klar und prickelnd mit angenehmer Würznote.
Das Online-Magazin Forbes, spezialisiert auf den etwas gehobeneren Lifestyle, hat vor kurzem eine Liste von sieben Whiskys veröffentlicht, bei denen es sich laut der Meinung des Autors lohnt, diese als Investment zu kaufen. Auch wenn er schon im ersten Satz meint, dass seine persönliche Überzeugung sei, Whisky wäre zum Trinken da, so listet er dennoch sieben Whisky-Investments auf, die seiner Meinung nach schon in den nächsten Monaten deutlich seltener werden sollten.
Die Preisspanne der empfohlenen Whiskys reicht dabei von 750 bis 25.000 Dollar (bei einer Serie noch wesentlich höher) – es findet sich ein Blend ebenso darunter wie ein Bourbon und ein Japaner, dominiert wird sie aber von schottischen Single Malts.
Und ja, auch dieser 25jährige Whisky ganz rechts ist unter den Empfehlungen, mit einem Preis von über 1000 Dollar:
This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International, 3.0 Unported, 2.5 Generic, 2.0 Generic and 1.0 Generic license. Urheber: Africa23
Normalerweise werden auf Whiskyfun verschiedene Abfüllungen verkostet, die Gemeinsamkeiten haben – die gleiche Destillerie, aus dem gleichen Jahr – Serge Valentin findet immer eine Eigenschaft, die es ermöglicht, verschiedene Whiskys miteinander zu kombinieren. Mit den beiden heutigen Kandidaten ist dies nicht möglich. Glenisla war ein Experiment von Seagram’s. Sie produzierten einen torfigen Whisky, in dem sie torfiges Wasser von den Äußeren Hebriden statt getorfter Gerste benutzten. Dieser Versuch wurde eingestellt, und nimmt man die heutige Bewertung, wohl auch zu recht. Magere 62 Punkte erhält der Glenisla.
An seiner Seite finden wir heute einen Glenugie. In dieser Destillerie wurde 1983 zum letzten Mal gebrannt. Doch gehören Whiskys aus dieser Lost Distillery nicht unbedingt zu den Gesuchtesten. Daran wird die heutige Benotung auch nicht viel ändern. 87 Punkte vergibt Serge für diesen 30-jährigen. Die Verkostung in der Kurzübersicht:
Glenisla 36 yo 1977/2014 (43.3%, Signatory Vintage, hogshead, cask #19603, 238 bottles) 62 Punkte
Glenugie 30 yo 1980/2011 ‚Deoch an Doras‘ (52.13%, OB, Chivas Brothers) 87 Punkte
Die Rhein-Neckar-Zeitung hat heute einen kurzen Nachbericht zu der offensichtlich sehr erfolgreichen Messe im Schloss Schwetzingen gebracht. Über 3000 Besucher sollen an den beiden Tagen die Messe besucht haben. Hier ein kurzer Auszug:
Als die Messe am Samstag um 12 Uhr öffnete, reichte die Schlange der Wartenden bis zum Schlosseingang zurück. Der Veranstalter von Whisky-Tastings und Messen hatte sich überreden lassen, die „Whisky Spring“ erstmals im Rhein-Neckar-Raum anzubieten – und war überrascht vom großen Zuspruch. Bereits Anfang Dezember waren 600 Tickets im Vorverkauf weg, schilderte Seidel. Auch er gehört zu den „Infizierten“, wie er sagt: Nach einem Schottlandaufenthalt war es um ihn geschehen. Er war gewissermaßen dem Whisky verfallen.
Noch bis Sonntag am Abend läuft unser Gewinnspiel zum 200jährigen Jubiläum von Laphroaig (ok, EINES unserer Gewinnspiele dazu:-) ) – und dabei kann man sich zwei wirklich schöne Preise holen, die es nicht um jede Ecke gibt. Falls Sie noch nicht mitgemacht haben – schicken Sie uns Ihre Gewinnantwort und drücken Sie sich selbst die Daumen – wir tun es auch für Sie!
200 Jahre wird Laphroaig heuer alt – und dieses Jubiläum wird von der Destillerie ausgiebig gefeiert. So sind verschiedene Sonderabfüllungen geplant, oder ein Fest bei der Destillerie. Und weil Laphroaig tatsächlich eine Ikone von Islay ist, finden wir das nicht nur gut, sondern feiern als Whiskyexperts auch mit. Mit Ihnen. Und John Campbell.
John Campbell ist das Gesicht von Laphroaig. Als Distillery Manager kümmert er sich um alle Belange der Destillerie – und er vertritt sie auf zahlreichen Veranstaltungen, nicht nur in diesem Jubiläumsjahr. Wir haben ihn beim Whisky-Dinner in Köln getroffen, und er hat für unsere Leser zwei Hüllen des Laphroaig 10yo handsigniert – 1x die originale 0.7l-Packung und einmal die Mini-Packung mit 5cl. Schöne Stücke also für jede Whiskysammlung – nicht nur für Laphroaig-Fans.
Und weil wir bei Whiskyexperts gerne anderen eine Freude machen, verlosen wir diese beiden Stücke. Zwei glückliche Gewinner können sich jeweils über eine dieser Flaschen freuen (wer als erstes gezogen wird, darf sich die Flaschengröße aussuchen). Und das Mitmachen ist ganz einfach:
[alert type=yellow ]
So können Sie eine dieser handsignierten Packungen mit Inhalt gewinnen:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Wie alt wird die Destillerie Laphroaig 2015?
a) 10 Jahre
b) 200 Jahre
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 1. März 2015, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Preise.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Am Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 1. März 2015, 23:59. Die Gewinner werden am 2. März auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden.
Malt Maniac Pit Krause – Copyright Ernst J. Scheiner 2014.
Wenn Malt Maniac Pit Krause mit Slowdrink.de einen Stand auf einer Messe hat, dann kann sich der Whiskyfreund immer wieder auf ganz besondere Verkostungstropfen freuen. Auch das kommende Wochenende ist Pit mit seinen Monstermalts auf der Finest Spirits in München vertreten – und er hat uns eine Liste dessen geschickt, was er diesmal im Gepäck hat. Hier ist sie, als kleiner Appetitanreger für alle, die in München sein werden:
The Macallan 18 y.o. 1966 – 1985 OB Sherry Wood, 75cl, 43%
Strathisla 30 y.o. OB / G&M, distilled in 1950ies, 40%
Highland Park 21 y.o. OB dumpy green bottle (for Ferraretto), 1959 – 1980, 43 gradi
Ben Nevis 1977 Cadenhead (white label), Cask 217, 60,0% (very rare)
Springbank 25 y.o. OB ‚Millenium Edition‘ , 46%
Port Ellen 21 y.o. Douglas Laing OMC 12.1978 – 10.2000, 342 btl., 50%
Monster Malternative:
Diver & Son ‘Navy Rum 99° proof ‘ distilled in 1940/50ies in Guyana
Dazu viele weitere Spitzenabfüllungen und einige Restmonster, wie Springbank 21 y.o. very dark from 1960ies, Lagavulin Feis Ile 1995 – 2014 Sherry Cask, Glenfarclas OB 1974, diverse Ardbeg Single Casks sowie Supernova, Kildalton und Auriverdes, alte Macallan, Aberlour cube bottle 8 y.o. (1960ies), Caol Ila 1983 Single Cask, Rosebank 1988, etc. und ein uraltes Überraschungsflascherl.
Herald.ie berichtet von einer neuen Destillerie, die ab 2016 die Liberties in Dublin bereichern wird: Die St. James Distillery ist ein vom Futterhändler Alltech mit 5.7 Millionen Euro finanziertes Projekt, das 20 neue Jobs in die Hauptstadt bringen wird. Auch ein Besucherzentrum soll entstehen und ungefäht die Hälfte der Besucher der Guinness-Brauerei anziehen.
Die Destillerie wird in der alten St. James Church eingesiedelt werden (siehe das Bild unten). Der Kirche angeschlossen ist auch ein Friedhof, auf dem bis zu 300.000 Tote ruhen, darunter auch der Großvater des jetzigen Alltech-Besitzers Pearse Lyons. Der Großvater war übrigens Brenner.
Der Milliardär und zukünftige Destilleriebesitzer macht bereits Geschäfte mit Craft Beer und Bourbon.
Unsere neue Newswoche wollen wir mit einer kleinen Übersicht über Verkostungsnotizen auf englischsprachigen Blogs beginnen – und uns dabei nicht durch ein bestimmtes Thema oder eine bestimmte Region beschränken lassen. Wir schauen einfach mal, was anderswo so ins Glas kommt:
Whiskyisrael hat von Wemyss den ‘Caribbean Crème’ , Invergordon 1988 in der Verkostung – man mag diesen Grain, hätte ihm aber ein wenig mehr Alter gewünscht.
Auf The Mashtun gibt es den Balvenie, Cuban Selection Cask – im Vergleich zum Golden Cask erscheint er flach und langweilig.
A Tasty Dram verkostet den Aultmore 12yo in der neuen Aufmachung – ein Anfängerwhisky mit Qualität, sagt man dort, aber ziemlich teuer.
Masterquill hat den Benromach 30yo verkostet – nett, aber für sein Alter nicht aufregend komplex.
Und, wieder zurück bei The Mashtun, finden wir eine Verkostung des Dalmore 15yo – er wird dort durchaus gemocht.
Vor einigen Tagen berichteten wir über einen neuen Bunnahabhain aus der „Celebration of the Cask“-Serie, den Càrn Mòr exklusiv zur 7. Wiener Whiskymesse präsentieren wird – einen Monat vor dem Erscheinen auf anderen Märkten. Heute können wir Ihnen vorab etwas über die zweite Abfüllung zur Messe erzählen:
Der Benrinnes 1991 stammt aus Hogshead #510 und ist mit 55.1% abgefüllt. Er wurde am 6.9. 1991 destilliert und erst vor 3 Wochen, am 2. Februar 2015, in die Flasche gefüllt. Insgesamt wird es von ihm 247 Flaschen geben – ab Mitte April dann auch in Deutschland.
Ebenfalls zur Messe wird der Importeur von Carn Mor, Gillespie & Partners, Abfüllungen von The Maltman vorstellen, die man im Vertrieb übernommen hat – es handelt sich dabei um folgende drei Bottlings:
Ben Nevis Sherry Butt Oct-95 Highland 19 Years 53.1%
Linkwood Bourbon Hogshead April-89 Speyside 25 Years 49.6%
Miltonduff Bourbon Hogshead Oct-09 Speyside 6 Years 50%
Whisky pur? Mit Wasser? In Cocktails? Wir von Whiskyexperts finden: Genießen soll jeder auf seine Art – und wir wollen jeden dabei unterstützen, für sich den größten Genuss mit dem Wasser des Lebens zu finden.
Daher freuen wir uns besonders, Reinhard Pohorec, einen der besten Barkeeper im deutschsprachigen Raum und begeisterten Fachmann für Whiskycocktails in unserem Team zu haben. Er wird seine Beigeisterung in regelmäßigen Beiträgen mit unseren Lesern teilen – und seine Lieblingsrezepte für einfache, raffinierte, klassische oder experimentelle Cocktails mit Whisky, exklusiv hier auf Whiskyexperts.
Unser erstes Rezept für einen Whiskycocktail kann einfacher nicht sein und sollte für Sie der Ausgangspunkt für Ihre Entdeckungsreise werden. Und warum man Whisk(e)y und Wasser bedenkenlos mixen kann und soll, auch das erklärt Reinhard „Reini“ Pohorec in seinem Beitrag:
Wasser des Lebens: Die Ursprünge des Wortes selbst stellen es eindeutig klar, ein Blick (nicht einmal) hinter die Kulissen einer Destillerie offenbart es und keinem Whiskyfan wird es eine schockierende Neuigkeit sein: Whisky und Wasser gehören untrennbar zueinander, wie Pech und Schwefel, Bonny und Clyde oder Brot und Butter.
Und das sowohl friedlich koexistierend wie auch ursächlichst, produktionstechnisch und historisch.
Kaum ist der Whisky aber fertig abgefüllt in der Flasche, über den Tresen, die Ladentheke gewandert und in Händen der Genießer, wird es heikel. Wie durch eine Kehrtwendung stehen die beiden Flüssigkeiten einander skeptisch gegenüber, mit roten Augen funkeln sie sich an, These und Antithese gleichend, eine Annäherung ausgeschlossen. So mancher Purist stößt Entsetzensschreie aus, wenn sich – und sei es nur tröpfchenweise – das kühle Nass in Form von H2O seinem Dram nähert.
Was dereinst also nicht enger und logischer hätte verbunden sein können, ist plötzlich Spinnefeind und unwiederbringlich zertrennt.
Whisky & Soda
Nun, es ist ein Faktum, dass die Mischung von Whisky und Wasser, oder in vielen Fällen eher die spritzige Soda Variante, ein alter Hut ist. Älter als so manche Whiskyfirma, Destillerie (ob Craft oder nicht…), Trinkkonvention oder Marketing- und Werbegag.
Und einen komplexen Whisky mit Wasser zu verlängern, ob still oder prickelnd ist da noch völlig irrelevant, heißt nicht automatisch seine feinen Nuancen, Balance und Fülle zu „verwässern“ und seine Integrität zu untergraben.
Im Gegenteil, die reduzierte Alkoholstärke sowie potenzielle Kohlensäure wirken sich förderlich auf den Transport und die Übermittlung von Aromen und Geschmäckern aus.
Weiters führe man sich ganz praktische Situationen aus dem Alltag vor Augen: nicht jedes Land wartet mit kühl-gemäßigtem oder klischeehaft verregnetem Klima auf, und in heißen Gefilden würde man zwar auch gerne seinen Whisky trinken, aber die Islay Fassstärke bei 40° Celsius im Schatten ist schon was für Hartgesottene. Schenke ich einen Old Fashioned Rocks Tumbler oder ein Highballglas mit großen Eiswürfeln, etwas Wasser und Whisky ein, wird die Szenerie plötzlich freundlich und erfrischend.
Oder die gesellige Runde früh abends, wenn die Kollegen und Freunde an ihrem trendy-leichten Chardonnay nuckeln, sich verwegen einen Spritzer oder kleines Bier genehmigen, und man im selben Tempo mit der streng limitierten Einzelfassabfüllung mithalten möchte.
Nicht immer ist man unter Enthusiasten, die die Whiskyaffinität zur Gänze teilen, nicht immer muss sich ein Gespräch nur um die Washback-Kapazität jener beiden neuen Destillerien der schottischen Landkarte drehen. Und dennoch möchte man vielleicht auch in solch sozialen, entspannt-geselligen Runden lieber den wohlfeilen Geschmack der vertrauten Lieblingsspirituose genießen, als ein schales Lager.
Stichwort Geschmack, jener des Whiskys wird nämlich im Whisky Soda weder kompromittiert noch durch bräunlich dickliche Zuckerplörre zugedeckt. Der Star ist und bleibt der Blend oder Malt, den man als Basis verwendet.
Bei der Wahl ebenjener gibt es eigentlich kein Richtig oder Falsch. Der persönliche Lieblingsblend, ein Vatted Malt oder nicht über Gebühr teurer Single Malt darf es schon sein. Warum nicht auch ein Südwein-Fassfinish, sei es Portwood oder ein Sherry- / Madeirafass. Sucht man nach etwas mehr Wumms im Drink, bieten sich Caskstrenght Abfüllungen an, Aberlour a’bunadh oder Glenfarclas 105 sind exzellente Preis/Leistungs Malts, die sich zu behaupten wissen.
Und dass man sich keineswegs auf Schottland einschießen muss, versteht sich dann auch fast von selbst. Ein cremig vollmundiger Bourbon (vielleicht um die 100 Proof angesiedelt), würziger Rye oder natürlich ein japanischer Whisky – sind doch die Kunstfertigkeiten und würdevolle Zubereitung eines Mizuwari legendär. Aber das ist eine andere Geschichte…
Die Zubereitung ist denkbar einfach, Sie können sich also ganz auf das Experimentieren, Tüfteln und Fachsimpeln bezüglich der Spirituose verlassen.
Der Kategorie der „Highballs“ zugehörend, braucht man per definitionem lediglich „spirit of any kind“ und einen nicht alkoholischen „Filler“ oder mixer – meist denkt man dabei an kohlensäurehaltige Limonaden wie Ginger Ale oder eben Sodawasser.
Man braucht kein gelernter Bartender oder Fachmann sein um einen wohlschmeckenden Drink zu bauen. Als Glas empfehlen sich ein breites Rocks Glass (oft als Tumbler bezeichnet) sowie – Sie haben es erraten – Highball Gläser. Jegliches hochgezogene Longdrink- oder Wasserglas erfüllt den Zweck ebenso.
Ein Highball-Glas
Solide Eiswürfel (und davon ausreichend) stellen sicher, dass der Drink kalt bleibt und nicht zu schnell durch Schmelzwasser weiter verlängert wird. Von Crushed Ice ist dringend abzuraten und der weitverbreitete Irrglaube, dass mehr Eis im Glas weniger booze bedeutet, ist auch zurückzuweisen. Packen Sie ihr Trinkgefäß also voll mit dem gefrorenen Gut, schenken Sie die gewünschte Menge Whisky ein (etwa 50ml sind ein probates Maß) und füllen Sie anschließend das Glas mit Soda auf. Die Proportionen sollten sich in etwa bei zwei Teilen Wasser, einem Teil Whisky oder drei zu eins einpendeln.
Wenn Sie sich oder Ihre Gäste vollends beeindrucken wollen, können Sie ein Stück einer Zitronen- oder Orangenschale (eine sogenannte Zeste oder Twist) über den Drink reiben und ins Glas geben. Die ätherischen Öle geben zusätzliche Frische und aromatische Tiefe.
Was Ihnen dann noch bleibt, ist die leichtest zu meisternde Übung: ansetzen, trinken und genießen.
Mit den besten Spirits,
Reinhard Pohorec
Whisky Soda:
50ml Whisk(e)y nach Wahl
100ml / 150ml Soda
im Highball oder Rocks Glas mit soliden Eiswürfeln vermengen, kurz umrühren und servieren
alternativ: von einer Zitrone / Orange ein dünnes Stückchen der Schale abschneiden und zwischen Daumen und Zeigefinger über dem Drink auspressen.
Sonntag, Videotag auf Whiskyexperts. Heute wollen wir uns einmal auf den Kentucky Bourbon Trail begeben und mit Cartercentral, dem Autor des Videos, einige der berühmtesten amerikanischen Destillerien besuchen. Seine Reise fand im Jahr 2014 statt – und auch, wenn das Video nicht kommentiert und mit dem Originalton versehen ist, ist es doch ein guter Einblick in die amerikanischen Destillerien des Bourbon-Kernlandes. Wer sich einzelne Rosinen aus dem Kuchen picken will, der kann es untenstehend mit den Zeitangaben tun, das Video gibt es auf Youtube und wie üblich auch bei uns. Viel Vergnügen!
00:00 – Woodford Reserve Distillery Tour 06:28 – Buffalo Trace Distillery Tour 09:32 – Four Roses Distillery Tour 12:37 – Wild Turkey Distillery Tour
In den 12 Monaten bis Dezember 2014 sind die Verkäufe von Suntory um 20% gestiegen, berichtet The Spirits Business. Grund dafür ist natürlich die Übernahme von Beam, die allerdings auch die operativen Einnahmen um 80% gesenkt hat, der kurzfristigen Mergerkosten wegen.
2015 blickt man verhalten positiv entgegen, und das vor allem wegen der erwarteten Stärke des amerikanischen Marktes. Man schätzt, dass sich die Weltwirtschaft „auf dem Pfad der Erholung“ befindet, macht sich aber deutlich Sorgen um den heimischen, japanischen Markt.
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.