Neue Kampagne von Gordon & MacPhail: The Wood makes the Whisky (mit Video)

Gordon & MacPhail, Schottlands größter unabhängiger Abfüller, hat seine Kommunikationslinie neu gestaltet und eine Kampagne unter dem Motto „The Wood makes the Whisky“ gestartet. In ihr wird gezeigt, wie wichtig die richtige Fassauswahl für das Gelingen einer Abfüllung ist – etwas, das sicherlich zur Kernkompetenz von Gordon & MacPhail gehört. Dazu gibt es einige Neuheiten, wie zum Beispiel eine neu gestaltete Website mit Videos, Hintergrundinformationen und ihren Abfüllungen.

Auch sehr interessant ist der sogenannte Whisky Matchmaker, bei dem man mit Angaben zu Fasstyp und dem Typ des Spirits einen Whisky aus ihrer Range vorgeschlagen bekommt. Einige Versuche haben gezeigt, dass die Vorschläge durchaus durchdacht sind.

Das Video von ihrer Website können Sie auch hier bei uns sehen – einfach den Play-Button oben klicken, es läuft knapp zwei Minuten.

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Danke an kirschwhisky.de für den Hinweis!

 

Neu: Glenturret NAS-Range

Glenturret bringt zum 240. Jubiläum der Destillerie eine neue, alterslose Range auf den Markt. Drei Sorten wird es davon geben, berichtet The Drinks Report, und zwar Peated, Sherry und Triple Wood. Sie sollen die handwerkliche Kunst, die in der Destillerie gepflegt wird, repräsentieren. Die bestehenden Abfüllungen, wie zum Beispiel der offizielle Zehnjährige, bleiben am Markt.

Schon bald sind die Abfüllungen um jeweils 45 Pfund im Distillery Shop, online und bei ausgewählten Fachhändlern erhältlich; ob es eine verbreiterte Distribution geben wird, ist nicht bekannt.

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PR: Beam Suntory mehrfach unter den „besten Spirits 2016“ in Österreich

Wenn es in Österreich um die Prämierung von Spirituosen geht, dann ist die Falstaff-Gala zur Vorstellung des Falstaff Bar & Spirits Guide sicherlich einer der Höhepunkte. Dort werden unter anderem die „besten Spirits“ ausgezeichnet. Beam Suntory Österreich hat uns eine Pressemitteilung über die Auszeichnungen, die ihre Produkte bei dieser Gala erhalten haben, geschickt. Hier die Aussendung in den für Whisky relevanten Teilen:

Ausgezeichnet: Beam Suntory mehrfach unter den „besten Spirits 2016“

Vielzahl an Premium-Spirituosen von Beam Suntory von Falstaff-Expertenjury für Top-Qualität ausgezeichnet

Jedes Jahr wartet die heimische Spirituosenbranche gespannt auf die Auszeichnungen der „besten Spirits“. Beam Suntory konnte sich bei der diesjährigen Vorstellung des Falstaff Bar & Spirits Guide über eine Vielzahl an Auszeichnungen für sein Premium-Spirituosenportfolio freuen. Allen voran Laphroaig Quarter Cask, der als Bester Islay Whisky Schottlands gewürdigt wurde.

Eine ausgewählte Expertenjury zeichnete auch dieses Jahr die besten Spirituosen aus. Über 400 Spirituosen wurden mit einer maximalen Punkteanzahl von 100 Punkten bewertet. Bewertungen zwischen 95 und 100 Punkten werden als absolute Weltklasse betrachtet, 90-94 Punkte bezeugen ausgezeichnete Qualität. Acht Produkte aus dem Beam Suntory-Portfolio konnten eine Platzierung in den Top 3 ihrer Kategorie verbuchen.

Karl Wurm, Commercial Director von Beam Suntory Austria, freut sich über die Auszeichnungen:

„Bei Beam Suntory bieten wir ein breites Portfolio exzellenter Premium-Spirituosen an. Auch wenn unsere Wurzeln im Whisk(e)y  liegen, haben wir unter anderem auch Tequila- oder Cognac-Spezialitäten wie Courvoisier im Sortiment. Mit letzterem haben wir erst kürzlich einen globalen Marken-Relaunch durchgeführt. Es freut uns, dass die Expertenjury die Spitzenqualität unserer Produkte bestätigt. Auch jene Spirituosen, die nicht unter den Top 3 gelistet sind, konnten außergewöhnlich hohe Bewertungen erzielen, teilweise mit gleicher Punkteanzahl wie die Gewinner-Spirituosen.“

Karl Wurm, Commercial Director von Beam Suntory Austria
Karl Wurm, Commercial Director von Beam Suntory Austria

Folgende Beam Suntory Spirituosen landeten auf den vorderen Rängen:

  1. Platz Islay Whisky Schottland: Laphroaig Quarter Cask (95 Punkte)
  1. Platz Islay Whisky Schottland: Bowmore 15 Years (94 Punkte)
  1. Platz Whiskey Irland: Connemara 12 Years (92 Punkte)
  1. Platz Whiskey Irland: Connemara Original (92 Punkte)
  1. Platz Whiskey USA: Booker’s (94 Punkte)
  1. Platz Whiskey USA: Knob Creek (94 Punkte)

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Serge verkostet: Clynelish – Teil 1 (mit Diageo Special Release 2015)

Wir haben ja vor ein paar Tagen darüber berichtet, dass die Destillerie Clynelish ab März 2016 zehn Monate wegen Wartungsarbeiten stillgelegt wird. Zwar wird damit der Jahrgang 2016 bei Clynelish eher selten werden, aber es gibt ja genug andere Jahrgänge, die über die Zeit hinweghelfen, in der Clynelish nicht produziert.

Das mag sich auch Serge Valentin gedacht haben, und setzte ein mehrteiliges Clynelish-Tasting auf seinen Kalender. Der neue NAS-Clynelish aus den Special Releases 2015 darf dabei natürlich auch nicht fehlen. Serge’s Meinung in aller Kürze: Gut, aber viel zu teuer. Hier die gesamten Wertungen der Verkostung:

  • Clynelish 1997/2013 (46%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, refill sherry hogsheads): 84 Punkte
  • Clynelish 18 yo 1996/2014 (46%, Berry Bros & Rudd, cask #6824): 87 Punkte
  • Clynelish 1997/2015 ‚Redcurrant Jus‘ (46%, Wemyss Malts, hogshead, 300 bottles): 88 Punkte
  • Clynelish ‚Select Reserve 2nd Edition‘ (56.1%, OB, Special Release, 2946 bottles, 2015): 90 Punkte
  • Clynelish 19 yo 1995/2015 (57.8%, The Single Malts of Scotland, hogshead, cask #932013, 254 bottles): 87 Punkte

Neu: Centenary Jack Ryan 15yo Single Malt

Nachdem wir wissen, dass wir auch jede Menge Fans von irischem Whiskey unter unseren Lesern haben, hier einmal eine Nachricht über einen neuen Iren, der wohl nur mit dem richtigen Jagdinstinkt zu ergattern ist: Der Centenary Jack Ryan 15yo Single Malt wird nämlich nur in einer Auflage von 500 Stück weltweit auf den Markt gebracht, 100 davon verbleiben in Irland. Dieser 15jährige Whiskey des unabhängigen Abfüllers Jack Ryan ist in Bourbon-Fässern gereift und mit 57.5% abgefüllt. Er feiert den hundertsten Geburtstag des Vaters der Familie Ryan. Die Flasche wird 90 Pfund kosten, berichtet The Whiskybusiness.com.

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SWA: Scotch verkauft sich schlechter, Single Malt besser

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Ziemlich gemischte Botschaften kommen für Scotch aus den neuesten Marktzahlen, denen sich heute einige Artikel in britischen Zeitungen und Magazinen widmen, so zum Beispiel der Express and Star, oder BBC. Während es laut SWA, der Scotch Whisky Association, für Scotch nach wie vor bergab geht, wenn auch gebremst (-3% im ersten Halbjahr 2015), hat sich in der gleichen Zeit Single Malt um 5% besser verkauft. Nach wie vor ist Single Malt nur ein kleiner Teil des Volumens bei Scotch, sodass die wirklich bessere Nachricht die Verlangsamung des Rückgangs bei Scotch darstellt.

Nachdem in den beiden ersten Halbjahren 2013 und 2014 die Rückgänge jeweils 11% betrugen, ist das Nachlassen des Abwärtstrends etwas, das Anlass zu Hoffnung geben kann, dass der langfristige Ausblick für schottischen Whisky sich wieder stabilisiert. Dementsprechend optimistisch gibt sich auch die SWA. Ihr Chef, David Frost, sagte, man sehe Zeichen von Wachstum und blicke optimistisch in die Zukunft.

Neu: Ballantine’s Hard Fired

Ab November in Polen und Frankreich, ab März 2016 dann auch in unseren Märkten und global erhältlich: Pernod Ricard hat heute eine neue Abfüllung für ihren Blend Ballantine’s angekündigt – Ballantine’s Hard Fired. Den Namen hat der Blend von der Tatsache, dass er in amerikanischen Oak Barrels gelagert wurde, die ein zweites Mal ausgekohlt (hard fired) wurden. Eine entsprechende Ankündigung findet sich heute unter anderem auf Drinks International.

Der mit 40% abgefüllte Scotch soll ca. 25% mehr kosten als der Ballantine’s Finest.

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Whisky im Bild: Wolfburn bringt ab Ostern 2016 62.000 Flaschen zur Erstabfüllung

Auf der Website von Wolfburn wurden heute die Echt-Bilder der ersten Wolfburn-Abfüllung gezeigt: Karton, Flasche, Label und Spirit in einem Bild.

Sehr offen ist man dort auch mit der Menge an Flaschen, die für die Erstabfüllung produziert werden: 62.000 Flaschen werden gefüllt werden. Verkaufsstart wird nach Ostern 2016 sein, also Anfang April.

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Edrington Global Travel Retail Group: Gute Performance und neue Whiskys

Sehr gut geht es Edrington Global Travel Retail Group – laut einem Bericht von TRBusiness.com hat die Gruppe excellent performt, mit Highland Park (+33%) und Macallan (+14%) als Top Performer. Beste Region waren die USA mit einem Plus von 40%.

Auch neue Produkte wurden angekündigt, darunter ein Highland Park, der letzte in der Warriors-Serie für Travel Retail: Highland Park King Christian I., für ca. 5.000 Euro pro tropfenförmiger Flasche.

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Auch von Macallan gibt es Neues, in Zusammenarbeit mit Lalique. Die The Macallan Golden Age of Travel Serie besteht aus fünf in Jahresabstand erscheinenden Decantern mit Reise-Motiven; der erste, der einen Ozeandampfer zeigt, wird 40.000 Dollar kosten (jeweils 48 sind im Travel Retail erhältlich, der Rest der (unbekannten) Auflage geht in den Fachhandel).

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Zu guter Letzt wäre da noch ein Cutty Sark 33yo, zu dem aber kein Preis genannt wurde.

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PR: Writerṣ Tears Copper Pot und Cask Strength 2015 (mit Tasting Notes)

Heute hat uns eine Pressemitteilung vom Bremer Spirituosen Contor zu zwei Produkten erreicht, die das Unternehmen in Deutschland repräsentiert: Writerṣ Tears Copper Pot, der redesignte Writerṣ Tears, und der neue Writerṣ Tears Cask Strength 2015 der Walsh Whiskey Distillery. Hier die Informationen:

Neues Design und neue limitierte Abfüllung

Neuigkeiten aus dem Hause Writerṣ Tears

Kurz vor Eröffnung der eigenen Whiskeybrennerei präsentiert die Walsh Whiskey Destillerie den vielfach ausgezeichneten Klassiker Writerṣ Tears im neuen Design und veröffentlicht zudem die auf weltweite 2.200 Flaschen limitierte Edition der Writerṣ Tears „Cask Strength 2015“.

Der bei Kennern beliebte und mit unzähligen internationalen Preisen dotierte Writerṣ Tears Whiskey ist eine großartige Vermählung von gereiftem Single Pot Still und Single Malt Whiskey. Die neue Bezeichnung „Copper Pot“ ist eine Hommage an die jahrhundertealte Handwerkskunst und Whiskeytradition der grünen Insel und soll betonen, dass der Whiskey dreifach in Kupferbrennblasen destilliert und ohne den Zusatz von Grain Whiskey abgefüllt wird. Die Walsh Whiskey Distillery möchte damit ihre tiefe Leidenschaft für Irish Whiskey noch mehr unterstreichen. Die Rezeptur des Klassikers blieb dabei natürlich unberührt.

Woody Kane, Marketing Manager der Walsh Whiskey Distillery, erklärt dazu:

„Auch wenn der Klassiker immer unverändert an der Spitze unserer Produktion stehen wird, müssen wir uns jedoch auch Gedanken um das zukünftige Sortiment machen. Um den Weg für weitere Qualitäten unter der Flagge von Writerṣ Tears zu bereiten, haben wir mit „Copper Pot” einen Begriff geschaffen, der unseren Klassiker noch besser beschreibt und als Inspiration für die nächsten Whiskeys aus unserem Hause dienen soll.”

Writerṣ Tears „Copper Pot“ wird der Kopf einer ganzen Reihe an neuen Whiskeys, die in Zukunft aus der irischen Spitzenbrennerei zu erwarten sind.

Den Anfang macht die streng limitierte Writerṣ Tears „Cask Strength Edition 2015“. Die besten und ältesten Fässer der Walsh Whiskey Distillery wurden in Fassstärke vermählt und in einzeln nummerierten Flaschen abgefüllt. Der Whiskey wurde nicht gefärbt, nicht kältegefiltert und mit 53% abgefüllt. Nur 720 Flaschen der weltweit 2.200 Flaschen sind auf dem deutschen Markt erhältlich.

Ebenfalls ist der Klassiker Writerṣ Tears „Copper Pot“ derzeit in einer limitierten Edition als Geschenkpackung mit zwei Tumbler-Gläsern erhältlich.

Writerṣ Tears „Copper Pot“ und Writerṣ Tears „Cask Strength Edition 2015“ sind ab November 2015 im gut sortierten Fachhandel erhältlich.

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Verkostungsnotizen Writerṣ Tears „Copper Pot“:

In der Nase offenbart sich eine wunderschöne Kombination von weichen Bourbon-Noten mit fruchtigen Noten im Hintergrund. Im Mund ist der Whiskey frisch und köstlich mit einer fantastischen Explosion von Honig und Gewürzen. Abgerundet wird das Geschmackserlebnis von einem komplexen Abgang mit trockenem Getreide, grünem Apfel und würzigem Ingwer.

Verkostungsnotizen Writerṣ Tears „Cask Strength 2015“:

Warme Holznoten und eine Fülle von Gewürzen erobern die Nase, gefolgt von hellen, eingelegten Früchten. Kraftvolle und äußerst delikate Gewürznoten füllen den Mundraum und werden von einer milden Süße und harmonischen Holznoten begleitet. Der überraschend lange Abklang ist würzig, mit Aromen von kandiertem Ingwer, feinen Eichenholznoten und einer trockene Süße.

Die Preise sind wie folgt angegeben:

  • Writerṣ Tears “Copper Pot”, 40,0%, 0,70 Ltr, UVP 35 €
  • Writerṣ Tears “Copper Pot” – Geschenkpackung mit 2 Gläsern, 40,0%, 0,70 Ltr, UVP 35 €
  • Writerṣ Tears “Cask Strength 2015“, 53,0%, 0,70 Ltr, UVP 89 €

Boann Distillery: Stills werden montiert

Von der neuesten irischen Destillerie, der Boann Distillery in Drogheda, haben wir bereits Anfang September berichtet (auch über den bereits angelaufenen Fassverkauf). Jetzt gibt es auf DroghedaLife.com einen Bericht über die Anlieferung und den Einbau der Stills. Die Bilder davon können wir aus Copyright-Gründen nicht bringen, aber folgen Sie einfach unserem Link, und Sie sehen die Prachtstücke, die aus Siena in Italien angeliefert wurden :-).

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Serge verkostet: Noch mehr Caol Ila

Weiter geht es bei Serge Valentin mit der Verkostung von Caol Ila, die er gestern begonnen hat (siehe hier). Diesmal sind es insgesamt 8 Abfüllungen, darunter auch einige über 25 Jahre – und die Jubiläumsabfüllung von mcwhisky.com. Los geht’s:

  • Caol Ila 10 yo 2005/2015 (56.4%, Gordon & MacPhail, for McWhisky, 233 bottles): 82 Punkte
  • Caol Ila 10 yo 2004/2015 (60.1%, Gordon & MacPhail, Cask Strength, sherry butts): 83 Punkte
  • Port Askaig ‚100° Proof‚ (57.1%, Specialty Drinks, +/-2015): 82 Punkte
  • Caol Ila 25 yo 1990/2015 (54.3%, Wilson & Morgan, Barrel Selection, oloroso finish, casks #4707-4708, 408 bottles): 90 Punkte
  • Caol Ila 30 yo 1984/2015 (50.5%, La Maison du Whisky, Artist #5, hogshead, 205 bottles): 90 Punkte
  • Port Askaig 30 yo (45.8%, Specialty Drinks, +/-2015): 90 Punkte
  • Caol Ila 31 yo 1983/2015 (48.1%, Signatory Vintage for The Whisky Exchange, cask #5294, 255 bottles): 88 Punkte
  • Caol Ila 2003/2015 (57.4%, Gordon & MacPhail, for Ramseyer, first fill bourbon, cask #302237): 83 Punkte

Whiskypilz: Diageo kann in den USA geklagt werden

Langjährige Leser unserer News-Site haben wahrscheinlich die Geschichte rund um die Probleme und Klagen in Bezug auf den Whiskypilz mitverfolgt (die Berichte dazu finden Sie hier). Es geht um eine Pilzart, die durch den Ethanolausstoß bei der Whiskyproduktion perfekte Bedingungen vorfindet und gerne auf Fassaden wuchert.

Zwei Unternehmen, Chivas und Diageo, sind nach unserem Wissensstand von Anwohnern mit Klagen wegen dieser Pilze konfrontiert, Diageo allerdings hat gegen die Klage Einspruch eingelegt, da sie ihrer Meinung nach unter dem Clean Air Act in den USA nicht verpflichtet sei, die Abluft der Produktion so zu reinigen, dass der Pilz nicht entstehen könne. Zudem hat man sich auf den Standpunkt zurückgezogen, der Pilz sei im entsprechenden Klima ohnehin natürlich vorkommend.

Zumindest die Berufung auf den Clean Air Act wurde, laut einem Bericht auf Whiskycast, der natürlich noch wesentlich ausführlicher ist als diese Zusammenfassung, nun von einem Gericht zurückgewiesen, sodass der Prozess gegen Diageo weiter gehen kann. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich die Sache entwickelt, denn solche Prozesse haben zumeist Signalwirkung, egal, wie sie ausgehen…

Ein von Baudoinia compniacensis, dem "Angel's Share-Pilz" befallenes Whiskylagerhaus in Willowyard, Beith, North Ayrshire, Schottland. Bild von Rosser1954 Roger Griffith, CC-Lizenz.
Ein von Baudoinia compniacensis, dem „Angel’s Share-Pilz“ befallenes Whiskylagerhaus in Willowyard, Beith, North Ayrshire, Schottland. Bild von Rosser1954 Roger Griffith, CC-Lizenz.

12jähriger Whisky aus der Meißner Spezialitätenbrennerei

Auch in Sachsen wird Whisky erzeugt, und das schon seit einiger Zeit. Ein 12jähriger Whisky aus der Meißner Spezialitätenbrennerei ist das Ergebnis dieser Tradition, und ab morgen kommt er zum Verkauf.

Die Sächsische Zeitung berichtet in ihrer Online-Ausgabe darüber, und sie tut es mit einem ausführlichen Artikel, der sich dem Thema mit Sachverstand und Liebe zum Whisky nähert. Hier ein Ausschnitt daraus, quasi als kleiner Appetitanreger:

360 Liter Maische fasst die Brennblase, ein kupferfarbener Kessel mit runder Luke. Ab rund 78 Grad steigt Alkohol als Dampf auf. In mehreren Etappen geht er durch den Verstärker, eine Art chromfarbener Zylinder auf der Blase. Anschließend werden die Dämpfe gekühlt und wieder verflüssigt. Was dann aus dem Brenngerät tropft, muss getrennt werden: in Vorlauf, Mittellauf und Nachlauf. Der Vorlauf ist qualitativ minderwertig. Den Mittellauf mit all seinen Aromastoffen entnimmt Hennig als Destillat. Der Nachlauf wird nochmals gebrannt.

Praktisch könnte die Geschichte hier enden. Mit Wasser gemischt , wäre der Mittellauf schon für einen kräftigen Rausch zu gebrauchen. Nur dürfte es den Whisky-Kenner dabei schütteln. Dessen Geschmack verlangt, dass der Whisky nach dem Brennen in Holzfässern gelagert wird. EU-Regeln schreiben dafür mindestens drei Jahre vor. „Jeder Whisky, der länger lagert, ist edel und Kult“, sagt Siegbert Hennig. Deshalb habe er 2002 mit Kollegen in einer feucht-fröhlichen Runde beschlossen, den ersten im Freistaat Sachsen gebrannten Whisky mindestens zehn Jahre im Fass reifen zu lassen.

Mehr über die Brennerei und die Sonderausgabe, und vor allem, wo und wie man sie beziehen kann, finden Sie im verlinkten Artikel.