Blogrundschau: Internationale Verkostungsnotizen

Die vorweihnachtliche Newsflaute bei Whisky hat mittlerweile eingesetzt, die Unternehmen haben ihre Armeen fürs Weihnachtsgeschäft bereits in die Schlacht geworfen – die Flut an Pressemitteilungen lässt nach. Bei den Whiskyenthusiasten sieht es anders aus; ihre Begeisterung für das Wasser des Lebens ist weniger saisongesteuert. Aktuelle Verkostungsnotizen findet man immer und überall – und eine Sammlung derselben haben wir heute für Sie zusammengestellt:

  • Der Österreicher Klaus Doblmann nimmt sich auf Dokla.net den Laphroaig Select zur Brust – mit wenig Begeisterung.
  • Tastenote.se aus Schweden hat den Caol Ila 30yo aus der diesjährigen Special Release von Diageo verkostet (englische Version unter der schwedischen) – und man findet den Whisky trotz seines Preisschilds von 500 Euro preiswert.
  • Der Yamazaki „Raspberry Imperial Stout“ der SMWS (119.14) landete bei The Malt Desk aus Dänemark im Glas – die Freude über ihn ist deutlich merkbar.
  • Aus Holland berichtet Loving Whisky über den Benromach 10yo – man findet ihn gut, aber nicht herausragend. Merkbar besser wird dort  der Benromach 100% Proof aufgenommen.
  • Und in Israel berichtet Whiskygospel über den Hibiki 17yo – er wird zwar nicht definitiv benotet, aber definitiv gemocht.

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Neu: Das perfekte Whiskey-Glas

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Cardinal Spirits

Zum perfekten Genuss gehört das perfekte Glas. Viele Hersteller entwickelten verschiedene Formen und Konzepte, und die individuellen Vorlieben von uns Whisk(e)y-Genießern und -innen sind so vielfältig wie das Angebot an unterschiedlichen Trink-Gefäßen.

Ein neues Glas-Konzept bietet die US-amerikanische Firma Cardinal Spirits an. Es wurde von ihrem Freund David Hill entdeckt. Jahrelang forschte er in Schottland nach dem perfekten Glas, welches Nase und Geschmack am besten präsentieren kann.

Und nicht nur uns kommt es irgendwie bekannt vor. Laut Hurriyet Daily News sind einige türkische Teetrinker darüber verärgert, dass „ihr“ traditionelles Teeglas nun als das perfekte Whiskey-Glas vermarktet und verkauft wird. Und zu recht wird in diesem Artikel darauf hingewiesen, dass ein solches Glas mit einer schmalen Taille auch für einen Bruchteil der 25 $ erhältlich ist, die Cardinal Spirits dafür aufruft. Und David Hill muss sich fragen lassen, ob er nicht, um an diese Erkenntnis zu gelangen, einfach das falsche Land bereist hat.

Video: 25min Laphroaig-Tour mit Distillery Manager John Campbell

Fürs Wochenende haben wir wieder ein schönes, etwas längeres Video vorbereitet: Eine Laphroaig-Distillery Tour mit Distillery Manager John Campbell. Das Video zeigt wirklich fast jede Facette der Destillerie, von der Wasserquelle bis zum fertigen Produkt, und wurde im letzten Jahr aufgenommen. Leider nicht in hoher Auflösung, was aber der Qualität des Videos keinen Abbruch tut. Zur besseren Verständlichkeit ist es übrigens auch englisch untertitelt. Viel Vergnügen damit auf Youtube oder gleich hier:

Der Johnnie Walker Whisky-Schuh

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Nachdem Johnnie Walker schon gemeinsam mit dem Tweed-Hersteller Harris Tweed Hebrides die Entwicklung eines Stoffes mit Whisky-Duftnoten begonnen hat (wir berichteten), wird jetzt für eine angemessene Fussbekleidung des stilbewussten modernen Whisky-Afincados gesorgt. In Zusammenarbeit mit dem Schuhmacher Oliver Sweeney wurde ein klassischer Oxford Brogue entwickelt. Der handgefertigte Schuh aus Kalbsleder hat jeweils im Absatz ein kleines Fach für ein Miniatur-Fläschchen Johnnie Walker Red Label. Nur 130 Paare wurden gefertigt, der Preis beträgt 355,00 €. Bestellt werden können diese Schuhe im Oliver Sweeney Online-Shop bestellt werden.

In einem Video (auch bei Youtube zu sehen) erklärt Tim Copper den Schuh und die Idee dahinter.

Video von Laphroaig: Tritt der Gaul Dir ins Maul…

So, jetzt bitte festhalten: Laphroaig hat Whiskyfreunde gefragt, wie Laphroaig schmeckt – und die Antworten gibts nun von einem Chor gesungen, zu den Melodien bekannter Weihnachtslieder. Das ist nicht nur witzig, sondern sehr, sehr witzig. Und: Man kann mitmachen und drauf hoffen, dass auch die eigene Meinung im Chor zurückschallt. Wie zum Beispiel jene, von Kim Jeffer: Laphroaig ist so, als würde Dich ein Pferd ins Gesicht treten, das zuvor durch ein Moor galoppiert ist.

Lachen Sie mit uns – die nächsten knapp 2 Minuten sind zum Schreien komisch, entweder gleich hier oder auf Youtube 🙂

Serge verkostet: Vier Abfüllungen aus Glen Elgin

Glen Elgin ist immer wieder für eine Überraschung gut. Die zwölfjährige Standardabfüllung der Speyside-Destillerie ist solide, wenn auch nicht herausragend, aber schon die Special Release von vor einigen Jahren, der Sechzehnjährige, war durchaus bemerkenswert in seiner geschmacklichen Intensität. Serge Valentin, der heute vier Abfüllungen aus dieser Destillerie verkostet hat, beschreibt ihren Charakter treffend mit „neben der Speyside-Fruchtigkeit auch von solidem Highland-Charakter“. Hier die Abfüllungen und deren Bewertungen:

  • Glen Elgin 17 yo 1997/2014 (46%, Orcines, cask #1651): 82 Punkte
  • Glen Elgin 22 yo 1991/2014 (51.3%, Hart Bros, Finest Collection): 82 Punkte
  • Glen Elgin 38 yo (48.2%, Monnier Trading, Fighting Fish, bourbon, 172 bottles, 2013): 87 Punkte
  • Glen Elgin 30 yo 1972/2002 (50%, Douglas Laing, Old Malt Cask, 276 bottles): 90 Punkte
Glen Elgin, Foto von Christopher Gillan, CC-Lizenz
Glen Elgin, Foto von Christopher Gillan, CC-Lizenz

WhiskyCast in Schweden

Whisky in Schweden erfreut sich schon seit Jahren einer großen Popularität, und viele Menschen dort haben eine große Leidenschaft für dieses Getränk entwickelt und leben diese intensiv. Neben den unzähligen Whisky Clubs gibt es Schweden mittlerweile auch einige Whisky-Brennereien. Mark Gillespie nimmt uns mit seinem WhiskyCast mit auf eine Tour nach Skandinavien und stellt uns zwei Destillerien vor. Wir beginnen die Reise am nördlichen Polarkreis und besuchen die Box Destilleri. In einem ehemaligen Kraftwerk-Gebäude wird sowohl ungetorfter-fruchtiger als auch getorfter Whisky hergestellt – unter Zuhilfenahme des möglicherweise kältesten Kühlwassers in der Whiskywelt.

Danach legt Mark Gillespie noch einen Stopp bei der ältesten Whisky-Destillerie Schwedens ein. In Gävle produziert die mittlerweile auf der ganzen Welt bekannte Brennerei Mackmyra seit 1999.

Das Video finden Sie bei Youtube oder wie gewohnt und deshalb eigentlich nicht mehr erwähnenswert, unter unserem Newsbit.

Exklusiv: 3x Land of Whisky Bildkalender gewinnen

Das ganze Jahr Schottland – mit Whiskyexperts können Sie jetzt einen von 3 DIN A4-Kalendern von Michael Schmidt gewinnen und sich so wunderschöne Bilder aus dem Land des Whiskys und unserer Träume nach Hause holen. Michael Schmidt hat uns freundlicherweise drei seiner „Land of Whisky 2015-Kalender“ zur Verfügung gestellt – und Sie haben jetzt die Chance, einen davon zu gewinnen.

Hier ein paar Impressionen aus dem Kalender:

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Das Kalenderdesign mit englischsprachigem Kalendarium entstand in Zusammenarbeit mit dem Wiesbadener Grafiker Ulrich Klein, der das Atelier K.Design leitet. Der Kalender im Format DIN A4 (ISBN 978-3-00-047230-5) kostet 12,95 Euro, die brandneue DIN A3-Version (ISBN 978-3-00-047232-2) 19,95 Euro. Erhältlich ist er im Buchhandel, im Whiskyfachhandel oder direkt bei Michael Schmidt unter der Homepageadresse www.schmidt-punkt.de.

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Und so können Sie einen dieser drei wunderschönen Kalender gewinnen:

1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Auf der Insel Mull finden wir welche Destillerie?

a) Tobermory
b) Toblerone

2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net

Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 19. Dezember 2014, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Preise.

Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Teilnahmebedingungen:

Am Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 19. Dezember 2014, 23:59. Die Gewinner werden am 20. Dezember auf unserer Webseite bekanntgegeben. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts  sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden. 

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Wir wünschen Ihnen viel Glück beim Mitmachen.

Herzlichst,
Ihr Whiskyexperts-Team

Neuer Distillery Manager bei Tamdhu

Mehr als 40 Jahre lang war Sandy Coutts in den Diensten der Destillerie Tamdhu (die nun zum unabhängigen Abfüller Ian Macleods Distillers gehört, so wie Glengoyne) tätig, zuletzt als Distillery Manager – nun wird er in den verdienten Ruhestand treten. Sandy McIntyre wird ihn in dieser Position ersetzen.

Sandy McIntyre kommt von Diageo und hat dort in verschiedenen Positionen bei Burghead & Roseisle Maltings, Glenlossie und Mannochmore Distilleries sowie bei der  Glen Spey Distillerie gearbeitet. Bei Tamdhu wird er für alle Bereiche der Destillerie im Tagesgeschäft, wie zum Beispiel die Produktion, Human Ressources oder Lagerhaltung zuständig sein.

Sandy Coutts und Sandy McIntyre. Foto: Tamdhu Distillery
Sandy Coutts und Sandy McIntyre. Foto: Tamdhu Distillery

Neue Springbank-Homepage

Sie hatte den Charme der Jahrtausendwende und auch deren Übersichtlichkeit, jetzt hat man bei Springbank das alte Homepage-Design in den Ruhestand geschickt und die Seiten komplett überarbeitet. Dabei ist das Kunststück gelungen, nicht mit dem gewohnten Look komplett zu brechen sondern dem Besucher ein gewisses Gefühl von Heimat zu geben. Die neue Homepage ist soweit ganz gut gelungen, finden wir. Herzlichen Dank an unseren Leser Simon Weiß, der uns auf die Änderungen aufmerksam gemacht hat.

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Serge verkostet: Cragganmore Special Edition und 12yo

Die neue Special Edition aus der Destillerie Cragganmore von Diageo, und der ganz normale Zwölfjährige (allerdings aus 2005) – das sind die beiden Abfüllungen, die Serge Valentin heute verkostet. Die Standardabfüllung kostet ca. ein Zehntel des Fünfundzwanzigjährigen – wie ist der Unterschied im Geschmack und in der Qualität? Laut Serge merkbar, aber ohne eklatante Ausreisser nach oben oder unten. Beide bewegen sich für ihn im 80er-Wertungsraum und beweisen damit erneut, dass Preis nicht zwingend ein lineares Verhältnis zu Qualität haben muss:

  • Cragganmore 12 yo (40%, OB, +/- 2005): 80 Punkte
  • Cragganmore 25 yo 1988/2014 (51.4%, OB, Special Release, refill American oak, 3372 bottles): 88 Punkte

Cragganmore

Laphroaig Quartercask Geschenksets: Die Gewinner

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Unsere Glücksfee hat diesmal in einem See von virtuellen Teilnahmekarten baden dürfen – vielen Dank an alle unsere Leser fürs Mitmachen. Mittels Zufallszahlen haben wir die drei Gewinner ermittelt – und aus unserer Datenbank wissen wir, dass alle drei treue Leser von Whiskyexperts sind und schon jeweils an einem anderen Gewinnspiel teilgenommen haben. Auch für diese Treue vielen Dank!

Was uns besonders freut, auch wenn es dem Zufall zu verdanken ist: es gibt jeweils einen Gewinner aus Deutschland, aus Österreich und der Schweiz – und diese drei glücklichen Gewinner sind (Trommelwirbel):

  • Armin Lechler aus Freiberg / Deutschland
  • Philipp Wildberger aus Talheim bei Wels / Österreich
  • Tom Luterbacher aus Zürich / Schweiz

Wir werden die Postadressen unserer Gewinner an Beam Austria weiterleiten, und von dort aus werden die Geschenksets versendet – aller Voraussicht nach noch rechtzeitig für Weihnachten.

Und schon morgen startet unser letztes Gewinnspiel vor Weihnachten und damit eine neue Chance für unsere Leser.

Bis dahin,
Ihr Whiskyexperts-Team

Ralfy’s Video Tasting #507: Mortlach 26yo Adelphi

In seiner heutigen Videoverkostung hat Ralfy einen durchaus besonderen Tropfen im Glas: aus einer für ihren speziellen Geschmack bekannten Destillerie, von einem für seine Qualität hochgelobten unabhängigen Abfüller und in einem für die Destillerie durchaus beachtlichen Alter. Der Mortlach 26yo von Adelphi birgt alles in sich, um etwas Herausragendes zu sein. Und tatsächlich: mit 93 aus 100 Punkten kann diese Abfüllung auch in der Wertung höchstes Lob einheimsen. Warum und was an diesem Mortlach so besonders ist, sehen Sie in dem fast 20 Minuten langen Video auf Youtube oder gleich hier bei uns:

Der Whisky-Boom und Frauen

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massan

Dass der Konsum von Whisk(e)y in den letzten Jahren weltweit gestiegen ist, liegt u.a. auch daran, dass der Genuss dieses Getränks für Frauen attraktiver wurde. In Japan stieg der Verkauf von Nikka Whisky in den letzten drei Monaten um 50%. Als Grund hierfür wird auf The Spirits Business der Start der Serie Massan genannt. In einer sehr freien Form wird hier die Geschichte von Masataka Taketsuru, seiner Frau Rita und dem ersten japanischen Whisky erzählt (wir berichteten). Die 15-minütige Sendung, die an sechs Tagen der Woche um 8:00 Uhr morgens im japanischen Fernsehen zu sehen ist, erfreut sich bei den japanischen Hausfrauen einer sehr großen Beliebtheit (auf Youtube ist der Trailer dieser Soap zu finden). Als Reaktion auf den Erfolg der TV-Serie bringt Nikka ihren Black Nikka Blended Whisky wieder auf den Markt, die UVP wird bei ¥ 1.700, knapp 12 € liegen. Konkurrent Suntory kündigt die Wiederveröffentlichung des Kakubin 1937 an und kann den Preis von Nikka noch um ¥ 400 unterbieten.

Der Zugang von Frauen zum Whisk(e)y kann sich auch ein wenig anders vollziehen. CBS berichtet über eine gestiegene Nachfrage von Whisky bei Frauen, entweder pur oder als Teil eines Cocktails. In ihrem Bericht porträtieren sie einen Frauen-Whisky-Club in New Yorks Upper East Side und prophezeien eine stärkere Rolle von Frauen auf und in dem Gebiet Whisky.

Ein Blick in die Liste der diesjährigen Icons of Whisky Scotland bestätigt diese These. Distillery Manager of the Year ist Georgie Crawford von der Lagavulin Distillery. Herzlichen Glückwunsch!