Seit 1824 produziert Old Fettercairn in den Highlands Whisky – aber trotz dieser langen Geschichte zählt die Destillerie nicht unbedingt zu den Berühmtheiten. Drei Abfüllungen aus ihr hat Serge Valentin heute verkostet, und die Bandbreite der Bewertungen ist diesmal doch beachtlich – von „naja“ bei einer NAS-Abfüllung bis hin zu „aber hallo“ bei einem Unabhängigen:
Fettercairn ‚Fasque‘ (42%, OB, +/-2014): 78 Punkte
Fettercairn 24 yo 1990/2014 (46.4%, The Whisky Agency, Liquid Library, hogshead, 120 bottles): 84 Punkte
Fettercairn 12 yo 1980/2012 (58.6%, Cadenhead, Authentic Collection, 150th Anniversary): 89 Punkte
Fettercairn Destillerie – zur Bacardi-Gruppe gehörig, Foto von Stanley Howe, CC-Lizenz
Jetzt aber schnell, denn nur noch heute haben Sie die Möglichkeit, sich mit Whiskyexperts und Laphroaig (und etwas Glück) die Weihnachtsfeiertage etwas torfiger und rauchiger zu gestalten: Gewinnen Sie eines von drei Geschenksets, bestehend aus einer Flasche Laphroaig Quarter Cask (übrigens unser Whisky des Monats Oktober) und einem exklusiven Nosing Glas. Das Geschenkset wurde uns von Beam Austria zur Verfügung gestellt und ist offiziell nicht im Handel erhältlich, sondern eigentlich für die Gastronomie reserviert – aber wir finden, es ist zu gut, um es unseren Lesern vorzuenthalten ;-).
Wir haben über den Laphroaig Quarter Cask geschrieben: Dieser mit 48% abgefüllte Whisky kommt ohne Altersangabe daher und kann seine Jugend nicht verhehlen – aber gerade bei den Islay-Whiskys ist Jugend oft eine Tugend. Durch die Lagerung in Quarter Casks, also relativ kleinen Fässern, konnte er in der Zeit seiner Reifung jede Menge Intensität gewinnen. Zwar geht solche Turbo-Reifung immer ein wenig auf Kosten der Komplexität, dafür ist er aber ein komprimierter, eindrucksvoller Whisky: In der Nase intensiv und dreckig, voller Dampflok-Rauch und Teer, mit der Frische einer Zitrone. Am Gaumen dann zieht er von der Süße des Gerstenmalzes über eine Fruchtigkeit hin zum rauchigen Körper alle Register. Das Finish ist mittellang und sehr torfig, und in ihm zeigt er nochmals das Typische von Laphroaig.
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Und so können Sie eines dieser drei exklusiven Geschenksets gewinnen:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Auf welcher Insel liegt die Destillerie Laphroaig?
a) auf Rügen
b) auf Islay
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 10. Dezember 2014, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Preise.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Am Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 10. Dezember 2014, 23:59. Die Gewinner werden am 11. Dezember auf unserer Webseite bekanntgegeben. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Beam Austria sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden.
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Wir wünschen Ihnen viel Glück beim Mitmachen und freuen uns schon darauf, diese wunderbar rauchigen Whiskys einigen unserer Leser unter den Weihnachtsbaum legen zu können.
Im Südkurier findet man heute einen Artikel über die Brennerei Marder aus Albbruck-Unteralpfen, über die wir ja schon im vorigen Jahr einen kurzen Beitrag brachten. Anlass für den Artikel ist der Erfolg des Brennmeisters Stefan Marder bei der Interwhisky in Frankfurt, wo sein Lebenswasser unter 55 deutschen Whiskys den zweiten Platz belegen konnte. Man erfährt ein wenig über die Fassbeschaffung und die ebenfalls dort stattfindende Gin-Produktion.
Safora Nowrouzi und Travis Williams entschieden sich unabhängig von einander im letzten Monat zum Kauf einer Flasche Maker’s Mark. Williams bezahlte in San Diego $ 32,99, Nowrouzi im Los Angeles County $ 58,99. Wie bei NBC San Diego zu lesen, haben beide am letzten Freitag eine Sammelklage gegen Maker’s Mark eingereicht und fordern einen Schadensersatz in Höhe von mehr als 5 Millionen Dollar.
Man mag vielleicht zuerst vermuten, dass der unterschiedliche Kaufpreis der Grund der Klage wäre. Es ist aber die Bezeichnung „Handmade“, die auf dem Label des Bourbons aus Kentucky zu lesen ist. Intensive Recherchen der beiden führten sie zur Erkenntnis, dass der Herstellungsprozess dieses Whiskys in mechanisierten / automatisierten Prozessen ohne oder mit wenig menschlicher Überwachung, Unterstützung oder Beteiligung von statten geht. Deshalb, so schlussfolgern sie in der Klageschrift, ist die Bezeichnung „Handmade“ eine irreführende Werbung. Sie tätigten ihre Käufe unter der Annahme, dass es sich bei Maker’s Mark um einen Whiskey von höchster Qualität mit der Eigenschaft „Handgemacht“ handelt und dies den exponentiell höheren Preis im Vergleich zu anderen ähnlichen Whiskeys rechtfertigt.
NBC San Diego zitiert Clarkson Hine, einen Sprecher vom Beam Inc., dem Eigentümer von Maker’s Mark: „Wir werden uns bei diesem Fall entschieden zur Wehr setzen, und wir sind zuversichtlich, dass wir uns durchsetzen.“
Wir von Whiskyexperts werden diesen Fall weiter verfolgen und prüfen derweil das Klagepotential in unseren Whisky-Vitrinen.
Direkt von der kürzlich eröffneten Kingsbarns-Distillery haben wir diese vier Bilder erhalten, die am Tag der Eröffnung entstanden sind und uns die neue Destillerie sowie die Akteure dahinter zeigen. Ab sofort ist auch das Besucherzentrum für die Öffentlichkeit zugänglich – und wenn Sie auf ihrer nächsten Schottlandreise in der Gegend vorbeikommen, sollte Sie einen Abstecher zu diesem umgebauten Farmhouse machen…
Die offizielle Eröffnung durch Douglas Clement (links) und William Wemyss (rechts)“William Wemyss (links) und Douglas Clement (rechts) heben das Glas auf ihre neue Destillerie
Für Ardbeg-Fans muss Serge Valentin’s Verkostung von heute entweder der Himmel oder die Hölle sein – je nachdem, ob man sich vorstellt, sie selbst gemacht zu haben oder nicht. Er verkostet heute sieben Abfüllungen aus der Islay-Destillerie, darunter auch den Ardbeg Kildalton, der eher durch seine Distributions- und Preispolitik Schlagzeilen gemacht hat als durch die gute Sache, die er unterstützt. Er wird von Serge übrigens eher zurückhaltend bewertet. Hier die Abfüllungen:
In Lynchburg, Tennessee, steht die Produktionsanlage von Jack Daniels. Und die wird gerade um 108 Millionen Dollar ausgebaut. Grund genug für The Tennessean, sich mit Master Distiller Jeff Arnett auf einen Lokalaugenschein zu begeben und die Baustelle sowie die Destillerie zu besuchen. Wenn der Ausbau (der eigentlich ein kompletter Zubau ist) vollendet sein wird, wird er die Kapazität der Destillerie um 20% erhöhen. Der Artikel, der nur für Leute, die The Tennessean noch nicht oft besucht haben (aber wer hat das von uns schon), frei zugänglich ist, und ansonsten hinter einer Paywall liegt, enthält auch zwei Videos.
Jack Daniel’s – die Filterung durch Aktivkohle. Bild: Jack DanielsDas Besucherzentrum. Bild: Jack Daniels
In den Highlands ist Schnee gefallen, und besonders malerisch sieht das immer bei der Destillerie Tomatin aus. Hier zwei Bilder, die uns hier auf dem Kontinent in richtige Winterstimmung versetzen können. Alle Bildrechte bei der Tomatin-Distillery.
Eine der weniger im Rampenlicht stehenden Destillerien in der Speyside ist Linkwood. Die erste, nur mehr sporadisch im Betrieb befindliche, zählt zu den ältesten legalen Brennereien, die neue (gebaut 1971) ist zusätzlich dazu entstanden. Linkwood geht hauptsächlich in Blends wie Johnnie Walker und White Horse. Serge Valentin hat heute einige Abfüllungen aus dieser interessanten Destillerie verkostet, hier die Ergebnisse:
Linkwood 12 yo (40%, OB, John McEwan, white label, 75cl, +/-1980): 85 Punkte
Linkwood 13 yo 1994/2014 (46%, Orcines, cask #11970): 82 Punkte
Linkwood 14yo 1972/1987 (61.6%, Gordon & MacPhail): 86 Punkte
Linkwood 2000/2014 (55.8%, Malts of Scotland, refill sherry butt, cask #MoS 14025, 606 bottles): 80 Punkte
Linkwood 27 yo 1987/2014 (47.3%, Whisky Agency, The Perfect Dram, rum finish, 179 bottles): 87 Punkte
Linkwood 28 yo 1985/2014 (53.4%, Signatory Vintage for The Whisky Exchange, hogshead, cask #4538, 161 bottles): 85 Punkte
Linkwood 1984/2014 (49.2%, The Whisky Agency, hogshead, 174 bottles): 89 Punkte
Linkwood Destillerie. Bild von Christopher Gillan, CC-Lizenz
Um einen Blend geht es in Ralfy’s neuester Video Review mit der Nummer 506: Er verkostet den zwölfjährigen Legacy Scotch von Dewar’s (nicht zu verwechseln mit der Dewar’s Legacy Collection) – einem der bekanntesten Blend-Produzenten auf der Insel. Ralfy findet ihn gut, aber nicht ganz das, was er persönlich liebt – daher ein eher verhaltenes Rating von 84/100. Seine Tasting Notes, seine Anmerkungen dazu und sonstige Gedanken rund um Whisky und die Whiskyindustrie wie immer im vierzehnminütigen Video auf Youtube oder gleich hier bei uns:
Auf der Website der Destillerie Arran findet man einen Eintrag über das Redesign der Cask Finish Serie, das 2015 in den Shops eintreffen wird (und sich dem generellen neuen Design der Abfüllungen angleicht). Betreffen wird es alle drei Abfüllungen der Serie: Amarone Finish, Sauternes Finish und Port Finish. Der Inhalt wird natürlich unverändert bleiben.
Das Video „Das ist NICHT Lagavulin„, welches Diageo zusammen mit dem Schauspieler Nick Offerman im Rahmen ihrer Kampagne „My Tales of Whisky“ produzierte, erfreute sich am Freitag auf unserer Seite sehr großer Beliebtheit. Manche mögen bemängeln, dass es auf Nicks Reise von Los Angeles nach Islay zu einigen geographischen Ungereimtheiten gekommen ist. Dies ist aber kein Dokumentarfilm, ebenso wenig wie das Video „The Makers of Oban„, in dem Nick Offerman die Geschichte und die Menschen der Destillerie Oban vorstellt. Und erst dadurch wird es äußerst amüsant.
Über das Projekt Time & Oak Whiskey Elements hatten wir schon Anfang Oktober berichtet: Mittels speziell präparierter Holzstäbe soll Whisky/Whiskey innerhalb von 24 Stunden nachreifen und durch verschiedene Geschmacksprofile ergänzt werden. Die Suche nach Investoren auf Kickstarter verlief äußerst erfolgreich. Laut heise.de kamen knapp 195.000 US-Dollar zusammen – mehr als zehnmal soviel wie eigentlich benötigt.
Auf der Website des Startup-Unternehmens www.timeandoak.com stehen verschiedene Produkte zur Auswahl, unter anderem versprechen die SCOTCH ELEMENTS, durch ihren Einsatz den Whisky weicher werden zu lassen und ihm Noten von Rauch und Eiche beizufügen. Der Versand dieser Stäbchen erfolgt weltweit.
Ein Video der Launch Party (auf Youtube und unter unserem Newsbit) dokumentiert die Verfahrensweise und die Begeisterung der Zielgruppe – eine andere Reaktion in diesem Video hätte uns auch sehr gewundert.
Es geht los – laut einem Bericht von pressandjournal.co.uk haben die Bauarbeiten an der 100 Millionen Pfund teuren neuen Macallan-Destillerie gestern offiziell begonnen. Die Arbeiten an der Baustelle bei Craigellachie werden von der in Elgin ansässigen Robertson Gruppe ausgeführt.
Im Jahr 2017 soll die von dem Architektenbüro Rogers Stirk Harbour + Partners (RSHP) entworfene Anlage dann auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein.