Dass die Amerikaner nicht nur feinen Bourbon, sondern auch durchaus erwähnenswerten Single Malt herstellen können, hat sich in Genießerkreisen ja schon herumgesprochen – und auch in unseren Landen finden sich immer mehr Whiskyfreunde, die einen Blick über den Tellerrand hinaus wagen. Auf Gizmodo finden solche nun einen englischsprachigen Leitfaden für die ersten Schritte in die Gefilde der amerikanischen Single Malts, und wenn auch die vorgestellten Whiskeys nicht sehr leicht bei uns zu bekommen sind, sind sie geschmacklich unserer Meinung nach die Mühe des Suchens wert. Vorgestellt werden unter anderem der Few Single Malt Whiskey oder der Texas Single Malt Whiskey aus der durch die Causa Chip Tate ins Gerede gekommenen Balcones Distillery.
Stills treffen in der Teeling Distillery ein
Jack Teeling hat uns ein Bild geschickt, auf dem man die Ankunft des Pot Stills in der gerade im Werden befindlichen Teeling Distillery in Dublin zeigt. Es ist einer von drei, die gestern eintrafen und, so Jack, einen Meilenstein nicht nur für die Destillerie, sondern auch für die Familie darstellen.
Die Stills wurden in Siena von Frilli Impianti hergestellt, ein Unternehmen, das seit 1912 Brennblasen erzeugt. Sie reisten 2275 Kilometer nach Dublin und wurden dort zusammen gebaut. Gemeinsam werden sie jährlich 500.000 Liter Alkohol brennen können.
Wir werden den Fortschritt der Destillerie natürlich weiter für unsere Leser verfolgen.
Gewinnspiel-Nachlese: Der Hauptgewinn von woodys.cc ist angekommen
Unser Leser Jochen Weiler aus Ludwigshafen hat ja den Hauptpreis bei unserem Gewinnspiel, das wir gemeinsam mit Woodys.cc veranstalteten, gewonnen. Und er hat uns ein Foto mit folgenden Zeilen geschickt:
auf diesem Weg möchte ich mich bei Ihnen und Ihrem Team ganz herzlich für den Gewinn bedanken, der inzwischen bei mir eingetroffen ist – s. das angehängte Bild, auf dem auch gut zu erkennen ist, von welchem Fass das Holz für den Füllhalter stammte:)
Gerne geschehen! Und wer jetzt Appetit auf so ein wunderschönes Schreibgerät (oder eines der anderen Unikate von Woodys.cc) bekommen hat, der kann noch bis Ende Dezember den exklusiven Gutschein für Whiskyexperts-Leser nutzen, den Sie nach dem Bild finden:
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Ihr Rabattgutschein für woodys.cc
Exclusiv für Whiskyexperts-Leser hat uns woodys.cc einen Gutscheincode über -15% für alle Einkäufe im Webshop ab 50 Euro zur Verfügung gestellt. Er lautet:
WE-2014-15
Bitte geben Sie diesen Code während des Bezahlvorganges ein.
„Einmaliger Gutschein über 15% Nachlass (ab 50,– Euro Bestellwert ohne Versandkosten) für alle Leser von „Whiskyexperts“ (gültig bis 31.12.2014); nicht kombinierbar mit anderen Aktionen.“
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The Highland Herold: Winterausgabe 2014 zum Download
Die mittlerweile schon 25. Ausgabe des Highland Herolds ist erschienen. Das kostenlos im Fachhandel ausliegende Magazin wartet in diesem Winter mit folgenden Themen auf:
- Breaking a Dogma: Thomas Zilm erklärt uns, warum es gar nicht verwerflich ist, auch einen Scotch mal auf Eis zu legen und vielleicht sogar noch mit Soda aufzufüllen.
- Blindverkostungen: Notizen zu acht preisgünstigen Produkten bis etwa 50 Euro je Flasche.
- Kochen mit Whisky: Johanna Weigand und Jan Steinhauer beschäftigen sich mit der Geschichte und den kulinarischen Varianten des Fudge.
- Distillery Boom: Ernst Scheiner hat mit den Machern bei Wolfburn, Glen Turner und Ballindalloch gesprochen.
- Feine Holzarbeiten: Wenn Whiskyfässer ausgedient haben, werden sie entsorgt, oder? Nicht immer, manchmal entstehen aus den alten Dauben auch handgefertigte Schreibgeräte und Schmuckstücke.
Das PDF kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
Video: Das ist NICHT Lagavulin
Etwas Unterhaltsames zum Einläuten des Wochenendes: Wie beweist man einem amerikanischen Bartender seinen Verdacht, dass das, was man von ihm eingeschenkt bekommen hat, KEIN Lagavulin ist? Schauspieler Nick Offerman hat da, in Zusammenarbeit mit Diageo, eine Idee – und sie liefern uns ein ziemlich witziges Video. Anschauen, lachen, teilen 🙂
Serge verkostet: Bowmore. Das Finale.
No more Bowmore. Zumindest bei Serge Valentin. Und zumindest in allernächster Zeit. Denn mit dem sechsten Teil endet heute der Reigen der Bowmore-Verkostungen, die uns die letzten Tage begleitet haben. Und einige wirds heuer noch geben, schreibt Serge. Heute aber sinds nur diese zwei:
- Bowmore 15 yo ‘Laimrig’ (54.1%, OB, 2014): 87 Punkte
- Bowmore 17 yo 1991/2008 (56.2%, A.D. Rattray, sherry butt, cask #2060, 520 bottles): 88 Punkte

Badische Zeitung: Der Böttchehof – Whiskys mit badischem Charakter
Es gibt mittlerweile 200 Brennereien in Deutschland, in denen Whisky hergestellt wird. Eine von ihnen, die als alteingesessene Brennerei seit Neustem ihr Portfolio mit dem fassgelagerten Getreidebrand ergänzt hat, ist der Böttchehof im badischen Schallstadt – Wolfenweiler. In der Reihe „Keller“-Geschichten der Badische Zeitung stellt Frank Küchlin sein neues Produkt, den „Wolfenweiler Triple Wood Single Malt Helene 1907“, vor. Dieser Whisky – es ist mittlerweile der Dritte – ist nach seiner Großmutter benannt und lagerte zuerst zwei Jahre in leicht getoasteten Burgunder-Barrique-Fässern aus Eichenholz. Danach reifte er zwei weitere Jahre in Ex-Bourbon-Fässern, bevor er den letzten Schliff für drei Monate in einem gebrauchten Oloroso-Sherry-Fass erhielt. Über das Ergebnis meint Küchlin, er produziert „Whiskys mit einem ganz eigenen, badischen Charakter, die nahe am Korn liegen“ – seiner hofeigenen Brennerei entsprechend.
Reminder: Laphroaig Quarter Cask Geschenksets gewinnen!
Nur noch wenige Tage bleiben Ihnen, um sich mit Whiskyexperts und Laphroaig (und etwas Glück) die Weihnachtsfeiertage etwas torfiger und rauchiger zu gestalten: Gewinnen Sie eines von drei Geschenksets, bestehend aus einer Flasche Laphroaig Quarter Cask (übrigens unser Whisky des Monats Oktober) und einem exklusiven Nosing Glas. Das Geschenkset wurde uns von Beam Austria zur Verfügung gestellt und ist offiziell nicht im Handel erhältlich, sondern eigentlich für die Gastronomie reserviert – aber wir finden, es ist zu gut, um es unseren Lesern vorzuenthalten ;-).
Wir haben über den Laphroaig Quarter Cask geschrieben: Dieser mit 48% abgefüllte Whisky kommt ohne Altersangabe daher und kann seine Jugend nicht verhehlen – aber gerade bei den Islay-Whiskys ist Jugend oft eine Tugend. Durch die Lagerung in Quarter Casks, also relativ kleinen Fässern, konnte er in der Zeit seiner Reifung jede Menge Intensität gewinnen. Zwar geht solche Turbo-Reifung immer ein wenig auf Kosten der Komplexität, dafür ist er aber ein komprimierter, eindrucksvoller Whisky: In der Nase intensiv und dreckig, voller Dampflok-Rauch und Teer, mit der Frische einer Zitrone. Am Gaumen dann zieht er von der Süße des Gerstenmalzes über eine Fruchtigkeit hin zum rauchigen Körper alle Register. Das Finish ist mittellang und sehr torfig, und in ihm zeigt er nochmals das Typische von Laphroaig.
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Und so können Sie eines dieser drei exklusiven Geschenksets gewinnen:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Auf welcher Insel liegt die Destillerie Laphroaig?
a) auf Rügen
b) auf Islay
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 10. Dezember 2014, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Preise.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Am Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 10. Dezember 2014, 23:59. Die Gewinner werden am 11. Dezember auf unserer Webseite bekanntgegeben. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Beam Austria sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden.
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Wir wünschen Ihnen viel Glück beim Mitmachen und freuen uns schon darauf, diese wunderbar rauchigen Whiskys einigen unserer Leser unter den Weihnachtsbaum legen zu können.
Herzlichst,
Ihr Whiskyexperts-Team
PR: Johnnie Walker spendiert 250.000 km sichere Heimfahrt (mit Video)
Von Diageo erreicht uns eine Pressemitteilung zu einer Aktion mit Mika Häkkinen, Jenson Button und Kevin Magnussen, mit deren Hilfe Menschen motiviert werden sollen, in den Weihnachtsfeiertagen nicht alkoholisiert ins Auto zu steigen. Wir unterstützen die Aktion gerne durch das Posten des PR-Textes gemeinsam mit einigen Bildern und einem Video, das die Mitfahrten in den Boliden zeigt:
Im Rahmen des weltweiten Programms für verantwortungsbewussten Alkoholgenuss von JOHNNIE WALKER mit dem Namen „Join the Pact“ gab die weltweit führende Marke für schottischen Whisky heute bekannt, dass sie 250.000 Kilometer sichere Heimfahrt auf der ganzen Welt während der festlichen Zeit spendiert, um Menschen dazu anzuhalten, nach dem Alkoholgenuss nicht Auto zu fahren.
In Edinburgh ist Mika Häkkinen, der frühere Formel-1-Fahrer und Botschafter für verantwortungsbewussten Alkoholgenuss von JOHNNIE WALKER, mit den 2014 McLaren Mercedes Formel-1-Fahrern Jenson Button und Kevin Magnussen zusammengekommen, um den Start der Kampagne zu unterstützen, die in Edinburgh und mehr als 60 weiteren Städten auf der ganzen Welt durchgeführt wird.
„Join the Pact“ hat bereits das Versprechen von mehr als 1,4 Millionen Menschen eingeholt, niemals nach dem Genuss von Alkohol Auto zu fahren, und JOHNNIE WALKER kündigte im September das Ziel an, in den nächsten vier Jahren weiteren 5 Millionen Menschen ein solches persönliches Versprechen abzunehmen.
Während der festlichen Jahreszeit wird JOHNNIE WALKER Menschen durch eine Reihe von Initiativen mit örtlichen Verkehrsanbietern dabei helfen, sicher nach Hause zu gelangen. In Edinburgh hat JOHNNIE WALKER eine Partnerschaft mit Lothian Buses geschlossen, um kostenlose Busverbindungen für Feiernde bereitzustellen, die in der Neujahrsnacht vom Hogmanay-Ereignis in der Stadt zurückkehren.
Bei seiner Ansprache zum Start der Kampagne sagte David Gates, Diageo Global Head of Premium Core Brands: „Das Engagement von JOHNNIE WALKER in der Formel 1 über unsere Partnerschaft mit McLaren Mercedes hat für die Marke eine glaubwürdige Plattform geschaffen, um ein leistungsstarkes Programm für verantwortlichen Alkoholgenuss durchzuführen, das auf weltweiter Basis eine tatsächliche Wirkung hatte. Dieses Programm läuft seit fast einem Jahrzehnt und unsere Übereinkunft, die wir zuletzt mit der Formel-1-Gruppe getroffen haben, um der offizielle Whisky der Formel 1 zu werden, wird es uns ermöglichen, dieses Programm auf neue Regionen auszuweiten.“
„Unser Aufruf „Join the Pact“, also sich dem Pakt anzuschliessen, nach dem Genuss von Alkohol niemals Auto zu fahren, ist umso relevanter zu einer Zeit, wenn Millionen von Menschen auf der ganzen Welt vorhaben, sich zu entspannen und die Aktivitäten der festlichen Feiertage zu geniessen. Mit der Umsetzung des Programms in mehr als 60 Städten in den nächsten paar Wochen hoffen wir, etwa 250.000 Kilometer an sicheren Heimfahrten bereitstellen zu können.“
„Wir bei Diageo nehmen unseren Einsatz für verantwortungsbewussten Alkoholgenuss sehr ernst. Wir hoffen wirklich, dass alle sich dem Pakt anschliessen und in der festlichen Zeit dieses Versprechen geben.“
In einer gemeinsamen Verlautbarung bei der heutigen Veranstaltung sagte der Botschafter für verantwortungsbewussten Alkoholgenuss von JOHNNIE WALKER Mika Häkkinen zusammen mit Jenson Button und Kevin Magnussen: „Wir alle wissen, dass es beim Fahren eines Formel-1-Wagens darauf ankommt, jederzeit die Kontrolle zu bewahren. Join the Pact ist das Versprechen, die Kontrolle zu bewahren und vor allem anderen für die eigene Sicherheit und die Sicherheit von Beifahrern und anderen Personen zu sorgen. Es ist eine Entscheidung, die gewährleistet, dass jeder die Festtage geniessen kann und sicher nach Hause kommt – wir möchten Sie dazu aufrufen, diese Entscheidung für sich zu treffen und sich dem Pakt anzuschliessen, nach dem Genuss von Alkohol niemals Auto zu fahren.“
Während der Startveranstaltung demonstrierten die drei Fahrer ihre Fahrfähigkeiten und fuhren Wettbewerbsgewinner, Mediengäste und besondere Gäste in einem Caparo T1-Supersportwagen in JOHNNIE WALKER-Aufmachung und zwei McLaren MP4-650S in die Innenstadt von Edinburgh.
In der festlichen Zeit können Konsumenten ihr Versprechen ablegen, nach dem Genuss von Alkohol niemals Auto zu fahren, indem sie die Website http://www.jointhepact.com besuchen oder #GetHomeSafely an @JohnnieWalker_ tweeten.
Neu: Glenglassaugh 51yo
Da müssen durchschnittliche Whiskyfans sicherlich einige Jahre drauf sparen: Die Destillerie Glenglassaugh hat heute auf ihrer Website die Veröffentlichung einer neuen offiziellen Abfüllung verlautbart, den Glenglassaugh 51yo. Er stammt aus einem der ältesten Fässer in der Destillerie und wurde am 15. Februar 1963 ins Fass gefüllt.
Billy Walker hat das Fass selbst ausgewählt (#3301), und seiner Meinung nach repräsentiert es genau das, was Glenglassaugh ausmacht und ist seinen Worten nach von makelloser Qualität. „Seidig, eine sublime Balance zwischen Früchten und Kräutern, mit erstaunlich kultivierten Eichennoten. Es ist die personifizierte Eleganz“.
Jede Flasche kommt in einer Holzbox und ist von Billy Walker persönlich signiert und nummeriert. Es gibt 191 Flaschen, mit 41.7% abgefüllt. Ein Preis wurde nicht genannt.
Nachtrag 5.12.14, 09:40: Wir kennen jetzt den Preis in der Schweiz (danke ans House of Single Malts dort): er wird dann umgerechnet bei uns an die € 6.500 kosten.
Hier die offiziellen Tasting Notes:
Nase: Faszinierende Tiefe und Vielschichtigkeit entwickelt sich aus dem Geruch von Feigen- und Pflaumensirup, hin zu Aprikosen und einem Hauch Schwarzbeere. Röstkaffee und belgische Schokolade komplettieren den Geruch.
Gaumen: Der exklusive weiche, aber volle Körper erzeugt eine reichhaltige Symphonie aus Marmelade aus roten Früchten, subtilen Bergkräutereinschlägen und Sirup. Etwas Nelkenöl, subtile Sauerkirschen und etwas pfeffrige Eiche.
Finish: Facettenreich und sich stetig wandelnd reflektiert das Finish die Besonderheit dieses außergewöhnlichen Whiskys.
PR: Maker’s Mark – Über Nacht zum Bourbon Star
Von der deutschen PR-Agentur von Maker’s Mark haben wir eine Presseaussendung erhalten, die die Geschichte des beliebten „handmade“ Bourbons beleuchtet. Wir bringen sie Ihnen in Auszügen, mit den offiziellen Tasting Notes dazu:
Plötzlich Superstar – das können nicht viele Whiskys von sich behaupten. Mit einer Ausnahme: Maker’s Mark, dem Liebling aller Barkeeper. Eher zufällig als bewusst geplant kam Maker’s Mark aus Loretto, Kentucky, im Jahr 1959 zu weltweiter Bekanntheit. Eine unverhoffte Veröffentlichung im Wallstreet Journal gab damals den Anstoß für die Erfolgsgeschichte zum „Bourbon Star“. Dabei ist die spannende Geschichte von Maker’s Mark so einmalig wie der Whisky selbst – eben ein echtes Unikat – und geht weit über die Whiskyherstellung hinaus: Die Verbrennung des ursprünglichen Familienrezeptes, Inspirationen durch das Brotbacken und eine Frau, die sich für einen Traum stark machte. Auch heute noch wird Maker’s Mark von Hand hergestellt – so steckt in jeder Flasche des besonders milden Whiskys auch die persönliche Note der Familie Samuels.
Der „handmade“ Bourbon Whisky Maker’s Mark mit der roten Wachskappe erobert bereits seit Jahren die Herzen der Barkeeperszene und zahlreicher Whiskyfans. In den Bars weiß man vor allem den milden, unverwechselbaren Geschmack für die Cocktailherstellung zu schätzen. Aber was machte diesen Whisky zum Superstar? Sein unverwechselbares Aroma, seine ungewöhnlichen Zutaten, sein einzigartiges Design oder die Geschichte hinter seinem Erfolg?
A Bourbon Star was Born
Jede große Karriere beginnt mit einer Portion Mut. So auch bei Bill Samuels Senior, der schon immer davon träumte einen hochwertigen, milden Bourbon herzustellen. Konsequent verfolgte er sein Ziel und verbrannte 1953 demonstrativ das 170 Jahre alte Familienrezept der alteingesessenen Samuels Familie. Der erste Grundstein für einen Neustart war somit gelegt. Aber was braucht ein wirklich guter Bourbon? Das Geheimnis liegt in den Zutaten. Ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg war die Entdeckung des roten Winterweizens. Dank der Backleidenschaft seiner Ehefrau, Margie Samuels, kam die Familie häufig in den Genuss von frisch gebackenem Brot. Margie experimentierte gerne und setzte für ihre Brotvariationen auch den roten Winterweizen ein. So wurde Bill Samuels auf diese Weizenart aufmerksam. Auch heute noch verwendet die Destillerie statt des üblichen Roggens den roten Winterweizen, der Maker’s Mark seinen unnachahmlich weichen Geschmack verleiht. Doch auch bei der Auswahl der übrigen Zutaten war Bill Samuels Senior sorgfältig. So stammen das Wasser für die Whiskyherstellung aus eigenen Quellen und der Mais nur von kleinen, ausgewählten Farmen aus der Umgebung der Destillerie. Im Februar 1954 war es dann soweit: Die erste Charge mit der neuen Rezeptur, die bis heute unverändert blieb, wurde produziert – der Bourbon Star Maker’s Mark war geboren.
Frauen und Whisky?
Spätestens seit 1958 steht fest: Nicht nur Männer haben einen ausgereiften Sinn für Hochprozentiges. Margie, die Ehefrau Bill Samuels, bewies, dass Whisky auch eine weibliche Passion ist. Inspiriert durch die Form der Cognac-Flaschen, die traditionell durch einen Korken verschlossen und anschließend mit Wachs versiegelt wurden, kreierte sie die bis heute gleichgebliebene, weltweit bekannte Flaschenform von Maker’s Mark. Jede Flasche ist seither ein Unikat und wird heute noch von Hand in rotes Wachs gedippt.
Doch nicht nur das! Auch das Logo stammt von Margie Samuels. Dabei sieht das Logo nicht nur edel aus, sondern erzählt bis ins Detail ein Stück Familiengeschichte: Der Stern mit dem Kreis zeigt das damalige Branding für die Nutztiere der Star Hill Farm, auf der die Familie heute noch lebt. Das „S“ steht für die Familie „Samuels“ und die römische Ziffer IV symbolisiert die vierte Generation, in der sich die Familie zum Zeitpunkt der Gründung der Destillerie befand. Nun war das Design fast fertig – Mit der persönlichen Unterschrift von Margie auf das Etikett bekam Maker’s Mark noch den letzten Feinschliff.
Der Sprung ins Rampenlicht
Für den großen Durchbruch benötigte Maker’s Mark jedoch einen Schubs von außen. Denn Bill Samuels Senior lag vor allem eines am Herzen: die Produktion von qualitativ hochwertigem Whisky. Profit und Bekanntheit waren für ihn zweitrangig. Doch 1980 kam der weltweite Durchbruch – quasi von allein. Ein Journalist des Wall Street Journals stieß zufällig auf Maker’s Mark. Gelangweilt von den Whiskys aus Kentucky, bestellte er sich in einer Bar frustriert einen Champagner. Prompt kam eine Flasche Maker’s Mark auf den Tresen: „Das ist Champagner, wie man ihn hier in Kentucky trinkt“, klärte ihn der Barkeeper auf. Vom ersten Schluck an begeistert von dem milden Bourbon, besuchte der Journalist die Samuels und besichtigte die Brennerei. Sein darauf folgender Artikel „Maker’s Mark goes against the grain“ katapultierte den Bourbon Whisky als „Kentuckys besten Champagner“ ins Rampenlicht – der Barkeeper, Whiskyliebhaber und Fans.

Doch echte Stars wie Maker’s Mark verlieren nie den Boden unter ihren Füßen. So stellen die Samuels heute noch mit dem Anspruch „Individualität statt Masse“ ausschließlich ein Produkt – ihren Maker’s Mark – in der Destillerie her. Dabei ist Maker’s Mark nach wie vor unverkennbar und besonders mild im Geschmack: Der Bourbon Whisky duftet nach kräftigem Honig und exotischen Früchten, hinzukommen Vanille- und Karamellnuancen. Im Hintergrund lassen sich ein Hauch Kakao, florale Noten und eine gewisse Würze erkennen. Aromen von Nüssen, Toffee und Gebäck dominieren den ersten Eindruck. Ganz ohne Starallüren bleibt Maker’s Mark (für 26,99 Euro UVP im Handel erhältlich) so heute noch der handgemachte Bourbon Whisky, der er seit jeher ist.
Detailinformationen Maker’s Mark Whisky
Produktname: Maker’s Mark Kentucky Straight Bourbon Whisky
Produktbeschreibung: Maker’s Mark ist ein besonderer Bourbon Whisky, der in der ältesten noch betriebenen Bourbon-Destillerie der Welt, der Maker’s Mark Distillery in Loretto, Kentucky, noch immer von Hand hergestellt wird. Im Gegensatz zu anderen Bourbon Whiskeys wird für seine Herstellung nicht wie üblich Roggen, sondern roter Winterweizen verwendet. Er verleiht Maker’s Mark seinen vollen, weichen Geschmack und das unverwechselbare Aroma. Sein individueller Charakter spiegelt sich auch in dem handgefertigten roten Wachssiegel sowie in dem handgestanzten Etikett wider – in jedem Tropfen des besonders milden Whiskys ist so eine persönliche Note spürbar.
Alkoholgehalt: 45 Vol.%
Farbe: Dunkler, bernsteinfarbener Ton mit rötlichem Schimmer
Aroma: Honig mit exotischen Früchten, Vanille und Karamell, im Hintergrund Kakao und florale Noten
Geschmack: Sehr mild, der Charakter von Nüssen, Toffee und Gebäck bestimmt den ersten Eindruck, gefolgt vom Geschmack frischer Früchte und einer sanften Öligkeit
Nachklang: Früchte und Karamelltöne, denen eine angenehm milde Rauchnote des Holzes folgt
Trinkempfehlung: Pur, on the rocks, in hochwertigen Cocktails oder Longdrinks (z.B.: Maker’s Mark Sour oder Horse’s Neck)

Zwei Neue aus BenRiach
Zwei neue Abfüllungen gibt es heute aus der Destillerie BenRiach zu vermelden: Der 10th Anniversary zum 10. Geburtstag wurde im Jahr 2004 destilliert und jetzt mit 46% abgefüllt – es gibt gerade einmal 1106 Flaschen davon. Und den BenRiach 35yo, abgefüllt mit 42.5%. Zu beiden gibt es noch keine Preise, aber wir reichen sie natürlich nach.
Guides, Rankings, Sterne, Medaillen oder Punkte – das Spiel mit der Kritik
Während es draußen allmählich immer kälter, grauer und nasser wird, bedeutet der Herbst die heiße Phase für Gastronomie und Produzenten. Die großen Guides vergeben ihre Hauben, Sterne und Gabeln, es regnet Gold, Silber, Bronze für Winzer und Destillateure.
Abgesehen vom enormen wirtschaftlichen Faktor, den ein Pünktchen mehr oder weniger auf der hochheiligen Skala der Künste bedeuten möge, sind oft persönliche Schicksale eng verknüpft mit den Resultaten. Wie ein Damoklesschwert baumelt die scharfzüngige Klinge der Gault Millau, Michelin oder Bertelsmann Richter über Restaurants landauf, landab. Nicht wenige Protagonisten hat eine unbefriedigende Bewertung den Kopf gekostet.

Auch in der Welt der Weine und Spirituosen spielen Punkte, Ratings und Reviews eine tragende, bisweilen tragische Rolle. In den letzten Jahren jedoch wirkt die Last noch etwas drückender, mehr und mehr salbungsvolle, selbsternannte Experten werfen ihr Halbwissen in den bunten Reigen und inszenieren sich selbst, als seien sie von höheren Gnaden eingesetzt.
Ein gewisser Herr Parker hat über viele Jahre die Weinbranche wie eine Kuhherde vor sich hergetrieben und mit seinen 100 Punkten ein solches Machtwerk aufgebaut, das wie Suchtgift, Aufputsch- oder Druckmittel unmittelbar auf die Branche gewirkt hat (und nach wie vor tut). Manch einer meint, die persönlichen Präferenzen und Stilistiken des in Maryland geborenen Juristen hätten einen solchen Einfluss, dass sich die Weincharakteristiken ganzer Gebiete verändert hätten. Kritische Zungen sprechen von der „Parkerization“ und apropos Zunge: Nase und Gaumen des Amerikaners sind auf einen Millionenbetrag versichert…
Nun freilich, dass zusehends fett üppige Bordeaux Weine mit viel Extrakt bei En Primeur Verkostungen auftauchen, mag mit einer Vielzahl an Faktoren, beispielsweise klimatischen Veränderungen und ähnlichem zu tun haben, aber der Impact, den 100 Punkte für ein Chateau bedeuten können, ist enorm. Und was dem Herrn in etwa schmeckt, hat sich schnell herumgesprochen. „Niemand verkauft Wein wie Robert Parker“, wusste man bei Berry Bros & Rudd zu konstatieren, immerhin eines der renommiertesten und ältesten Wein und Spirituosenhandelshäuser.
Im Gegenzug werden natürlich auch kritische Stimmen gegen die Kritiker selbst laut, wer sich abheben will formuliert sein eigenes Punktesystem, 20er Skalen, 5 Sterne, 10 Punkte, 3 Kreuzchen. Eine so gravierende Prägung auf eine gesamte Branche wird zweifelsohne nicht von allen goutiert.
Als sich Herr Parker im Jahre 2013 bemüßigt fühlte seine Kompetenzen auszuweiten und einmal am Whiskyglas zu nippen begann, hagelte es fast schon mitleidiges Murren seitens der Experten rund um Single Malt, Bourbon, Rye und Blend. Die Beschreibungen aufgesetzt, die Punkte aufgelegt, das Industriesponsoring quoll aus jeder Silbe. Man muss konstatieren, dass dieser Versuch ganz objektiv betrachtet schwerst in die Hose gegangen war.
Neben der gängigen Weisheit des Schusters, der bei seinen Leisten bleiben möge, wurde durch diese „Chuzpe“ auch das dünne Eis offensichtlich, auf dem sich die Rezensenten selbst bewegen. Ein paar falsche Worte, ein falscher Kommentar und der Richter wird zum Gerichteten.
Das Gebiet der feinen Destillate haben indes andere weit plausibler und erfolgreicher bearbeitet. Der bedauerlicherweise bereits verstorbene Michael Jackson war eine Institution, wenn es um Whisky und Whiskey ging. Ralfy Mitchell begeistert mit seinen Youtube Reviews die Online Community und bietet einen informell, entspannten Mix aus Unterhaltung und Bildung.
Und für Getränke ist die eingangs beschriebene Herbstzeit ebenfalls geprägt von Award Zeremonien, Auszeichnungen, Rankings und Neuauflagen diverser Führer.

Jim Murray stellt mit seiner Whisky Bible seit Jahren schon im Titel einen recht hohen (im wahrsten Sinne des Wortes) Anspruch. Jährlich verkostet der britische Journalist mit seinem Team Proben aus aller Welt. Über tausend neue Einträge sind es alleine für die Auflage 2015, gemeinsam mit Notizen der Vorjahre umfasst das Werk rund 4.500 Produkte.
In den frühen 90er Jahren tat Murray den Schritt in die Ungewissheit und widmete sich als erster hauptberuflicher Whiskyautor ganz seiner Leidenschaft. Dass diese zuweilen auch Leiden schafft, beschreibt er im Vorwort der aktuellen Edition. Vermutlich hat niemand sonst so viele Destillerien im Laufe eines Lebens besucht, wie Murray. In Kombination mit seinen Wohnsitzen in Großbritannien und den Vereinigten Staaten heißt dies in erster Linie einen unglaublichen Reiseaufwand. Dass der heuer entdeckte Knoten im Bein und eine ausgewachsene Thrombose bisher ohne lebensbedrohliche Konsequenzen blieben, grenzt an ein … „biblisches“ Wunder.
Die Selbstinszenierung zum Messias der destillierten Gerstensäfte interpretiert der ein oder anderen Genießer jedoch ambivalent. Die Art der Verkostung wird im Buch als „Murray Methode“ beschrieben, der Kampf gegen Schwefel verseuchte Fässer zur Whiskylagerung nimmt Kreuzzug artige Dimensionen an. Außer Frage steht aber das Gewicht und der Stellenwert, der der Whisky Bible einzuräumen ist. Die Kür zum Besten Whisky des Jahres wird von der Branche erwartet, wie im Kodak Theatre die Überreichung der 3,8kg schweren, goldenen Academy Award Statuen.

Unterm Strich bleibt besonders auch ein wirtschaftlicher Faktor rund um Punkte und Preise. Für Köche, Restaurantbetreiber und Produzenten ist es natürlich Balsam auf die Seele, wenn positives Feedback eintrudelt. Kommt dies aber von kritischen Zungen, deren Wort über derlei Publikationen weite Kreise zieht, so heißt das am Ende des Tages schlichtweg mehr Cash.
In einer reizüberfluteten Welt und einem permanenten Überangebot, verlassen sich viele Menschen mit ihren Entscheidungen auf Auszeichnungen, auch wenn deren Hintergrund nicht immer hinterfragt wird. Weiß ein Tourist in einer neuen Stadt nicht recht, welche Lokalität den Abend abrunden soll, wird Trip Advisor konsultiert, vor einem sich biegenden Weinregal sucht man nach dem höchst be-parker-punkteten Gewächs, Murray’s Whisky of the Year wandert plötzlich doppelt so schnell und doppelt so teuer über die Ladentheke. Der Mensch ist in vielerlei Hinsicht entmündigt, verlässt sich nicht mehr auf sein eigenes Urteil oder kann und will schlichtweg nicht den Überblick behalten und jede Produktkategorie eingehender studieren.
Genau diesen Umstand bedienen Kritiker, Autoren und Reviewer. Seit es von Menschenhand geschaffene Produkte gibt, finden sich auch jene zusammen, die wachsamen Auges die Resultate unter die Lupe nehmen. Auch sie sind am Ende des Tages Unternehmer und suchen durch die Arbeit in ihrer eigenen Sparte und Nische das Auslangen zu finden. Und dass damit immer auch Sentimentalitäten und Animositäten verknüpft sein werden, ist wohl offensichtlich. Denn ein solcher medialer Beitrag ist zu einem gewissen Grade unumgänglich subjektiv. Genauso wenig wie ein Destillateur von sich behaupten möge „den besten Brand der Welt“ fabriziert zu haben, soll nicht ein Experte letztinstanzlich über Gedeih und Verderb ganzer Produktkategorien und ihrer Protagonisten richten.

Wenn beide Seiten sich dieses Umstandes bewusst sind, mit offenen Karten spielen und konstruktiv zu einem großen Gemeinsamen beizutragen versuchen, haben alle etwas davon, es dient der Branche.
Niemand zwingt einen, ein bestimmtes Produkt zu kaufen, genauso wie niemand genötigt wird, sich die ausschweifenden Erläuterungen über ebendieses in Buchform zu Gemüte zu führen.
Schaffen Sie sich einen Überblick, bilden Sie ihre eigene Meinung und genießen Sie die feinen Dinge des Lebens. Dazu gehört ein gediegenes Essen, genauso wie ein Glas Wein oder Whisky und ein gutes Buch.
Mit den besten Spirits,
Reinhard Pohorec





















