Und noch ein interessanter Artikel findet sich heute in der schottischen Presse: The Scotsman hat einen Bericht über den Aufbau eines Business als unabhängiger Abfüller. Gregor Hannah hat „Lady of The Glen“ ins Leben gerufen – eine Marke für seine Abfüllungen schottischen Whiskys. 2009 kam dem Jungunternehmer die Idee – und der Artikel berichtet über die Schwierigkeiten und Erfolge, die er seitdem erlebt hat. Ein schöner Blick hinter die Kulissen, die richtige Lektüre für einen Samstagabend wie heute…
Glenlivet will Produktion verdreifachen
Glenlivet hat, so berichtet Herald Scotland, die sogenannte Planning Permission für eine Erweiterung der Destillerie erhalten. Und dabei soll nicht gekleckert, sondern geklotzt werden: Man möchte die Produktion verdreifachen.
Dazu werden umfangreiche Erweiterungsarbeiten nötig – nicht nur neue Gebäude, sondern auch Tanks, Leitungen, Infrastruktur. Man gibt an, dass in der vergrößerten Destillerie 13 neue Jobs geschaffen werden.
Die Destillerie hat sich auch dazu verpflichtet, die Sanierung und Erweiterung der Straßen um die Destillerie zu unterstützen – das war eine der Bedingungen, die von der Gemeinde gestellt wurde, um Sorgen von Bürgern zu entkräften.

Whyte and MacKay: Minus 54% Gewinn
Nicht besonders gute Nachrichten kommen vom Whisky-Giganten Whyte and MacKay, bei dem die Gewinne laut einem Bericht von Herald Scotland im Vergleich zum Vorjahr um 54% einbrachen. Allerdings: Wenn man die dahinter liegenden Zahlen genauer betrachtet, bekommt man ein etwas differenzierteres Bild: Die Verluste stammen aus dem Verkauf von „Blend-Material“, also jenem Whisky, der unter anderem in Tankzügen verschifft und für die Herstellung von Massen-Blends verwendet wird.
Besser sieht es in deren Premium-Segment aus: Zieht man nämlich diese sogenannten „Bulk Whiskys“ aus der Gleichung heraus, dann ergibt sich ein Plus von 10% bei den Verkäufen und ein entsprechendes Wachstum beim Profit.
Dieser deutliche Einbruch bei Bulk-Whisky ist uns für nahezu die gesamte Branche auch von anderer Stelle bestätigt worden – und unserer Quelle nach wird diese problematische Situation im nächsten Jahr noch brennender werden, denn die Lager der Blender sind bis an die Decke voll und brauchen keine nennenswerten Zuflüsse.
Was fürs Herz: Jack Daniel’s Weihnachtshologramm-Videos aus Australien
Weihnachtswerbung der Whiskyunternehmen sind keine neue oder besondere Sache – aber diese ist es, denken zumindest wir hier bei Whiskyexperts. Jack Daniel’s Australien hat mit dem Video Freunde und Familien, die weit getrennt voneinander leben, die Gelegenheit gegeben, durch eine neuartige Hologrammtechnologie miteinander zu kommunizieren. Unter dem Slogan „Wir bringen seit 1866 Leute zusammen“ ist dabei ein Werbefilm entstanden, der die Prinzipien der neuen Kommunikation exakt erfasst und durch etwas ergänzt, das auch der Markenkern von Jack Daniel’s ist. Wir wollen nicht zu viel verraten, also: Schauen Sie sich das an, hier oder auf Youtube.
Whiskykalender 2015 – unsere Gewinner
Und wieder haben wir drei glückliche Gewinner aus einer Vielzahl von Einsendungen zu unserem Gewinnspiel um drei Whiskykalender von Michael Schmidt gezogen – der Kalender „Land of Whisky 2015“ geht ihnen in den nächsten Tagen zu. Hier sind die drei Glücklichen, die wir auch schon per email benachrichtigt haben:
- Uhle Lehmann aus Magdgeburg
- Hanspeter Frei aus Zweidlen in der Schweiz
- Arne Weidmann aus Bargteheide
Die Glücksfee darf sich für den Rest des Jahres jetzt ausrasten – aber auch 2015 haben wir wieder einige Gewinnspiele für Sie in petto. Freuen Sie sich darauf!
Deutschland: Halbzeit im Whiskylager der Neunspringe-Brauerei
Auch vom deutschen Whisky gibt es Neues zu vermelden: In einem Bericht der Thüringer Allgemeine wird von den Ambitionen der Worbiser Brauerei Neunspringe, einen eigenen Whisky zu produzieren, berichtet. Man steht dort ja nicht mehr ganz am Anfang, sondern hat bereits ein gut gefülltes Fasslager, in dem 100 Eichenfässer mit Selbstgebranntem ruhen – und zwar schon 18 Monate lang. Somit ist dort Halbzeit auf dem Weg zum eigenen Whisky.
10.000 Liter sollen 2016 zur Verfügung stehen, aber in den Verkauf kommt nur ein Teil davon, da man den Rest des ersten Jahrgangs länger lagern will, um nicht lauter Dreijährigen zu haben. Der Whisky wird sich dann übrigens „The Nine Springs Single Malt Whisky“ nennen.

The Age: Besuch bei Glenfiddich’s Master Blender
Im australischen Onlinemagazin The Age finden wir heute einen Bericht über einen Besuch bei Glenfiddich’s Master Blender Brian Kinsman. Man trifft sich mit ihm in der Destillerie und erfährt mehr über seinen Beruf und vor allem über eine Blending Session, die die australischen Besucher dort selbst vornehmen durften – und zwar in Kinsman’s eigenem Blending Room, der normalerweise der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Interessant zu lesen und nett bebildert.

Serge verkostet: Laphroaig – das Ende
Der vierte und letzte Teil einer umfangreichen Verkostung von Abfüllungen aus der Islay-Destillerie Laphroaig ist nun auf Whiskyfun online, und diesmal sind es zum Teil schon vor einiger Zeit erschienene Tropfen, die sich Serge ins Glas schenkt. Auch diesmal gibt es keine Abfüllung unter 85 Punkten, dafür einen Whisky, der nahe an der Perfektion sein dürfte – ein Laphroaig mit 28 Jahren aus dem Jahr 1967, den Serge mit 95 Punkten bewertet:
- Laphroaig 20 yo 1990/2010 (46%, Mo Or Collection, bourbon hogshead, cask #5941, 449 bottles): 89 Punkte
- Laphroaig 12 yo 2000/2013 (55.2%, Riegger’s Selection, sherry finish, cask #4121, 174 bottles): 85 Punkte
- Laphroaig 1996/2012 (52.5%, Exclusive Malts for whisky.com.tw, Taiwan, refill hogshead, cask #7315, 199 bottles): 88 Punkte
- Laphroaig 20 yo 1990/2010 (56.1%, The Whisky Agency, bourbon, 273 bottles): 91 Punkte
- Laphroaig 28 yo 1967 (50%, Scotch Malt Sales, Japan, +/-1995): 95 Punkte

Whisky im Bild: Neuer Gärbottich bei Springbank
Das ist er nun, der neue Gärbottich bei Springbank – frisch installiert und bereit, im Produktionsprozess verwendet zu werden. Die Campbeltown-Destillerie hat gestern zwei Bilder dieses Bottichs veröffentlicht und angekündigt, dass die Produktion Mitte Januar wieder aufgenommen wird – schon unter Verwendung des neuen Bottichs.
Letzte Chance: 3x Land of Whisky Bildkalender gewinnen
Heute ist Ihre letzte Chance, um mit Whiskyexperts einen von 3 DIN A4-Kalendern von Michael Schmidt zu gewinnen und sich so wunderschöne Bilder aus dem Land des Whiskys und unserer Träume nach Hause zu holen. Michael Schmidt hat uns freundlicherweise drei seiner „Land of Whisky 2015-Kalender“ zur Verfügung gestellt, die wir rechtzeitig vor Beginn des neuen Jahres verlosen.
Hier ein paar Impressionen aus dem Kalender:
Das Kalenderdesign mit englischsprachigem Kalendarium entstand in Zusammenarbeit mit dem Wiesbadener Grafiker Ulrich Klein, der das Atelier K.Design leitet. Der Kalender im Format DIN A4 (ISBN 978-3-00-047230-5) kostet 12,95 Euro, die brandneue DIN A3-Version (ISBN 978-3-00-047232-2) 19,95 Euro. Erhältlich ist er im Buchhandel, im Whiskyfachhandel oder direkt bei Michael Schmidt unter der Homepageadresse www.schmidt-punkt.de.
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Und so können Sie einen dieser drei wunderschönen Kalender gewinnen:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Auf der Insel Mull finden wir welche Destillerie?
a) Tobermory
b) Toblerone
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 19. Dezember 2014, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Preise.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Am Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 19. Dezember 2014, 23:59. Die Gewinner werden am 20. Dezember auf unserer Webseite bekanntgegeben. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden.
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Wir wünschen Ihnen viel Glück beim Mitmachen.
Herzlichst,
Ihr Whiskyexperts-Team
Lakes Distillery offiziell eröffnet
Am 23. November haben wir darüber berichtet, dass die Lakes Distillery am Bassenthwaite Lake im Lake District National Park in Bälde offiziell eröffnet wird. Und nun ist es soweit: Laut einem Bericht von News & Star hat die Destillerie von Paul Currie, dem Mitbegründer der Arran Distillery, nun die Pforten geöffnet. Die ersten der 55.000 erwarteten jährlichen Besucher konnten die Anlage, den Multimediaraum und das Destillerie-Cafe bereits besuchen.
Hier ein Bild der Anlieferung der Stills Ende Juni…

Neu: Lehman Brothers Whiskey
Bei The Spirits Business fanden wir den Hinweis auf eine neue New Norker Whiskey-Marke. Unter dem sehr bekannten Namen „Lehman Brothers“ bringt die in London ansässige Tiger Lily Ventures, Ltd. drei verschiedene Abfüllungen auf den Markt: Ashes of Disaster, Evergreen und Snapfire.
Mit dem Namen Lehman Brothers wird der Beginn der weltweiten Bankenkrise im Jahr 2008 verbunden. Und genau mit dieser Assoziation spielt auch diese Whiskey-Marke. Auf ihrer Website beschreiben sie sich „als die anderen Lehman Brothers. Vielleicht habt ihr noch nicht von uns gehört, aber ihr kennt uns, wir waren schon immer hier, nicht in den Chefetagen der Banken, sondern am Puls der größten Stadt der Welt.“
Lehman Brothers Whiskey wird in New York, in verschiedenen Brennereien, aus New Yorker Getreide destilliert und auch in New York gelagert. Und kann deshalb als New Yorker Whiskey bezeichnet werden. Mehr noch, auf ihrer Website bezeichnet Lehman Brothers Whiskey ihn, ganz bescheiden, quasi als die Quintessenz des New Yorker Seins: ein anpassungsfähiger, beschwingter, und unerbittlicher Geist, auf den New York mit Recht stolz ist.
Tiger Lily ließ die Marke im Juni dieses Jahres registrieren. Die Bank Barclays, die die Überreste der nordamerikanischen Lehman Brothers nach deren Insolvenz übernahm, hat gegen diese erfolgreiche Registrierung Einspruch eingelegt, da Lehman Brothers, wie beim New York Observer zu lesen, ein immer noch tätiger Betrieb ist. Über die Zukunft des Lehman Brothers Whiskeys wird wohl vor Gericht entschieden.
Serge verkostet: Laphroaig, Teil 3
Der dritte Teil des Parforceritts von Serge Valentin über die Latifundien von Laphroaig ist online, und diesmal geht es ausschließlich um Abfüllungen von Malts of Scotland. Keine der bewerteten Abfüllungen bleibt unter 85 Punkten, was sowohl der Destillerie als auch der bekannt guten Qualität des Abfüllers zu verdanken ist. Hier die Ergebnisse der Verkostung der Abfüllungen im Einzelnen:
- Laphroaig 1996/2014 (56.2%, Malts of Scotland, Lindores Whisky Fest 2014, brandy hogshead, cask #MoS 14057, 180 bottles): 88 Punkte
- Laphroaig 1996/2013 (56.2%, Malts of Scotland, bourbon, cask #13028, 213 bottles): 87 Punkte
- Laphroaig 1996/2012 (56.1%, Malts of Scotland, sherry hogshead, cask #MoS 12041, 240 bottles): 90 Punkte
- Laphroaig 1998/2014 (55.9%, Malts of Scotland, for Whisky Messe Nürnberg, sherry hogshead, cask #MoS 14002, 155 bottles): 85 Punkte
- Laphroaig 16 yo 1998/2014 (58.2%, Malts of Scotland, sherry hogshead, cask #MoS 14001, 224 bottles): 92 Punkte

Blogrundschau: Verkostungsnotizen
Guten Morgen aus der Whiskyexperts-Redaktion. Lassen Sie uns diesen Tag einmal mit einer Blogrundschau beginnen. Wir haben uns wieder bei den Blogs internationaler Whiskyliebhaber umgesehen und einige interessante Verkostungsnotizen gefunden – vielleicht ist auch die eine oder andere für Sie interessante Beschreibung dabei:
- Auf Maltfascination trinkt man den irischen Teeling Single Malt – und findet ihn besser als den Redbreast 12yo, allerdings auch überwältigend süß.
- Der Glendronach 12yo Sauternes Finish ist ein Ersatz für den ausgelaufenen 14yo. Auf Whiskyisrael wird er verkostet und deutlich lieber gemocht als der neue Port Finish 18yo.
- Gleich vier Abfüllungen von Bruichladdich unter der Marke Port Charlotte (also getorft) verkostet Toms Whisky Reviews: Elements of Islay PL2, Port Charlotte Islay Barley, Port Charlotte Scottish Barley und SMWS 127.33 Mouth-numbing mountaineering dram. Für alle klingt ziemlich viel Begeisterung durch.
- Ein Klassiker wird auf Bozzy.org verkostet: Der Glenfarclas 15yo. Auch hier kommt beim Verkoster Freude auf.
- Weniger Freude dagegen empfindet Master Quill beim 15jährigen Glen Moray von Cadenhead. „Gut, aber leblos“ ist die Zusammenfassung dort.










