Süddeutsche Online: Wie der Whisky nach Italien kam

Ein interessanter Artikel über die einzige Whiskydestillerie in Südtirol, PUNI, findet sich heute in der Süddeutschen Online. Dort beleuchtet man das Werden der Destillerie und die Menschen, die dahinter stehen. Hier ein kleiner Auszug:

Der Familie Ebensperger war die Whisky-Nachfrage jedenfalls Grund genug, etwas zu wagen. Sicherlich ist es kein Zufall, dass die erste Whisky-Brennerei Italiens von einem eher fachfremden Schlösser-Restaurator und seiner generell noch fachfremderen Familie aus einer reinen Liebhaberei heraus gegründet wurde. Aus dem Trentino habe Ebensperger junior beispielsweise von einem der Grappa-Brenner, die sich eigentlich auf Hochprozentiges verstehen, gehört: „Whisky hat hier nichts verloren.“

 

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PUNI - stills

PUNI---Jonas

 

Whisky im Bild: Ballindalloch, Fass 1

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Ein historischer Schnappschuss aus der neuen Ballindalloch Distillery: Nachdem alle dort aus dem Urlaub zurück sind, wird Fass 1 mit New Make befüllt. Jetzt müssen wir nur noch warten…

Foto: Ballindaloch Distillery
Foto: Ballindalloch Distillery

PR: Glenmorangie präsentiert Taghta – mit Tasting Notes

Von Glenmorangie erreichte uns diese Pressemitteilung zum soeben erschienenen Glenmorangie Tagtha, den ersten „demokratischen“ Whisky der Welt (über dessen Entstehungsgeschichte berichteten wir bereits seit Februar, letztmalig hier). Wir bringen sie für Sie in Auszügen:

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Glenmorangie enthüllt offiziell seinen neuesten Single Malt: Taghta – der erste Whisky, der demokratisch bestimmt wurde. Während der letzten 18 Monate halfen Glenmorangie-Fans in mehr als 30 Ländern im Rahmen der Cask Masters, diesen Whisky mit all seinen Facetten zu erschaffen. Nach einem exklusiven Vorverkauf, der ausschließlich den Teilnehmern der Cask Masters vorbehalten war, ist er nun für alle Glenmorangie-Fans unter http://www.taghta.de erhältlich.

Glenmorangie Taghta, gälisch für „Der Auserwählte“, ist ein Beispiel für die Hingabe, Kreativität und Expertise, der es bedarf, um einen Glenmorangie herzustellen.

Das Cask Masters Programm rief erstmals im März 2013 seine Fans dazu auf, Teil aller Entwicklungsschritte für einen ganz besonderen Whisky zu werden. Sie halfen dem Whisky Creation Team von Glenmorangie dabei, das Fass für die Nachreifung und den Namen der Abfüllung auszuwählen sowie das Design der Verpackung und die Bildsprache zu bestimmen, die atmosphärisch für den Whisky und seine Herkunft stehen.

In der letzten Runde der Cask Masters bat Glenmorangie alle Whisky-Liebhaber darum, Vorschläge für den Ort der offiziellen Enthüllung einzureichen. Gleichzeitig war das für alle Mitwirkenden die Möglichkeit, an diesem besonderen Tag selbst dabei sein zu können. Aus einer ersten Vorauswahl wählten die Mitglieder schließlich die Heimat von Glenmorangie in den Schottischen Highlands als Ort für die Enthüllung.

Die Cask Masters sind das Projekt von Dr. Bill Lumsden, Director of Distilling und Whisky Creation: „Noch nie hat eine Destillerie seine Konsumenten in allen Schritten der Entwicklung so mit eingebunden. Wir haben diesen Weg sehr genossen.

Wir sind überaus stolz auf das, was dabei herausgekommen ist. Taghta ist ein bahnbrechender, komplexer und sehr reichhaltiger Whisky, der von unseren Fans für Fans hergestellt wurde. Das Ergebnis ist eine Mischung von traditioneller Handwerkskunst und modernen Einflüssen.“

Verkostungsnotizen Glenmorangie Taghta

Glenmorangie Taghta offenbart wohlschmeckende, salzige und süße Noten von karamellisierter Orange und Zitrone, Oliven und getoasteter Eiche, gepaart mit einem reichhaltigen und sanften Abgang von Karamell, Schokolade und Datteln.

Glenmorangie Taghta ist mit einem Alkoholgehalt von 46,0 % Vol. zum Preis von 79 € unter http://www.taghta.de erhältlich, solange der Vorrat reicht.

 

Laphroaig Live 2014: Aufzeichnung jetzt online

Wer am Donnerstag Abend nicht live dabei sein konnte: Die Aufzeichnung der diesjährigen Laphroaig Live Show aus Fjäderholmarna /Schweden ist jetzt online, entweder bei Youtube oder unter unserem Post.

Serge verkostet: Das ungleiche Duo Teil 3

Glen Elgin, Foto von Christopher Gillan, CC-Lizenz
Glen Elgin, Foto von Christopher Gillan, CC-Lizenz

Auch wenn wir noch Gemeinsamkeiten bei den jeweils zwei Whiskys seiner beiden letzten Verkostungen finden konnten: Für Serge Valentin war es jeweils ein ungleiches Duo und er findet da mittlerweile seinen Gefallen daran. Deshalb verkostet er heute einen 29 jährigen Glen Elgin, und weil er nicht dazu passt, einen 9-jährigen Glenallachie. Bei seinen Bewertungen auf Whiskyfun hat der Ältere die Nase leicht vorn, vielleicht nicht überraschend:

  • Glen Elgin 29 yo 1985/2014 (45.6%, Maltbarn, bourbon cask, 122 bottles) 87 Punkte
  • Glenallachie 9 yo 2004/2014 (50.7%, The Whisky Mercenary, Maltlover #1, Alex Agnew) 82 Punkte

Neue Ardbeg Embassy

Mickey Heads Ardbeg

Als fünfte Stadt in Deutschland erhält jetzt auch die Hauptstadt Berlin ihre Ardbeg Embassy. Das Spirituosen-Fachgeschäft „Finest Whisky“ und Inhaber Uwe Wagmüller gehören jetzt zum Netzwerk der Ardbeg Embassies.

Dies wird am 9. Oktober ab 19:00 Uhr gefeiert. Zu Gast sein wird Mickey Heads, Ardbegs Destillery Manager, mit einem offiziellen Tasting und etwas Spannendem (so ist es auf der Moet Hennessy Website zu lesen). Das Ticket für diese Veranstaltung kostet 20 €, es können maximal zwei Karten pro Person bestellt werden, der Einlass ist auf 150 Personen beschränkt.

Smokehead Rock Special Edition – neu im Travel Retail

Ab 2015 wird der beliebte Smokehead auch im Travel Retail verfügbar sein, und zwar als Smokehead Rock Special Edition. Mit 44.2% abgefüllt, wird er dort 60 Euro kosten, berichtet The Drinks Report. Auch im Travel retail setzt man auf die Metalldose mit erhabenen und eingedrückten Elementen und dem markanten Totenkopf.

Der Standard-Smokehead ist ein sehr torfiger und rauchiger NAS-Whisky, der dem Vernehmen nach aus jungen Whiskys einer kultigen Islay-Destillerie komponiert ist. Er wird von Ian Macleod Distillers erzeugt.

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Whiskysaga.com: Bericht von der Laphroaig Live 2014 aus Stockholm

Einen englischsprachigen Bericht vom Besuch der Laphroaig Live 2014 kann man jetzt auf der schwedischen Site Whiskysaga.com nachlesen. Thomas Øhrbom hat dort seine Eindrücke und ein paar Bilder gepostet. Hier ein kurzes, interessantes Zitat:

John Campbell and Vicky Stevens from Laphroaig shared a few interesting news with us. Apparently we can look forward to (at least?) 6-7 new Laphroaig whiskies next year. In 2015 the distillery will celebrate its 200 year anniversary. They will bring back the Laphroaig 15, and there will be a special 21 YO release to celebrate that the Friends of Laphroaig (FoL) turns 21. The rest is a big secret for now.

 

Die Geschichte hinter dem Wachssiegel auf den Maker’s Mark Flaschen

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MakersMark

Maker’s Mark COO Rob Samuels war gestern zu Gast bei „Taking Stock“ auf Bloomberg TV. Mit Pimm Fox diskutiert er über den Boom des Bourbons, bringt uns die Geschichte Maker’s Mark näher und erzählt, wer sich die Form der Flaschen und das Wachssiegel ausgedacht hat. Und noch manches mehr in kurzen 3:03 Minuten.

Serge verkostet: Zwei der neuen Diageo Special Releases

Serge hat sich heute für seine Verkostung zwei der eher ungewöhnlichen Abfüllung aus den diesjährigen Special Releases von Diageo ausgewählt: Den fünfundzwanzigjährigen Benrinnes und den Singleton of Glendullan mit 38 Jahren. Wieder einmal zeigt sich, dass Diageo zwar geringe Hemmschwellen beim Ansetzen der Preise besitzt, aber sich bei der Qualität absolut keine Schnitzer erlaubt. Hier die Wertungen:

  • Benrinnes 25 yo 1992/2014 (56.9%, OB, Special Release, 2892 bottles): 88 Punkte
  • Singleton of Glendullan 38 yo 1975/2014 (56.9%, OB, Special Release, 3,756 bottles): 91 Punkte

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Video: The Last Great Malts

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Gestern brachten wir die Pressemitteilung zur neuen Kollektion von John Dewar & Sons (Bacardi), die dazu gehörige Website war noch nicht aktiv. Heute Morgen funktioniert sie tadellos und präsentiert unter anderem ein Video, welches die einzelnen Destillerien nochmal porträtiert – unter anderem von Dave Broom und Charles Maclean. Zu sehen ist es auf der Website www.lastgreatmalts.com, bei Youtube oder unterhalb unseres Newsbit.

Ralfy’s Video Review #488: Springbank 12yo, 54.3%

Nach einigen Ausflügen in die Gefilde des amerikanischen Bourbons (und dort in Abfüllungen, die hier in unseren Regionen schlichtweg nicht erhältlich sind) und in jene seiner Enttäuschung über den Ausgang des Referendums, kommt Ralfy wieder zu den Besprechungen schottischer Whiskys zurück. Heute geht es um den Springbank 12yo in Fassstärke, genauer gesagt um die neueste Abfüllung, die mit 54.3% in die Flasche kam. Dass die Springbank 12yo sehr gute und vor allem sehr preiswerte Whiskys sind, braucht man den Liebhabern von Campbeltown-Whiskys nicht extra zu erzählen. Und auch diesmal spricht die Bewertung für sich: 90 von 100 Punkten. Zu sehen hier oder auf Youtube.

Heute Abend: Laphroaig Live 2014

Laphroaig-Live-2014

Heute Abend, 20:00 Uhr MEZ begrüßt Destillery Manger John Campbell seine Gäste zum diesjährigen Laphroaig Live aus Schweden, und wir können per Internet dabei sein. Verkostet werden der neue Laphroaig Select, das diejährige Cairdeas Bottling, der 12-jährige Laphroaig (exklusiv in den nordischen Ländern erhältlich), und der 18-jährige Laphroaig. Letzterer konnte sich gegenüber dem 10-jährigen bei einer Online-Abstimmung durchsetzen.

Wer heute Abend nicht live online sein – gewöhnlich wird diese sehenswerte Show aufgezeichnet und am nächsten Tag online zur Verfügung gestellt. Wir schauen morgen mal nach.

Wir verkosten: Wemyss „Aromatic Orange Tobacco“

Neben dem Blended Scotch Whisky Lord Elcho und den Blended Malts The Hive, Spice King und Peat Chimney veröffentlicht der unabhängige Abfüller Wemyss Malts regelmäßig auch Einzelfassabfüllungen. Für die Auswahl der Fässer ist ihr „Nosing Panel“ zuständig, den Vorsitz hat hier Charles Maclean – hier erübrigen sich eigentlich weitere Erläuterungen zu seiner Person. Jeder Abfüllung wird ein Name verliehen, der die Aromen und Geschmacksrichtungen widerspiegelt. Abgefüllt wird generell mit 46 % Vol., auf Farbstoff und Kühlfilterung wird verzichtet.

Aus den aktuellen Abfüllungen stellte uns Alba Import dieses Sample zur Verfügung – es wurde von unserem Redakteur Dirk Piesczek verkostet.

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Wemyss
Aromatic Orange Tobacco
Glenrothes
1988/2013
46 % Vol.,
Sherry Butt
ohne Kühlfilterung und Farbstoff

Nase: Der Glenrothes tritt uns sanft und elegant entgegen. Eine dezente saure Zitrusfrucht-Note, erinnert an Grapefruit, paart sich sich mit einer leichten Gewürznote, es geht eher in die Richtung kräftige Gartenkräuter. Ja, das könnte auch Tabak sein, aber von der stärkeren dunklen Sorte. Diese Noten verschmelzen wunderbar, und das alles ohne einen Hauch von Alkohol. Sehr fein.

Gaumen: Eine leichte Fruchtsäure mit einer Zitrus-Süße mischt sich mit einer gewissen leichten Würzigkeit und bestätigen die Nase. Hinzu kommt eine kleine pfeffrige Schärfe. Alles vielleicht ein kleines bisschen weniger präsent als in der Nase und deshalb herausfordernder, die Eleganz dieses Glenrothes wird hier aber nochmals unterstrichen. Komplex.

Finish: Recht lang. Die anfänglichen Zitrus-Noten, begleitet von einer leichten alkoholischen Schärfe, die hier erstmals auftritt, verschwinden und geben, deutlicher als zuvor, den Tabak – weniger würzig und leicht süß – frei, der recht lange verbleibt.

Alles in allem: Ein feiner, eleganter Tropfen. Dieser Glenrothes hat mit den Jahren eine Reife, Würde und Komplexität entwickelt, die von uns mit einem – wenn auch knappen – „Sehr Gut“ bedacht wird.