Beam Suntory: Merger ist komplett (jetzt mit Pressemitteilung)

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Wie Suntory heute laut Channel News Asia bekanntgab, ist der Buyout für Beam – in der bescheidenen Höhe von 16 Milliarden Dollar – komplettiert. Damit ist der drittgrößte Getränkekonzern der Welt, Beam Suntory Inc., entstanden. Suntory hat alle Aktien von Beam (13.9 Milliarden Dollar) übernommen, zudem auch die zwei Milliarden Dollar Schulden, die der amerikanische Konzern hatte.

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Nachdem wir wieder mal schneller waren als die PR-Aussendung, reichen wir diese hier in Auszügen nach 🙂

Osaka, Japan und Deerfield, Illinois, USA, 30. April 2014 – Suntory Holdings Limited (Suntory) und Beam Inc. (NYSE: BEAM) haben heute bekannt gegeben, dass Suntory am Mittwoch, dem 30. April 2014 (US Central Daylight Time) die Übernahme aller ausstehenden Aktien von Beam für 83,50 USD pro Aktie abgeschlossen hat.

Infolge der Transaktion wurde Beam heute in Beam Suntory Inc. (Beam Suntory) umbenannt. Das neue Unternehmen beabsichtigt, das Spirituosen-Geschäft von Suntory Liquors Limited vor Ende dieses Jahres zu integrieren. Durch die Transaktion entsteht ein Unternehmen, das einen starken dritten Platz auf dem weltweiten Premium-Spirituosen-Markt einnimmt. Beam Suntory wird seinen Hauptsitz in Deerfield, Illinois haben und unter der Führung von Chairman und Chief Executive Officer Matt Shattock stehen, der seit 2009 die Position des CEO bei Beam innehält.

Mit Blick auf die Zukunft strebt Beam Suntory ein Wachstum auf den weltweiten Märkten an, unter anderem in den Vereinigten Staaten, dem weltweit größten Markt für Spirituosen. Dafür soll die gemeinsame Produktauswahl an führenden Marken und das verstärkte globale Vertriebsnetz wirksam eingesetzt werden.

„Durch die Zusammenlegung des weltweit führenden Bourbon-Herstellers und Japans führendem Spirituosen-Hersteller haben wir eine stärkere globale Präsenz mit noch besseren Premium-Produkten geschaffen“, so Matt Shattock, Chairman & CEO von Beam Suntory. Das Portfolio des Unternehmens wird durch seine führenden Marken Jim Beam und Yamazaki angeführt und enthält weltweit renommierte Premiummarken, darunter Maker’s Mark, Knob Creek, Hakushu, Hibiki, Kakubin, Teacher’s, Laphroaig, Bowmore, Canadian Club, Courvoisier, Sauza, Pinnacle und Midori.

„Wir sind überzeugt, dass Beam Suntory weiter wachsen wird, indem wir die globale Strategie verfolgen, die bereits Beam so erfolgreich gemacht hat“, so Shattock. „Wir werden uns darauf konzentrieren, unsere Dynamik fortzusetzen, in entwickelten und aufstrebenden Märkten zu wachsen und unsere gemeinsamen Stärken auszubauen. Zu diesen Stärken gehören ein dynamisches Produktportfolio innerhalb der entscheidenden Kategorien, leistungsstarke Vertriebskanäle und engagierte Mitarbeiter. Ich bin insbesondere von dem begeistert, was uns vereint – eine starke kulturelle Übereinstimmung auf der Grundlage des unternehmerischen und innovativen Denkens zweier Unternehmen, deren gemeinsame Werte und stolze Tradition in einem generationenübergreifenden Familienunternehmen wurzeln. Wir freuen uns darauf, voneinander zu lernen und eine Zukunft zu gestalten, die von beeindruckendem Wachstum für unser Geschäft und von Chancen für unsere Mitarbeiter geprägt ist.“

„Ich freue mich sehr über die Gründung von Beam Suntory, die das Spirituosen-Geschäft von Beam und Suntory vereint, und ich bin davon überzeugt, dass Beam Suntory weiterhin stark innerhalb der globalen Spirituosenbranche wachsen wird“, so Nobutada Saji, Präsident und Chairman von Suntory Holdings. „Seit ihrer Gründung hat die Suntory-Gruppe stets das Motto „Yatte Minahare – Go for it!“ verfolgt, indem sie sich neuer Herausforderungen annahm, neue Chancen schaffte und unsere Unternehmenswerte in die Tat umsetzte. Die 200-jährige Unternehmenstradition von Beam ist ebenfalls geprägt von Unternehmergeist, Kreativität und mutigen Entscheidungen und repräsentiert damit bereits das Motto „Yatte Minahare“. Dieser Spirit und unsere gemeinsamen Stärken bilden eine starke Antriebskraft. Zugleich wird unser Premiumportfolio Verbraucher auf der ganzen Welt begeistern. Beam Suntory bleibt der Unternehmensphilosophie von Suntory „In Harmonie mit Mensch und Natur“ treu und agiert im Einklang mit den Menschen und ihrer natürlichen Umgebung.“

 

Destillerien, die Rekorde brechen

Ein wenig unnützes Wissen von Zeit zu Zeit kann nicht schaden: In diesem Sinne möchten wir Sie auf einen Artikel der offiziellen Website zum World Whisky Day hinweisen, in dem Destillerien aufgeführt werden, die in irgendeiner Weise Rekorde brechen. Ohne jetzt nachzusehen, welche davon können Sie jetzt schon identifizieren?

  • Die höchstgelegene Destillerie?
  • Die Destillerie, die gleichzeitig in zwei Regionen liegt?
  • Die engere Umgebung einer Destillerie, in der die meisten illegalen Brennereien um 1800 beheimatet waren?
  • Die älteste Destillerie Schottlands?
  • Die höchsten Brennblasen?
  • Die neueste Destillerie?

Viel Spaß beim Raten und Nachsehen 🙂

Glenturret Destillerie, Foto von Garrit, CC-Lizenz
Foto von Garrit, CC-Lizenz

Whisky des Monats Mai 2014: Glencadam 12yo Portwood Finish

In unserer regelmäßigen Rubrik “Whiskys des Monats” stellen wir, sehr subjektiv gesehen natürlich, Whiskys vor, die wir besonders mögen – und denen wir eine breitere Öffentlichkeit wünschen. Hier unsere Empfehlung für Mai:

Glencadam Portwood Finish 12yo

Die Destillerie Glencadam in den Highlands gibt es zwar seit 1825, aber eine komplette eigenständige Linie veröffentlicht Glencadam aus dem Ort Brechin erst seit 5 Jahren. Kein Wunder also, dass die Destillerie keine großen Bekanntheitswerte vorweisen kann.

Dieser Mangel an Bekanntheit ist aber sicherlich nicht auf die Qualität des dort produzierten Whiskys zurückzuführen. Denn was aus Glencadam, die Im Besitz von Angus Dundee ist, in die Flaschen gefüllt wird, ist überdurchschnittlich gut. Das gilt nicht nur für die unabhängigen Abfüllungen, sondern auch für die preiswerten Standardbottlings. Nicht nur für Einsteiger sind sie auf Grund ihrer Vielfältigkeit durchaus den einen oder anderen Probekauf wert.

Als Whisky des Monats Mai 2014 haben wir uns den Glencadam 12yo Portwood Finish ausgesucht. Er ist einer, der es besonders Whiskyeinsteigern, die eine Vorliebe für Wein haben, relativ leicht macht. Auffallend an ihm ist die unserer Meinung nach sehr gelungene Balance zwischen dem klassischen Whiskygeschmack und der Süße des Portfinishes, wobei der Whisky in Nase, Gaumen und Finish sich eher zur süßen Seite neigt.

Der Glencadam 12yo Port Finish ist ein Whisky für jeden Tag, wunderbar als ein Glas nach dem Abendessen oder zum Anhalten während schöner Gespräche geeignet. Mit einem Preis zwischen 40 und 50 Euro richtet er auch hier zum Verkosten keine große Hürde auf. Wir empfehlen ihn leichten Herzens und wünschen viel Vergnügen damit.

Ralfy’s Video Review #451: Amrut Port & Peated Single Cask

Aus Bangalore in Indien stammt das Objekt des Interesses für Ralfy’s heutige Video-Review: der Amrut Port & Peated Single Cask. Für Ralfy bietet Amrut gute Qualität fürs Geld, im Gegensatz zu manch anderen Welt-Whiskys. Sehr gut dann auch die Benotung: 88 aus 100 Punkten. Wie immer sind die Reviews von Ralfy nicht nur unterhaltsam, sondern auch sehr informativ und vor allem in den Fakten korrekt, wie man sich auch diesmal wieder in genau 24 Minuten überzeugen kann:

Neuer Blend für UK und Travel Retail: Lauder’s Oloroso Cask Finish

Wer in nächster Zeit einen internationalen Flug anstehen hat oder England besucht und zudem hin und wieder auch einem Blend nicht abgeneigt ist, der hat in Lauder’s Oloroso Cask Finish eine neue Abfüllung zur Auswahl, berichtet Moodie Report heute. MacDuff International hat diese Sorte soeben gelauncht, und zwar als 70cl-Flasche und auch als solche mit einem Liter Fassungsvermögen.

Relativ freimütig zeigt man sich mit Informationen über die Fässer, die verwendet wurden: Die Oloroso Casks werden als „seasoned“ bezeichnet – und das ist etwas, das eigentlich jeder Single Malt-Erzeuger ebenfalls deutlich angeben sollte: Im Gegensatz zu normalen Sherry Casks, die tatsächlich zur Sherry-Erzeugung verwendet wurden, sind „seasoned“ Casks einfach kurzzeitig mit Sherry befüllt und so damit „gewürzt“ worden. Eine Sache, die angesichts der Fassknappheit leider immer öfter passieren wird. Wäre ja auch kein Problem – wenn man die Informationen über den Einsatz solcher Fässer auch freigibt…

Lauders_Oloroso_Cask

Whisky Gospel verkostet AnCnoc Rutter, Flaughter & Tushkar

Weiter geht es heute mit unserer Rundschau auf englischsprachigen Blogs über Verkostungsnotizen unlängst veröffentlichter Whiskys (die drei Kandidaten von Whisky Gospel haben es aber leider unserer Information nach noch nicht in deutschsprachige Länder geschafft). Die Tasting Notes auf Whisky Gospel für anCnoc Rutter, Flaughter und Tushkar (letzterer leider nur in Schweden erhältlich) sind durchwegs positiv – gelobt wird vor allem die Balance, die allen neuen getorften Whiskys innewohnt. Als Favorit hat sich im Tasting eigentlich keiner herausgestellt, aber das liegt daran, dass alle drei durchaus ihre Vorzüge haben…

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Whisky Israel verkostet Glenglassaugh Torfa

Eine Verkostungsnotiz für den erst kürzlich erschienenen Glenglassaugh Torfa ist heute auf Whisky Israel erschienen. Die Wertung dort: 81/100. Man findet ihn leicht zu trinken, jung – vielleicht etwas zu jung. Whisky Israel merkt an, dass dieser Whisky in ca. 5-8 Jahren wirklich großartig sein könnte – aber so, wie er jetzt ist, sei er nichts Besonderes. Zur Verkostungsnotiz geht es hier.

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Kilchoman Port Matured kommt im Herbst auf den Markt

Auf ihrem Blog bringt die Water of Life Society einen Bericht über ein Tasting, das sie mit James Wills von der Kilchoman-Destillerie abgehalten haben. Neben sehr guten Tasting Notes, die allein das Lesen schon rechtfertigen, gibt es auch eine Verkostungsnotiz über einen im Portfass gereiften Kilchoman, der im Herbst 2014 abgefüllt werden wird. Dies scheint die erste Erwähnung dieser neuen Abfüllung zu sein. 2011 ins Fass gekommen, wird diese Abfüllung zwischen 60 und 80 Pfund kosten. Wir dürfen gespannt sein.

Kilchoman Distillery, Foto von Apollon440, Public Domain
Kilchoman Distillery, Foto von Apollon440, Public Domain

Norweger wollen auf Myken arktischen Whisky brennen

Es klingt wie eine Schnapsidee, was The Local aus Norwegen heute berichtet: Norwegische Whiskyfans wollen auf der Insel Myken, weit westlich der nördlichen norwegischen Küste, einen Whisky brennen. Aber das Vorhaben ist bereits zum Teil in die Tat umgesetzt: Roar Larsen, im Zivilberuf Chefwissenschafter am Sintef-Institut in Trondheim, hat zu diesem Zweck bereits eine alte Fischfabrik gekauft und um eine Brenngenehmigung angesucht. Als Wasser soll entsalztes Meerwasser verwendet werden, und die Lagerhäuser liegen so wie die Destillerie nördlich des Polarkreises, werden also von der Mitternachtsonne beschienen. Für uns von whiskyexperts bleibt natürlich die Frage, wie lange die Reifung dort dauern wird. Die ersten Tropfen des Whiskys sollen aber noch heuer aus der Anlage rinnen.

Insgesamt fünf Familien sollen mit der Herstellung des Whiskys beschäftigt sein. Mehr dazu im Artikel hinter unserem Link.

Ein Leuchtturm auf Myken
Ein Leuchtturm auf Myken

Video: Wie man Highland Park Whisky noch rauchiger macht

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Wir finden: eine coole und interessante Idee (vielleicht doch ein wenig gaga, und sicherlich noch nicht ausgereift für den Hausgebrauch *g*). Jedenfalls hat man sich bei Highland Park etwas einfallen lassen, wie man in Bars in nur 45 Sekunden den Whisky mit einer Extraportion Rauch servieren kann…

The Famous Grouse 16yo Special Edition jetzt auch im asiatischen Duty Free

Bei uns schon in ausgewählten Fachgeschäften erhältlich, jetzt auch im Duty Free in asiatischen Ländern: The Famous Grouse Double Matured Blended Scotch Whisky – 16 Years Old in der edlen Flasche designed vom international anerkannten Grafiker Vic Lee, wird nun auch im asiatischen Travel Retail aufgelegt, berichtet The Moodie Report heute. Die Special Edition soll den Beginn einer jährlich erscheinenden Serie sein. Schön schaut sie schon aus, die Verpackung…

16yospecialeditionviclee

Serge verkostet: Glenlossie

Gleich zu Beginn seiner Verkostungsnotizen sagt Serge Valentin über Glenlossie, dass er ein Mainstream-Whisky sei, eigentlich völlig fürs Blenden designed. Manche Abfüllungen tendieren also für ihn eher dazu, etwas langweilig zu sein. Im Durchschnitt gilt das auch für die Whiskys in der heutigen Verkostung auf Whiskyfun – allerdings mit einigen Ausnahmen:

  • Glenlossie 1974/1999 (40%, Gordon & MacPhail, Connoisseur’s Choice): 74 Punkte
  • Glenlossie 26 yo 1978/2005 (46%, Gordon & MacPhail, Connoisseur’s Choice, refill sherry hogshead): 79 Punkte
  • Glenlossie-Glenlivet 6 yo (86 proof US, OB, Chas. Mackinlay & Co., US import, for Army and Navy Stores, +/-1910s): 90 Punkte (wow, 1910!!!)
  • Glenlossie-Glenlivet 20 yo 1993/2014 (53.3%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hoghsead, 252 bottles): 85 Punkte
  • Glenlossie 25 yo 1978/2003 (54%, Duncan Taylor, Peerless, cask #4802, 212 bottles): 84 Punkte
  • Glenlossie 1984/2010 (60%, Scotch Single Malt Club, sherry, cask #2534, 563 bottles): 89 Punkte
Glenlossie Destillerie, Foto von Anne Burgess, CC-Lizenz
Glenlossie Destillerie, Foto von Anne Burgess, CC-Lizenz

Neu: Aberfeldy 18yo

Bacardi schließt die Lücke in der Range ihrer Highland Destillerie Aberfeldy. Neben den beiden Standard-Abfüllungen Aberfeldy 12yo und Aberfeldy 21yo wird es jetzt den Aberfeldy 18yo geben. Allerdings ist er ausschließlich im globalen Travel Retail Markt erhältlich. Flasche und Verpackung wurden designtechnisch überarbeitet, der Aberfeldy-Schriftzug „steht für den Geburtsort von John Dewar (Gründer der Brennerei) und der Wasserquelle des Whiskys, dem Pitilie Burn“, so zitiert The Spirit Business den Managing Director des globalen Travel Retail Bereichs von Bacardi, Mike Birch.

Zum Preis, Alkoholgehalt oder weiteren Angaben zu dieser Abfüllung konnten wir keine Informationen finden.

Aberfeldy
Aberfeldy – Foto von Garrit, GNU-Lizenz

Tomatin Destillery Manager Graham Eunson über Port Finishes

Ein zweiminütiges Video von Distillery Manager Graham Eunson zeigt uns die großen Port Pipes in der Cooperage von Tomatin. Nachdem ja die Highland-Destillerie eine Port-Finish-Expression in die Core Range aufnimmt, die mit ihren 14 Jahren die normale 15jährige Abfüllung ersetzen wird, erzählt Graham, wie diese Portfässer den Charakter des Whiskys bestimmen. Vom ersten Augenschein her scheinen es in der Tat alte Portfässer zu sein, und nicht sogenannte „seasoned“ Casks, also solche, die niemals wirklich zur Portherstellung benutzt, sondern nur mit Port behandelt wurden – und das ist eine gute Nachricht…