Bis zur Aquavitae ist es noch ein wenig hin, am 12. und 13. Oktober findet sie in Mülheim/Ruhr statt. Doch schon heute wurden die Tastings veröffentlicht und sind auch online buchbar. Ein langes und am Ende doch erfolgloses Anstehen am Verkaufsstand der Tastingkarten auf der Messe, wie bei der Whisky Fair in Limburg, entfällt hier. Wunderbar!
Dufftown, gebaut auf sieben Stills, Whisky-Hauptstadt (mindestens) Schottlands. Heute verkostet Serge Valentin drei Whiskys, destilliert in dieser Stadt.
Stimmt es eigentlich, dass die Polizei dort keine Atem-Alkoholkontrollen durchführen kann, weil soviel Alkohol in der Luft ist, so dass das Messergebnis verfälscht wird?
Singleton of Dufftown 12 yo (40%, OB, +/-2012) 75 Punkte
Images of Dufftown 1988/2013 ‚Clock Tower‘ (53,2%, Malts of Scotland, 254 bottles) 84 Punkte
Mortlach 17 yo 1995/2012 (56,4%, The Whisky Cask, hogshead) 86 Punkte
Brora war eine Whiskybrennerei in Brora, Highland, Schottland. Das Brennereigebäude sind in den schottischen Denkmallisten in die Kategorie B einsortiert.
Die Brennerei wurde 1819 als Clynelish-Brennerei aus politischen Gründen errichtet. Ziel war es, Schwarzbrennern im Verlaufe der Highland Clearances die Grundlage ihres Geschäfts zu entziehen, um sie zur Umsiedlung zu bewegen. In den ersten Dekaden des Bestehens ist die Geschichte der Brennerei von zahlreichen Pächterwechseln geprägt. Erst George Lawson führte die Brennerei ab 1846 über einen längeren Zeitraum hinweg. 1896 wurde die Brennerei zu gleichen Teilen an die Blender James Ainslie & Coaus Glasgow und John Risk, der auch die Bankier-Brennerei in Banknock betrieb, verkauft. Im Jahre 1925 ging der Betrieb in den Besitz der Distillers Company Ltd. (DCL) über und gehörte ab 1930 zu Scottish Malt Distillers (SMD). Zwischen 1931 und 1939 war die Brennerei geschlossen.
1967 sollte die Brennerei durch die neu errichtete Clynelish-Brennerei ersetzt werden. Da die Produktion des zum Blenden benötigten stark getorften Whiskys auf der Insel Islayzu dieser Zeit witterungsbedingt stockte, wurden die jetzt als Clenelish A bezeichnete Brennerei und der Clynelish B genannte neue Betrieb zunächst parallel betrieben, wobei inClynelish A die Produktion stark getorften Whiskys durchgeführt wurde. Später wurden Clynelish A in Brora und Clynelish B in Clynelish umbenannt. Die Brora-Brennerei wurde noch bis 1983 betrieben, ein Jahr in dem mit Banff, Dallas Dhu, Glen Mhor, Glenlochy, Glenugie, North Port und St. Magdalene noch sieben weitere Brennereien geschlossen wurden.
Als Alfred Barnard im Rahmen seiner bedeutenden Whiskyreise im Jahre 1886 die Brennerei besuchte, verfügte sie über eine jährliche Produktionskapazität von mehr als 20.000 Gallonen. Es standen zwei Brennblasen zur Verfügung, eine Grobbrandblase (Wash Still) und eine Feinbrandblase (Spirit Still)
Brora Destillerie, Foto von Andrew Wood, CC-Lizenz
Whisky und Werbung gehören in den letzten 100 Jahren zusammen. Heutzutage vielleicht nicht mehr so sehr, mit all den Werbebeschränkungen, die für Alkoholika Gesetz wurden – aber im 20. Jahrhundert war Whiskywerbung fast überall zu sehen. Diese Werbung für Old Valley Whiskey aus den USA stammt aus dem Jahr 1905…
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Wir kommen nicht mehr nach mit den Meldungen von Um-, Aus- oder Neubauten in der schottischen Whisky-Industrie. Heute gibt Benromach bekannt, dass sie ihre Produktion verdoppeln wird. Es wird in der nächsten Zeit eine siebenstellige Summe investiert: die beiden bisherigen Stillmen, Keith Cruickshank und Mike Ross, werden einen neuen Kollegen bekommen, zwei weitere Warehouses werden gebaut und ein Brand Manager eingestellt.
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Mehr schlecht als recht (nach eigener Aussage) verkostet Serge Valentin heute Linkwoods verschiedenen Jahrgänge, Alters und Abfüller. Besonders fallen die beiden Destillate aus dem Jahr 1984 auf. Und, wir haben nachgeschaut, unsere Vorräte an Vorkriegs-Linkwoods sind auch zur Neige gegangen ;).
Linkwood 15 yo (40%, Gordon & MacPhail, licensed bottling, +/-1985) 72 Punkte
Glen Keith ist eine Whiskybrennerei in Keith, Moray,Schottland. Sie wurde 1999 eingemottet, jedoch nicht endgültig geschlossen. Am 15. Juni 2013 wurde sie offiziell wiedereröffnet.
Chivas Brothers, die schon die gegenüberliegende Strathisla-Brennerei betrieben, begannen im Jahre 1957 mit der Errichtung einer neuen Brennerei in Keith. Sie war die erste Brennereineugründung in Schottland nach dem Boom im Viktorianischen Zeitalter. Der Glen Keith getaufte betrieb wurde 1960 fertiggestellt. Glen Keith diente dem Spirituosenkonzern neben der kommerziellen Whiskyproduktion auch als Versuchseinrichtung zur Entwicklung innovativer Techniken. Es wurden zunächst drei Brennblaseneingesetzt, eine Grobbrand- und zwei Feinbrandblasen, die einen dreifach gebrannten Malt Whisky produzierten; es konnte jedoch auch einfach auf zweifache Destillation umgestellt werden. Das in der Whiskyregion Lowlands übliche dreifache Brennen ist hingegen in der Region Speyside nicht gängig und spiegelt den experimentellen Charakter der Brennerei wider. Später wurde die Anzahl der Brennblasen auf sechs erhöht. Hierbei wurden Mitte der 1970er Jahre die ersten gasbeheizten Pot Stills überhaupt installiert.
Die Glen-Keith-Brennerei produzierte auch ihr eigenes Malz und ihre eigene Hefe. Hierbei wurde auch die Strathisla-Brennerei über eine Druckleitung mit Malz versorgt. Eine Zeit lang wurde ein getorfter Malt Whisky produziert, den der unabhängige Abfüller Gordon & MacPhail unter der Handelsbezeichnung Glenisla vertrieb. Erwähnenswert hierbei ist, dass das Torfraucharoma nicht wie üblich durch getorftes Malz sondern durch mit Torfrauch behandeltem Wasser erzeugt wurde.
Glen Keith Destillerie, Foto von Ann Harrison, CC-Lizenz
Skye ist wirklich fotogen. Heute bringen wir eine wunderschöne Aufnahme vom Talikser Bay auf dieser schottischen Insel. Einfach bildschirmfüllend machen und genießen…
Talisker Bay auf der Insel Skye, Foto von laus-Martin Hansche, CC-Lizenz
Arran Destillerie, Foto von Paul Birrell, CC-Lizenz
Auch wenn die offizielle Eröffnung erst zwei Jahre später durch die Queen stattfand, das Gründungsdatum der Isle of Arran Distillery ist der 29 Juni 1995, denn an diesem Tag floss zum ersten Mal New Make durch den Spirit Safe. Ihren 18. Geburtstag begeht die Destillerie auf den vierten „Arran Malt and Music Festival“. Neben dem Exclusive Whisky Dinner am Freitag dem 28. Juni, auf 40 Plätze limitiert, gibt es am nächsten Tag verschiedene Tastings (ua.a auch des Devil’s Punchbowl 2). Nähere Informationen und preise finden Sie auf der Website der Destillerie.
Glendronach Destillerie. Bild: K. Schwebke. CC-Lizenz.
Für sein heutiges Tasting hat sich Serge Valentin wieder Destillerien, die mit “Glen” beginnen, ausgesucht. Mit dabei: unser Whisky des Monats, Glendronach Cask Strength Batch #2.
Glendronach ‘Cask Strength’ (55.2%, OB, batch 2, 2013) 89 Punkte
Glen Scotia 20 yo 1992/2013 (52.1%, Whisky Spirits, Whisky Seasons, April) 80 Punkte
Glenlivet 15 yo 1996/2012 (52.1%, Signatory for The Whisky Castle, first fill sherry, cask #165162, 212 bottles) 86 Punkte
Diesmal greifen wir ganz tief in die Mottenkiste und holen eine Werbung für La Sylphide Bourbon heraus. Diese wunderschöne Werbegrafik stammt aus den USA und aus dem Jahr 1860. Wir finden, das Etikett würde sich auch auf modernen Abfüllungen gut machen und das Sammlerherz erfreuen…
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Zum Wochenstart verkostet Serge Valentin auf Whiskyfun heute zwei Strathmill aus Ex-Bourbon-Fässern, von zwei unabhängigen Abfüllern im letzten Jahr abgefüllt. Besonders die Abfüllung von Jack Wiebers sticht hier heraus.
Strathmill 21 yo 1990/2012 (54.1%, James MacArthur, bourbon wood, cask #101112) 64 Punkte
Strathmill 36 yo 1976/2012 (46.5%, Jack Wiebers, Old Train Line, bourbon, 210 bottles) 87 Punkte
Die Destille Miltenduff wurde 1824 auf dem Gelände des Benediktinerklosters Pluscarden erbaut. Heute gibt es zwischen der Destille und dem Kloster keine Verbindung mehr, dennoch wird der Name des Klosters weiterhin auf den Flaschenkisten erwähnt. In den Jahren 1930 und 1970 wurde die Destille aufwändig renoviert.
Der hier produzierte Whisky ist ein zentraler Bestandteil der Ballantines Blends.