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Viele Destillerien stehen nicht im Rampenlicht. Oft sind es diejenigen, deren Aufgabe hauptsächlich in der Produktion von Whiskys liegt, welche Bestandteil von Blends sind. Die Brennerei Braes of Glenlivet, seit 1995 heißt sie Braeval, um Verwechselungen mit der Glenlivet Destillerie zu vermeiden, veröffentlicht keine eigenen Abfüllungen, somit fällt den unabhängigen Abfüllern die Aufagbe zu, uns diese Speyside- Distillery näher zu bringen. Serge Valentin verkostet heute drei, welche alle in diesem Jahr auf den Markt kamen und es somit noch eine Cahnce gibt, sie auch zu erwerben.
Braeval 18 yo 1994/2013 (49.7%, Liquid Library, bourbon barrel) 83 Punkte
Braeval 18 yo 1994/2013 (52.5%, Liquid Treasures, bourbon hogshead, 120 bottles) 82 Punkte
Braeval 23 yo 1989 (54.2%, The Whisky Barrel, Burns Malt, hogshead, cask #1074, +/-2013) 84 Punkte
Strathisla ist eine Whisky-Destillerie in Keith, Speyside, Schottland. Seit 1995 ist die Destillerie im Besitz von Chivas Brothers Ltd. für Pernod Ricard, Frankreich. Die 1786 gegründete Destillerie ist die älteste in Betrieb befindliche der Speyside. Der Name leitet sich vom Fluss Isla ab, der nahe der Brennerei vorbeifließt. Sie liegt am schottischen Whisky Trail und ist von März bis Oktober für Besucher geöffnet.
Im Jahre 1786 gründen George Taylor und Alexander Milne die heutige Destillerie unter dem Namen Milltown oder Milton, die 1830 von William Longmore übernommen wurde. In den 1870er Jahren wurde dann die Destillerie in Strathislaumbenannt. Rund sechs Jahre später brach ein Feuer aus und beschädigte große Teile der Brennerei. 1890 wurde die Brennerei dann in Milton umbenannt.
George Jay Pomeroy, Besitzer der Destillerie im Jahre 1949, musste wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis und brachte damit die Existenz der Brennerei in Gefahr. Die Firma Chivas Brothers Ltd. übernahm nach einer Versteigerung die Destillerie und nannte sie wieder Strathisla. 1965 wurden zu den zwei Brennblasen zwei weitere hinzugefügt.
1995 erfolgte die Übernahme durch den Konzern Pernod Ricard.
Das Wasser entstammt der Broomhill Spring in der Nähe der Destillerie. Die Brennerei verfügt über einen Maischbottich (4,84 Tonnen) aus Edelstahl und elf Gärbottiche (je 24.500 Liter) aus Douglasienholz. Gebrannt wird der Whisky in zwei wash stills mit jeweils nachgeschalteter spirit still. Für die Lagerungen werden Sherry- und Bourbon-Fässer benutzt. Sie gehört zu den kleineren Brennereien am Whisky Trail und hat eine Fertigungskapazität von 2.400.000 Litern/Jahr.
Einige der von der Destillerie hergestellten Produkte:
Ein Single Malt der zwölf Jahre gereift ist, ist Hauptprodukt der Destillerie. Es gibt diesen auch in Reifestufen in 8, 18 und 21 Jahren.
Mehrere Sonderabfüllungen, die zum Teil nicht durch die Destillerie direkt erfolgen. Wie zum Beispiel der 25 Jahre alte Strathisla, der von Gordon & MacPhail abgefüllt wird.
Ein Blend namens Chivas Regal, der einen weiteren Großteil der Produktion ausmacht.
Die Destillerie ist vom 21. März bis Ende Oktober für Besucher als geführte Tour zugänglich.
Heute gibts eine Karte der Geschmacksrichtungen einiger beliebter schottischer Single Malts, die von Tasma3197 nach einer Vorlage der „Friends of the Classic Malts“ in Glasgow im Jahr 2007 erstellt wurde. Das Projekt wurde damals von Diageo unterstützt, deshalb sind deren Marken auch etwas überrepärsentiert. Die Landkarte der Whiksys wurde unter der GNU Free Documentation License veröffentlicht.
Gerade mal 7 Jahre jung ist der Ledaig aus der Destillerie Tobermory, den wir in die Verkostung genommen haben. Die Frage, die sich uns stellte war: Warum wurde der Ledaig vom unabhängigen Abfüller in solcher Jugend in die Flasche gefüllt? Die Antwort: Weil es höchst wahrscheinlich der genau richtige Zeitpunkt war, denn dieser Whisky ist eine völlig unerwartete Überraschung, die noch dazu preiswert ist (um die 50 Euro).
Nase: Kräftig und rauchig, mit etwas Zitrone. Man spürt die Jugend, und zwar im positiven Sinn. Der Alkohol steigt nicht in die Nase, ist trotz des geringen Alters sehr schön eingebunden
Gaumen: Hoppla, wo ist denn da der Rauch geblieben? Was sich hier am Gaumen eröffnet, ist eine runde und harmonische Sache, die plötzlich sehr torfig ist. Man muss nicht in einen Highland Park Loki investieren, um einen Whisky zu finden, der sich zwischen Riechen und Schmecken völlig verwandelt. Etwas Süße ist drin, etwas Zitronenschale im Hintergrund, das Ganze macht einen sehr ausgewogenen Eindruck.
Finish: Hier merkt man einerseits wieder seine Jugend, denn der Whisky bleibt nicht besonders lange. Andererseits auch hier wieder: sehr reif und rund für das Alter. Der Torf ist wieder da, und die Süße wird etwas dominanter, ist aber immer noch dezent.
Alles in allem: So ein Whisky begegnet einem nicht alle Tage. Gratulation an Càrn Mòr – ein Whisky mit Charakter und sehr, sehr eigenständig. Den trinkt man gerne. Die 46% sind kein Nachtteil.
Linkwood liegt südlich von Elgin auf einem circa 4 Hektar großen Gelände, das parkähnlich angelegt ist. Der dort aufgestaute Burn of Linkwood, ein Zufluss des Lossie liefert das Kühlwasser für die Produktion. Die Anlage besteht heute aus modernen Produktionsanlagen und den alten Lagerhäusern.
Die Brennerei wurde vermutlich um 1825 von Peter Brown (†1869) gegründet. Mit ihr wollte er die Produktivität der von ihm verwalteten Ländereien der Seafield Estates erhöhen. 1871 wurde sie von seinem Sohn, William Brown (†1893), vollständig neu aufgebaut und 1897 wurde die Anlage noch einmal erweitert. Von 1897 bis 1933 firmierte sie unter Linkwood-Glenlivet Distillery Co Ltd.. 1933 wurde die Destillerie von Scottish Malt Distillers Ltd. übernommen. Während des Zweiten Weltkrieges ruhte die Herstellung. 1962 wurde eine Renovierung mit Umbau und Austausch der Brennblasen durchgeführt. Dabei wurde auch die betriebseigene Dampfmaschine stillgelegt und die Produktion an das elektrische Netz angeschlossen. 1971 wurde die Destillerie durch den Neubau eines Stillhouses (Linkwood B) mit vier Brennblasen erweitert. Zwischen 1985 und 1990 war die alte Brennerei (Linkwood A) geschlossen. 1992 wurde Linkwood dann an den heutigen Eigentümer United Distillers & Vintners und damit an Diageo verkauft.
Nach Steuerunterlagen wurden ab 1825 etwa 4.500 Liter Whisky pro Jahr mit zwei Brennblasen produziert. Mit der Erweiterung 1871 stieg die Jahresproduktion auf 227.000 Liter. Mit einer erneuten Erweiterung 1897 wurden dann die Produktionskapazitäten verdoppelt. Offizielle aktuelle Produktionszahlen sind unbekannt. Es kann jedoch nach der Erweiterung von 1971 von einem jährlichen Produktionsvolumen von circa 2.240.000 Litern ausgegangen werden[1].
Produkte/Geschmacksrichtungen
Nur circa zwei Prozent der Produktion werden als Single Malt auch vermarktet.
Eigenmarken sind:
Linkwood 12 Year Old (Flora & Fauna)
Linkwood 26 Year Old (diverse Geschmacksrichtungen)
Einige unabhängige Abfüller (Cadenhead, Duncan Taylor „Cask Strength“, Gordon & MacPhail, Hart Brothers und Signatory) füllen ebenfalls Linkwood-Whisky ab.
Der Großteil wird jedoch für Blendeded Whiskys wie etwa Bells, White Horse, Dimple, Johnnie Walker oder Haig verwendet.
Der erste Leiter der Destillerie nach dem 2. Weltkrieg, Roderick Mackenzie, war angeblich so davon überzeugt, dass jede Veränderung in der Brennerei den Charakter des Whiskys negativ beeinflussen würde, dass er sich sogar gegen das Entfernen von Spinnweben wehrte.
Die in den zwei zur Destillerie gehörenden Brennhäusern hergestellten Whiskys werden gemeinsam abgefüllt, so dass man strenggenommen von „Blended Malt Whisky“ sprechen müsste.
Die Schwäne auf dem Stausee werden nicht wegen Ihrer Schönheit gehalten. Sie sollen das Unkraut niedrig halten.
Ein Besuch der Destillerie ist möglich, muss jedoch vorher telefonisch angemeldet werden. Es gibt kein Besucherzentrum.
Linkwood Destillerie. Bild von Christopher Gillan, CC-Lizenz
12jähriger Glenlivet. Die Welt trinkt ja nicht gerade wenig davon. Kein Wunder also, wenn die Destillerie zum Reifen etwas höhere Lagerhallen gebaut hat. Unsere heutige Rubrik Whisky im Bild zeigt einen Blick in eine dieser Lagerhallen. Das Bild von Y.Kohno stammt aus dem Jahr 2005 und wurde unter der GNU Free Documentation License, Version 1.2 veröffentlicht…
Es gibt nicht wenige Leute die meinen, Mortlach wäre einer der besten Whiskys für Sommertage (obwohl: uns fallen da einige andere Speysider und Lowlander ein, die diesen Titel ebenfalls verdienen). Er ist in der Regel leicht, fruchtig und daher auch bei etwas hheren Temperaturen angenehm zu trinken. Serge Valentin von Whiskyfun hat sich deshalb heute Mortlach angenommen und verkostet drei Abfüllungen davon. Diese sind:
Mortlach 16 yo 1997/2013 (51%, Liquid Treasures, bourbon hogshead, 176 bottles): 85 Punkte – und in die Kategorie „Sommerwhiskys“ eingeordnet.
Mortlach 1995/2013 (56.4%, Svenska Eldvatten, 257 bottles): 86 Punkte
Mortlach 21 yo 1991/2012 (56.3%, Silver Seal, cask #4246, 542 bottles): 85 Punkte und laut Serge „sicher nicht jedermanns Geschmack“
Wir berichteten ja bereits über die im Aufbau befindliche Strathearn Distillery – nun findet sie auch in den Mainstream-Medien immer mehr Beachtung. Auf TheCourier.co.uk können Sie einen interessanten Artikel mit einigen Hintergrundinfos über die im Juli in Produktion gehenden Mikrodestillerie finden. So erfahren wir dort zum Beispiel, dass eines ihrer Gin Rezepte (Strathearn wird neben Whisky auch Gin produzieren – ein durchaus kluger Gedanke, der das finanzielle Überleben während der ersten drei Jahre der Whiskyreifung sichern sollte) ein sogenannter Heather Rose Gin sein wird. Er soll in der Flasche eher whiskyfarben sein, sich im Glas aber durch Zugabe von Tonic Water in eine tatsächlich rosenfarbene Flüssigkeit verwandeln…
Glen Keith Destillerie, Foto von Ann Harrison, CC-Lizenz
Seit Freitag ist Glen Keith, eine über 15 Jahre eingemottete Speyside-Destillerie, wieder in Betrieb. Chivas Brothers wird dort, so berichtet The Guardian, 6 Millionen Liter Spirit pro Jahr herstellen. Fast alles davon wird aber in die Blends von Chivas Brothers gehen. Ob Glen Keith eigene Single Malts auf den Markt bringen wird, bleibt abzuwarten. Mehr Infos über die (dennoch natürlich erfreuliche) Wiederinbetriebnahme von Glen Keith finden Sie in englischer Sprache auf The Guardian.
Dieses Foto des Flaschen-Regals im Tastingroom der Ardbeg-Destillerie ist schon ein wenig älter. Der Ardbeg-Fan wird aber anhand der vorhandenen und fehlenden Flaschen sicherlich benennen können, in welchem Zeitraum dieses Bild aufgenommen wurde.
In Sindelsheim, kurz nach dem Ortseingang von Bofsheim, versteckt sich eine Whisky-und Edelbrand-Destillerie namens AltEnderle.
Seit 1991 produzieren Joachim Alt und Michael Enderle neben verschiedener Edelbrände auch Whisky, einen 8 und einen 12 Jahre alten.
Namensgeber für ihren Whisky ist der bekannte Fluss Neckar, der unter anderem durch Stuttgart fließt. Der Name Neckar ist keltischen Ursprungs und bedeutet wildes Wasser oder wilder Geselle. Ursprünglich stammt er dem ureuropäischen Wort nik ab, das Losstürmen bedeutet. Die Entwicklung des Namens beginnt zu vorchristlicher Zeit mit der Bezeichnung Nikros, welche über Nicarus und Neccarus zu Necker und letztendlich zum heutigen Neckar wurde.
Wir, das heißt Simon Rosenkranz, Redakteur bei whiskyexperts, durfte sie verkosten.
Verkostungsnotizen „Neccarus 8 Jahre alt“:
Farbe: Heller Bernstein
Geruch: Nach anfänglicher Schärfe folgen ein wenig Malz, florale Noten und ein Hauch Zitrusfrüchte.
Geschmack: Der Antritt ist sehr sanft, leicht ölig und ohne Kanten. Anfänglich kommt etwas Süße, die an Sherry erinnert, diese weicht nach kurzer Zeit buttriger Eiche und dem sehr dominanten Nuss-Geschmack.
Abgang: Süß wie dunkle Nussschokolade und lang.
Verkostungsnotizen „Neccarus 12 Jahre alt“
Farbe: Bernstein, deutlich dunkler als der 8 Jährige.
Geruch: Sofort erkannbar, deutlich reifer, nicht mehr so scharf in der Nase wie der jünger Bruder im Anfang. Etwas Malz, Sherry, der diesmal sofort erkennbar ist und eine leicht florale Note.
Geschmack : Der Antritt ist hier ebenfalls sehr sanft, leicht ölig und ohne Kanten. Es zeigt sich wieder der Sherry, gefolgt von buttriger Eiche und dem sehr dominanten Nuss-Geschmack. Wie wir es schon nach dem 8 Jährigen erwartet haben.
Abgang: Süß wie dunkle Nussschokolade und lang.
Fazit : Das Aroma ist bei beiden gleich, der 12 Jährige wirkt nur in allen Bereichen reifer.
Alles in allem hat mich der Neccarus schon überrascht und muss sich im deutschen Vergleich nicht verstecken.
Die Springbank Distillery ist eine Whiskybrennerei auf der Halbinsel Kintyre, Schottland. Sie ist neben Glen Scotia eine der beiden letzten Brennereien der Whiskyregion Campbeltown, in der es früher rund 30 Brennereien gab. Springbank ist seit 1837 im Besitz der Familie Mitchell und hat sich ihre Unabhängigkeit bis heute bewahrt. Gleichzeitig ist sie eine der wenigen Brennereien, die mehr als einen Single Malt herstellen – außer Springbank wird hier auch Longrow und, seit Ende 1997, Hazelburn gebrannt. Ebenfalls im Besitz der Mitchell-Dynastie befindet sich die Firma Wm. Cadenhead, einer der ältesten und größten unabhängigen Abfüller von Whisky in Schottland.
Ungewöhnlich an der Destillation des Springbank ist, dass der Nachlauf aus dem ersten Brennvorgang gesammelt und dreimal, der Rest jedoch nur zweimal gebrannt wurde. Daher spricht man meist von zweieinhalbfacher Destillation. Das verwendete Malz kommt (ebenso wie bei Longrow und Hazelburn) ausschließlich aus der eigenen Mälzerei und wird für diesen Whisky leicht getorft und enthält rd. 7-8 ppm Phenol. Außerdem wird auf Kaltfiltrierung und die Verwendung von Farbstoffen verzichtet. Als Standardabfüllungen gibt es Springbank 10- und 15-jährig, jeweils mit 46 Vol.-% sowie den 10-jährigen 100° Proof mit 57 Vol.-%. Der weitaus größte Teil des Whiskys wird in wiederbefüllten Bourbon-Fässern gelagert, ein kleiner Teil jedoch auch in Sherry- oder Rumfässern.
This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license. Source: Peter Currie, Springbank Distillery Author: Ian Macilwain (www.broombank.co.uk)
Heute am Morgen haben wir in unserem Datenblatt die Destillerie Brora vorgestellt – nun, am Abend, möchten wir Ihnen einen Eindruck aus der Stadt Brora selbst zeigen. Auf dem Bild blicken wir auf die Hafenstraße von Brora – ein idyllischer Flecken an der Küste der Highlands. Das Bild stammt von Stanley Howe und wurde unter der CC-Lizenz veröffentlicht.