Neu: Glenfiddich Cask of Dreams Nordic oak

nordicoakWie The Spirit Business berichtet, präsentiert Glenfiddich mit dem „Nordic oak“ in der „Cask of Dreams“ Reihe den ersten Scotch Whisky, der in Nordischer Eiche gefinished wurde. Insgesamt wurden 3.600 Ein-Liter-Flaschen abgefüllt, die Reederei Viking Line erhält 1,008 davon. Der Hauptmarkt für diesen Whisky ohne Altersangabe ist Nordeuropa.

Bei der abgebildeten Flasche ist ein Alkoholgehalt von 48,8 Vol. % angeben, es handelt sich allerdings um eine 0,7 Liter Flasche.

 

 

Neu aus Irland: Teeling Whiskey Silver Reserve 21yo Single Malt

Teeling-Silver-Reserve-21-YO-Pack-Shot

Derweilen nur im Duty Free in Dublin, aber später auch in Europa: Der neue Teeling Whiskey Silver Reserve kommt in einer Abfüllung von 5000 Flaschen und wurde zunächst in Bourbon Fässern und danach in Sauterne Weinfässern gereift. Es ist damit der erste Irish Whiskey, der in Sauterne-Fässern gereift wurde. Kosten wird er ca. 150 Euro. Er ist der erste und jüngste Whisky in der Trilogie, die auch noch Abfüllungen mit 25 und 30 Jahren bringen wird.

Allt-á-Bhainne – Datenblatt

Die Informationen zu Allt-A-Bhainne sind übersiedelt – bitte einfach auf den Destillerienamen klicken.

Whisky im Bild: Gordon & MacPhail

Dieses Foto, ursprünglich von Peter Jackson auf Facebook gepostet, zeigt ein Geschäftslokal, in das sich manche gerne lebenslänglich einsperren lassen würden: Gordon & MacPhail in Elgin, Schottland. Darin lagern wohl mehr Whiskyträume, als man sich über seine ganze Lebenszeit erfüllen könnte. War jemand von unseren Lesern schon dort und möchte uns ein wenig darüber vorschwärmen? 🙂

gm

„Wiedergeburt“ von uralten Lost Distilleries in 20 Abfüllungen

 

Schon einmal von der Destillerie Stratheden gehört? Oder von Auchnagie? In Schottland haben sich Scott Watson und Brian Woods, beides ehemalige Angestellte von Diageo, mit dem Scotch Whisky Experten Michael Moss zur The Lost Distillery Company zusammengetan, um lang verlorene Destillerien wieder zum Leben zu erwecken. Natürlich können sie diese Brennereien nicht mehr aufbauen – aber man kann, so der Bericht von Drinks Business, deren Geschmacksprofil erforschen und deren Whiskys in gewisser Weise nachbauen.

Klingt ein wenig fantastisch, und erinnert uns daran, warum Tiefkühlfirmen so gerne Nasi Goreng verkaufen (weil kaum jemand den Geschmack des Originals kennt und sie Dir damit alles unter diesem Namen verkaufen können), aber einen gewissen Sex hat die ganze Chose durchaus. Positiv anzumerken ist, dass die Firma auch gar nicht behauptet, die alten Whiskys 1:1 nachbauen zu können, aber einen Stil durch geschicktes Vatting und durch die Zuhilfenahme ausgesuchter Rohstoffe imitieren zu können, das liegt durchaus im Bereich des Möglichen. Insoferne könnte der Versuch durchaus gelingen.

Die Firma besitzt die Rechte, 20 geschlossene Destillerien „nachmachen“ zu dürfen, und die beiden oben genannten sind jene, die heuer noch als Erstausgaben erscheinen werden. Marktstart wird nicht in UK sein, sondern in den USA und (man höre) Europa – und die angepeilten Preise für die Abfüllungen (geplant sind jeweils ca. 800 Kisten – als durchaus kleine Auflagen) sind erfreulich: Man spricht von umgerechnet 50-60 Euro pro Flasche.

Innerhalb der nächsten sechs Jahre sollen Abfüllungen mit dem Stil von 20 Lost Distilleries aus den Jahren 1850 bis 1930 auf den Markt gebracht werden – und wir sind gespannt darauf. Auf der Website der Firma gibt es auch ein schönes Video, das wir Ihnen hier nicht vorenthalten wollen:

 
http://www.youtube.com/watch?v=ku07MgvcIeU&feature=player_embedded

Serge verkostet: Die Lowlands

Die letzten Reste von Littlemill vor der Verbauung. Foto von Potstill.org
Die letzten Reste von Littlemill vor der Verbauung. Foto von Potstill.org

Das muss ein angenehmes und interessantes Tasting gewesen sein: Serge Valentin von Whiskyfun hat diesmal jede Menge unabhängige Lowlanders auf seiner Verkostungsliste, inklusive Lost Distilleries. Und die Ergebnisse sprechen, bis auf eine Ausnahme, eine beredte Sprache für die Qualität dieser oft übersehenen Whiskyregion. Hier die verkosteten Abfüllungen:

  • Rosebank 1984/1996 (40%, Gordon & MacPhail, Connoisseur’s Choice, old map label): 83 Punkte
  • Bladnoch 22 yo 1990/2012 (50.3%, Liquid Treasures, bourbon hogshead): 85 Punkte
  • Littlemill 20 yo 1992/2012 (52.4%, Maltbarn, bourbon): 89 Punkte
  • Glenkinchie 19 yo 1987/2007 (54.8%, Cadenhead’s, 234 bottles): 86 Punkte
  • St Magdalene 23 yo 1982/2006 (56%, Hart Bros, Finest Collection, USA): 87 Punkte
  • Auchentoshan 1991/2009 (59.3%, Malts of Scotland, cask #492, Chateau Montrose Finish, 301 bottles): 70 Punkte
  • Rosebank 1978/1991 (58.9%, Scotch Malt Whisky Society, #25.4): satte 94 Punkte

Ben Nevis – Datenblatt

Streetview-Ansicht möglich!

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Daten zu Ben Nevis:

Land Schottland
Region Highlands
Geographische Lage 56° 49′ 37,7″ N,5° 5′ 35,6″ W
Typ Malt
Status aktiv
Eigentümer Nikka
Gegründet 1825
Gründer John MacDonald
Wasserquelle Allt A Mhullin Burn
Washstill(s) 2
Spiritstill(s) 2
Produktionsvolumen 2.000.000 l
Website www.bennevisdistillery.com

Geschichte der Destillerie

Ben Nevis ist eine Whiskybrennerei bei Fort William, Invernessshire, Schottland, Großbritannien. Die Brennerei am Fuße des Ben Nevis, dessen Namen sie übernommen hat, wurde 1825 durch „Long“ John MacDonald gegründet. Nach dessen Tod 1856 übernahm sein Sohn Donald die Destillerie. Seit 1908 dienen die Gebäude der ehemaligen Nevis Brennerei, die 1878 von Donald P. MacDonald gegründet wurde, als Lagerhäuser. 1955 gelangte die Destillerie in den Besitz des kanadischen Millionärs Joseph W. Hobbs, der eine 1971 wieder abgebauteCoffey Still einbauen ließ. Damit konnte zum ersten Mal in einer Brennerei neben Malt auch Grain Whisky hergestellt werden. 1978 wurde die Produktion eingestellt. Im Jahr 1981 verkaufte Joseph Hobbs jr. die Destillerie an Long John Distillers und Whitbread, die die Produktion 1984 wieder aufnahmen, aber schon 1986 wieder einstellten. 1989 übernahm Nikka die Distillerie. Seit 1990 wird wieder produziert.

Das Wasser der zur Region Highlands/Western Highlands gehörenden Brennerei stammt aus dem Allt A Mhullin Burn. Sie verfügt über einen Maischbottich (mash tun) (9,5 t) aus Edelstahl und sechs Gärbottiche (wash backs) (zusammen 300.000 l). Destilliert wird in zwei wash stills (zusammen 50.000 l) und zwei spirit stills (zusammen 40.000 l) die über Dampfspiralen erhitzt werden.

Ben Nevis verfügt über ein Besucherzentrum und kann besichtigt werden.

 

Ben Nevis Destillerie, unbekannter Autor, nutzbar unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0
Ben Nevis Destillerie, unbekannter Autor, nutzbar unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0

Whisky im Bild: Loch Lomond

Heute wieder einmal „nur“ etwas Schönes: Ein wunderbares Bild vom Loch Lomond von Abubakr Hussain unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic-Lizenz. Groß machen und genießen…

Amazing_loch_lomond

Video: Frank McHardy über die Whisky-Geschichte Campbeltowns

Ein sehr interessantes und kurzweiliges englischsprachiges Video auf Youtube mit Frank McHardy, Director of Production für Springbank, bringt uns die Whiskygeschichte Campbeltowns und insbesonders der Glengyle-Destillerie näher. Die 13 Minuten sind es wert, angesehen zu werden.

 

Die 10 größten Scotch Whisky Marken der Welt

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Gestern präsentierte The Spirits Business die 10 größten Scotch Whisky Marken der Welt. In einer Tabelle zusammengefasst fällt natürlich auf, dass es 2012 in der Gesamtsumme keine gravierende Änderung zum Vorjahr gab.

Marke Eigentümer 2012 Cases, Verkauf in Millionen 2011 Cases, Verkauf in Millionen Wachstum in 2012
Johnnie Walker Diageo 19,7 18 9%
Ballantine’s Pernod Ricard 5,8 6,5 -11%
Chivas Regal Pernod Ricard 4,8 4,9 -2%
J & B Rare Diageo 4,6 4,8 -4%
William Grant’s William Grant & Sons 4,5 5 -10%
The Famous Grouse Edrington 3,2 2,9 10%
Dewars Bacardi 3 3,2 -6%
William Lawson’s Bacardi 2,6 2,3 13%
Bell’s Diageo 2,5 2,5 0%
William Peel Belvedere 2,5 2,9 -14%
Summe 53,2 53

Warum wurde und wird so massiv in neue Destillerien, Wiedereröffnungen und Erweiterungen investiert?
Vielleicht finden wir eine Erklärung, wenn wir uns die globale Whiskyproduktion anschauen. Im Malt Whisky Yearbook 2013 finden wir eine Übersicht der Top 30 Whiskys der Welt. Auch dort ist Johnnie Walker die Nummer Eins. Allerdings belegt Ballentine’s (Nummer 2 der Scotch Whiskys) nur Platz 10. Zwischen diesen beiden schottischen Whiskys befinden sich neben Jack Daniels nicht weniger als sieben indische Whiskymarken. Wie in unserem gestrigen Artikel geschrieben, werden die Importzölle auf ausländische Spirituosen gerade neu verhandelt und deutlich gesenkt werden. Möglicherweise wird die schottische Whiskyindustrie in den nächsten Jahren sehr aggressiv auf dem indischen Markt auftreten.

Serge verkostet: Ardbeg (inkl. Ardbog)

ardbog

Vier Ardbegs, darunter auch der neue Ardbeg Ardbog, stehen heute auf der Verkostungsliste von Serge Valentin auf Whiskyfun. Alle Abfüllungen erhalten von ihm über 80 Punkte, der Ardbog kommt dabei mit 84 Punkten als Letzter ins Ziel (aber immer noch mit einer guten Wertung, wie gesagt). Hier sind die einzelnen Teilnehmer:

  • Ardbeg 1990/2001 (46%, Spirit of Scotland): 85 Punkte
  • Ardbeg 11yo 1990/2001 (55%, Potstill, Austria): 88 Punkte
  • Ardbeg 2000/2007 (62.6%, Daily Dram & The Whisky Fair): 87 Punkte
  • Ardbeg ‚Ardbog‘ (52.1%, OB, 2013): 84 Punkte

Wenn es am Ardbog etwas auszusetzen gibt, so Serge, dann der Umstand, dass er kein wirklich typischer Ardbeg ist – und dass bei ihm die Eiche eher dominant wirkt…

Benromach – Datenblatt

Streetview-Ansicht möglich!

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Daten zu Benromach:

Land Schottland
Region Speyside
Geographische Lage 57° 36′ 47,7″ N,3° 37′ 13,8″ W
Typ Malt
Status aktiv
Eigentümer Gordon and MacPhail
Gegründet 1898
Gründer Benromach Distillery Company
Architekt Charles Chree Doig
Wasserquelle Chapelton Quellen
Washstill(s) 1 × 7.500 l
Spiritstill(s) 1 × 5.000 l
Produktionsvolumen 500.000 l
Website www.benromach.com

Geschichte der Destillerie

Benromach ist eine Whiskybrennerei in Forres, Morayshire, Schottland, Großbritannien.

Die Brüder Duncan und John MacCallum von der Glen Nevis Distillery in Campbeltown und F. W. Brickmann gründeten 1898 die Benromach Distillery Company. Sie beauftragten den Architekten Charles Doig mit der Planung der Brennerei, und gegen Ende des Jahres begannen die Bauarbeiten auf einem Gelände von Alexander Edward. Im Mai 1900 begann man mit der Produktion von Whisky, doch schon 1907 wurde die Brennerei stillgelegt, da Brickmann in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Jetzt versuchten es die MacCallums alleine unter dem Namen Forres Distillery, doch schon 1910 gaben sie auf und legten die Brennerei wieder still, bevor sie sie 1911 an Harvey McNair & Coverkauften. Diese betrieben die Destillerie von 1912 bis 1914 und verkauften sie nach dem Ersten Weltkrieg an John Joseph Calder, der sie sofort an die 1919 gegründete Benromach Distillery Ltd weiterverkaufte. Diese betrieben die Brennerei bis 1925. Die Stilllegung dauerte bis 1937, als die Brennerei von Joseph Hobbes gekauft wurde, welcher sie schon 1938 an Train & McIntyre weiterverkaufte. Train & McIntyre wurden 1953 durch die Distillers Company Limited (DCL) übernommen. DCL übergab die Brennerei ihrer Tochter Scottish Malt Distillers Ltd (SMD), welche sie 1966 renovieren ließen, 1968 den Malzboden in ein Lagerhaus umwandelten und 1974 zwei neue Brennblaseneinbauten. Am 24. März 1983 wurde die Brennerei stillgelegt. Nach der Übernahme der DCL durch United Destillers, heute Diageo, wurden unter anderem die Brennblasen demontiert. 1993 wurden die ausgeräumte Brennerei und deren Lagerbestände durch Gordon and MacPhail gekauft. Diese renovierten die Destillerie und statteten sie mit zwei Brennblasen neu aus. Am 15. Oktober 1998 erfolgte die offizielle Wiedereröffnung durch Prince Charles. Eines ihrer Produkte ist ein Whisky, basierend auf Gerste aus ökologischem Anbau (Benromach Organic).

Das Wasser der zur Region Speyside gehörenden Brennerei stammt aus den Chapelton Quellen. Die Destillerie verfügt über einen Maischbottich (mash tun) (1,5 t) aus Edelstahl und vier Gärbottiche (wash backs) aus Lärchenholz (je 11.000 l). Destilliert wird in einer wash still (7.500 l) und einer spirit still (5.000 l), die durch Dampf erhitzt werden.

Im Juni 2013 hat Benromach angekündigt, seine Produktion verdoppeln zu wollen. In der Tabelle ist das Produktionsvolumen vor der Ankündigung wiedergegeben.

Author Cls With Attitude This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic license.
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Whisky im Bild: Zwei alte Tomatin

Auf unserem heutigen Whiskybild (oder eigentlich dem für gestern – es ist etwas später als geplant geworden) sehen Sie zwei alte Abfüllungen von Tomatin, die nach fast 50 Jahren wieder in die Destillerie zurückgekommen sind. Bei beiden hat der Lauf der Zeit (sprich: Die Verdunstung aus der Flasche) schon etwas zugeschlagen, bei der linken Flasche offensichtlich mehr. Tomatin fragt in der Facebook-Gruppe, welche der beiden älter geschätzt wird. Wir fragen uns eher, wer in den besonderen Genuss kommen wird, diese Flaschen zu verkosten…

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Indien will Einfuhrzölle für Hochprozentiges aus EU drastisch senken

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Indien wäre ein interessanter Markt für europäischen Whisky und andere Alkoholika. Wäre – denn derzeit schottet sich Indien gegen Importe mit 150% Einfuhrzöllen ab, was ausländische Spirituosen zu einem absoluten Luxusgut macht. Nach einem Bericht des Business Standard ist aber Indien nun im Rahmen des Freihandelsabkommens mit der europäischen Union bereit, diese Einfuhrzölle auf 40% zu senken. Der EU ist das immer noch zu hoch, sie strebt 30% an. Mehr Details über die Situation unter unserem Link.

Was würden nun aber diese gesenkten Importzölle für uns europäische Whiskyfreunde bedeuten? Nun, wahrscheinlich nichts Gutes. Indien ist ein Markt mit einer Milliarde Menschen und einer rapide wachsenden Mittelschicht. Sollte diese auf den Geschmack von schottischem Whisky kommen, dann wird der europäische Markt neben Indien, China und Südamerika noch weiter marginalisiert. Noch dazu würde die gesteigerte Nachfrage wahrscheinlich die Preise noch mehr nach oben treiben, oder noch mehr würde in leistbare Blends gehen.

Jedenfalls ist diese Entwicklung im Verhältnis der EU zu Indien etwas, das wir aufmerksam betrachten sollten.