Die Wolfburn Destillerie ganz oben im Norden Schottlands hat gestern ein Bild gepostet, das wir Ihnen nicht vorenthalten wollen: Dort werden gerade die ersten der frisch eingetroffenen Miguel Sherry Butts befüllt. Wir werden noch bis Februar 2016 warten müssen, bis die ersten Flaschen von Wolfburn in den Verkauf kommen – aber Moment, sooo lange ist das ja auch nicht mehr :-)…
Einen sehr ausführlichen und sehr interessanten Artikel zum Thema Small Batch Bourbon finden Sie heute auf dem Blog The Daily Beast. Es geht im Grunde genommen um einen Abriss der Geschichte dieser Abfüllungen, was sie auszeichnet und welche davon wann geschaffen wurden. Der ganze Artikel ist natürlich in Englisch, aber sehr lesenswert und lesbar. Hier ein kleines Zitat als Leseprobe:
Now, bourbon and rock and roll had gone hand in hand long before leather pants and hairspray hit the scene. In fact, you might even say whiskey helped give birth to the rebellious spirit of rock music. According to some accounts, a young Elvis Presley moved to Memphis after his father got into trouble in Mississippi for using his company’s delivery truck to drop off bootleg whiskey. Little Richard had a similar background—his old man was both a devout Seventh-Day Adventist and a law-bending bartender, famous for peddling illegal whiskey on the side. Jerry Lee Lewis also honed his image on a steady diet of whiskey and rebellion; rock and roll’s first true wild man, he was getting loaded on bourbon and smashing hotel television sets (not to mention a few of his pianos) long before the Yardbirds or the Who showed up. And when the British Invasion did at last arrive, those shaggy-haired Englishmen weren’t just imitating the rambunctious rhythms of American rock pioneers—they copied their drinking habits as well. Guitar legends like Keith Richards and Jimmy Page seldom missed an opportunity to be photographed with a bourbon bottle in hand, and some of their best gigs were played at the legendary L.A. club called, quite tellingly, the Whisky a Go Go.
Burks‘ Makers Mark Distillery, 3 Meilen östlich von Loretto, Kentucky
Gerade frisch eingetroffen: Die Presseaussendung zur neuen Abfüllung „Auriverdes“ am Ardbeg Day, 31. 5. 2014. Wir bringen die relevanten Teile daraus:
Ardbeg, viermaliger Gewinner des World’s Best Scotch Whisky Award, bringt seine neueste Abfüllung in limitierter Auflage heraus: den Ardbeg Auriverdes. Er erscheint am Ardbeg Day, den die Destillerie alljährlich auf der ganzen Welt feiert.
Der Auriverdes ist in Fässern aus amerikanischer Eiche mit speziell angerösteten, eigens für diese einmalige Whiskykreation gefertigten Fassdeckeln gereift. Das neue Röstverfahren verleiht dem Whisky ein einzigartiges Geschmacksprofil. Dank der getoasteten Deckel bekommt er eine Mokkanote mit, die in einen cremigen Vanilleton hineinspielt – gepaart mit Noten von ahorngeräuchertem Schinken.
Der mit viel Erfahrung gereifte Ardbeg Auriverdes hat seinen Namen durch die goldene Farbe („auri“) und die legendäre grüne Flasche („verde“) erhalten. Auriverdes wird auch die Fußballnationalmannschaft Brasiliens genannt – jenem Land, das die diesjährige WM ausrichtet. Dieses Fußballereignis inspirierte Ardbeg zum großen und matschigen Torffußball-Turnier, das am Ardbeg Day in aller Welt stattfinden wird.
Dr. Bill Lumsden, Director of Distillation and Whisky Creation bei Ardbeg, kommentiert: „Bei der Herstellung des Auriverdes habe ich ein ganz bestimmtes Geschmacksprofil anvisiert, das ich auch tatsächlich umsetzen konnte. Es bringt den Ardbeg-Charakter auf ganz eigene Weise zum Ausdruck und hat alle meine Erwartungen übertroffen. Der charakteristische Ardbeg-Unterton ist präsent, wird aber durch ein aufregendes neues Geschmackserlebnis bereichert.
Auriverdes begeistert mit einem explosiven Mundgefühl, wonach sich allmählich ein komplexes Geflecht aus gemahlenem Kaffee, Lakritz, mit Ahornholz geräuchertem Schinken, malzigen bis biskuitartigen Andeutungen und weißem Pfeffer bei süß-salziger Balance auftut.“
Dr. Lumsden weiter: „Bei Ardbeg experimentieren wir gern und probieren Neues aus. Der Auriverdes wird am Ardbeg Day bei den Ardbeg-Anhängern ein Volltreffer sein, davon sind wir überzeugt!“
Die Markteinführung des Auriverdes fällt in die Zeit des Islay-Festival „Feis Ile“, das vom 23. bis 31. Mai 2014 stattfindet und mit dem Ardbeg Day seinen Höhepunkt erreicht. Die Feierlichkeiten sind für Malt-Liebhaber in aller Welt zu einem festen Termin geworden. Tausende reisen jedes Jahr auf die Insel Islay, um dabei zu sein.
Wer keine Gelegenheit dazu hat, dem bieten die lokalen Veranstaltungen zum Ardbeg Day – in Deutschland findet er dieses Jahr in Bonn statt – und eine Mitgliedschaft im 100.000 Mann starken Ardbeg Committee Gelegenheit, den Auriverdes in seinem eigenen Land zu feiern. Mehr Informationen unter www.ardbeg.com.
Verkostungsnotizen Ardbeg Auriverdes
Aroma: Teer- und Kräuternoten mit einem Anflug von Mokka
Geschmack: Zuerstgemahlener Kaffee, später geräuchertes Wurzelgemüse, ahorngeräucherter
Schinken und heißgeräucherter Lachs
Abgang: Anhaltender, rauchiger Vanilleton
Auriverdes wird mit 49,9 Volumenprozent Alkohol nicht kühlfiltriert abgefüllt und ist ab 31. Mai 2014 im gut sortierten Fachhandel zum Preis von ca. 72,90 € (UVP) erhältlich und wird außerdem in ausgewählten Bars und Restaurants ausgeschenkt.
Drei Abfüllungen aus der Speyside werden heute von Serge Valentin verkostet – alle drei von Destillerien, die man weniger oft in den Regalen findet als andere. Strathmill, Speyside und Glen Keith (letztere erst voriges Jahr mit altem Equipment wiedereröffnet) kamen ins Glas, und sie erhielten allesamt recht passable Wertungen:
Strathmill 17 yo 1995/2012 (43%, Signatory Vintage, casks# 2663+2664, 831 bottles): 80 Punkte
Speyside 19 yo 1994/2013 (55.7%, Spirit of Caledonia, refill sherry hogshead, cask #478, 265 bottles): 83 Punkte
Glen Keith 21 yo 1992/2013 (49.5%, Tasting Fellows, barrel, cask #120610, 180 bottles): 87 Punkte
Ein Bild von der Renovierung von Glen Keith im Jahr 2013
Wir haben ja vor einiger Zeit darüber berichtet, dass in Tennessee die Wogen um ein Gesetz, wie Whiskey hergestellt werden muss, hochgegangen sind. Im Grunde ging es um die Frage, ob man für die Reifung in Tennessee auch gebrauchte Fässer einsetzen darf. Der Platzhirsch Jack Daniels war dagegen, Diageo dafür. Der Streit, in dem beide Seiten gewichtige Argumente einbringen konnte, geht nun, laut einem Bericht von The Drinks Business, in die Sommerpause. Am 25. März hat sich der Gesetzgeber entschieden, diese Debatte über den Sommer an eine Kommission zu übergeben. Allerdings bedeutet das, dass sich der Staat erst wieder in einem Jahr mit der Angelegenheit befassen muss. Beide Seiten zeigten sich mit dieser Entscheidung einverstanden. Wenn es dann wieder los geht, sind wir natürlich mit unseren Berichten wieder begleitend dabei…
Am 3. April 2014 wird es zwischen 19 und 21 Uhr GMT ein Online-Tasting für die drei neuen Abfüllungen von Bowmore im Travel Retail geben. Man kann das dann auf Twitter unter #PieceofIslay verfolgen. Black Rock, Gold Reef und White Sands sollen dem Vernehmen nach Enigma, Surf und Mariner ersetzen. Zwei der neuen sind ohne Altersangabe, der White Sands ist 17 Jahre alt. Black Rock wird mit 40% abgefüllt, die beiden anderen kommen mit 43% in die Flasche. Preise konnten wir leider noch nicht in Erfahrung bringen, reichen wir aber nach. Die offiziellen Tasting Notes dazu haben wir bereits am 12. März gebracht – sie finden sich hier.
Whiskysponge ist es gelungen – und wenn wir ehrlich sind, müssen wir sagen, wem auch sonst – zum International Whisky Day ein Interview mit Michael Jackson zu führen. An seinem Geburtstag wird er vom Schwamm auf den neuesten Stand der Entwicklungen im Bereich Whisky gebracht. Und vieles überrascht ihn, und manches auch nicht. Und seinen Tipp zum Ende des Interviews, den er uns uns aus seiner mittlerweile größeren Distanz mit auf den Weg gbit, sollten wir uns zu Herzen nehmen: „Don’t let it get to you, it’s just a drink“.
Hier sind nun, nachfolgend zu unserem Bericht über die neuen, getorften anCnoc-Abfüllungen, weitere Infos und die offiziellen Tasting Notes. Die neuen Abfüllungen werden noch im April im Handel zu finden sein, Tushkar ist nur in Schweden erhältlich. Die Whiskys wurden gestern Abend zeitgleich mit unserer Nachricht bei einem Event in Glasgow vorgestellt. Hier also die offiziellen Tasting Notes in unserer Übersetzung:
Rutter (11.0ppm): glitzerndes Gold als Farbe, anfänglich rauchig in der Nase, dann kommen Gewürue, Ananas, Birnenbonbons und Vanillle. Ein vollmundiges Torfgefühl, aber mit Untertönen von Honig Vanille, Toffee und leder, mit grünen Äpfeln durchsetzt. Rauchiges, tofiges Finish.
Flaughter (14.8ppm) Farbe: Bleich golden, warme Rauchigkeit mit Gewürzen, Asche und überraschender Fruchtigkeit in der Nase. Sehr rauchig am Gaumen und ein fruchtiges, langanhaltendes Finish.
Tushkar (15.0ppm): Poliertes Golf. Süßer Honig, Vanille, gehüllt in Torfrauch mit Anklängen von frischen grünen Äpfeln, Orangenschale und Schnittblumen in der Nase. Am Gaumen warmer, reichhaltiger Holzrauch, der sich hin zu exotischen Gewürzen, Honig, Toffee und einem Hauch frisch gepresster Zitronen entwickelt.
Es hat schon Tradition bei Serge Valentin von Whiskyfun: Zum World Whisky Day in memoriam Michael Jackson verkostet Serge Whiskys aus Michaels Lieblingsdestillerie Macallan. Und es sind nicht irgendwelche, sondern solche, von denen man als Otto Normalgenießer nur träumen kann: Macallans aus den Jahren 1962, 1952 und 1951. Dementsprechend interstellar fallen die Wertungen aus:
Ganze 12 Seiten mehr als gewohnt hat die Frühjahrsausgabe des The Highland Herold. Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe ist das Thema „Blindverkostung“. Neben der praktischen Umsetzung des Themas – es werden sieben Originalabfüllungen, die für 50 bis 80 Euro im Handel zu haben sind, von je zwei Redaktionsmitgliedern blind verkostet sowie drei Releases der Kavalan Solist Range – gibt es auch noch einen theoretischen Teil.
Passend zum kommenden Osterfest werden Süßspeisen mit Whisky vorgestellt, sowie das traditionelle Whisky-Trinkgefäß der Schotten, der Quaich, porträtiert, und vieles mehr.
“The Highland Herold” gibt es entweder in gedruckter Form kostenfrei im Fachhandel oder in digitaler Form als PDF auf ihrer Website.
Im Gegensatz zum kommerziell motivierten World Whisky Day am 17. Mai ist dieser Tag heute eine Feier zum Geburtstag des verstorbenen Whisky-Gurus Michael Jackson. Es gibt diesen Feiertag seit 2008, und er dient nicht nur dazu, diesen Mann und die Liebe zum Whisky zu ehren, sondern auch, um in seinem Namen den Kampf gegen Parkinson zu unterstützen. Machen Sie, so wie wir, mit – und erfahren Sie mehr auf der offiziellen Seite des International Whisky Days.
Von der Destillerie anCnoc wird es laut einem Twitterbeitrag bald neue Whiskys geben – und zwar getorfte Abfüllungen. Sie nennen sich rutter, flaughter und tushkar (letztere wird offensichtlich exklusiv für den schwedischen Markt produziert), abgefüllt mit 46%. Die offizielle Website ist noch nicht mit ihnen ergänzt worden, also werden wir Näheres erst in Kürze bringen können – aber wir wollten natürlich mit den Neuheiten nicht bis dahin hinter dem Berg halten 🙂
Nachtrag: Wir haben nun auch die offiziellen Tasting Notes und einige zusätzliche Infos in einem neuen Artikel.
Wie wir schon in unseren eigenen Tasting-Notizen zum Cask Islay erwähnt haben: Auch aus anderen Regionen gibt es sehr interessante getorfte Whiskys, und das gilt auch für die Speyside. Benriach hat sich auch mit den getorften Abfüllungen einen guten Namen gemacht, sei es mit dem Solstice oder den Single Cask Bottlings, die zum Teil getorft wurden. Ralfy nimmt sich nun eine andere getorfte Benriach-Abfüllung, den Spetendecim, zur Brust und verkostet ihn in seinem wie üblich interessanten und kurzweiligen Video. Sein Urteil: wunderschön – und dafür gibt es 91 von 100 Punkte, auch weil er durchaus noch in der leistbaren Kategorie beheimatet ist. Nebenbei gibt es auch ein paar interessante Anmerkungen zu alten getorften Whiskys, und warum sie ein zweischneidiges Schwert sind…
Sie wird zwar gerade erst abgefüllt, aber die Leute der Arran Distillery haben aus der Anlage schnell zwei Flaschen herausgefischt und eine abfotografiert, die andere geöffnet und gekostet. Ob ihre Begeisterung für die Abfüllung dem Besitzerstolz entspringt oder auch von den anderen Whiskyfreunden nachvollzogen werden kann, werden wir in Bälde selbst nachvollziehen können. Die Chancen stehen unserer Meinung nach nicht schlecht; die Arran-Abfüllungen werden von Jahr zu Jahr beeindruckender und reifer…