Whiskey des Monats Januar 2014: Midleton Yellow Spot

Auch im neuen Jahr empfehlen wir natürlich zu Beginn des Monats einen Whisky, der unserer Meinung nach entweder besonders gut ist oder ein besonders attraktives Prei-/Leistungsverhältnis bietet. Diesmal verlassen wir zum ersten Mal für solch eine Empfehlung Schottland und wenden uns einem irischen Whiskey zu:

Yellow-Spot

Midleton Yellow Spot 12yo, 46%

Der Midleton Yellow Spot vereint die dreifache Destillation irischer Whiskeys mit einer dreifachen Fassreifung zu einem besonderen Whiskeyerlebnis, das nicht nur unter irischen Whiskeys etwas Spezielles ist: Gereift im Bourbon-, Sherry- und Madeira-Fässern gesellt er zum samtweichen Trinkgefühl auch jede Menge abgerundeter Geschmackskomponenten, die ihm ein unverwechselbares Profil verleihen. Er ist ein irischer Single Pot Still Whiskey, der dem Single Malt Genießer ebenso entgegenkommt wie jemandem, der die Whiskeys der grünen Insel per se bevorzugt.

In der Nase hat man sofort jede Menge von reifen und wunderbar abgerundeten Fruchtaromen (Steinobst und leichte Beerennoten), schmiegsam und frei von alkoholischer Schärfe. Auch Vanille und getrocknete Früchte sowie einen Hauch von Sherry kann man erleben – das Zusammenspiel der drei Fässer ist bereits in der Nase wunderschön.

Am Gaumen  setzt sich der Fruchteindruck mit etwas Schokoladenoten und samtiger Textur fort. Freundlich ist er, zeigt höchstens ansatzweise zusätzliche würzige Noten und den Alkohol.

Im langen Finish spürt man wiederum die Früchte und hat im Atem leichte Anflüge von Marzipan. So harmonisch und ruhig, wie er in der Nase begonnen hat, endet er auch wieder.

Der Yellow Spot ist nicht der billigste irische Whiskey – das muss er auch nicht sein, denn seine Qualität darf schon etwas kosten. Aber mit knapp um die 60 Euro sind Sie bereits dabei. Wenn Sie also einen besonderen und wunderbar trinkbaren irischen Whiskey trinken wollen, dann ist unsere Monatsempfehlung, der Midleton Yellow Spot, genau richtig für Sie.

Serge verkostet: Drei Whiskys aus Yoichi

Yoichi Destillerie, Foto von 663highland, CC-Lizenz
Yoichi Destillerie, Foto von 663highland, CC-Lizenz

Serge Valentin von Whiskyfun beginnt das Jahr mit einigen Musikempfehlungen und den Verkostungsnotizen zu drei Whiskys aus der japanischen Yoichi-Destillerie. Zwei davon wurden für La Maison du Whisky in Frankreich abgefüllt, eine für die Scotch Malt Whisky Society (aber wohl eher nur in England erhältlich), daher ist es eher unwahrscheinlich, dass wir diese speziellen Whiskys in unseren Landen nachverkosten können. Die Bewertungen sind am oberen Ende der Skala angesiedelt:

  • Yoichi 1989/2012 (60%, OB for LMDW, recharged hogshead, cask #202393, 148 bottles): 89 Punkte
  • Yoichi 1988/2013 (62%, OB for LMDW, new butt, cask #100215, 427 bottles): 89 Punkte
  • Yoichi 25 yo 1983/2009 (58.9%, Scotch Malt Whisky Society, Japanese oak, #116.15, ‚Not peat for peat’s sake‘, 169 bottles): 93 Punkte

Wir wünschen einen guten Rutsch ins Jahr 2014

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So, hier in der Redaktion packen wir unsere sieben Sachen zusammen und gehen in den inoffiziellen Teil des Abends über. Allen unseren Lesern und Freunden in Whiskybusiness, im Handel, unter den Importeuren und Erzeugern wünschen wir einen wunderschönen und fröhlichen guten Rutsch ins Jahr 2014 – und nicht vergessen: Heute ist DIE Gelegenheit, diese eine besondere Flasche aufzumachen und einen ganz besonderen Whisky mit Freunden zu genießen. Viel Spaß und wir freuen uns auf ein Wiederlesen im nächsten Jahr!

Lassen Sie es so richtig krachen (Bild von Anthony Cramp, CC-Lizenz)
Lassen Sie es so richtig krachen (Bild von Anthony Cramp, CC-Lizenz)

Neu: Ardbeg Auriverdes

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In verschiedenen deutschsprachigen Whisky-Foren tauchte heute eine mögliche neue Ardbeg-Abfüllung auf. Moet Hennessy USA haben am zweiten Weihnachtstag beim US-amerikanischen Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau die Marke „Ardbeg Auriverdes“ registrieren lassen. Auch ein Label dieser Abfüllung tauchte schon im Internet auf. Es erläutert den gewählten Namen: das Gold (Auri) des Whiskys und das Grün (Verdes) der Flasche bilden zusammengesetzt die Bezeichnung dieses Bottlings. Die verwendeten Fässer wurden mit getoasteten Lids ausgestattet, dadurch erhält dieser Ardbeg Mokka-Aromen, zusammen mit sahniger Vanille.

Wann dies Abfüllung erhältlich sein wird, oder ob es sich hier um eine whisky-ente handelt – wir bleiben am Ball.

Trotz Umbaus geöffnet

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Während der nächsten Tage werden wir in Vorbereitung einiger neuer Features (und in der Hoffnung, die Geschwindigkeit der Seite merklich zu steigern) einige Umbauarbeiten im Hintergrund und am Layout von Whiskyexperts vornehmen. Es kann durchaus sein, dass es dabei zu einigen optischen Unschönheiten kommt oder dass wir manchmal die eine oder andere Funktion nicht in vollem Umfang anbieten können. Ziel ist es, eine schnellere Seite mit mehr Funktionalitäten bieten zu können. Der Nachrichtenbetrieb wird aber auch in der Zwischenzeit wie gewohnt weitergehen. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.

Globale Nachfrage nach Whisky in 10 Jahren verdoppelt

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Laut Herald Scotland hat sich die weltweite Nachfrage nach Whisky in der letzten Dekade verdoppelt – und damit der schottischen Whiskyindustrie ein goldenes Zeitalter beschert. Den Löwenanteil des Wachstums bewerkstelligten die  – nein, nicht die Asiaten, sondern die – Amerikaner, mit einer Steigerung von 302.5 Millionen Pfund im Jahr 2002 auf 758 Millionen im letzten Jahr. Auch Frankreich ist sehr trinkfreudig, während in China die Importe in den letzten sechs Monaten um 20% geschrumpft sind. Mehr interessante Zahlen, wenn Sie unserem Link folgen.

Whiskyfun’s No Awards 2013

KILKERRAN – WIP5 Bourbon-Wood
KILKERRAN – WIP5 Bourbon-Wood

Serge Valentin von Whiskyfun hat heute eine Liste seiner imaginären Awards für das Jahr 2013 herausgegeben, in denen die bestbewerteten Whiskys des abgelaufenen Jahres angeführt werden. An der Spitze liegt die Brora Special Release von Diageo, mit satten 95 Punkten. Aber auch preiswertere Abfüllungen haben es auf Top-Plazierungen gebracht. Serge’s absoluter Liebling ist der Kilkerran 2004 Bourbon batch #5, den es ja zum Spotpreis zu erwerben gibt. Jedenfalls: ein absolut lesenswerter Artikel.

Serge verkostet: eine Menge guter Blended Malts

bigpeat

Früher wurden sie Vatted Malts genannt, oder auch Pure Malts, aber auch Single Malts wurden so genannt. Jetzt heißen sie Blended Malts, wenn Single Malt Whiskys verschiedener Brennereien gemischt und abgefüllt werden. Auch Whiskyfun verkostet Serge Valentin heute Morgen eine Menge von ihnen. Mit dabei sind unter anderem die ersten Abfüllungen der The Lost Distillery Company, die alle drei positiv überraschen und überzeugen können. Doch nicht nur sie bekommen hohe Bewertungen. Alle verkosteten Blended Malts landen bei mittleren bis hohen 80er-Werten. Allein die ‚Christmas Edition 2013‘ des Big Peat fällt ein wenig, wirklich nur klein wenig ab. Seine 83 Punkte resultieren wohl eher aus dem fehlenden Alter, aber auch solch junge Whiskys finden ihre Liebhaber.

 

  • Auchnagie (46%, The Lost Distillery Company, blended malt, 2013) 86 Punkte
  • Gerston (46%, The Lost Distillery Company, blended malt, 2013) 89 Punkte
  • Stratheden ‚Vintage‘ (46%, The Lost Distillery Company, blended malt, 2013) 88 Punkte
  • 3D (56.4%, Caskstrength.net, blended malt, 504 bottles, 2013) 86 Punkte
  • The Peat Monster ‚Tenth Anniversary‘ (48.9%, Compass Box, blended malt, 2013) 87 Punkte
  • Big Peat ‚Christmas Edition 2013‘ (54.9%, Douglas Laing) 83 Punkte
  • Berry’s Islay Reserve 16 yo (57.6%, Berry Bros & Rudd for Switzerland, +/-2013) 89 Punkte
  • Robust Smoky Embers 21 yo (46%, Cadenhead, Creations, blended malt, 2013) 86 Punkte

Serge verkostet: Inchmurrin (Loch Lomond)

Loch Lomond Destillerie, Foto von David Dixon, CC-Lizenz
Loch Lomond Destillerie, Foto von David Dixon, CC-Lizenz

Nicht gerade die bekannteste Marke, die von schottischem Boden kommt , und die sich Serge Valentin von Whiskyfun heute in der Verkostung vorgenommen hat: Inchmurrin. Destilliert wird dieser Whisky bei Loch Lomond, und man sagt ihm nach, relativ leicht zu sein. Drei Abfüllungen sind es, und währen zwei eher mau bewertet werden, kann die dritte und letzte durchaus überzeugen. Interessant, irgendwie, findet Serge aber alle drei:

  • Inchmurrin 15 yo (46%, OB, +/-2013): 78 Punkte
  • Inchmurrin 19 yo 1993/2012 (58.1%, Signatory Vintage, casks #2844-45, 511 bottles): 79 Punkte
  • Inchmurrin 16 yo 1996/2013 (62.8%, Master of Malt, sherry butt, 428 bottles): 86 Punkte

Whisky im Bild: Eilean Donan im Schnee

Auch die Whiskywelt scheint vor dem Jahreswechsel vollkommen zur Ruhe gekommen zu sein – also widmen wir uns auf Whiskyexperts wieder einmal den einfach nur schönen Dingen – so wie einem Bild der Winterstimmung run um Eilean Donan Castle in de Highlands. Eilean Donan Castle (schottisch-gälisch: Eilean Donnain) ist eine Niederungsburg in der Nähe von Dornie, einem kleinen Dorf in Schottland. Der Name selbst bedeutet „Donans Insel“ und weist auf den Hl. Donnán von Eigg hin, einem keltischen Märtyrer aus dem 6. Jahrhundert. Eilean Donan Castle befindet sich am Loch Duich in den westlichen schottischen Highlands. Die Burg liegt auf einer kleinen Landzunge, die bei Flut zu einer winzigen Insel wird. Sie ist dann nur durch eine steinerne Fußgängerbrücke zu erreichen. Die Burg ist der Stammsitz des schottischen Clans der Macrae. Das stimmungsvolle Foto der Burg im Winter stammt von einem französischen Fotografen mit dem Internet-Pseudonym Akela NDE und wird unter CC-Lizenz zur Verfügung gestellt.

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Whiskyexperts – der Jahresrückblick

Halt – eigentlich können wir gar nicht von einem Jahresrückblick sprechen, denn diese Website gibt es noch kein ganzes Jahr. Gegründet wurde Whiskyexperts im Februar 2013, und offiziell an den Start ging sie gar erst im März. Wir sind daher ein viel zu junges Kind, um einen vollen Jahresrückblick gestalten zu können. Andererseits sind wir viel schneller als erwartet erwachsen geworden – und daher nehmen wir uns die Freiheit heraus, auf unser (fast ganzes) erstes Jahr zurückzublicken.

Wie alles anfing

Whiskyexperts ist eigentlich, so wie es mit vielen Dingen passiert, ein Unfall gewesen. Oder besser gesagt: die Folge eines Unfalls. Der Gründer der Site war nämlich eingeladen, mit seinem Wissen über Whisky an einem Relaunch eines großen Blogs mitzuwirken. Sechs Leute hätten daran schreiben sollen – allerdings geschah dies in einer eher gemächlichen Frequenz. Um das allgemeine Spirituosenblog nicht zu einem Whiskyblog umzufunktionieren, beschloss Bernhard Rems, eine eigene Site zu starten. Der Grundgedanke dahinter war von einem Blog unterschiedlich: Nicht Meinung, sondern Information sollte im Vordergrund stehen. Und Rems hatte sich vorgenommen, nicht dem gemächlichen Erscheinungszyklus eines persönlichen Blogs zu folgen, sondern täglich mindestens einen Beitrag zu bringen. Diesem Grundsatz ist Whiskyexperts von Anfang an bis heute treu geblieben.

Unser altes Logo
Unser altes Logo

Die jungen Monate

Was uns anfangs an Routine fehlte, haben wir mit Enthusiasmus ersetzt (und hoffen, dass man merkt, dass uns dieser auch nicht wieder verloren gegangen ist). Einige Umstellungen am Layout später haben wir aber auch optisch unsere Linie gefunden. Bereits im Frühsommer kamen zwei neue Redaktionsmitglieder zum Team dazu: Simon Rosenkranz und Dirk Piesczek. Später dann gesellten sich noch Reinhard Pohorec und Ernst. J. Scheiner als assoziierte Mitarbeiter zum Team. Die administrative Leitung der Seite übernahm dann im Herbst während und nach einer Erkrankung von Gründer Bernhard Rems Silvia Behrens. In dieser Besetzung berichten wir nun täglich über Aktuelles aus der Szene, über neue Abfüllungen und generelle Entwicklungen am Whiskymarkt. Dabei wollen wir sachlich, aber nicht trocken sein, korrekt, aber nicht langweilig, unvoreingenommen, aber nicht ohne Meinung – alte journalistische Tugenden eben, die unserer Meinung nach in den neuen Medien ebenso ihre Berechtigung haben. Mehr noch: Wir finden Sie nötig und Voraussetzung für eine Berichterstattung, die dem Leser mehr gibt als Unterhaltung.

Bernhard Rems, Dirk Piesczek und Simon Rosenkranz bei einem Redaktionstreffen in Nürnberg (oder besser gesagt: Danach)
Bernhard Rems, Dirk Piesczek und Simon Rosenkranz bei einem Redaktionstreffen in Nürnberg (oder besser gesagt: Danach)

Ein paar Zahlen

Dass wir Whiskyexperts nicht als Hobbyprojekt verstehen, sondern als professionell gemachtes Medium, zeigt sich auch an einigen Zahlen. Seit  März 2013 haben wir fast 1500 Artikel gepostet, also um die 5 Artikel pro Tag – ohne Pause, ohne Wochenende. Über 180 davon sind nicht Nachrichten, sondern exklusiv bei uns und von uns verfasste Artikel wie Interviews, Hintergrundberichte, Verkostungsnotizen oder Erstmeldungen, die von uns aus die Runde durch verschiedene Medien machten.

Und was wir machen, scheint ein Bedürfnis abzudecken: Über das Jahr waren es mehr als 60.000 verschiedene Menschen, die Whiskyexperts besucht haben. Über 280.000 Mal wurden unsere Artikel gelesen – und seit unserem Start im März wachsen wir kontinuierlich. Über 4300 Mitglieder hat unsere Facebook-Gruppe, und auf Whiskyexperts versammeln sich Neulinge wie versierte Whiskykenner gleichermaßen, um ihre Passion auszuleben. Dieses Miteinander ist das, was uns besonders freut – dass wir nicht als Lautsprecher verstanden werden, sondern als Treffpunkt – und diesem Umstand werden wir in Zukunft verstärkt Rechnung tragen.

Unseres Wissens ist Whiskyexperts dank unserer Leser und ihrer Treue zu unserem Angebot die größte tägliche Newssite für Whisky und Whiskey geworden – und wir denken, dass zudem unsere Fairness in der Berichterstattung und unser Engagement für das Wasser des Lebens es ermöglicht hat, dass wir bei Genießern und Herstellern gleichermaßen anerkannt werden. Genau diese Haltung, „kritisch, aber fair“, soll auch in Zukunft der Eckpfeiler unserer Arbeit sein.

Eine der Verkostungen, die wir gemeinsam mit der Càrn Mòr Society of Austria veranstaltet haben...
Eine der Verkostungen, die wir gemeinsam mit der Càrn Mòr Society of Austria veranstaltet haben…

Die Zukunft

Die Zukunft hat die durchaus angenehme Eigenschaft, sich nicht wirklich planen zu lassen. Man kann sich nur Ziele setzen, und das tun wir natürlich. Für unsere Leser wollen wir noch aktueller, noch umfassender und noch interessanter werden. Man soll sich darauf verlassen können: Wenn etwas in der Welt des Whiskys passiert, kann man es bei Whiskyexperts nachlesen. Wenn man etwas über Whisky wissen will, kann man bei uns danach suchen. Und wenn man etwas über Whisky erzählen will, sind wir das beste Sprachrohr dafür. Wir denken auch darüber nach, unser Angebot über die Information hinaus zu erweitern – mehr dazu, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Für die Industrie und den Handel wollen wir weiter ein interessanter Partner sein; durch unsere Unabhängigkeit, Verlässlichkeit und Professionalität.

Und: Wir wollen auch 2014 weiter wachsen und mehr Menschen erreichen, die sich für Whisky interessieren – oder Menschen mit ihm in Verbindung bringen. Wir werden das mit der Site tun, mit Verkostungen, mit unserer Präsenz auf Messen. Auf dieses Miteinander freuen wir uns ganz besonders.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein Gutes Neues Jahr 2014. Gerne begleiten wir Sie in ihm, was Whisky anbelangt.

Liebe Grüße,

Silvia Behrens
Bernhard Rems
Dirk Piesczek
Simon Rosenkranz
Reinhard Pohorec
Ernst J. Scheiner

Ein zukünftiger Star in den Lowlands: Daftmill

Unser Autor Ernst J. Scheiner hat für das Irland-Journal einen Artikel über die Destillerie Daftmill geschrieben, die schon vor einiger Zeit in Betrieb ginng, bislang aber noch keine Abfüllung veröffentlicht hat, obwohl dies technisch schon längst möglich gewesen wäre. Francis Cuthbert, der Distillery Manager von Daftmill, hält auch eine Abfüllung im nächsten Jahr für unwahrscheinlich – „it’s ready when it’s ready“. Ob es sich zu warten lohnt und was das Besondere an Daftmill ist, können Sie hier in diesem pdf nachlesen.

Zufahrt zu Daftmill - Copyright Ernst J. Scheiner
Zufahrt zu Daftmill – Copyright Ernst J. Scheiner

Whisky im Bild: Mehr Meer bei Laphroaig

Die Whiskys in Warehouse 1 von Laphroaig bekommen heute etwas mehr Seeluft und Tanggeschmack als üblich: Das vorherrschende Sturmtief (laut einigen Quellen das vom Luftdruck her heftigste je in Schottland gemessene) mit seinen Winden und die anrollende Flut haben das Meer heute noch näher an die Islay-Destillerie rücken lassen als es ohnehin schon der Fall ist. Foto: Laphroiag.

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Serge verkostet: Aberlour

Aberlour, Photo von Y. Kohno, GNU-Lizenz
Aberlour, Photo von Y. Kohno, GNU-Lizenz

Die älteren Whiskyfreunde werden sich erinnern: von Cadenhead’s gab es einmal eine Serie von Abfüllungen, die liebevoll „black dumpy bottle“ genannt wurden – und wer auf Messen oder sonstwo über solch eine Abfüllung stolpert und verkosten kann, der wird verstehen, warum manche den Whiskys aus den Sechzigerjahren nachtrauern (meine persönliche erste Begegnung mit dieser Linie war ein Fettercairn aus den Sechzigern). Cadenhead’s hat diese Linie mit neuen „dumpy bottles“ aufgegriffen. Darunter fand man bereits Köstlichkeiten wie einen traumhaften Highland Park oder einen ebenso wunderbaren Banff. Serge Valentin von Whiskyfun verkostet heute eine alte und eine neue dumpy bottle-Abfüllung – beide aus der Destillerie Aberlour. Und bei beiden ist er sehr angetan:

  • Aberlour-Glenlivet 15 yo 1963/1978 (45.7 GL, Cadenhead, black dumpy): 86 Punkte
  • Aberlour-Glenlivet 23 yo 1989/2013 (54.9%, Cadenhead, small batch, bourbon hogshead, 522 bottles): 88 Punkte