Auch Ralfy startet ins neue Jahr, nachdem er letzte Woche eine kleine (und nach 418 Verkostungsvideos wohlverdiente) Pause einlegte. Diesmal widmet er in seiner Verkostungsnotiz, mehr als 12 Minuten dem Balblair ’02, einer zehnjährigen Abfüllung aus der höchstgelegenen Destillerie Schottlands. Und für diesen Whisky gibt es bei Ralfy satte 90 aus 100 Punkten. Warum und was er sonst noch so zu sagen hat, wie immer in seinem Video.
Eine interessante Entdeckung hat Malt Maniac Oliver Klimek gemacht: Whisky.de, der Webshop des Ehepaars Lüning (die genauen Eigentumsverhältnisse kann man dem Impressum entnehmen) hat die Domain whisky.com gekauft und bereitet anscheinend einen englischsprachigen Ableger seines Angebots vor:
Nachtrag: Hier ist die englischsprachige Pressemitteilung dazu:
Seeshaupt, Germany 12/27/2013 – Germany’s leading whisky company The Whisky Store today announced the purchase of the Internet domain Whisky.com. The newly launched website aims to become the most comprehensive global whisky related website in the course of 2014. The three centerpieces of the new Whisky.com web presence will be an outstanding content-rich knowledge site, a virtual community, and a large whisky database including hundreds of bottlings.
The extensive already existing content from The Whisky Store – that currently has more than 13 million page views per month and over 33,000 unique daily visitors – will now be made available in English to the global market. Whisky.com will soon present more than 1,000 written web pages and around 10,000 photos about whisky distilleries and products.
In addition, Whisky.com will offer a free whisky book with several hundred pages and an audio edition.
The community will include an expert-guided forum, an online chat, and a daily blog about the latest news from the whisky world as well as many tasting videos.
As a third pillar, whisky connoisseurs will be able to access a huge whisky database with countless photos and to share tasting notes with other users.
Whisky.com will quickly grow to become the main global whisky portal with estimated page views of several millions per day. Please stay tuned and join this unique community which will be the perfect home to all whisky friends.
The selling price of Whisky.com will be released March 2014.
PS: Auch Whiskyexperts.net hat einen englischsprachigen Schläfer in petto, der aber momentan aus Kapazitätsgründen (noch) ruht… 😉
Es ist nun fast exakt ein Jahr her, dass dieses Video vom Abriss der Destillerie Imperial in der Speyside entstand. Im Sommer danach standen nur mehr die Lagerhäuser. Nachdem Chivas Borthers die Destillerie ja größer wieder neu aufbauen will: Hat jemand aktuelle Bilder von der Baustelle? Jedenfalls viel Vergnügen bei diesen knapp sieben Minuten eines Zeitdokuments…
Auch wenn sonst nicht viel los ist in der Whiskywelt, auf zwei Konstanten ist Verlass: Wir arbeiten im Hintergrund an neuen Features und Verbesserungen, während wir alle interessanten News sammeln – und Serge postet seine Verkostungsnotizen :-). Diesmal hat er sich drei Abfüllungen aus der Destillerie Auchroisk vorgenommen – einmal eine offizielle Flora & Fauna-Abfüllung, und zwei Unabhängige. Begeisterung sieht anders aus bei Serge als die Punktwertungen, die er vergibt:
Auchroisk 10 yo ‚Flora & Fauna‘ (43%, OB, +/-2010): 78 Punkte
Auchroisk 22 yo 1991/2013 (49.5%, The Coopers Choice, Marsala finish, cask #9048, 250 bottles): 70 Punkte
Auchroisk 22 yo 1990/2013 (52.9%, The Nectar of the Daily Drams): 85 Punkte
Und falls Sie mehr über Auchroisk wissen wollen: Wir haben natürlich einen Datenblatt-Eintrag dafür. Einfach mal hier nachsehen.
The copyright on this image is owned by Anne Burgess and is licensed for reuse under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 license.
Dieses Foto unseres Lesers Kai Bätge teilen wir gerne: Die von Kenny Mackay handsignierte Flasche des Miltonduff 1989 ist beim glücklichen Gewinner angekommen – und weils der Gewinner unseres Fotowettbewerbs war, ist sie auch professionell in Szene gesetzt ;-). Lieber Kai, viel Vergnügen damit! PS: Mitte Januar startet unser nächster Wettbewerb :-).
Von Whiskysponge “The no.1 site for front line whisky news” als eine der außergewöhnlichsten Whisky-Website dürfen wir natürlich außergewöhnlichen Auszeichnungen erwarten – und wir wurden nicht enttäuscht. Dass Professor Jill Bumsden und Jim Murray jeweils mit einem Preis bedacht werden, den niemand möchte, war nicht überraschend. Zu oft waren sie und ihre Arbeit Thema des Whisky-Schwamms. Nur in welcher Kategorie sie ihre Auszeichnung erhalten würden, war nicht vorhersehbar.
The Whiskysponge Awards 2013 in der Übersicht
Der Preis für „Herausragende Leistung beim Aufzeigen von Allem, was falsch beim modernen Whisky Marketing ist“
Der Whiskysponge Sonder-Award für hervorragende Leistungen bei schmutzigen Witzen
Professor Jill Bumsden für seine Betreuung der Entwicklung von Ardbeg und Glenmorangie
Die Auszeichnung dafür, häufig erwähnt zu haben, dass die Angst besteht, auf Whiskysponge erwähnt zu werden, ohne tatsächlich bereits aus irgendeinem Grund auf Whiskysponge erwähnt worden zu sein
Mark Gillespie von Whiskyshaft
Der Macallan-Preis für „Es ist zu einfach, sich darüber lustig zu machen“
Geht in diesem Jahr auch wieder an Macallan.
Bland-Botschafter des Jahres
Mark Watt von Cadenhead
Blond-Botschafterin des Jahres
Georgie Bell von der Scotch Malt Whisky Society
Beste Neben-Botschafterin
Rachel Barrie, Master Blenderin bei Morrison Bowmore Distillers Ltd. für Auchentoshan, Bowmore und Glen Garioch
Auszeichnung für eine neue Distillery, die wie Frühstücks-Cerealien klingt
Gartbreck Distillery. Islay
Der Whiskysponge „Whisky Sex-Symbol des Jahres“-Award
Erneut Charles MacLean
Sonderpreis für die unerwartetste Karriereentwicklung
Die Oberösterreichischen Nachrichten bringen heute ein Portrait des Mühlviertlers Peter Affenzeller, der als einer der aufstrebenden österreichischen Brennmeister gilt. Affenzeller, der 2007 übrigens „Mister Oberösterreich“ war, brennt seit 2005 Whisky und hat seine Leidenschaft im letzten Oktober zu seinem Beruf gemacht. Ergänzend zur Lektüre des Artikels ist auch ein Besuch seiner Homepage empfohlen – dort erfährt man mehr über die Destillerie und ihre Produkte.
Gute Nachrichten aus Israel: Die geplante Milk & Honey Distillery (ein exklusives Interview mit Gründer Simon Fried lesen Sie hier) hat das gesetzte Zeil von 65.000 Dollar geschafft. Die Kampagne auf Indiegogo brachte ihnen sogar fast 75.000 Dollar. Den sehr interessanten Artikel können Sie auf TheNextweb lesen, ein dazugehöriges Video finden Sie entweder dort oder auf Vimeo.
Ohne viel Systematik, aber mit offensichtlich viel Freude am Dargebotenen, hat Serge Valentin von Whiskyfun für heute eine Anzahl von Speysidern verkostet. Auf seiner Verkostungsliste finden sich Abfüllungen aus Dufftown, Cragganmore, Braeval und Glenglassaugh (Glenglassaugh rechnet er zu den Speysidern – eine kleine Hommage an Michael Jackson – obwohl er offiziell natürlich zu den Highlands zählt) – und die Bewertungen sind durchaus so, dass man, folgt man Serge’s Geschmack, kein Glas davon ablehnen würde. Hier die Wertungen im Einzelnen:
Singleton of Dufftown 15 yo (40%, OB, +/-2013): 81 Punkte
Cragganmore 20 yo 1993/2013 (50%, Wilson & Morgan, PX sherry finish, cask #1903-1904): 89 Punkte
Braeval 21 yo 1991/2013 (53.1%, Brachadair, bourbon barrel, 230 bottles): 87 Punkte
Glenglassaugh 40 yo 1972/2013 (43.1%, C&S Dram Collection, refill sherry butt, 300 bottles): 91 Punkte
Er war eine der bedeutendsten Personen hinter William Grant & Sons, eine der Triebfedern des Whiskybusiness und zum Beispiel der Motor hinter dem Erwerb der Grains-Destillerie Girvan: Charles Gordon, früherer Chairman des Familienunternehmens, dem Marken wie Glenfiddich oder The Balvenie gehören, ist vor Weihnachten im Alter von 86 Jahren in New York verstorben. Gemeinsam mit seinem Onkel und seinem jüngeren Bruder hat er das Unternehmen in einen Global Player verwandelt. Unter seiner Ägide wurden Marken wie Hendrick’s Gin oder Monkey Shoulder eingeführt. Als Chairman trat er erst nach seinem 80. Geburtstag zurück.
Sein Sohn und jetztiger Chairman Glenn Gordon sagte, dass die Zeit seines Vaters von partnerschaftlichem Führungsstil und Innovationen geprägt war. Das Familienunternehmen verliert einen Großen.
Ein sehr interessanter Artikel in Herald Scotland beleuchtet die Situation der Spirituosenproduzenten im Angesicht weiter wachsender Märkte im Jahr 2014. Die Nachfrage nach Scotch und Single Malts ist offensichtlich ungebrochen, aber die Möglichkeiten, die Kapazitäten kurzfristig auszuweiten, sind nicht unbegrenzt.
Ballantine’s mit Limette – eine kreative Möglichkeit, mehr Whisky zu verkaufen
In dieser Situation ist – vom geschäftlichen Standpunkt aus – Kreativität gefragt. Im unteren Preissegment wird die Kategorie der „Spirit Drinks“ immer bevölkerter. Dies sind Mixgetränke mit Whisky, die sich vom Gesetz her nicht „Scotch“ nennen dürfen, daher die Bezeichnung „Spirit Drinks“ erhalten haben. Ballantine’s Brazil von Pernod Ricard ist so einer, eine Mischung aus Whisky und Limette, auf die junge Zielgruppe ausgelegt. Ginger Grouse, ein mit Famous Grouse versetztes Ingwer-Bier der Edrington Group, wird als weiteres Beispiel genannt.
Ingwer-Bier mit Famous Grouse – so interpretiert die Edrington-Group das Thema „Spirit Drinks“
Am anderen Ende des Spektrums wird Single Malt immer wichtiger. Daher investieren die großen Firmen durchaus auch in neue Destillerien oder erweitern die Kapazitäten bestehender Destillerien (siehe unseren Bericht über Mortlach). Aberlour wird zum Beispiel in der nächsten Zeit massiv in diversen Märkten promotet (eine neue Standardabfüllung von Aberlour scheint nur der Auftakt gewesen zu sein). Die Carron-Destillerie in der Speyside wird zu Jahresende die Produktion aufnehmen, und auch kleiner Destillerien wie Glenglassaugh scheinen einiges vorzuhaben (man hat dort um eine sogenannte „planning permission“ angesucht).
Mehr zu diesem Thema, wenn Sie unserem Link folgen.
Eingang zur Destillerie, Foto von Theorb, Public Domain
Nach einigen schweren Whiskys in der letzten zeit verkostet Serge Valentin heute auf Whiskyfun leichtere Tomatins. Seine Verkostungsnotizen und Bewertungen zeigen, dass seiner Meinung nach Whiskys dieser Destillerie vor allem eines sehr gut vertragen können – Zeit.
Tomatin ‚Legacy‘ (43%, OB, 2013) 72 Punkte
Tomatin 8 yo (58.6%, Jack Wiebers, World of Orchids, bourbon cask, 119 bottles, 2013) 78 Punkte
Tomatin 25 yo 1988/2013 (49.7%, The Whisky Agency, The Perfect Dram, hogshead, 304 bottles) 86 Punkte
The economic times blickt nach Japan und findet dort in der Whisky-Industrie eine ähnliche Situation und die gleiche Handlungsweise wie in Schottland. Auch dort boomt die Nachfrage, sie ist aber nicht nur auf Whisk(e)y der klassischen Herkunftsländer beschränkt. Whisky, destilliert und gelagert in Japan, erfreut sich in den letzten Jahren weltweit einer sehr großen Beliebtheit bei Genießern, Sammlern und Spekulanten. Doch auch in Japan – hier gibt es eine fast 100jährige Geschichte der Whisky-Produktion – gab es einen Einbruch der Nachfrage in den 1990er Jahren und daraus resultierend eine Drosselung der Produktion, auch über Schließung verschiedener Destillerien (Karuizawa, Mars und Hanyu). Die Steigerung der Nachfrage zu Beginn des Jahrhunderts führte dann zu den gleichen Phänomenen wie in Schottland. Um Bedarf momentan decken zu können, wird auf Altersangaben verzichtet. Im vergangenen Jahr stoppte Suntory die 10-jährigen Yamazaki und Hakushu Single Malts und führte „No Age“-Versionen statt ein. Von Nikka wird erwartet, dass nach der Veröffentlichung einer „No Age“-Abfüllung der 12-jährige Single Malt Taketsuru in diesem Jahr auslaufen wird. Parallel dazu erzielen japanische Whiskys der geschlossenen Brennereien auf dem Markt Höchstpreise. So sind manche Karuizawa-Abfüllungen von Number One Drinks innerhalb von Sekunden ausverkauft – auch bei Preisen von 12.500 £.
Für die Zukunft des japanischen Whiskys gilt das Gleiche wie für den schottischen – wir werden erst in ein paar Jahren sehen können, wie sich die Nnachfrage und der Markt weiter entwickeln werden, und ob die Destillerien sich richtig entschieden haben.
Die Kollegen von Whiskyintelligence haben vom möglichen neuen Ardbeg (wir berichteten) auch das Backlabel gefunden. Was sich auf dem Frontlabel mit „Dram of two halves“ schon andeutete, wird auf der Rückseite mit „What a kick“ und anderem fortgesetzt. Es handelt sich bei dieser Abfüllung wohl um eine Hommage an die Fußballweltmeisterschaft, welche in diesem Jahr in Brasilien stattfindet – in diesem Land ist die Whisky-Nachfrage enorm gestiegen.