Samstag, 10. Dezember 2022, 00:42:19

Genauer betrachtet: Caol Ila Diageo Special Release 2013

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Auch wenn Diageo mit seinen Special Releases dieses Jahr zum Teil exorbitante Preise vorlegt (eines sei dazu angemerkt: damit sich solch ein Preis auch durchsetzt, braucht es nicht nur den vom Verkäufer festgelegten Preis, sondern auch einen Käufer, der um dieses Geld kauft – also hat es wenig Sinn, auf den Verkäufer zu schimpfen), so gibt es unter den 10 Special Releases heuer dennoch einige Abfüllungen, die auch für den „durchschnittlichen“ Whiskyfreund interessant sein könnten.

Caol Ila Destillerie, Foto von Rodpollet, CC-Lizenz
Caol Ila Destillerie, Foto von Rodpollet, CC-Lizenz

Die günstigste Flasche im Angebot (70 britische Pfund) ist der Caol Ila Stitchell Reserve. Warum eigentlich „Stitchell Reserve“? Nun, es ist ein kleines Danke an Billy Stitchell, den Distillery Manager, dessen Familie nun schon in der dritten Generation bei Caol Ila arbeitet. Er selbst begann 1974 als Arbeiter im Lagerhaus und verbrachte seine gesamte Berufslaufbahn bei Caol Ila (abgesehen von kurzen Abstechern zu Lagavulin und Port Ellen).

Weder Alter, noch Jahrgang, noch Anzahl der Flaschen ist bei ihm angegeben. Lediglich über seinen Charakter und seine Stärke kann man etwas sagen: Mit 59.7% ist er kein Schwächling – und als ungetorfter Caol Ila gehört er nicht zu den Standardabfüllungen. Abgefüllt wurde er in refill american oak-Fässern, in erneuerten american oak fäassern und in ex-bodega euopäischer Eiche. Diageo beschreibt ihn als leicht trinkbaren Whisky, der dennoch vor Kraft nur so strotzt. Süß und würzig soll er sein, klar und wärmend. Im Geschmack wird er als bitter-süß beschrieben, mit nussigen Einschlägen.

Hier die originalen (englischen) Tasting Notes:

  • Appearance: Clear, olive gold. Light beading.
  • Nose: At full strength, immediately clean, aromatic and fresh: like inhaling Friar’s Balsam. After this first blast, more reticent; softly sweet, then a vivid freshness like that of crisp green fruit or lemon zest. Water raises a fruity, nutty honeyed sweetness and a faint note of treacle, with perhaps just a hazy hint of smoke.
  • Body: Light to medium. Oily, yet firm.
  • Palate: Drinks well straight; has an intense and in your face style, with a most appealing smooth, lightly oily texture. Firm, clean and fresh throughout. Intense and mouth-filling, with a great initial surge of sweet spiciness unaccompanied by the usual signature phenols of peated Caol Ila or indeed, much fruit. Becoming honey-nutty (nut brittle, with a dark edge of treacle bitterness) then finally, warming and drying. A good splash of water develops these flavours; it’s tongue-coating and appetisingly bitter-sweet now, leaving a spicy dryness as the tide of flavour ebbs.
  • Finish: Aromatic, spicy and drying; a balancing bitter edge embraces more of the soft nutty, biscuity notes, always maintaining that essential freshness overall.

Für Islay-Freunde könnte dieser Caol Ila durchaus interessant werden, verspricht er doch ein Geschmackserlebnis abseits des Üblichen. Für Genießer, so denken wir, empfehlenswert. Sammler dürfen allerdings bei dieser Abfüllung auf keine besondere Wersteigerung hoffen.

 

 

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