Ein weiterer Nachtrag zu Diaego’s Spezialabfüllungen 2013

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Über die diesjährigen Spezialabfüllungen von Diageo haben wir in den letzten Tagen häufiger berichtet. Von diesen wirklich sehr interessanten Abfüllungen blieb den Meisten wohl nur die sehr ambitionierten Preisgestaltung in Erinnerung.
whiskysponge – The no.1 site for front line whisky news präsentiert heute eine neue Preisliste, deren Gestaltung in eine ganz andere Richtung geht – ihre Quelle Herbert Crumb ist uns gänzlich unbekannt, und auch dem Rabattangebot von £10 beim Kauf von zwei Flaschen Lagavulin 1976 können wir keinen Glauben schenken – auch wenn wir gerne würden.

World Wide Whisk(e)y Design Contest: Abstimmung gestartet

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So vielfältig, variantenreich und auch unübersichtlich die Whiskys und Whiskeys auf der ganzen Welt sind, ihre Awards stehen ihnen in diesen Punkten in Nichts nach. So reicht es bei einigen Auszeichungen nicht aus, einfach einen Whisky abgefüllt zu haben. Es muss auch noch eine Anmeldung inklusive Anmeldegebühr eingereicht werden. Andere hingegen möchten wie ein Gottesurteil erscheinen, und wie in der wirklichen Welt existieren auch auf dem Planeten Whisk(e)y verschiedene Götter nebeneinander.

Einen anderen Weg geht der World Wide Whisky Design Awards. Um den Inhalt der Flasche geht es hier überhaupt nicht, es wird die Flasche selbst und die Umverpackung bewertet. Anders als bei den meisten Whisky Awards konnten jede und jeder nach einer kostenlosen Registrierung die eigenen Design-Favoriten nominieren. Einzige Bedingungen: Die Abfüllung musste zwischen dem 1. Januar und dem 1. Juni 2013 noch erhältlich sein und durfte vorher noch nicht in diesem Wettbewerb ausgezeichnet worden sein. Und auch über die Gewinner kann jeder und jede abstimmen – bis zum 30. November 2013.

glenlivet-alphaIn zwei Kategorien werden die Kandidaten aufgeteilt: Abfüllungen, die entweder weniger oder mehr als 250 € kosten. Während man z.B. „The Glenlivet Alpha Limited Release“ oder „Isle of Arran The Devil’s Punch Bowl“ sicherlich unter den Nominierten bei „Category 1 – Bottle, less than €250 “ erwarten konnte, sind manch andere eigentlich nur die konsequente Umsetzung einer bewährten Design-Linie – welche mal recht einfach (Cutty Sark Caskstrength), mal etwas aufwändiger ist (Highland Park Loki). Auffallender und in der Gestaltung einzigartiger sind dagegen Karuizawa 1st Nonjatta Exclusive Bottling, natürlich Compass Box mit ihrer ‚The Entertainer‘ limited edition for Selfridges, Highwood 25 year old Calgary Stampede 100th anniversary whisky mit einem Zinnlabel und anCnoc Limited Edition, gestaltet von Peter Arkle.

In der Kategorie der Höherpreisigen lässt die nach oben offene Preisskala vielfache Gestaltungsmöglichkeiten und den Einsatz von hochwertigen Verpackungsmaterialien zu. Natürlich fallen auch hier wieder die Karuizawas auf. Die Cocktail Serie überspringt die 250 € Hürde so gerade eben, wohin gegen man für den Preis manch andere Kandidaten wahlweise auch einen Gebraucht- (z.B. Glenrothes 1970 Extraordinary Cask Collection #10573) oder Neuwagen (z.B. The Balvenie Fifty) erwerben kann.

Der Bowmore Islay Single Malt 1957, 54 Years Old übertrifft den in dieser Kategorie notwendigen Verkaufspreis natürlich spielend um ein Vielfaches (£100,000), wenn dieser Whisky einem überhaupt zum Kauf angeboten wird. Und wenn wir die Überlegungen, ob es richtig ist, für solch einen Preis Whisky zu verkaufen oder zu kaufen, mal außer acht lassen, müssen wir Bowmore schon zugestehen, eine wunderschön anzusehende Abfüllung kreiert zu haben.

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Douglas Laing: Old Particular Series veröffentlicht

Jetzt ist es offiziell: Nach einigen Ankündigungen (wir berichteten) veröffentlicht Douglas Laing eine neue Serie von Einzelfassabfüllungen – ohne Kühlfiltrierung und ohne Fabrstoffe. Die Serie nennt sich „Old Particular“ und besticht zunächst einmal durch ein sehr gefälliges, antiquiert wirkendes Design, mit einer eigenen Farbe für jede Region:

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Was interessant ist: Auch wenn das Einzelfassabfüllungen sind, sind nicht alle in Fassstärke abgefüllt. Nur der Bowmore mit 25 Jahren kommt in echter Fassstärke daher. Was jünger als 19 Jahre ist, wird mit 48.4% abgefüllt, von 19 Jahren aufwärts mit 51.5%. Warum das so gemacht wird, wird auch auf der Webseite von Douglas Laing nicht wirklich erklärt. Aber nachgefragt haben wir schon – und hier ist die Antwort von Douglas Laing:

 After 13+ years of tasting and selecting the casks, we believe the strength of 48.4% for bottlings aged 18 and younger allows these ‘younger’, feistier Whiskies to soften out some of their ‘hotter’ characteristics. Cheers.

Übersetzt heißt das soviel wie: „Nach mehr als 13 Jahren Verkostungen und Fassauswahl glauben wir, dass die Abfüllungen, die 18 Jahre und jünger sind, mit 48.4% etwas ihrer „wilderen“ Charakteristik verlieren und zugänglicher werden.“

Serge verkostet: Zwei Tamnavulin

Tamnavulin Distillery, um 1990, Foto von Potstill Vienna
Tamnavulin Distillery, um 1990, Foto von Potstill Vienna

Wer von uns hat keinen Tamnavulin in seinem Whiskyschrank stehen und wer hat deswegen ein Vermissungsgefühl? Serge Valentin versucht, uns so etwas wie eine Antwort zu geben, ob wir dieses Vermissungsgefühl rechtens hätten oder nicht – indem er zwei Abfüllungen aus dieser Destillerie verkostet. Zunächst widmet er sich dem Tamnavulin 45 yo 1967/2012 (40.3%, Sansibar, bourbon, 182 bottles), der von ihm 86 Punkte erhält. Serge findet, dass dies einer der am einfachsten zu trinkenden alten Whiskys ist, die er kennt. Sehr alt, aber sehr leicht. Die Abfüllung Nummer zwei ist der Tamnavulin-Glenlivet 25 yo (45%, OB, Stillman’s Dram, 1800 bottles, +/-2000), der mit 81 Punkten weniger gut bewertet wird. In der Nase, so Serge, sei dieser besser als dann am Gaumen.

Genauer betrachtet: Caol Ila Diageo Special Release 2013

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Auch wenn Diageo mit seinen Special Releases dieses Jahr zum Teil exorbitante Preise vorlegt (eines sei dazu angemerkt: damit sich solch ein Preis auch durchsetzt, braucht es nicht nur den vom Verkäufer festgelegten Preis, sondern auch einen Käufer, der um dieses Geld kauft – also hat es wenig Sinn, auf den Verkäufer zu schimpfen), so gibt es unter den 10 Special Releases heuer dennoch einige Abfüllungen, die auch für den „durchschnittlichen“ Whiskyfreund interessant sein könnten.

Caol Ila Destillerie, Foto von Rodpollet, CC-Lizenz
Caol Ila Destillerie, Foto von Rodpollet, CC-Lizenz

Die günstigste Flasche im Angebot (70 britische Pfund) ist der Caol Ila Stitchell Reserve. Warum eigentlich „Stitchell Reserve“? Nun, es ist ein kleines Danke an Billy Stitchell, den Distillery Manager, dessen Familie nun schon in der dritten Generation bei Caol Ila arbeitet. Er selbst begann 1974 als Arbeiter im Lagerhaus und verbrachte seine gesamte Berufslaufbahn bei Caol Ila (abgesehen von kurzen Abstechern zu Lagavulin und Port Ellen).

Weder Alter, noch Jahrgang, noch Anzahl der Flaschen ist bei ihm angegeben. Lediglich über seinen Charakter und seine Stärke kann man etwas sagen: Mit 59.7% ist er kein Schwächling – und als ungetorfter Caol Ila gehört er nicht zu den Standardabfüllungen. Abgefüllt wurde er in refill american oak-Fässern, in erneuerten american oak fäassern und in ex-bodega euopäischer Eiche. Diageo beschreibt ihn als leicht trinkbaren Whisky, der dennoch vor Kraft nur so strotzt. Süß und würzig soll er sein, klar und wärmend. Im Geschmack wird er als bitter-süß beschrieben, mit nussigen Einschlägen.

Hier die originalen (englischen) Tasting Notes:

  • Appearance: Clear, olive gold. Light beading.
  • Nose: At full strength, immediately clean, aromatic and fresh: like inhaling Friar’s Balsam. After this first blast, more reticent; softly sweet, then a vivid freshness like that of crisp green fruit or lemon zest. Water raises a fruity, nutty honeyed sweetness and a faint note of treacle, with perhaps just a hazy hint of smoke.
  • Body: Light to medium. Oily, yet firm.
  • Palate: Drinks well straight; has an intense and in your face style, with a most appealing smooth, lightly oily texture. Firm, clean and fresh throughout. Intense and mouth-filling, with a great initial surge of sweet spiciness unaccompanied by the usual signature phenols of peated Caol Ila or indeed, much fruit. Becoming honey-nutty (nut brittle, with a dark edge of treacle bitterness) then finally, warming and drying. A good splash of water develops these flavours; it’s tongue-coating and appetisingly bitter-sweet now, leaving a spicy dryness as the tide of flavour ebbs.
  • Finish: Aromatic, spicy and drying; a balancing bitter edge embraces more of the soft nutty, biscuity notes, always maintaining that essential freshness overall.

Für Islay-Freunde könnte dieser Caol Ila durchaus interessant werden, verspricht er doch ein Geschmackserlebnis abseits des Üblichen. Für Genießer, so denken wir, empfehlenswert. Sammler dürfen allerdings bei dieser Abfüllung auf keine besondere Wersteigerung hoffen.

 

 

Pernod Ricard – Whiksyboom in Asien wird weitergehen

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Vor einigen Tagen berichteten wir über eher enttäuschende Absatzzahlen des Getränkemultis Pernod Ricard in den wichtigen Märkten wie China, Südkorea und Thailand. Alexandre Ricard, CEO der Gruppe, versicherte nun der Presse, dass die ehrgeizigen Pläne von Pernod Ricard nicht eingeschränkt würden. Laut einem Bericht von The Scotsman betrachtet Pernod Ricard die Phase sinkender Verkäufe in Asien als eine kurze Episode, die sich schon 2014 wieder erledigt haben sollte. Der Getränkekonzern glaubt, dass der Boom in Asien, aber auch in anderen aufstrebenden Märkten, schon nächstes Jahr forgesetzt wird und dass die Zukunft für schottischen Whisky im Generellen sehr rosig sei.

Der neue Tomatin: Cù Bòcan

Cu Bocan Bottle Image

Hier ist der neue Tomatin. Er nennt sich Cù Bòcan, ist ein leicht getorfter (15ppm) Single Malt und kommt mit 46%. Er wurde in einer Kombination aus Virgin Oak, Bourbon und Sherry Casks gereift und ist – fast war das zu erwarten, ohne Altersangabe. Geschmacklich soll sich seiner leichten Rauchigkeit Zitrusgeschmack und exotische Gewürze beimengen. Und: er ist ab morgen bei ausgewählten Händlern erhältlich (zumindest in Schottland und England – wie es bei uns aussieht, ist momentan noch schwer zu sagen). Mehr über ihn kann man auch auf der eigenen Website erfahren.

Auf Youtube gibt es ein Video zum neuen Release, in dem die Legende des Cù Bòcan erzählt wird.

25 min Video über die irische Whiskyindustrie

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Der irische Sender RTE hat am 28. August eine 25minütige Dokumentation über die irische Whiskyindustrie gebracht – ein wirklich sehenswertes und informatives Video, das wir unseren Lesern mit Englischkenntnissen sehr ans Herz legen wollen. Neben wunderschönen Aufnahmen enthält es auch wirklich interessante Informationen. Bitte folgen Sie unserem Link und schenken Sie sich ein Glas irischen Whisky ein….

Whisky im Bild – Lagavulin 37yo Special Release 2013

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So sieht er aus, der älteste Lagavulin, die neue Special Release von Diageo für 2013, die man um knapp €2.300,- erstehen kann. Wenn man kann. Und will. :-). Danke fürs Bild an Serge Valentin von Whiskyfun.

Nachtrag zu Diaego’s Spezialabfüllungen 2013

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Wir haben ja schon vor einigen Tagen die mutmaßlichen Spezialabfüllungen von Diaego für 2013 bekannt gegeben (hier ist der entsprechende Artikel) – zwei weitere Abfüllungen machen die zehn Whiskys jetzt komplett:

  • Ein Convalmore 36yo (2.980 Flaschen mit 58%) aus dem Jahr 1977 um 600 Pfund
  • und ein Singleton of Dufftown 28yo, (Jahrgang 1985, 3.816 Flaschen mit 53.2%) um 235 Pfund.

Der Lagavulkin 12yo, den wir bereits in der ersten Meldung erwähnten, kostet 80 Pfund.

 

Neu: Sherrynotes.com

This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.  Photographer: Falkue
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Photographer: Falkue

Ruben Luyten betreibt seinen Blog www.whiskynotes.be schon sehr lange, insgesamt kann er auf 1338 Verkostungsnotizen zurück blicken. Dazu veröffentlicht er sehr unregelmäßig seinen eigenen Blick auf die Whisky-Welt. Seine Statement „Whisky is dying“ im Juli sprach sicherlich vielen aus der Seele, für andere war es ein oft gehörtes und nie gemochtes „Früher war alles besser“ – beide Positionen lassen sich ohne Probleme anhand von Fakten belegen, oder widerlegen, wie man möchte.

Gestern stellte er sein neues Projekt vor. Auf www.sherrynotes.com wird regelmäßig seine Verkostungsnotizen zu Sherrys veröffentlichen, jedoch nicht in der Häufigkeit, wie er auf www.whiskynotes.be getan hat und noch weiterhin tun wird.

Viel Erfolg wünschen wir Ruben, wir werden regelmäßig reinschauen.

Tomatin enthüllt heute ein neues Produkt

Um 20:00 mitteleuropäischer Zeit wird die Tomatin-Destillerie über Twitter ein neues Produkt enthüllen, das – darf man den optischen Hinweisen, die zuletzt gepostet wurden, glauben – für Tomatin eher untypisch sein sollte. Oder was würden Sie nach diesem Teaserbild vermuten?

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Nach einer Sherry-Bombe sieht es jedenfalls nicht aus :-). Ein rauchiger Tomatin? Einer aus stark angekohlten Fässern? Nun, bald werden wir es wissen – und damit auch unsere Leser. Spekuliert werden darf aber natürlich schon jetzt…

Serge verkostet zwei Grains aus Cameronbridge

Die Destillerie Cameronbridge in den Lowlands, Foto von James Allan, CC-Lizenz
Die Destillerie Cameronbridge in den Lowlands, Foto von James Allan, CC-Lizenz

Passend zu unserer Lowlands-Serie gibt es heute bei Serge Valentin zwei Grains in der Verkostung, die aus der Destillerie Cameronbridge stammen – und diese befindet sich nun eben in den Lowlands. Die zu Diageo gehörige Destillerie stellt nicht nur Grain Whiskys her, sondern auch Gordons Gin oder Smirnoff Vodka. Nun, egal, bei Serge geht es heute um Grains, zum ersten um die offizielle Abfüllung Cameron Brig (40%, OB, +/-2013), die 72 Punkte erhält und der Serge bescheinigt, dass es an ihr keinen Tadel gäbe. Die zweite Abfüllung stammt von einer der beiden Douglas Laing „Nachfolgeunternehmen“. Der Cameronbridge 23 yo 1990/2013 (59.2%, Hunter Laing, The Sovereign) bekommt von Serge 84 Punkte. Nach seiner Meinung sei dies ein Grain für Leute, die sich nicht viel aus Grain machen (wie er selbst).

Seltene Whisky bei McTears unter dem Hammer

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Beim Glasgower Auktionshaus McTears werden morgen früh um 10:30 Uhr 500 seltene Whiskys, Weine und Port versteigert. Für die einen die Gelegenheit, die Lücken in der eigenen Sammlung zu schließen, die anderen können den Wert ihrer Sammlung anhand der Auktionsergebnisse aktualisieren.

Das höchste erwartete Gebot erzielen zwei Flaschen Ardbeg von 1974 aus der Limited Edition Double Barrel. Für diese beiden 33-jährigen inklusive den Accessoires, welcher zu dieser Edition dazu gehörten, wird ein Preis zwischen £10,000 und £12,000 genannt. Dieser liegt damit allerdings nur ganz knapp über dem Verkaufspreis, welcher 2007 genau £10,000 betrug.