Dienstag, 13. April 2021, 08:41:37

Vinepair: Wie aus Mizunara-Eichenfässern eine Marke wurde

Eigentlich ist das Holz dieses Baumes nicht richtig für die Herstellung von Fässern geeignet

Das Holz der Mizunara-Eiche aus Japan scheint das schlechteste Material für die Herstellung von Fässern zu sein. Es dauert mindestens 200 Jahre, bis die Eiche so weit gewachsen ist, dass sie auch gefällt und verarbeitet werden kann. Des weiteren ist die Holzstruktur porös, und es fehlen wasserfeste Ölenzyme. Die Dauben müssen entlang der Maserung geschnitten werden, um Leckagen zu minimieren. Die Mizunara-Eiche hat außerdem, wie es Vinepair freundlich formuliert, eine „hartnäckigen Zurückhaltung“ beim Grade-Wachsen. Und hier haben wir noch nicht alle Nachteile des Holzes der Mizunara-Eiche beim Fassbau aufgeführt. So ist es kein Wunder, dass die Mizunara-Eiche bis Mitte des 20. Jahrhunderts fast ausschließlich in der japanischen Luxusmöbelindustrie Verwendung fand.

Und trotzdem sind Fässer aus dem Holz der Mizunara-Eiche äußerst beliebt. Sie sind jedoch auch, aus den oben aufgeführten gründen, auch äußerst selten und so dann natürlich auch äußerst teuer. Vinepair stellt im Artikel „Bigger Than Whiskey: How Mizunara Oak Barrels Became a Brand“ den Baum, das Holz und die Fässer daraus näher vor. Äußerst lesenswertes und voll mit Hintergrundwissen.

Bild: St. Kilian Distillers, mit freundlicher Genehmigung
Die St. Kilian Distillers befüllten im August 2019 vier Fässer aus Mizunara-Eiche (wir berichteten)

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