Donnerstag, 29. Oktober 2020, 17:09:30

Exklusiv: Interview mit den Veranstaltern des Cöpenicker Whiskyherbst

Die Whisky-Messen im deutschsprachigen Raum sind an drei, vielleicht vier Händen aufzuzählen. Über das ganze Jahr verteilt, gibt es für jeden Whisky-Liebhaber und jede -Liebhaberin eine Messe in direkter Nähe, oder wenn es terminlich nicht passt, zu einem anderen Zeitpunkt eine in nächster Nähe.
Berlin bildet in diesem Jahr eine große Ausnahme. Innerhalb einer Woche im September werden zwei große Whisky-Veranstaltungen stattfinden. Der Cöpenicker Whiskyherbst am 13. und 14. September findet zum 14. Mal statt und gehört damit zu den älteren und etablierten Whisky-Messen.
Das Köpenicker Whiskyfest, eine Woche früher, findet in diesem Jahr zu ersten Mal statt. Veranstaltungsort ist die Freiheit 15 in Berlin-Köpenick, der Ort, an dem der Cöpenicker Whiskyherbst in den Jahren zuvor stattfand.

Wir haben beiden Veranstaltern Gelegenheit gegeben, ihre Veranstaltung vorzustellen. Das Interview mit den Veranstaltern des Köpenicker Whiskyfest finden Sie hier.

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Whiskyexperts: In diesem Jahr findet der Whiskyherbst zum 14. Mal statt, diesmal aber nicht wie in den letzten Jahren in der Freiheit 15 in Berlin-Köpenick, sondern in der Malzfabrik in Berlin-Tempelhof. Was waren die Gründe für den neuen Veranstaltungsort?

Cöpenicker Whiskyherbst: Angefangen hat ja alles im Jahr 2000 im Innenhof des Rathauses Köpenick. Von der unvergleichlichen Atmosphäre dort erzählen uns die Besucher der ersten Stunde heute noch. Dort begannen wir mit 1800 Besuchern und wuchsen schnell auf 2800 Besucher. Im Jahr 2006 „mussten“ wir dann wechseln, da der Platz einfach nicht mehr ausreichte. Der steigenden Zahl der Besucher stand auch ein größeres Interesse der Aussteller gegenüber, also blieb uns nur diese Möglichkeit. Der Betreiber des Rathausinnenhofes nahm die Sache damals sehr sportlich, obwohl ihm natürlich nun eine große Veranstaltung fehlte.
Wir wechselten also 300m Luftlinie weiter ans Wasser. Mehr Platz, ebenfalls unter freiem Himmel, besser hätte es nicht sein können. Inzwischen hatten wir den Whiskyherbst auf zwei anstatt drei Tage verkürzt. Und die Zahl der Besucher stieg trotzdem weiter. Auch die Besucher, die wegen des Ortswechsels nicht mehr kommen wollten kamen nun wieder. Im Jahr 2011 standen wir kurz davor, den Einlass schließen zu müssen wegen Überfüllung.
Also haben sich die drei „Whiskyherbstler“ zusammengesetzt und beraten, was man tun kann. Erste Priorität war die Veranstaltung nicht zu verändern, also weiterhin unter freiem Himmel, an jedem Tag eine Band mit irisch/schottischer Musik und jede Menge Seminare und Masterclass Tastings, eben ein echtes Festival. Unsere Wahl auf die Malzfabrik fiel dann aus mehreren Gründen. Allein der Name ist schon ein Grund, oder? Hinzu kommt, dass das Gelände wesentlich größer ist, also sowohl mehr Besucher als auch Aussteller aufnehmen kann. Die ganze Logistik ist nahezu optimal, da der Auf- und Abbau besser organisiert werden kann. Die nächsten Wohnhäuser liegen in angemessener Entfernung, somit fällt keine Lärmbelastung an, was in der heutigen Zeit sehr wohl ein Problem sein kann.
Und schließlich und endlich liegt das Gelände im Innenstadtbereich und ist optimal zu erreichen. Der ICE/Regional/S-Bahnhof Südkreuz ist in 10 Minuten zu Fuß zu erreichen, der nächste Bus in 5min, die nächste Ausfahrt der Stadtautobahn ist 1km entfernt und den Besuchern, die sich mit dem PKW zur Malzfabrik bringen lassen, stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung, da sich das Gelände unmittelbar neben einem nicht ganz unbekannten schwedischen Möbelhaus befindet.
Uns ist bewusst, dass wir bei einem Ortswechsel ins kalte Wasser springen, aber wir wissen auch, dass wir gut schwimmen können. Der Whiskyherbst ist in den vergangenen 13 Jahren zu einer festen Größe in der Whiskylandschaft geworden. Würde der Erfolg nur von der Örtlichkeit abhängen, hätten wir etwas falsch gemacht.

Whiskyexperts: Was wird es für die Besucherinnen und Besucher Neues geben?

Cöpenicker Whiskyherbst: Natürlich bleiben wir in erster Linie beim alt Bewährten. Jede Menge Whisky, Musik, Masterclass Tastings und gutes und bezahlbares Essen. Hinzu kommen neue Aussteller, denen wir in den vergangenen Jahren absagen mussten, da kein Platz mehr zu vergeben war. Einige Aussteller konnten größere Stände buchen, da sie Ihr Sortiment vergrößert haben.
Neu ist ein Stand mit wirklich frisch zubereitetem Irish Coffee, damit auch die Begleitungen, die keinen Whisky mögen, etwas Gutes im Glas haben.
Ebenfalls neu ist ein Aussteller mit einer schier unendlichen Auswahl an Fudge. Nebenher hat er auch noch schottische Crisps und allerlei Zubehör wie kleine schottische Flaggen, Sticker, Teetassen und dergleichen im Angebot.
Ein Zigarrenhändler wird den Rauchern unter den Besuchern eine gute Auswahl an Zigarren bieten, und am Stand des Whiskyherbst wird ein Hersteller feinster Schokolade aus Luckau in Brandenburg seine Produkte anbieten und natürlich auch ein Schokoladenseminar abhalten.
Der German Rum Ambassador Dirk Becker wird bei zwei Rum Masterclass einiges hervorzaubern und auch an seinem Stand Dinge anbieten, von denen ich bisher noch nicht im Entferntesten etwas gehört habe.
Am Bier- und Grillstand wird es zu keinen Versorgungsengpässen kommen, da ausreichend Guinness, Irish Stew, Fish & Chips und einiges an Würsten und Steaks vom Grill vorhanden sein werden.
In diesem Jahr ist im Eintrittspreis von 10.- Euro nicht nur das Nosingglas enthalten, sondern auch ein praktischer Glashalter, den man sich um den Hals hängen kann, im Wert von 5.- Euro.
Unsere Eröffnungsfahrt am Vorabend des Whiskyherbst ist zwar nicht neu, wird aber als „Highland Tour Berlin, die Spreeside Metropole“ sicher den Teilnehmern einige Neuigkeiten der Stadt zeigen.

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Whiskyexperts: Und was bleibt vom Altbekannten?

Cöpenicker Whiskyherbst: Das ist eigentlich leicht zu beantworten. Das bewährte Konzept bleibt und wird durch Neues ergänzt. Eine Veranstaltung im Freien unterscheidet sich eben schon durch den Ort von den anderen Messen. Nicht besser oder schlechter, eben anders. Das heißt aber schon, dass wir selbst noch besser werden wollen im Zusammenspiel mit unseren Ausstellern und Besuchern. Der Whiskyherbst soll DIE Veranstaltung im Freien bleiben. Besonders zu erwähnen ist noch das überaus freundliche Verhältnis der Aussteller untereinander. Das soll und wird so bleiben, dessen sind wir uns sicher.

Whiskyexperts: Es wird sicherlich auch wieder eine Festival-Abfüllung geben. Auf welche Destillerie fiel in diesem Jahr die Wahl?

Cöpenicker Whiskyherbst: Der Whisky zum Whiskyherbst 2013 ist ein BenRiach geworden. Er wurde 2000 destilliert und 2010 in ein PX Puncheon umgefüllt. Die Abfüllung erfolgte nur wenige Tage vor seinem dreizehnten Geburtstag mit 53,4%. An die Besucher des Whiskyherbst wird er für 59.- Euro verkauft. In den Läden der Veranstalter und im Versand kostet er 65.- Euro.

Whiskyexperts: Vielen Dank fürs Gespräch und viel Erfolg mit dem Cöpenicker Whiskyherbst.

Cöpenicker Whiskyherbst
13. und 14. September 2013
Malzfabrik
Bessemerstraße 2-14
Berlin-Tempelhof
www.whisky-herbst.de
Cöpenicker Whiskyherbst bei Facebook

3 KOMMENTARE

  1. Dirk says: Wir werden uns beide Veranstaltungen anschauen und danach berichten.

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