Die Whiskymesse „The Village“ in Nürnberg ist gestern zu Ende gegangen, und von Seiten der Aussteller wie des Publikums hört man nur Lobendes über die Stimmung und die Auswahl an Whisky und Rum, die dort anzutreffen war.
Auch wir haben am Freitag zum Pre-Opening die Messe besucht und einige interessante Interviews von dort mitgebracht – wie zum Beispiel jenes mit Seán Scully von der irischen Clonakilty Distillery, die heute übrigens offiziell ihre Pforten öffnet. Die Brennerei in West Cork hat zwar noch keinen eigenen Whisky im Angebot, aber bereits einige Abfüllungen unter dem eigenen Label – ein Vorgang, der in Irland schon immer üblich war. Und dass man sich auch als Bonder nicht zu verstecken braucht, konnte Scully mit dem eigens mitgebrachten Fass für eine exklusive Messeabfüllung in Fassstärke am Stand von irish-whiskeys.de beweisen.
Sehen Sie obenstehend unser knapp drei Minuten langes Interview mit Seàn Scully zu seiner Person und der Destillerie. Mehr Videos und Interviews finden Sie auf unserem Youtube-Kanal.
Am 17. März wird die Welt für einen Tag grün und irisch – denn da feiert man rund um den Globus traditionell den St. Patrick’s Day – in Gedenken an den Todestag des irischen Bischofs Patrick, der im 5. Jahrhundert lebte.
Fast schon traditionell ist es auch, dass wir Sie dazu einladen, mit unserem Partner Beam Suntory Deutschland (der die Preise zur Verfügung stellt) und uns den St. Patrick’s Day zu begehen, und das natürlich mit ausgesuchtem irischem Whiskey. Gleich sechs original irische Whiskys können sechs Glückliche diesmal gewinnen – die Gewinnfrage lässt sich durch Lesen dieses Artikels leicht beantworten.
Diese Woche haben Sie noch die Chance – also mitspielen!
Hier sind die Flaschen, die Sie bei uns gewinnen können, in der Beschreibung durch Beam Suntory:
Kilbeggan Single Grain
Bereits seit 1757 wird Kilbeggan Irish Whiskey in der ältesten lizenzierten Whiskey-Destillerie der Welt traditionell hergestellt und gilt jeher als bestgehütetes Whiskey-Geheimnis Irlands. Zweifach destilliert, erhält er die für irische Whiskeys typische Milde und gleichzeitig seinen charaktervollen und harmonischen Geschmack, dessen Geheimnis es zu entdecken gilt.
Der Kilbeggan Single Grain Whiskey ist die Weiterentwicklung des bekannten Kilbeggan 8 Jahre. Kilbeggan Single Grain ist ein deutlich hochwertigerer Premium Blend aus verschiedenen Altersstufen von bis zu 15 Jahren. Durch die Lagerungen in verschiedenen Fässern, unter anderem PX Sherry, Madeira und Bordeauxwein, erhält der Kilbeggan Single Grain einen besonders komplexen Geschmack. Dieser Premium Irish Whiskey hat 43 % Vol.
Tasting Notes
Aroma: Reife Früchte mit Nektar, Pflaume und Zedernholz Geschmack: Markant und würzig und dabei gleichzeitig mild Abgang: Vollmundig und langanhaltend mit Anklängen von Kaffee
Kilbeggan Rye
Eine einzigartige Tradition wird fortgesetzt: Die Herstellung von Rye Whiskey war in den Jahren um 1890 in Irland sehr verbreitet, geriet während der Prohibition und dem irischen Unabhängigkeitskrieg jedoch in Vergessenheit.
Die besondere Zusammensetzung aus Malz, Gerste und Roggen bei der Maische und die für Kilbeggan typische zweifache Destillation ergeben einen besonders fruchtigen und gleichzeitig würzig-charaktervollen irischen Whiskey.
Tasting Notes
Aroma: Grüne Früchte und Zitronen mit würzigen Aromen von weißem Pfeffer und Anklängen von Ingwer Geschmack: Wärmend mit Anklängen von cremiger Vanille und Biscuit mit einer besonderen Würzigkeit und einem Hauch von Nelken Nachklang: Langanhaltend und vollmundig mit Vanille, kandierten Früchten und Gewürzen
Die atemberaubende Region Connemara mit ihrer zerklüfteten Küste, ihren majestätischen Bergen, den klaren Flüssen und den torfhaltigen Moorlandschaften sorgt für alle natürlichen Ressourcen die benötigt werden, um einen reichhaltigen, geschmackvollen Whiskey herzustellen. Es liegt daher nahe auf den hand-gestochenen Torf vor der Haustür zurückzugreifen und die Gerste am Ende des Mälzens über Feuer zu trocknen.
Connemara wird in 2 kleinen Potstills zweifach destilliert, beide gleich groß und mit einem langen, schmalen Hals. Danach reift das Destillat in amerikanischen ehemaligen Bourbonfässern.
Tasting Notes
Aroma: Rauchige Torfigkeit, verfeinert mit leichten Honignoten und einem Anklang von getrockneten Früchten.
Geschmack: Sehr weich, mit Honignoten, Malz- und Fruchtaromen, gefolgt von dem vollmundigen Torfaroma.
Abgang: Lang, mit süßen Honignoten und einem kraftvollen, torfigen Finish.
Connemara 12 Years Old
Connemara ist heute der einzige rauchige Single Malt Whiskey aus Irland und wird nach irischer Tradition zweifach destilliert. Nach der Lagerung in Ex-Bourbon Fässern entsteht ein ganz besonders ausgeglichener Whiskey mit milder Süße und komplexen Torfaromen.
In Connemara Peated Single Malt 12 Years wurden einige der ältesten Connemara Destillate vermählt für einen Whiskey von großartig aromatischer Vielschichtigkeit und Raffinesse.
Tasting Notes
Aroma: Ausdrucksvolles Aroma mit lebhaften Malznoten und torfiger Rauchigkeit. Geschmack: Milder, harmonischer Geschmack, in dem fruchtige und torfige Nuancen eine exzellente Verbindung eingehen. Abgang: Kräftige Würznoten dominieren, ohne die delikate, cremige Torfigkeit zu überdecken.
1876 entstand eine Legende…seine Geschichte beginnt auf der Rennbahn:
Die Wettquote beim National Produce Derby von 1876, dem wichtigsten Pferderennen Irlands, stand 1:100 gegen das Fuchs-Hengstfohlen mit Namen Tyrconnell. Doch die Buchmacher sollten sich irren, denn nach einem eher langsamen Start begann Tyrconnell immer schneller zu galloppieren und entschied das Rennen für sich. Dieser grandiose Sieg veranlasste seine Besitzer, die berühmte Distillerfamilie Watt aus Derry, eine Jubiläumsabfüllung mit ihrem besten Malt nach dem berühmten Rennpferd Tyrconnell zu bennenen. Bis heute ist das Bild des Siegerrennens auf dem Etikett verewigt.
So traditionsreich der Whisky, so neu ist das Design des Tyrconnell 10 Years Old Madeira Cask – es wird in Kürze auch beim 10YO Port Cask Finish und 10YO Sherry Cask Finish zu sehen sein.
Als Teil der Weinfinish-Edition Serie von Tyrconnell erhielt dieser irische Single Malt nach einer Lagerung in Ex-Bourbonfässern zusätzlich eine Nachreifung in äußerst raren Madeiraweinfässern, die dem Whiskey charakteristische Noten von Rosinen und Honig verleihen.
Tasting Notes
Aroma: einzigartige Kombination aus Orangen- und Mangonoten sowie der Süße von Marzipan Geschmack: seidenweicher Geschmack mit Anklängen von Gewürzen und Noten von Rosinen, Frucht und Honig Abgang: langes, warmes Finish
Tyrconnell 15YO Madeira Cask Finish
Der Tyrconnell Single Malt Whiskey ist für 15 Jahre in amerikanischen ExBourbon Weißeichenholzfässern gereift, abgeschlossen mit einer ExtraReifezeit in Madeira Weinfässern von der gleichnamigen Insel in Portugal. Das verleiht diesem irischen Whiskey eine einzigartige Reichhaltigkeit und Komplexität. Die doppelte Destillation führt zu einem reicheren Geschmack des Tyrconnells und kreiert hierdurch einen Single Malt mit einem delikaten Geschmack und einer cremigen Präsenz.
Tasting Notes
Nase: Waffelgebäck und süßes Vanille-Aroma vermischt mit Bananenbrot und dunkelroter Fruchtschale. Sehr weich, zugänglich und untergründig anhaltend mit Haselnuss und dunklem Zucker. Geschmack: Zunächst weich gefolgt von einer Explosion von Würze. Leicht ölig, umkleidet den Mund mit Steinfrüchten und Anklängen von Pfirsich-Melba und frischen Zitrusschalen. Nachklang: Überraschend langanhaltend, zunächst süß mit Steinfrucht im Vordergrund gefolgt von getrockneten Orangenschalen und einem würzigen, langanhaltendem Finish.
Und so gewinnen Sie einen der sechs Whiskys von Beam Suntory zum St. Patrick’s Day:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Von wem hat der irische Tyrconnell-Whiskey seinen Namen?
a) von einem Adeligen
b) von einem Rennpferd
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Irland“!
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 10. März, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerinnen oder die Gewinner der Preise und geben sie am 11. März bekannt. Der Versand der Flaschen erfolgt dann durch Beam Suntory Deutschland.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Lösung mit dem Betreff „Irland“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 10. März 2019, 23:59 Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin werden am 11. März 2019 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Beam Suntory und Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand der Preise erfolgt durch Beam Suntory Deutschland. Alle Adressdaten werden nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Sample: Ardbeg Deutschland Verkoster: Bernhard Rems
Am Wochenende ist bei uns ein Sample des Ardbeg Drum Committee Release im Posteingang gelandet (vielen Dank dafür) – und natürlich haben wir uns bei erster Gelegenheit ein Glas und eine ruhige Ecke gesucht, um unsere Eindrücke über den Whisky, der ab 6. März für Committee-Mitglieder zu erstehen ist, zu Papier zu bringen.
Hier also ein Einblick in das, was uns zum Ardbeg Drum durch den Kopf gegangen ist:
Nase: Typischer Ardbeg-Rauch von Beginn an. Vanillecreme, Crème brûlée, reife Ananas und ein paar Tropfen Limettensaft. Dominant ist in der Nase die Süße, der Rauch breit, aber untergeordnet, und dazu ein Hauch von Fischkutterduft.
Gaumen: Cremig weich im Antritt, Süße wie Honig mit ein paar Krümel Meersalz, der „typische“ Ardbeg badet sich darin und muss sich erst langsam freikämpfen. Kandiszucker, danach Asche und etwas Pfeffer. Der Rauch braucht etwas, bis er aufblüht, dazu bringt er wieder Vanile und Crème brûlée, eine Rumnote kann man in ihm wenn, dann überhaupt erst sehr spät zum Abgang hin erahnen, dazu etwas Schokoraspel, die dem ganzen noch eine interessante Wendung geben. Insgesamt sehr mundfüllend.
Finish: Lang, die Süße und der Rauch vermengen sich, am Gaumen scheint es Fäden zu ziehen. Etwas Bitternoten, erloschenes Lagerfeuer, ein paar Tropfen aus einer abgestandenen Karamalzflasche. Die Süße wird mit jedem Schluck dominanter am Gaumen, der Rauch im Finish.
Alles in allem: Spannend, unterhaltsam, ungewöhnlich – und trotzdem ein eindeutiger Ardbeg. Die Rumfässer sind im Mix dezent genug, um gefallen zu können, und der Ardbeg Rauch deutlich genug, um den Destilleriecharakter mitzunehmen. Kann man mehr von :).
Seit 2016 verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.
Ein doppeltes Doppel eröffnet heute die Woche auf Whiskyfun: Angus und Serge verkosten jeweils einen Octomore aus der Brennerei Bruichladdich. Während Angus eine offizielle Abfüllung im Glas hat, widmet sich Serge Valentin einem unabhängig abgefüllten Octomore.
Der klare Sieger im Duell ist die unabhängige Abfüllung, obwohl: Dass das offizielle Bottling, das Angus verkostet, deutlich schlechter abschneidet, liegt nach Angus‘ eigenen Worten wohl auch vornehmlich daran, dass der Whisky mit seiner Vielzahl an verwendeten Fasstypen und seiner knalligen Rauchigkeit so gar nicht sein Stil ist.
Wie auch immer, hier die Kandidaten der Verkostung und ihre nackten Benotungen:
Octomore 10 yo 2008/2019 ‘3rd edition Dialogos’ (56.8%, OB, 12,000 bottles): 77 Punkte
Bruichladdich (Octomore) 6 yo 2011/2017 (51.9%, Antique Lions of Spirit, bourbon, 258 bottles): 86 Punkte
„Jetzt erst?“, mag man sich fragen, wenn man die Nachricht in die Hände bekommt, die Diageo am Sonntag ausgesendet und mit einem Embargo bis Montag versehen hat – aber anscheinend waren die Geschlechterbarrieren in diesem für die Whiskyindustrie nicht unerheblichen Bereich undurchlässiger als in der Whiskyherstellung selbst. Aber nun zieht auch hier die Gleichberechtigung ein – oder besser gesagt, die bislang fehlende Normalität: Diageo stellt in der Cambus Cooperage in Clackmannashire die ersten weiblichen Böttcher oder Küfer als Lehrlinge ein, ein tatsächliches Novum in der schottischen Whiskyindustrie.
Was es über die beiden Pionierinnen zu erzählen gibt, entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Pressenotiz:
Scotch whisky breakthrough as Diageo recruits the first female coopering apprentices
The ancient craft of creating oak casks has been part of Scotch whisky for centuries, but the industry yesterday celebrated a new first with the recruitment of two female coopering apprentices.
First-year coopering apprentices Angela Cochrane and Kirsty Olychick – recruited by leading Scotch distiller Diageo at its Cambus Cooperage in Clackmannanshire – are breaking down the gender barriers and blazing a pioneering trail in the once male dominated trade.
The news marked the start of Scottish Apprenticeship Week, with Diageo celebrating having women employed in every part of its business in Scotland, from senior management roles, to distillery managers, master blenders, electrical and mechanical engineers, and in the traditional crafts of coppersmith and coopering. Last year Diageo celebrated another diversity break-through in a traditional whisky craft when Rebecca Weir became the first female apprentice at the company’s Abercrombie Coppersmiths.
Angela and Kirsty are part of team of 16 coopering apprentices in the Coopering School at Diageo Cambus, learning the tried and tested skills that have been used for centuries to make the oak casks for the maturation of Scotch whisky. The physically demanding four-year apprenticeship, which integrates theory with hands on experience, will allow the apprentices to master the traditional hand-craft skills of the cooper.
Former psychiatric nurse, Angela Cochrane, 31, gained the coveted spot on the Cambus Cooperage apprenticeship programme after noticing the advert on Facebook. She said: “I researched a bit about the trade online and thought it sounded like a really interesting career option, so I knew I had to go for it. It’s a lot more complex than I thought it would be and I’m knackered when I get in at night but everything from handling the barrels to swinging the hammer is already starting to feel a lot more natural.
“I’ve never been put off by gender stereotypes. I don’t think that should stop anyone from doing what they want to do. And knowing you’re contributing to the growing whisky industry is an amazing feeling.”
Kirsty Olychick, 38, left her home in Canada to pursue a career in the Scotch whisky industry.
She said:
“I’ve always been inspired by the Scotch industry, so it is something I’ve always wanted to be involved in but living in Canada I hadn’t ever been exposed to the coopering craft. Having family members who’d previously completed trade apprenticeships helped give me the confidence to go for it. My dad always told me that if I had an opportunity to get into a trade I should jump on it.
“I like the fact that you learn the skill by hand – you get the satisfaction of seeing the job done rather than reading about it in a book.
“Coming into a male-dominated workplace didn’t put me off at all, in fact I found it really empowering to be one of the first women to take up the craft and make my mark in history. It’s such an exciting prospect to think that I’ll be contributing to the next generation of Scotch. You shouldn’t let anything hold you back.”
Having started in the industry as an apprentice himself, and spending the next 30 years mastering the craft, coopering tutor John Carberry is helping to foster the next generation of talent.
He said:
“It’s been brilliant for everyone here to welcome Angela and Kirsty to the Cambus Cooperage team. They’ve made a great start to their coopering apprenticeships and it’s a pleasure to help tutor them.
“There is incredible precision involved in the cooper’s craft. Our apprentices need to master a blend of strength, skill and patience, learning how to hand repair casks with no glue or nails, as well as calculate different oak depths, ratios and specific measurements.
“The craft of making and rejuvenating the casks is something that has to be cultivated and refined so it’s great to see our apprentices are so passionate about the craft. The traditional coopering skills take 10 years to master but once mastered, it’s a rewarding career which will last a lifetime.
“While a lot has changed since Cambus opened its doors, the core skills have stayed the same. You can’t learn this out of a book so you can see how important it is for us to nurture the next generation.”
Ewan Andrew, Director of Diageo International Supply Centre, said the recruitment reflected the efforts across the company to enhance inclusion and diversity across all areas of its operations in Scotland.
He said:
“We’re delighted to have recruited Angela and Kirsty and celebrate the landmark of having our first women in the coopering trade. But this is just the start of the journey. Across every part of our business we want to go further and faster in making diversity and inclusion a reality.”
Diageo has invested significantly in its coopering operations in Scotland in recent years, opening the £10 million state-of-the art Cambus Cooperage in 2011.
Drawing on generations of skill and knowledge, and combining it with the state-of-the-art engineering, the cooperage is now able to process more whisky casks than ever before, producing over 400,000 casks each year to be used to mature spirit from Diageo’s portfolio of single grain and single malt distilleries.
In den Whiskyvideos und Podcasts der Woche stellen wir Ihnen jede Woche Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“ vor, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Bislang haben wir die Videos als Liste aufgeführt, und zusätzlich als Playlist auf Youtube – seit diesem Jahr betten wir diese für Sie in unserer Seite ein.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
In Folge Nummer 117 können wir Ihnen einen Podcast (wir gratulieren zur 50. Folge!) und jede Menge Videos präsentieren:
Whisky a. d. Sicht eines Amerikaners – Highland Park The Dark 17yo
Schnaps Blog – Marder Whisky
Whisky Babbler – Glenmorangie Lasanta 46%
Pat Hock – Kingsbarns Dream to Dram
Whisky-Dodo – Bowmore Vault Nr. 1
Taste. – 4 Shades of Amber (Glentaste)
Whisky Club – Talisker 18yo
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Vom Magazin Esquire stammt das Video, das wir uns heute als Sonntagsvideo ausgesucht haben – und die Redaktion hat es dankenswerter Weise auf Vimeo unter der Creative Commons Lizenz hochgeladen, was es uns möglich macht, es mit Ihnen zu teilen: A Look Inside Aberlour’s Scotch Operation begleitet Darren Brown, einen Techniker der Brennerei, und Master Distiller Graeme Cruickshank durch die pittoreske Brennerei in der Speyside.
Ein sehr schön gemachtes Video mit einer Länge von viereinhalb Minuten – wir wünschen Ihnen viel Vergnügen dabei und freuen uns schon darauf, Ihnen im weiteren Verlauf des Tages noch die deutschen Videos der Whiskyvlogger vorstellen zu können, die diese in der aktuellen Woche produziert haben.
Jede Woche erscheinen neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den zigtausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt? Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.
Unsere Rubrik „Fremde Federn“ stellt Ihnen seit nun mehr als einem halben Jahr Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden (vielen Dank dafür). Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben – und es sind erneut eine ganze Menge Besprechungen:
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Samstag ist es, uns Samstag ist der Tag, an dem in der Regel nicht Serge, sondern Angus MacRaild die Verkostungen auf Whiskyfun schreibt. So ist es auch heute, und diesmal geht es um die Destillerie Glenlossie in der Speyside, die sich das Gelände mit der Destillerie Mannochmore teilt (die wurde allerdings erst 1971 errichtet). Glenlossie steht ja nicht sehr im Rampenlicht (was auch daran liegen kann, dass man von ihr bis auf die Flora & Fauna Bottlings und dem Manager’s Dram aus dem Jahr 2004 keine aktuellen offiziellen Ausgaben findet), aber bei unabhängigen Abfüllern gibt es immer wieder Phasen, in denen Whisky von dort vermehrt zu finden ist.
Auch die beiden Bottlings der Verkostung von heute sind Unabhängige, und ihre Wertungen liegen im grünen Bereich:
Glenlossie 26 yo 1992/2019 (50.5%, Filmnik No5 ‘Scent Of A Woman’, cask #3502, hogshead, 263 bottles): 81 Punkte
Glenlossie-Glenlivet 24 yo 1993/2018 (53.6%, Cadenhead Single Cask, bourbon hogshead, 240 bottles): 84 Punkte
Ansichten der Brennerei Glenlossie. Bilder (c) Potstill Wien.
50.000 Besucher soll sie jährlich anziehen, und gebaut wird sie 400 Meter von der A95 entfernt nahe Grantown in der Speyside: Der unabhängige Abfüller Gordon & MacPhail (man ist bereits Besitzer von Benromach) hat nun seine Pläne für eine eigene neue Brennerei spezifiziert (über die ersten Ankündigungen dazu haben wir ja bereits im letzten September berichtet).
Architektenzeichnung der Destillerie
Die in einer runden Bauweise entworfene Brennerei wird zu Beginn gemeinsam mit dem Besucherzentrum, das ebenfalls gebaut wird, 10 Menschen Beschäftigung geben. Die außergewöhnliche Form hat man gewählt, um mit ihr eine gute Integration in die Landschaft zu erreichen und dabei die täglichen Arbeitsabläufe einer Brennerei wie Lieferungen möglichst unauffällig zu halten. Das runde, fassförmige Gebäude ist das Besucherzentrum, auf der obersten Ebene will man auch Tastings und Veranstaltungen abhalten. Die Anlagen daneben werden ein begrüntes Dach erhalten.
Mit der Reaktion derer, die die Entwürfe des Architekturbüros NORR bereits gesehen haben, zeigt man sich beim Errichter mehr als zufrieden – sie seien durchaus positiv. Ewen Mackintosh, Managing Director bei G&M, fand es bemerkenswert, dass noch niemand daran gedacht habe, an diesem Ort eine Brennerei zu bauen, denn er wäre sozusagen ein Einfallstor in die Whiskyregion und dementsprechend attraktiv, auch vom Standpunkt des Whiskytourismus aus betrachtet, so ein Bericht im Strathspey Herald.
Beginnen will man mit einer Jahresproduktion von 375.000 Litern Alkohol (also eher klein), man kann aber bis zu 2 Millionen Liter pro Jahr produzieren, also bei Bedarf die Produktion massiv ausweiten.
Seitens Gordon & MacPhail ließ man durchklingen, dass man mit dem ersten Whisky aus der Brennerei erst 10 bis 12 Jahre nach ihrer Fertigstellung rechnen solle. Beginnen will man mit dem Bau schon heuer, die Brennerei, die noch keinen offiziellen Namen trägt, soll dann im Jahr 2020 in Betrieb gehen.
Manche Leser von Whiskyexperts werden sich daran erinnern, dass wir schon im Herbst letzten Jahres darüber berichtet haben, dass die Campbeltown-Destillerie Glengyle unter ihrer Marke Kilkerran im Jahr 2019 eine Serie von stark getorften Abfüllungen herausbringen wird, und zwar in regelmäßigen Abständen, so wie die ehemalige Work In Progress-Reihe. Diesmal nennt sich die Serie „Peat In Progress“.
Am 29. März wird nun in den europäischen Märkten, also auch bei uns, der erste Kilkerran Heavily Peated erscheinen, ein stark getorfter Single Malt, der mit 59.3% Alkoholstärke abgefüllt wurde. Die Anzahl der Flaschen und der Preis sind noch nicht offiziell erwähnt worden, auch auf der offiziellen Webseite der Brennerei lässt sich dazu noch nichts finden – wir werden Sie aber natürlich stets auf dem Laufenden halten.
Ab heute bis Sonntag (ab morgen dann für die Öffentlichkeit) findet in Nürnberg die diesjährige Whiskymesse „The Village“ statt – aber Nürnberg hat rund um Whisky auch sonst noch einiges zu bieten, wie man in der nachfolgenden Pressemitteilung nachlesen kann. In ihr geht es um die Messe, den Nürnberger Whisky AYRER’s, die Bar „Gelbes Haus“ und den ältesten Whiskyclub Deutschland, der von Bernhard Schäfer ins Leben gerufen wurde.
Für alle, die sich für die angesprochenen Lokalitäten und Events interessieren, gibt es am Ende der Pressemitteilung noch die entsprechenden Links:
Whisky-Hochburg Nürnberg: Ausgezeichneter Whisky in historischen Gemäuern
Am 2. und 3. März 2019 treffen sich Whisky-Liebhaber und Destillerien aus aller Welt bei der Whisk(e)y-Messe „The Village“ in Nürnberg. Pünktlich zum Messebeginn ist Nürnbergs Whisky-Szene um zwei Attraktionen reicher: In den Kasematten der Nürnberger Stadtmauer reift im neuen Whisky-Zolllager von AYRER’s Deutschlands bester Whisky und lockt mit „Whisky-Sundays“. An gleicher Stelle betreibt Oliver Kirschner vom „Gelben Haus“ seine neue Whisky- und Spirituosen-Schule.
Nürnbergs mittelalterliche Stadtmauer, die die historische Altstadt auf einer Länge von fünf Kilometern umschließt, beherbergt viele Geheimnisse. In der Neutormauer 3a haben Reinhard Engel von der Hausbrauerei Altstadthof und AYRER’s Destille, und Oliver Kirschner, Besitzer der Bar „Gelbes Haus“, den idealen Ort für Whiskey-Lager und -schule gefunden und entsprechend saniert.
Deutschlands bester Organic Single Malt reift im neuen Zolllager in Nürnbergs Stadtmauer. Quelle: „obs/Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg/Florian Trykowski“
Ab April 2019 öffnet Reinhard Engel diesen verborgenen Ort für Besucher und lädt ein Mal im Monat beim „Whisky-Sunday“ zu einer Genusstour mit Tasting ein. Interessierte erhalten einen Einblick in die Geheimnisse der Fassreifung sowie die Besonderheiten des Finishs, der Nachreifung, in verschiedenen Sherry-, Bourbon- und Portwein-Fässern. In der nahe gelegenen Whisky-Brennerei erfahren die Teilnehmer mehr über die ökologischen Rohstoffe, darunter ein rotes Spezialmalz, die zur Herstellung des Whiskys verwendet werden. Das Tasting der hauseigenen sowie fränkischen und internationalen Sorten erfolgt in der neu renovierten ProBIERBoutique des Altstadthofes. Seit 1984 betreibt Reinhard Engel die Hausbrauerei Altstadthof und stellt gemeinsam mit Sohn Max Engel handwerkliche Brauspezialitäten, wie das berühmte Nürnberger Stadtbier, ein Rotbier, nach Bio-Standards her. Seit 2005 produziert Familie Engel in der AYRER’s Whisky-Destille unter anderem den ersten Organic Single Malt Whisky Deutschlands, der 2015 als bester deutscher Single Malt Whisky ausgezeichnet wurde.
Oliver Kirschner, der in der gehobenen deutschen Bar-Szene durch seine Whisky-Vorträge sowie die Mitgliedschaft in Jurys und Fachgremien als Whisky-Mann bekannt ist, betreibt seit über 30 Jahren die Bar „Gelbes Haus“, eine der Top-Adressen der Stadt. Da die Nachfrage nach Whisky-Kursen für Jedermann bereits seit Jahren größer wurde, hat er nun direkt neben dem Zolllager seine eigene Whisky- und Spirituosen-Schule etabliert. In den historischen Räumen gibt das „Gelbe Haus“ regelmäßig in Seminaren zu den Themen Whisky, Gin und Rum sein Wissen zur Herstellung und Geschichte sowie die Kunst des Nosings und Tastings weiter.
Nürnbergs Whisky-Szene
Alljährlich trifft sich zur Whisk(e)y-Messe „The Village“, parallel zur Freizeit Messe Nürnberg, die europäische Whisky-Szene im Messezentrum Nürnberg. Whisky-Fans können hier die Angebote von über 100 Importeuren und Destillerien aus 18 Ländern mit über 2.500 Whisk(e)ys entdecken sowie Master-Classes, Tastings und Seminare besuchen. Allein im letzten Jahr verzeichnete die Messe rund 17.000 Besucher.
Nürnberg ist auch das Zuhause von Deutschlands ältestem Whisky-Club, dem „Most Venerable Order of the Highland Circle“, der 1990 gegründet wurde. 60 Mitglieder treffen sich monatlich zu Whisky-Tastings, reisen regelmäßig nach Schottland und pflegen Nürnbergs Städtepartnerschaft mit Glasgow.
Irish-whiskeys.de, der Importeur vieler irischer Whiskey-Spezialitäten nach Deutschland, hat uns über einen neuen, in limitierter Menge erhältlichen Iren der Clonakilty Distillery informiert, den Clonakilty Bordeaux Cask Finish – und wir geben diese Infos natürlich gerne an Sie weiter, gemeinsam mit den offiziellen Tasting Notes:
Neu: Clonakilty Bordeaux Cask Finish
Im Süden Irlands, an den rauen Klippe des Atlantiks befindet sich eine neue Destillerie: Clonakilty Distillery
Das Gebäude der Destillerie steht bereits, auch die Brennblasen sind aufgestellt und am 04. März 2019 wird sie eröffnet. Die Familie Scully betreibt seit der 8. Generation Gerstenfelder am Fuße des Galley Head Leuchtturms. Durch das mediterrane Klima an der Atlantikküste verleiht dem Korn ein besonderes Aroma. Diese Gerste wird für die Herstellung des Whiskeys verwendet werden. Clonakilty Distillery wird sich auf die Herstellung von Single Malt und Single Pot Still Whiskey konzentrieren.
Bereits jetzt schon haben sie ein Lagerhaus direkt an der Küste, in dem bereits einige tolle Whiskeyfässer liegen und darauf warten abgefüllt zu werden. Auch der zukünftige Whiskey aus der eigenen Destillerie wird in diesen Warenhäusern lagern. Die Lage direkt an der Küste verleiht dem Whiskey einen einzigartigen Geschmack.
Kurz bevor die Brennerei nun in Betrieb genommen wird überrascht Clonakilty mit einer neuen Abfüllung. Ein 8 Jahre alter Single Grain Whiskey, der ein Finish in einem Bordeaux Fass erhalten hat. Der Whiskey wurde mit 43,6 % abgefüllt und ist nicht gefärbt und nicht kühlgefiltert.
Diese Abfüllung ist limitiert auf 1.000 Flaschen.
Tasting Note:
Aroma: Vanille, dunkle rote Beeren, Rhabarber, Malz Geschmack: cremig, Erdbeeren, Honig, geröstetes Holz, etwas Würze Nachklang: mittellang mit würzigen Noten
Unsere Whiskys des Monats fanden wir in diesem Jahr bisher außerhalb Schottlands. Im Januar hielten wir in Irland, letzten Monat machten wir Station in England. Nun kehren wir auf unserer allmonatlichen Suche nach einer Abfüllung mit einer überzeugenden Qualität und einem attraktiven Preis nach Schottland zurück. Und wir werden beim dortigen Branchen-Primus fündig. Denn unser Whisky des Monats März 2019 ist der Glenfiddich Fire & Cane.
Glenfiddich Experimental Series
Im Herbst des Jahres 2016 stellte die Speyside-Brennerei Glenfiddich ihre neue Abfüllungs-Reihe vor, die „Glenfiddich Experimental Series“. Hier sollen „durch völlig freies Experimentieren ungeahnte Möglichkeiten für neuartige Whisky-Finishes“ geschaffen werden, wie wir in der Pressemitteilung lesen dürfen (diese finden Sie hier). Bisher erschienen vier Abfüllungen unter diesem neuen Label ‚Experimental Series‘.
Zum Start präsentierte Glenfiddich gleich zwei, recht unterschiedliche, Abfüllungen. Der erste Teil der Serie, das Glenfiddich IPA Experiment, entstand in Zusammenarbeit mit der schottischen Speyside Brewery. Gemeinsam entwickelten Glenfiddich und die Brauerei ein Indian Pale Ale Craft Beer. Dieses Bier lagerte in Fässern, welche nach ihrer Entleerung mit dem Whisky der Experimental Series No. 01 befüllt wurden. Für das ‚Project XX‘ wählten zwanzig Botschafter der Marke und Brennerei Glenfiddich jeweils ein Fass aus dem großen Bestand der Brennerei aus. Malt Master Brian Kinsman kreierte dann aus diesen Whiskys das ‚Project XX‘, No. 02 der Experimental Series. Und Experimental Series No. 03 besticht durch ein ungewöhnliches Finish in Eiswein-Fässern eines kanadischen Weinguts – und durch seinen Preis. Dieser 21-jährige ‚Winter Storm‘, so der Name der dritten Abfüllung der Reihe, erhielt eine UVP von 179 €. Und selten war dieser Whisky dann auch für diesen Preis im Handel erhältlich.
Experimental Series No. 4: Fire & Cane
Insgesamt waren und sind dies alle keine schlechten Abfüllungen. Doch scheint die ‚Story‘ zur Abfüllung hier immer ein klein wenig größer zu sein als das Experiment und der Whisky selbst. Mit der Experimental Series No. 4 änderte sich dies, denn dieser ‚Fire & Cane‘ – Feuer und Zuckerrohr – kündigte sich als „smoky whisky finished in sweet rum caks“ an. Für Glenfiddich ist ein rauchiger Whisky mehr als ungewöhnlich, es kündigte sich hier ein richtiges Experiment an.
Schon 2003 begann Brian Kinsman, getorftes Gerstenmalz bei Glenfiidch einzusetzen und so einen rauchigen Whisky zu produzieren. Beim ‚Fire & Cane‘ greift der Malt Master auf diese Erfahrung zurück, es kommen sowohl ungetorfter als getorfter Glenfiddich-Whisky zum Einsatz. Für den getorften Whisky sind 45 ppm angegeben. Die Whiskys reifen zunächst in ehemaligen Bourbon-Fässern und erhalten abschließend ein Finish in ehemaligen Rum-Fässern aus Lateinamerika. Durch das Vatting des getorften mit dem ungetorften Whisky reduziert sich die Rauchigkeit, hier wird ein Wert von 5 ppm angegeben.
Dieser Rauch zeigt sich auch schon direkt in der Nase. Zwar leicht und dezent, jedoch präsent und für einen Speyside-Whisky ungewöhnlich. Wir dürfen und können hier keinen Whisky der Insel Islay erwarten. Dahinter zeigt der Fire & Cane eine feine Malzigkeit und bleibt insgesamt eher zurückhaltend. Am Gaumen entwickelt er eine größere Deutlichkeit und Stärke. Es finden sich Noten von Getreide, dazu deutlich Frucht der heimischen Art wie etwa Apfel und Birne. Gut ausbalanciert und harmonisch zeigt sich hier der Einfluss der Rum-Fässer durch ein Anflug von Zuckersüße, welche beim recht langen Finish deutlicher wird. Angenehm und leicht trinkbar, vermittelt der Fire & Cane viel Spaß und Trink-Freude.
Vielleicht bald Teil des Standard-Sortiments
Die Belieferung der verschiedenen Märkte mit dem Glenfiddich Fire & Cane erfolgte nicht zeitgleich. Nachdem er zuerst unter anderem in den USA und Groß-Britannien erschien, werden in diesem Monat nun auch die deutschsprachigen Länder offiziell mit dieser Abfüllung bedacht. Auch wenn einzelne Märkte mit einem überschaubarem Kontingent bedacht werden, und damit unser Kriterium der hohen Verfügbarkeit nicht erfüllt ist: Wir küren den Glenfiddich Fire & Cane zu unserem Whisky des Monats März 2019. Denn, wie an machen Stellen des Internets zu lesen ist, soll es dieser Whisky in das Standard-Sortiment bei Glenfiddich schaffen und so seine Verfügbarkeit vergrößern. Der Glenfiddich Fire & Cane ist im Fach- sowie teilweise auch im Einzelhandel zu einem Preis zwischen 45 € und 50 € erhältlich.