Angus verkostet: Glenfiddich und Balvenie

Bei zwei Flaschen, die heute von Angus auf Whiskyfun als Samstagsvertretung von Serge Valentin verkostet, hat Glenfiddich ein leichtes Übergewicht und schafft es daher als pars pro toto auf unser Titelbild.

Wie das geht? Nun, Bottling 1 ist ein Glenfiddich (der nebenbei wenig Begeisterung hervorrufen kann, Angus bezeichnet ihn als „seelenlos“). Flasche 2 ist ein Burnside von A.D. Rattray, und weil Burnside ja die Bezeichnung für einen mit ganz wenig Glenfiddich versetzten Balvenie ist (teaspooned), ist in der Verkostung eben mehr Glenfiddich zu finden als sonstwas.

So, und nachdem wir jetzt kunstfertig Haare gespalten haben, hier die Wertungen der Verkostung von heute:

  • Glenfiddich Vintage Cask ‘Solera Vat No 3’ (40%, OB, 2018): 70 Punkte
  • Burnside 26 yo 1991/2018 (45.4%, A.D. Rattray, cask #7379, bourbon barrel): 85 Punkte
Die Destillerie Glenfiddich

Exklusiv: Whiskyexperts zu Besuch in der Paul John Distillery (Teil 1 – 24 Bilder, 5 Videos)

Wenn man vom kleinen Ort Orlim nahe des zentralen Strandabschnitts im indischen Goa mit dem Auto ca. 20 Minuten gegen Osten fährt, stößt man im Industriegebiet in Cuncolim auf ein Gebäude, das in seiner schmucken Bauweise so gar nicht zu den umliegenden Zweckbauten zu passen scheint. Was in strahlendem Gelb durch die tropische Vegetation leuchtet, ist das einladende Besucherzentrum der Paul John Distillery.

Paul John Besucherzentrum. Bild © Whiskyexperts
Neu gebaut wartet das Besucherzentrum auf die Gäste, die vor allem aus den Hotels an den Stränden Goas kommen. Bild © Whiskyexperts

Seit vielen Monaten reifte in uns die Idee, die aufstrebende Brennerei an der Westküste Indiens mit eigenen Augen zu sehen und für Sie mehr über sie zu erfahren, denn die Whiskys von Paul John erfreuen sich auch in unseren Ländern stetig steigernder Beliebtheit. Den Kontakt zur Destillerie organisierte der deutsche Vertrieb der Whiskys von Paul John, das Bremer Spirituosen Contor, die Details regelten wir danach mit der kompetenten PR-Lady der Brennerei, Asa Abraham.

Asa Abraham, PR & Corporate Communications bei Paul John, hat für uns alles rund um unseren Besuch in der Destillerie organisiert. Bild © Whiskyexperts

Nun also stehen wir hier bei 35 Grad im Schatten (der April stellt den Mitteleuropäer dort bereits auf eine harte Hitzeprobe, auch wenn das Wetter noch trocken ist) und werden freundlich von Asa und Michael D’souza, dem Master Distiller der Brennerei begrüßt.

Michael D’souza, Master Distiller Paul John. Bild © Whskyexperts

Michael begleitet uns auf den Rundgang durch die Brennerei, die wegen eines technischen Gebrechens im Boilerraum am Tag unseres Besuches für Wartungsarbeiten leider stillgelegt ist, und führt uns zunächst hinter das Besucherzentrum zu dem Platz, wo die wunderbar bunten indischen Trucks die Gerste für die Brennerei anliefern.

Ein etwas ungewohntes Außenareal für eine Brennerei… Bild © Whiskyexperts
Jeder der Trucks ist auf seine Weise ein Kunstwerk. Bild © Whiskyexperts
Das Abladen der Säcke ist Knochenarbeit – besonders bei den herrschenden Temperaturen. Bild © Whiskyexperts

Wir fragen Michael zu der Gerste, die hier angeliefert wird, und wollen über ihre Eigenschaften mehr erfahren:

Das Getreidelager. Bild © Whiskyexperts

Uns fällt auf, dass die Säcke hier eine Besonderheit aufweisen und fragen Michael dazu:

Keine Silolagerung, das Getreide bleibt höchstens eine Woche im Lager und wird durch einen inneren Plastiksack vor der hier doch stets hohen Luftfeuchtigkeit geschützt (die übrigens nicht nur Nachteile bringt, wie wir in Teil 2 unseres Reports sehen werden) – das unterscheidet die Paul John Brennerei bereits deutlich von anderen Destillerien.

Gemeinsam mit Michael D’souza, der die Brennerei hier vor knapp 10 Jahren mit aufgebaut und konzipiert hat (ein Videointerview mit ihm können Sie hier nachsehen), gehen wir nun ins Innere des Gebäudes, in den ersten Stock.

Hier oben, wenn man auf das Vordach tritt, hat man einen schönen Ausblick auf die Umgebung.

Blick über die Dächer des Besucherzentrums über die Hügelkette von Goa. Bild © Whiskyexperts
Auch in Indien gibt es den Whiskypilz, der Gebäude schwarz färbt. Bild © Whiskyexperts

Drinnen lassen wir uns von Michael wieder die Anlagen erklären.

Hier noch einige fotografische Impressionen vom Silo und vom Mashtun.

Von hier wird der Mash Tun befüllt. Bild © Whiskyexperts
Der Mash Tun. Bild © Whiskyexperts
Noch eine Ansicht des Mash Tuns. Bild © Whiskyexperts

Ein paar Schritte weiter können wir schon einen ersten Blick in den Still Room, der auch die Wash Backs enthält, werfen.

Die vier Stills der Paul John Distillery
Details der Stills. Bild © Whiskyexperts
Noch ein Detail. Bild © Whiskyexperts
Ein Blick auf die Wash Backs. Bild © Whiskyexperts

Das Tabernakel jeder Brennerei ist der Spirit Safe. Natürlich konnten wir an ihm nicht vorbeigehen, ohne ihn zu fotografieren…

Der Spirit Safe der Paul John Distillery. Bild © Whiskyexperts
Stills und Spirit Safe. Bild © Whiskyexperts

Miochael D’souza gibt uns einen Überblick über die Destillation bei Paul John, während wir weiter die Anlagen in Augenschein nehmen:

Bevor wir unseren Rundgang im demnächst folgenden zweiten Teil fortsetzen, hier noch einige Eindrücke aus dem Stillroom, der neben allen interessanten technischen Einrichtungen auch noch einen besonderen Ausblick bieten kann:

Im Still House der Paul John Distillery. Bild © Whiskyexperts
Im Still House der Paul John Distillery. Bild © Whiskyexperts
Im Still House der Paul John Distillery. Bild © Whiskyexperts
Im Still House der Paul John Distillery. Bild © Whiskyexperts
Brennerei mit Ausblick. Bild © Whiskyexperts

Disclaimer im Sinn unserer Redaktionsrichtlinien: Unser Aufenthalt in Goa wurde von der Paul John Distillery teilweise mitfinanziert. Das Unternehmen hatte keinerlei Einfluss auf die Gestaltung des Beitrags.

PR: Drei Matsui Single Malt Limited Editions mit Kunstmotiven

Vom Onlinehändler Whisky-Europa.de sind wir über drei Sonderausgaben des Matsui Single Malts aus der Kurayoshi Distillery informiert worden, die vor kurzem für Deutschland auf den Markt kamen.

Die Infos zu den japanischen Whiskys, die auch über einige andere Händler in Deutschland zu beziehen sind (dort erfahren Sie auch die Preise), sind in der unten aufgeführten Pressemitteilung angeführt:

Addendum der Redaktion: Nach dem Hinweis eines Lesers zwei Anmerkungen. Rechtlich dürfen sich die Whiskys zwar in Japan Single Malts nennen, produziert wird aber erst seit 2017. Und die Auszeichnung erhielten die Whiskys nicht bei den World Whisky Awards 2019, sondern bei der San Francisco World Spirits Competition. Letzteres haben wir in der PR auch jetzt umgeschrieben.


Drei limitierte Ausgaben des Matsui Single Malts aus der Kurayoshi Distillery in Deutschland erhältlich

Matsui Whisky ist ein japanischer Whisky, der von der Destillerie Kurayoshi hergestellt wird. Diese wurde 1910 gegründet und liegt in der Präfektur Tottori, nordwestlich von Kyoto am Ufer des Japanischen Meers. Tottori ist im südlichen Teil der Insel Honshu gelegen, das für seine Sanddünen, sein weiches Mineralwasser und die Fülle an Natur bekannt.

Über 14% der gesamten Landfläche der Präfektur ist als Naturpark ausgewiesen. Matsui Breweries ist auch dafür bekannt, traditionellen japanischen Sake und Shochu herzustellen. Das Whiskysortiment wurde vor kurzem bei der San Francisco World Spirits Competition ausgezeichnet worden.

Matsui Sakura Limited Edition 2019

Japan – Single Malt – 48% vol. Alk. – 0.7 Liter

Design Auflage limitiert. Der Künstler, Kikukawa Eizans, porträtiert mit „Schönheit im Kirschblütengarten“ japanische Frauen der Stärke und Anmut in seinem Ukiyo-e-Meisterwerk, dies passt hervorragend zu dem Sakura Kirschholz Fass, welches ein süßes Aroma besitzt.

Nase: Eiche, Orangenmarmelade und Walnuss Brot. Gaumen: Malzig und kraftvoll, süß. blumig, dann mit Hefe, Korn und einem Hauch Minze mit  Tabak.

Matsui Mizunara Cask Limited Edition 2019

Japan 48% vol. Alk. 0.7 Liter

Katsushika Hokusais Meisterwerk, „Sechsunddreißig Ansichten des Fuji“. In diesem klassischen Kunstwerk wird der wunderbare Berg Fuji mit in Japan beheimateten Kranichen dargestellt. Dieses ikonische Bild steht für den orientalischen Geschmack, gebildet durch das Legendäre Eichenholz Japans – Mizunara Fässer.

Vom frischen Duft der Vanillestangen mit Gewürzen in der Nase, bis zu komplexen und reichhaltigen Noten am Gaumen mit Holz, orientalischen Gewürzen und Karamell.

Matsui Peated Limited Edition 2019

Japan – Single Malt – 48% vol. Alk. – 0.7 Liter

Katsushika Hokusais Holzschnitt „Die große Welle“. Diese Abfüllung von starkem, torfigem Whisky zeigt herzhaften, rauchigen Geschmack, wie die Kraft einer Welle. Auch frisch geerntetes Getreide und Seetang sind zu erkennen.

Whisky im Bild: Aktuelle Einblicke in die Lagg Distillery auf Arran (27 Bilder)

Das Schöne am Whisky? Es ist nicht nur ein Getränk, es ist das ganze Rundherum: Das Land, die Brennereien, die Geschichte, die Menschen, die für Whisky arbeiten – und nicht zuletzt die Menschen, die sich dem Genuss des Wasser des Lebens in all den oben genannten Facetten verschrieben haben und mit ihrem Enthusiasmus wiederum die Gemeinschaft bereichern.

In diesem Sinne freuen wir uns immer, wenn wir Beiträge unserer Leser präsentieren können. Heute zum Beispiel sind es Bilder, die uns Jochen Wied von seiner Reise nach Schottland zur Verfügung gestellt hat. Es sind exklusive Einblicke in die erst kürzlich fertiggestellte und noch nicht öffentlich zugängliche Lagg Distillery im Süden Arrans. Jochen Wied konnte die Bilder anlässlich einer Einladung der Lagg Cask Society, der er angehört, am 27. April dieses Jahres aufnehmen.

Aber lassen wir Jochen selbst darüber erzählen, bevor wir Ihnen die Bilder präsentieren:

Hier ein seltener Einblick in die wunderschöne Lagg Distillery, daz diese Brennerei zwar bereits produziert, aber der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich ist. Bei genauerem Hinsehen erkennt man auch, das das ein oder andere am Interieur, wie zum Beispiel Teppichböden noch fehlen.

In den Lagerhäusern lagert man übrigens bereits einen Teil der Fässer aus der Lochranza Distillery.

Der New Make der Lagg Distillery schmeckt übrigens sehr vielversprechend und hat Noten von Torfrauch, Malz, frischem Gras und grünen Äpfeln.

Apropos Äpfel: Interessant fand ich, dass direkt neben der Brennerei 200 Apfelbäume gepflanzt werden. Dies bedeutet, dass wir uns bei Lagg in ein paar Jahren nicht nur auf Whisky sondern auch auf einen eigenen Cider freuen dürfen. Das ist auf jeden Fall der Plan der Verantwortlichen.

Zudem gibt es ab sofort 2 Abfüllungen von machrie Moor exklusiv bei der Lagg Distillery zu kaufen. Sie heißt Fingal’s Cut und ist in den Sorten Quarter Cask (46%) und Sherry Cask (Cask Strength) erhältlich. In Kürze kommt eine dritte Version in Form eines Rum Finishs hinzu.

Hier also die Bilder:

Am Weg zur Lagg Distillery. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Die Lagg Distillery. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Der Parkplatz und die Warehouses. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Die Lagerhäuser. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

200 Apfelbäume für die spätere Cider Produktion. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Der Eingangsbereich. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Ein Blick in die Eingangshalle. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Lochranza Master Distiller James MacTaggart mit Whiskyautor Dave Broom.

Distillery Exclusive Machrie Moor. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Managing Director Euan Mitchell. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Autro Gregor Adamson und Euan Shand. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Fingal’s Cut Tasting im Warehouse. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Fingal’s Cut Tasting im Warehouse. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Die ersten befüllten Fässer. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Ein Blick auf die Abfüllstation. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Mash House und Still House in einem. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Mash House und Still House in einem. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Mash Tun. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Blick in den Mash Tun. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Wash Back. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Die beiden Brennblasen. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Die beiden Brennblasen. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Spirit Still. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Wash Still. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Der Spirit Safe. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Master Distiller Graham Omand. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Lagg Newmake. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Serge verkostet: Glenturret (und davon vier)

Glenturret hat ja unlängst den Besitzer gewechselt (von Edrington zu Lalique). Es wird interessant zu sehen sein, wohin sich die Destillerie entwickelt (vor allem, ob man versuchen wird, die Whiskys von dort in ein gehobeneres Preissegment zu hieven). Bis das erkennbar wird, vergnügt man sich als Whiskyfreund mit vorhandenen Bottlings – so wie Serge Valentin es heute tut. Allerdings ist die vierte der verkosteten Abfüllungen heute punktelos, da Serge vermutet, sein Sample sei irgendwie verdorben gewesen. Aber schon aus diesem Grund sind die Tasting Notes interessant zu lesen ;-).

Hier die Whiskys der Verkostung und ihre Punkte oder Nichtpunkte:

  • Glenturret 12 yo 2006/2018 (48.4%, Douglas Laing, Old Particular, refill sherry hogshead, cask # 12759, 389 bottles): 83 Punkte
  • Glenturret 14 yo 2004/2018 (55.1%, Gordon & MacPhail Connoisseurs Choice for The Whisky Exchange, refill sherry hogshead, cask #18/083, 296 bottles): 87 Punkte
  • Glenturret 31 yo 1986/2018 (44.5%, Cadenhead, Single Cask, sherry hogshead, 210 bottles): 89 Punkte
  • Glenturret 23 yo (50.7%, Artful Dodger Whisky Collective, cask #618): Kein Punkte

Photo credit: fhwrdh on Foter.com / CC BY

PR: Produkte der Rugen Distillery dreifach ausgezeichnet

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Gleich dreifach kann sich die schweizerische Rugen Distillery nach der Bekanntgabe der Gewinner der Swiss Spirits Awards (SSA) freuen. Welche Abfüllung mit Medaillien ausgezeichnet wurden, erfahren Sie in der Medienmitteilung der Brennerei aus Interlaken, die uns heute erreichte und die wir hier mit Ihnen teilen:


Produkte der Rugen Distillery dreifach ausgezeichnet

Anlässlich der Swiss Spirit Awards am 25. April 2019 wurden gleich drei Produkte der Rugen Distillery mit Edelmetall ausgezeichnet

Interlaken, 2. Mai 2019: «Die Welt der Destillate und Spirituosen ist sehr gross, solche Auszeichnungen geben dem Genuss eine Orientierung», schildert Remo Kobluk, Geschäftsführer der Rugenbräu AG. Anlässlich der Swiss Spirit Awards 2019 wurde der Swiss Mountain Single Malt Whisky «Master Distiller» Edition 2018 mit Gold ausgezeichnet. Der Swiss Mountain Single Malt Whisky «Ice Label 2018» und die Fleur de Bière d’Interlaken haben beide die Silbermedaille erhalten «Wenn man als Master Distiller für die Master Distiller Edition mit Gold ausgezeichnet wird, ist das schon ausserordentlich», freut sich Kurt Althaus, Master Distiller bei der Rugen Distillery. «Solche Auszeichnungen sind für uns und nicht selbstverständlich und das ganze Team nimmt diese als Bestätigung und echte Motivation, um weiterhin feinste Produkte zu produzieren», so Althaus weiter.

Bildlegende: Master Distiller Kurt Althaus
Quelle: Swiss Spirit Awards

Swiss Spirits Award (SSA)

Der Swiss Spirits Award (SSA) ist ein in der Schweiz durchgeführter professioneller Wettbewerb für Schweizer Spirituosen. Mit dem SSA soll objektiv der aktuelle Qualitätsstand der Schweizer Spirituosen dokumentiert, ausgezeichnet und einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Ebenso sollen die Bekanntheit, das Image als auch der Absatz von Schweizer Spirituosen gefördert werden. Eine unabhängige, neutrale und fachgerechte Beurteilung der Spirituosen durch eine internationale Jury garantiert die seriöse und professionelle Durchführung des Wettbewerbs. Dies verschafft den vom SSA verliehenen Medaillen, den prämierten Spirituosen und ihren Herstellern eine hohe Anerkennung.

Der SSA ist ein Wettbewerb des europäischen Weinmagazins VINUM. Die Zeitschrift ist als Inhaber der Urheber- und Markenrechte verantwortlich für die Organisation und Durchführung des gesamten Projektes und stellt die Infrastruktur und das Personal zur Verfügung.

Die Jury besteht aus geschulten Verkostern und wird von einem Experten der Ingenieurschule Changins geleitet. Erzeuger, welche selber Proben eingereicht haben, sind von der Jury ausgeschlossen. Die Prüfer erarbeiten für jedes zum Wettbewerb eingereichte Produkt ein Gruppenresultat nach einem international anerkannten Schema. Die eingereichten Produkte werden nach einem 100-Punkte System bewertet. Die Einsender erhalten für jedes eingereichte Produkt eine begründete Benotung.

Der Wettbewerb wird unter dem Patronat von «Best of Swissness» durchgeführt.

Exklusiv: Interview mit Michael D’souza, Master Distiller Paul John Distillery, Goa/Indien

Mitte des vergangenen Monats haben wir uns von Whiskyexperts auf den Weg nach Goa in Indien gemacht, um dort die Paul John Distillery zu besuchen und unsere Eindrücke von dort mit Ihnen zu teilen.

Die Whiskys aus der Paul John Distillery haben, obwohl sie erst seit knapp 10 Jahren destilliert, international bereits eine Unzahl an Preisen gewonnen, die man im neu erbauten Besucherzentrum auch stolz präsentiert (unser Bild zeigt nur einige davon). Der Mann hinter diesen Auszeichnungen ist Michael D’souza, der Master Distiller, der bereits in der Planungsphase der Brennerei maßgeblich deren Aus- und Einrichtung mitbestimmte.

Ein kleiner Teil der weltweiten Auszeichnungen, die John Paul Whiskys gewinnen konnten. Bild © Whiskyexperts 2019

Bevor wie Ihnen in den nächsten Tagen die Brennerei selbst in Bild und Video zeigen wollen, möchten wir Ihnen Michaelk D’souza in einem knapp unter sieben Minuten langen Videointerview, das wir vor Ort aufgezeichnet haben, vorstellen. Michael spricht im Interview über seinen Werdegang, über seine Sicht auch Whisky und auch seine persönlichen Vorlieben. Viel Vergnügen mit dem obenstehenden Video, das Sie auch auf unserem Youtube-Kanal finden können.

Michael D’souza, Master Distiller Paul John Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Disclaimer im Sinn unserer Redaktionsrichtlinien: Unser Aufenthalt in Goa wurde von der John Paul Distillery teilweise mitfinanziert. Das Unternehmen hatte keinerlei Einfluss auf die Gestaltung des Beitrags.

Johnnie Walker Whisky Experience in Edinburgh nimmt nächste Hürde

Diageo hat mit seinem geplanten Johnnie Walker Whisky Experience einen weiteren Schritt nach vorn gemacht. Im Februar reichte Diageo die Pläne für den Umbau des siebenstöckigen Gebäudes auf der Princes Street in Edinburgh ein (wir berichteten). Entstehen soll hier ein einmaliges Besucherzentrum und -erlebnis rund die Marke Johnnie Walker. Bis zu 180 neue Vollzeitstellen sind geplant. Insgesamt investiert Diageo £ 150 Millionen in den Whisky-Tourismus, die Kosten für das Johnnie Walker Whisky Experience sind allerdings nicht angegeben.

Bild: Diageo

Die Planungsbeamten des Rates prüften nun die Umbau-Pläne des ehemaligen House of Fraser Gebäudes und zeigten sich recht zufrieden. In einem Bericht an die Ratsmitglieder sagten die Beamten, die Vorschläge seien „grundsätzlich akzeptabel“ und werden „die Innenstadt aufrechterhalten und verbessern“. In der nächsten Woche entscheidet dann der Unterausschuss für Entwicklungsmanagement des Stadtrats, ob Diageo das Johnnie Walker Whisky Experience wie geplant realisieren kann. Sollten alle weiteren Hürde ohne Probleme genommen werden, steht einer Eröffnung bis Weihnachten 2020 nichts im Wege.

Business Insider über Proper No. Twelve und Conor McGregor

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Wir hätten uns über einen Anflug von Bescheidenheit oder Zurückhaltung auch sehr gewundert. Gegenüber dem Business Insider stellt Ken Austin, Geschäftspartner des ehemaligen Mixed Martial Arts Kämpfers Conor McGregor, die Zukunftsaussichten des Irish Whiskeys Proper No. Twelve dar. In den ersten sechs Monaten konnten fast 200.000 Cases, in etwa 2,4 Millionen Flaschen, weltweit verkauft werden. Und, so meint Ken Austin, ist man mit Proper No. Twelve auf dem besten Wege, diese Zahl im ersten Jahr zu verdopplen. Als Nächstes soll dann die Position des meistverkauften Irish Whiskey von Jameson übernommen werden. Momentan belegt Proper No. Twelve den 1. Platz der bestverkauften Irish Whiskeys bei Amazon UK und im Duty Free Shop im Dubliner Flughafen.

Viel Energie verwendet Ken Austin im Gespräch mit Business Insider darauf, das in der letzten Zeit sehr gelittene Image von Conor McGregor etwas aufzupolieren. Gegen McGregor ermittelt die Polizei in Irland aufgrund eines sexuellen Übergriffs. Und auch die Polizei in Miami kümmerte sich um ihn, nachdem er einem Fan das Mobil-Phon aus der Hand schlug und zertrat. Dieser Fan hatte sich erlaubt, von McGregor ein Foto schießen zu wollen. So stellt Ken Austin intensiv die unbekannten Seiten von Conor McGregor heraus: Neben dem Athleten sei McGregor auch ein Whiskey-‚Einhorn‘, ein Geschäftsmann und ein Familienmensch.

Serge verkostet: Coleburn

Eine große Aufgabe für Serge Valentin ist es heute, rund um die aktuelle Coleburn Abfüllung der Private Collection von Gordon & MacPhail noch weitere Bottlings dieser Lost Distillery zu finden. Denn von dieser Brennerei sind nur wenige Originalabfüllungen erschienen. Und schon 1985 wurde der Betrieb dieser Destillerie in den Speyside eingestellt. Doch Whiskyfun wäre nicht Whiskyfun, würden nicht im scheinbar unerschöpflichen Sample-Archiv noch ein paar Coleburn zu finden sein. Und so finden wir im Tasting von heute natürlich noch zwei weitere Coleburn, destilliert zu Beginn der 80er Jahre und ebenfalls in zweit-befüllten ehemaligen Sherry-Fässern gereift. Alle Drei zusammen bilden eine exzellente Session mit Bewertungen knapp unter der 90 Punkte Marke, wie Sie in der gewohnten kompakten Kurzübersicht sehen können:

  • Coleburn 1981/2008 (43%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, refill sherry hogshead) 88 Punkte
  • Coleburn 25 yo 1980/2005 (50%, Douglas Laing, Old Malt Cask, refill butt, cask #2128, 661 bottles) 89 Punkte
  • Coleburn 38 yo 1981/2019 (55.9%, Gordon & MacPhail, Private Collection, refill sherry hogshead, cask #476, 101 bottles) 89 Punkte

Neu: JJ Corry The Battalion

Von Chapel Gate, Irland’s einzigem Whiskeybonder, ist eine neue Abfüllung erhältlich. JJ Corry The Battalion ist ein Blended Irish Whiskey, der als erster irische Whisky der Welt in ehemaligen Mezcal- und Tequila-Fässern nachreifte. JJ Corry The Battalion ist zu Ehren des Bataillons San Patricos (Saint Patrick´s Battalion) benannt, einer Gruppe irischer Männer, die im mexikanisch-amerikanischen Krieg von 1846 – 1848 für Mexiko kämpften. Dieses Bataillon bestand hauptsächlich aus irischen Einwanderern, die sich von der amerikanischen Seite abgewandt hatten, um für Mexiko zu kämpfen. Weitere Informationen zu diesem Bataillon finden Sie bei Wikipedia im englischsprachigen Artikel Saint Patrick’s Battalion.

JJ Corry The Battalion besteht zu 60% aus einem neunjährigen Grain Whiskey. Die restlichen 40% entfallen auf einen Malt Whiskey, welcher 13 Jahre alt reigen durfte. Abgefüllt mit 41 % Vol., sind insgesamt 700 Flaschen erhältlich, der Verkaufspreis ist auf der Website von Chapel Gate mit 60 £ angegeben. Und aufgrund der auf den Flaschen befindlichen Angabe ‚Batch 1‘ vermuten wir, dass es in naher Zukunft noch eine weitere ‚The Battalion‘ erscheint.

PR: Neu in Deutschland – Athrú Annacoona Single Malt Irish Whiskey aus der Lough Gill Distillery

Der Tröbnitzer Getränkehandel, offizieller Importeur der Produkte der Lough Gill Distillery in Sligo, Irland, hat uns Infos über deren ersten Whiskey, den Athrú Annacoona übermittelt.

Von der Lough Gill Distillery  war bislang noch nicht viel zu hören: Vor drei Jahren haben wir über die Pläne zum Bau dieser Brennerei berichtet, danach war von dort nicht mehr wirklich etwas zu vernehmen – was nicht auf Untätigkeit zurückzuführen ist. Mittlerweile ist der Bau nämlich schon sehr weit fortgeschritten, und man beginnt dort, sich in das Licht der Öffentlichkeit zu bewegen.

Das tut man unter anderem mit dem ersten Whiskey von dort, den Athrú Annacoona, der in einer Auflage von 6.600 Stück produziert wurde. Lough Gill, unter der fachkundigen Führung von niemand Geringerem als Billy Walker, der dort als Master Distiller in Erscheinung tritt, hat 500 Fässer angekauft, um aus ihnen von 2019 an insgesamt 9 Abfüllungen auf den Markt zu bringen.

Details zur Brennerei und der ersten der neun Abfüllungen finden Sie nachfolgend:


Lough Gill Distillery veröffentlicht mit Athrú Annacoona ersten Single Malt Whiskey

Die Lough Gill Destillerie liegt im Nordwesten Irlands, in Sligo, nahe des „Wild Atlantic Drive“. 2014 erwarben die Betreiber dort das Hazelwood Estate auf einer Halbinsel im See „Lough Gill“. An den Ufern des Garavogue Flusses, der hier im Osten der Stadt Sligo entspringt, blickt man auf den Berg Benbulbin im Norden. Das Gelände mit einer Fläche von 33 ha umfasst neben riesigen Waldflächen in einem Landschaftsschutzgebiet auch das Hazelwood House. Diese Villa im palladianischen Stil wurde 1722 vom deutschen Architekten Richard Cassels als erste ihrer Art in Irland erbaut. In der Folge wurde Cassels einer von Irlands bedeutendsten Vertreter dieses Stils (Leinster House, Powerscourt House, Westport House um einige zu nennen). Direkt hinter der Villa stehen 24.000 qm ehemalige Werkhallen. Hier wurde früher Nylon, später bis vor nicht langer Zeit dann 60% des Bedarfes an VHS-Videokassetten Europas produziert.

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Nach ihrer Beräumung werden die alten, längst stillgelegten Werkhallen seit Beginn der Bauarbeiten 2016 mit Destillieranlagen ausgerüstet. In der ersten Ausbaustufe entsteht hier eine Brennerei mit einer Jahreskapazität von 1 Mio Liter – 7.000 Fässer Single Malt Whiskey pro Jahr. Eine spätere Erweiterung auf dann 3 Mio Liter ist eingeplant. Bei unserem Besuch auf der Baustelle Anfang April 2019 waren Malzsilos, Malzmühle, Mashtun, Gärbottiche und Stills bereits eingebaut und wurden gerade verrohrt.

Das Werk hat ein Ausmaß von überdachten 2,4 Hektar, die für die Herstellung und Reife des Whiskeys genutzt werden. Geplant ist der Einbau großzügig angelegter Destillieranlagen, Lagerhallen für die Reife, Besucherzentrum, Restaurants und innovativer Erlebniswelten. Auch umfangreiche ergänzende touristische und kulturelle Angebote sind geplant, wie z.B. die Restaurierung des Hazelwood Houses und die Einrichtung eines Richard Cassels Museums.

Als Master Distiller für die Lough Gill Distillery konnte mit Billy Walker ein großer Name der Whisky-Welt gewonnen werden. Seit 2004 hatte dieser die BenRiach-Gruppe (BenRiach, Glendronach, Glenglassaugh) mit aufgebaut und entscheidend geprägt. Als die Eigentümergemeinschaft sich für den Verkauf an Brown-Forman entschied, verließ er schweren Herzens seine alte Wirkungsstätte und sein Lebenswerk. 2017 kaufte er mit seinen Erlösen aus dem Verkauf zunächst Glenallachie.

Auf dem Gelände von GlenAllachie begegnet uns Billy Walker, Mitbesitzer und Master Distiller. Bild © Whiskyexperts

Mit der Lough Gill Destillerie ergab sich für ihn ein weiteres neues Engagement, das einerseits den massiven Entwicklungen und Innovationen am irischen Whiskeymarkt Rechnung trägt, andererseits für Billy selbst einen Kreis schließt. Schon früher hatte er Fußstapfen in Irland hinterlassen, denn bereits John Teeling holte sich Rat und Unterstützung bei Billy Walker für den Aufbau der Cooley Destillerie Anfang der 90er Jahre. In den Jahren 2016 bis 2017 wurden von der Lough Gill Destillerie mit Billy Walkers Hilfe 500 Fässer gereiften Irish Single Malts erworben und in den Lagerhallen in Sligo untergebracht. Nützlich waren dabei nicht zuletzt die alten Kontakte zu Cooley. Im Bestand finden sich neben den klassischen ExBourbon-Fässern auch so unterschiedliche und exquisite Fässer wie Oloroso Casks aus Jerez, Pedro Ximenez Casks aus Cordoba und Tokaji Fässer aus Ungarn.

Dieser einzigartige hochwertige und umfangreiche Bestand an Fässern versetzt die Lough Gill Destillerie in die Lage, bis zur Verfügbarkeit eigenen Whiskeys verschiedene interessante Abfüllungen alten Irish Single Malts auf den Markt zu bringen. Die Whiskeys erscheinen unter der Marke „Athrú“ und wurzeln in der Mythologie und den Geschichten der Heimat der Destillerie.

Beginnend 2019 wird eine Serie von neun einzigartigen Abfüllungen aus 14 bis 16 Jahre altem Single Malt Whiskey abgefüllt. Drei Jahre lang erscheint dabei jedes Jahr eine neue Trilogie, die eine Sammlung aus neun ergibt. Jede Auflage erscheint in einer limitierten Menge von nur 6.600 Flaschen und enthält ein Stück mythologischer Geschichte von Sligo. Die Geschichten handeln vom Sinn des Lebens und dem Durst nach Wissen. Die einzelnen Abfüllungen werden ausgewählt und signiert von Master Distiller Billy Walker. Alle sind in hochwertige Geschenkboxen verpackt, die an Bücher in Erstauflage erinnern – gekennzeichnet mit „First Edition“. Jede Verpackung wird ein anderes Design, aber die gleiche Form haben. Und jede Trilogie wird von einem anderen Künstler gestaltet.

Der erste Whiskey – Athrú Annacoona – kam im Februar 2019 auf den Markt und ist ab sofort auch in Deutschland erhältlich.

Annacoona repräsentiert die perfekte Verbindung von 14 Jahre gereifem Single Malt Irish Whiskey und Pedro Ximenez und Oloroso Sherry-Fässern. Abgefüllt wurde sie mit 48% vol. – der unverbindliche Verkaufspreis beträgt € 149,-.

Scallywag – neue Kampagne, neuer Scallywag 10yo, 12yo Limited CS Edition und Gift Pack

Von Douglas Laing erreichen uns Neuigkeiten zu deren Linie mit Speyside Blended Malts, Scallywag. Man startet eine neue Marketing Kampagne mit einem frischen Key Visual, das die Geschmacksnoten der Sherryreifung, die roten Früchte, in den Fokus rückt, veröffentlicht einen neuen, permanent in die Reihe aufgenommenen 10 Jahre alten Scallywag, einen limitierten 12 Jahre alten Scallywag in Fassstärke und hat dazu ein Gift Pack mit Scallywag-Socken (ja, wirklich) entwickelt. Alles dazu in der nachfolgenden Pressemitteilung:


Scallywag Speyside Malt Launches New Marketing Campaign

The campaign, launching this month, will focus on building the Scallywag brand via digital, print and the on-trade. The activation will be significantly bolstered by three exciting new product launches for the brand which is part of Douglas Laing’s Remarkable Regional Malt series – the fastest growing Blended Malt Scotch Whisky brand globally according to IWSR. 

Having recently been awarded the coveted Double Gold at the World Spirits Competition, Scallywag has revealed is new taste-led campaign today, which aims to bring to life the Whisky’s robust and fruity character as a result of its predominantly Sherry cask maturation. Positioning the brand as “the ultimate distillation of the Speyside region”, the new master visual will be activated with a series of trade advertisements, PR and on-trade kits across core markets. 

Beyond that, the brand is ramping up its digital coverage both via key global influencer collaborations and its social media channels. With Father’s Day gifting in mind, the Scallywag community will be invited to participate in an initiative entitled “A Dram with Dad”, whilst a series of giveaways is planned to generate further engagement.

 

The campaign coincides with three Scallywag product launches – a 10 Years Old targeted at the high-end specialist retail channel,

a Limited Edition 12 Years Old at natural cask strength of 53.6%

and a special edition gift pack, containing luxury branded socks, designed to drive rate of sale. 

 

Chris Leggat, Douglas Laing’s CEO comments,

“As a brand passionate about provenance and quality, this campaign and new product offering for Scallywag is designed to showcase and bring to life the ultimate taste of Speyside. We passionately believe in the quality of our Scallywag spirit and that’s why its intense, fruity and indulgent taste is very much at the heart of this new marketing campaign.”

Whisky des Monats Mai 2019: Glenfarclas – die Range

Hohe Verfügbarkeit, attraktiver Preis und in unseren Augen überzeugende Qualität – das sind die Anforderungen, die wir seit unserem Start im Jahr 2013 an den Whisky des Monats stellen. Und hin und wieder vergeben wir diese Auszeichnung nicht nur an eine einzelne Abfüllung, sondern an eine gesamte Range. Und der Preisträger hat, so finden wir, lange genug darauf warten müssen. Zum Whisky des Monats Mai 2019 küren wir diesmal die Abfüllungen der Brennerei Glenfarclas.

Glenfarclas. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Glenfarclas. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

Die Gründe für diese Entscheidung sind relativ einfach erklärt: Glenfarclas, die 1836 von Robert Hay gegründete 1865 an John Grant verkaufte Speyside-Brennerei, die sich selbst den Highlands zurechnet, bietet eine Range an Originalabfüllungen, die in der gesamten schottischen Whiskywelt schwer zu übertrumpfen ist. Vom zehnjährigen Whisky bis zu uralten Fässern, die in den Fünfzigerjahren des vorigen Jahrhunderts befüllt wurden, spannt sich die Bandbreite der ausschließlich in Sherryfässern gelagerten Single Malts.

Glenfarclas. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Glenfarclas. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

Auch wenn die alten Abfüllungen, zumeist unter der Linie „Family Casks“ verkauft, mittlerweile sehr hochpreisig sind, findet sich doch unter den Standards Interessantes für jeden Geldbeutel. Im Juni 2013 haben wir zum Beispiel den Glenfarclas 15 zu unserem Whisky des Monats gewählt – eine Empfehlung, die wir der gleichbleibenden Qualität auch heute noch aufrecht erhalten können. Vom Zehnjährigen bis hin zum 25 Jahre alten Glenfarclas, der noch nicht weit über 100 Euro kostet, sind alle Qualitäten im leistbaren Preissegment angesiedelt und gut dazu geeignet, den Einfluss der Fasslagerung auf den Geschmack ein und desselben Destillats mitzuverfolgen. Ab dem Glenfarclas 30yo wird die Angelegenheit schon deutlich kostspieliger – man bekennt sich bei der sich seit Anbeginn an in Familienbesitz befindlichen Brennerei auch offen dazu, den „Abfluss“ aus den Lagern mit über den Preis regeln zu wollen.

Diese fragile Balance zwischen Produktion und Verkauf zu erhalten, ist wohl auch eines der Geheimnisse der Brennerei – man will schlichtweg darauf achten, die ganze Palette des Angebots auch in Boomzeiten wie momentan so ausgewogen zu halten, dass sie auch in Zukunft vorhanden sein wird. Dort, wo wir bei anderen Brennereien durch die Knappheit der passenden Fässer immer wieder gesehen haben, dass bestehende Abfüllungen mit Altersangabe durch alterslose Whiskys ersetzt werden mussten, dort konnte Glenfarclas bislang immer die Range nahezu unverändert lassen. Anders sieht es da bei den Family Casks aus: Manche alten Jahrgänge sind bis zum letzten Fass abgefüllt, man erweitert die Range vornehmlich nun über jüngere Bottlings.

Glenfarclas Family Casks

Unter den Standards gibt es übrigens auch einen schon seit jeher offiziell alterslosen Ausreißer (der aber sein Alter am Rücken preisgibt: 10 Jahre): Wer es gerne kräftig hat, der findet im Glenfarclas 105 eine kostengünstige, mit 60% Alkoholstärke druckvolle Variante, die den Einfluss der Sherryfässer auf den Whisky deutlich erkennen lässt, auch wenn man sich keine feine Klinge erwarten darf.

Glenfarclas 105. Bild mit freundlicher Genehmigung von Whiskybase.com.

Die Standards von Glenfarclas, ebenso wie die Jahrgangsabfüllungen, die immer wieder erscheinen, empfehlen wir gerne als Whiskys des Monats. Wer sie noch nicht kennt und günstig einsteigen will, der kann das mit dem Glenfarclas 12yo tun. Wer etwas Besonderes will, ohne dabei die Kosten endlos steigen zu lassen, der ist mit dem Glenfarclas 21yo oder dem Glenfarclas 25yo bestens bedient. Das Gute dabei: Man kann sich ziemlich sicher sein, dass, findet man unter den Abfüllungen seinen Liebling, dieser auch in Zukunft in gleichbleibender Qualität vorhanden sein wird.