Fremde Federn (57): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Jede Woche erscheinen neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den zigtausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt? Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

Unsere Rubrik „Fremde Federn“ stellt Ihnen seit nun über einem Jahr Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe Nummer 57 ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!

Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Whiskyfun: Angus verkostet drei neue Bruichladdich plus Sparringpartner

Islay Barley, Bere Barley und Organic – die drei neuen von Bruichladdich, die wir vor einigen Tagen bereits vorgestellt haben, stehen heute auf dem Programm der Verkostung von Angus MacRaild auf Whiskyfun. Dazu gesellen sich noch ein Bruichladdich aus einer unabhängigen Abfüllungsserie.

Und alle vier werden in der Verkostung durchwegs ausgezeichnet bewertet: (was Freude macht, denn die drei Neuen sind allesamt in einer leistbaren Preiskategorie):

  • Bruichladdich 6 yo 2011/2019 ‘Islay Barley’ (50%, OB, 75% ex-bourbon American oak and 25% ex-wine European oak): 87 Punkte
  • Bruichladdich 8 yo 2010/2019 ‘The Organic’ (50%, OB, ex-bourbon American oak): 88 Punkte
  • Bruichladdich 8 yo 2010/2019 ‘Bere Barley’ (50%, OB, ex-bourbon American oak): 90 Punkte (mit Rufzeichen)
  • Bruichladdich 16 yo 2002/2019 (60.9%, Archives, cask #R07/143, first fill sherry hogshead, 230 bottles): 90 Punkte
Die Destillerie Bruichladdich

TTB-Neuheit: Highland Park Triskelion

In der us-amerikanischen TTB-Datenbank ist wieder ein interessantes Etikett aufgetaucht, von dem wir vermuten (aber nicht sicher wissen), dass es zu einer auch bei uns erhältlichen Abfüllung gehören könnte. Ihr Name: Highland Park Triskelion.

Das Triskelion, das Symbol, das wohl im Glas des wahrscheinlich schon bald offiziell vorgestellten neuen Highland Park prominent als Relief zu finden sein wird (am Label selbst ist es nämlich nur untergeordnet zu sehen), soll die Verbindung von Weisheit und Inspiration darstellen.

Abgesehen davon verrät das Label nicht besonders viel: Eine Alkoholstärke von 45.1% ist darauf angegeben, Gordon Motion, und Max MacFarlaine, die aktiven Master Whisky Makers sowie John Ramsay, Master Whisky Maker Emeritus, haben sich mit Unterschrift darauf verewigt, aber eine Fasszusammenstellung oder Altersangabe sucht man auf dem eingereichten Material vergeblich. Wir werden uns wohl überraschen lassen müssen…

Hier jedenfalls die Etiketten:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Neu: Glen Moray Elgin Heritage 21yo Portwood Finish

Von Glen Moray gibt es eine neue Abfüllung zu vermelden: Der Glen Moray Glen Moray Elgin Heritage 21yo Portwood Finish wird anlässlich des Whisky Fringe Festivals in Edinburgh an diesem Wochenende veröffentlicht und zuerst dort, und danach in den Geschäften erhältlich sein.

Der mit 46.3% alk./vol. abgefüllte Single Malt soll laut Destillerie würzige Süße und Rotweinaromen kombinieren, aus den ex-Bourbon Casks der Hauptreifung und den Portfässern des Finishes.

In der Nase soll die Abfüllung intensive Beerenfrüchte in Vanillecreme, satte Karamelltöne und frisch gebackenen Lebkuchen zeigen. AM Gaumen findet man schwarze Johannisbeeren, Lakritze, danach Karamell-Toffee und Chilli-Schokolade.

Der Verkaufspreis des Whiskys wird bei  £125 liegen, das sind an die 135 Euro.

PR: Brown-Forman Deutschland zeigt Flagge – JACK DANIEL’S bei der PRIDE Week Hamburg dabei

Wenn sich ein Unternehmen auch gesellschaftlich engagiert, ist das immer eine gute Sache. Dass es sich beim Engagement von Brown-Forman Deutschland für die globale Pride-Bewegung um mehr als bloß ein Lippenbekenntnis oder eine PR-Aktion handelt, sieht man daran, dass die Initiative, bei der PRIDE Week in Hamburg dabei gewesen zu sein, vom deutschen Brown-Forman PRIDE-Team innerhalb des Unternehmens ausging. Eine Herzensangelegenheit also.

Dabei bei der Parade war man nicht zum ersten Mal, aber zum ersten Mal mit einem JACK DANIEL’S Truck. Hier der Infotext des Unternehmens dazu:


Brown-Forman Deutschland zeigt Flagge: erstmals mit JACK DANIEL’S Truck bei der PRIDE Week Hamburg dabei

Hamburg, 9.8.2019 – Brown-Forman Deutschland setzt mit der Präsenz in Form des JACK DANIEL’S Trucks beim CSD Straßenfest, das Anfang August 2019 im Rahmen der PRIDE Week Hamburg stattfand, ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit. Eine Gruppe von über 40 Brown-Forman Deutschland Mitarbeitern beteiligte sich auch in diesem Jahr wieder am CSD Straßenzug, der als Höhepunkt der Veranstaltung mit rund 15.000 Teilnehmern durch die Hamburger Innenstadt zog. Circa 150.000 Zuschauer verfolgten die bunte Parade.

Am JACK DANIEL’S Truck, an dem drei Tage am Ballindamm in Hamburg beim CSD Straßenfest die beliebten JACK DANIEL’S Premix-Longdrinks verkauft wurden, wehte die Regenbogen-Fahne; Symbol der globalen PRIDE Bewegung. Auf der Fahne das Brown-Forman Deutschland Logo. Initiiert und organisiert wurde die Aktion von dem deutschen Brown-Forman PRIDE Team, das sich vor einigen Jahren im Unternehmen gegründet hat und sich für Toleranz und Gleichberechtigung engagiert. Das PRIDE Team ist ganzjährig sowohl mit internen als auch externen Aktionen aktiv.

„Ich bin stolz darauf, dass wir uns intensiv und nachhaltig mit dem vielschichtigen Thema Toleranz innerhalb unseres Unternehmens auseinandersetzen. Brown-Forman PRIDE Teams erarbeiten sowohl lokal als auch global zusammen mit unserem Headquarter in Louisville, Kentucky, Maßnahmen, die Offenheit und Gleichheit innerhalb unseres Unternehmens fördern und klare Zeichen nach außen setzen“,

erläutert Jens-Peter Janiak, Finanzdirektor für Deutschland und Tschechien und Leiter des deutschen Diversity und Inclusion Councils.

Am JACK DANIEL’S Truck konnten die Besucher mit dem Genuss eines PremixLongdrinks für einen gemeinnützigen Zweck an Hamburg Leuchtfeuer spenden und ihren Dosen-Pfand-Chip in ein umfunktioniertes Whiskey-Fass werfen. Das darüber zusammengekommene Pfandgeld wird von Brown-Forman Deutschland aufgerundet und an Hamburg Leuchtfeuer überreicht. Das Brown-Forman Deutschland PRIDE Team zieht nach dem bunten Wochenende eine positive Bilanz und freut sich, sein Engagement weiter fortzusetzen.

Serge verkostet: Dallas Dhu im Doppelpack

Dallas Dhu ist die „untoteste“ aller Lost Distilleries in Schottland. Schon seit ewig wird immer wieder eine Wiederbelebung der nun als Museum dienenden Brennerei diskutiert und angekündigt – und diese verläuft dann unter größtmöglicher Stille im Sand. Aber nur kurz später heißt es dann: Aber jetzt!. Nicht.

Schade, kann man nur sagen, denn die Whiskys aus Dallas Dhu sind doch recht angenehme Tropfen gewesen, und der Nachschub an Abfüllungen ist nahezu komplett ausgetrocknet. Gerade mal Gordon & MacPhail mit seinen unerschöpflichen Lagern und ganz selten Cadenhead bringen da noch etwas auf den Markt. Die jetzt von G&M veröffentlichte und von Serge Valentin verkostete 50 Jahre alte Abfüllung ist die erste seit 5 Jahren, die veröffentlicht wurde.

Als Sparringpartner dient ein SMWS-Bottling aus 1991.

Hier die Resultate der Verkostung:

  • Dallas Dhu 50 yo 1969/2019 (43.1%, Gordon & MacPhail, Private Collection, refill sherry hogshead, cask #1656, 176 bottles): 85 Punkte
  • Glenfarclas 1969/1991 (52.4%, Scotch Malt Whisky Society, #1.31): 89 Punkte
Dallas Dhu – Wash Back. Photo credit: shnaider_sem on VisualHunt / CC BY-ND

Glasgow Distillery verdoppelt Kapazität mit Margaret und Frances

Von 220.000 auf 440.000 Liter Alkoholproduktion pro Jahr verdoppelt man in der jungen Glasgow Distillery, die erst vor kurzem mit ihrem ersten Single Malt Scotch Whisky, 1770, den Markt betrat.

Von links nach rechts: Ian McDougall, Finance Director, und Liam Hughes, CEO, The Glasgow Distillery Company.

Zu diesem Zweck hat man zwei neue Stills angeschafft, exakte Nachbildungen der ersten beiden Stills, Tara und Mhairi. Benannt hat man die neuen Brennblasen nach Margaret und Frances MacDonald.

Die beiden Frauen waren Teil der berühmten „The Glasgow Four“, die den Kunststil Glasgows im späten neunzehnten Jahrhundert prägten. Sie waren auch führende Mitglieder der Kunstgruppe „The Glasgow Girls“.

Frances MacDonald: Spring watercolor on linen, 83.0 x 124.0 cm, Hunterian Museum and Art Gallery
Menükarte, entworfen von Margaret MacDonald

Mit den neuen Brennblasen wird es der Glasgow Distillery möglich sein, jährlich eine Menge zu produzieren, die die Abfüllung von 1 Million Flaschen entspricht.

Die beiden neuen Brennblasen sind exakte Kopien der bestehenden…

 

Neu: Tomatin Cù Bòcan mit neuem Design und neuen Whiskys

Die Highland-Destillerie Tomatin hat am Donnerstag am Abend bekannt gegeben, dass sie ihre leicht rauchigen Whiskys unter der Marke Cù Bòcan neu gestalten und mit neuen Abfüllungen weiterführen wird. 

Jeden Winter wird man limitierte Batches mit getorfter schottischer Gerste destillieren und zusätzlich mit neuen Fasslagerungen experimentieren. Drei neue Varietäten wurden mit der englischsprachigen Pressemitteilung vorgestellt, die bereits im August für £45 und £60 Pfund im Handel erhältlich sein werden. Die drei Bottlings sind jeweils mit 46% alk./vol. abgefüllt.

Cù Bòcan Signature malt

Gereift in Bourbon, Oloroso Sherry und amerikanischen Virgin Oak casks

Cù Bòcan Creation #1

gereift in Black Isle Brewery Imperial Stout casks und Bacalhôa Moscatel de Setúbal Weinfässern

Cù Bòcan Creation #2

gereift in gereift in japanischen Sochu Fässern und europäischen Virgin Oak Casks

Hier noch die englischsprachige Pressemitteilung:


Cù Bòcan Unlocks the Unusual with an Experimental Rebrand

Cù Bòcan, is relaunching with a new look and range designed to unlock the unusual.

This experimental Highland Single Malt will continue to be distilled every winter in limited batches and made with lightly peated Scottish barley for its signature wisp of smoke, but Cù Bòcan will now also explore innovative maturations to create whiskies full of intrigue and surprise.

As part of the relaunch, Cù Bòcan have partnered with specialist drinks branding agency, Thirst Craft, for a distinctive redesign which now reflects Cù Bòcan’s contemporary spirit. The bespoke layered bottle is inspired by the different forces that interweave in order to unlock the unusual: subtle smokiness and surprising sweetness; meticulous preparation and unpredictable nature; lightly peated barley and unusual casks.

Cù Bòcan relaunches with three products. It’s Signature malt, matured in Bourbon, Oloroso Sherry and North American Virgin Oak casks, and their first two creations, Creation #1 matured in Black Isle Brewery Imperial Stout and Bacalhôa Moscatel de Setúbal wine casks and Creation #2 matured in Japanese Shochu and European Virgin Oak casks. Each single malt offers an exploration in the subtleties of smoke, the character of the casks and the mastery of maturation. Bottled at 46% ABV, the range is non-chill filtered, natural in colour and carries a no age statement.

Stephen Bremner, Managing Director, says:

“Consumer testing feedback reaffirmed that the Cù Bòcan spirit was exceptional with powerful potential, but were telling the wrong story. We’re excited this new positioning puts the product back at the heart of Cù Bòcan to welcome people into the world of lightly peated whisky and the unusual finishes that lie within.”

The redesigned Cù Bòcan will launch in specialist shops worldwide from August with an RRP of £45 and £60 per 700ml bottle for the Signature, and Creations #1 and #2 respectively.

R.I.P. Jürgen Schneider

Manchmal fehlen einem einfach die Worte für eine Meldung. Die aber dann doch geschrieben sein muss.

Jürgen Schneider, Urgestein der deutschen Whiskyszene, und einer der Eckpfeiler des Whiskyhort Oberhausen, ist nicht mehr. Er verstarb letzte Nacht völlig unerwartet und hinterlässt eine nicht zu schließende Lücke. Bei seiner Familie, bei seinen Freunden, in der gesamten Whiskycommunity – und auch bei uns. Wir haben es immer genossen, mit ihm auf Messen zu plaudern, seine Meinung zu hören und mit ihm zu lachen.

Für viele war Jürgen DER Mentor, der erste Kontakt zum Wasser des Lebens. Seine „Distel“ war Anlaufpunkt und Heimat für viele Whiskyfreunde – und die Distel-Revival-Treffen danach legendär. Kaum in Worte zu fassen, wie sehr er der deutschen Whiskyszene fehlen wird.

Die Redaktion von Whiskyexperts möchte allen Angehörigen, den Kollegen im Whiskyhort und seinen Freunden ihr aufrichtiges Beileid bekunden.

Wir werden Jürgen vermissen. Sehr.

PR: Erneute internationale Auszeichnung für STORK CLUB Rye Whiskey!

Auch die Spreewood Distillers freuen sich über eine Auszeichnung bei der ISWC, der International Wine & Spirits Competition: Dort konnte der Stork Club Rye Whisky die Goldmedaille und das Prädeikat „Outstanding“ erringen. Und das kommt nach anderen bedeutenden Preisen für den deutschen Rye:


Erneute internationale Auszeichnung für STORK CLUB Rye Whiskey!

Roggen Whiskey international auf dem Vormarsch

Was für ein Jahr! Die Spreewood Distillers – die Produzenten von STORK CLUB Rye Whiskey – können sich erneut über eine großartige internationale Auszeichnung freuen. Im Rahmen der International Wine & Spirits Competitionin London gewann STORK CLUB Rye Whiskey die „GOLD“ Medaille sowie das Prädikat „Outstanding“. 98 von 100 erreichbaren Punkten konnte der Whiskey einheimsen und zählt damit zu den Spitzen-Whiskeys weltweit. Schon zu Beginn des Jahres wurde STORK CLUB im Rahmen der World Whiskies Awardszum „World`s Best Rye Whiskey“ ausgezeichnet. Der ersten Auszeichnung dieser Art für einen Whiskey deutschen Ursprungs. Zusammen mit der aktuellen IWSC-Auszeichnung räumten die Spreewood Distillers damit in diesem Jahr die größtmöglichen internationalen Preise mit ihrem Rye Whiskey ab.

Rye Whisky Kategorie um fast 1000 Prozent gewachsen!

Der Erfolg von STORK CLUB passt zum internationalen Rye Whiskey Trend. So konnten noch zwei weitere Rye Produzenten aus UK und Australien beim IWSC-Award die Bewertung „Outstanding“ mit nach Hause nehmen. In der Kategorie gibt es aktuell eine große Dynamik. Nicht nur produzieren etablierte Brennereien auch außerhalb der USA zunehmend aromareiche, würzig-kraftvolle Rye Whiskeys, es gibt auch eine Handvoll Brennereien in Europa, die sich dem Urgetreide Nordeuropas widmen: Kyrö (Finnland), Stauning (Dänemark) und Arbikie (Schottland). Die STORK CLUB Destillerie ist hingegen die einzige reine Rye Whiskey Destillerie Deutschlands.
 
Auch das Fachmagazin „MIXOLOGY“ recherchierte kürzlich zu dem Thema und fand heraus, dass in den letzten 10 Jahren das Volumen von Rye Whiskey weltweit von 88.000 9-Liter-Cases auf 912.200 im Jahr 2017 gestiegen ist. Das bedeutet eine Steigerung von fast 1000 Prozent! Ein gigantischer Erfolg, der vor allen von den Bars angetrieben ist.

Boris Gröner, Barbetreiber „One Trick Pony“, Freiburg (Beste neue Bar des Jahres 2018) dazu: „Rye ist ein sehr ursprüngliches Produkt, das aufgrund seiner Vielfältigkeit zu Recht immer mehr an die Bar zurückkehrt. Die Würzigkeit und Kraft des Ryes nutze ich gerne in fruchtigen Drinks, die er mit seinem Charakter gut ausbalancieren kann.“. Thomas Domenig (Autor des Buches „Bourbon – Ein Bekenntnis zum Amerikanischen Whiskey“  wiederum bevorzugt Rye Whiskey in klassischen Cocktails: „Ich verwende Rye vor allem in gerührten Drinks mit Wermut. Ich finde ihn da am besten, weil er mit seiner (manchmal etwas vegetalen) Würze sehr gut zur Geltung kommt.“.
 
Und doch ist Rye-Whiskey noch ein kleines Pflänzchen in der Whiskey-Welt. Von Scotch Whisky wurden zum Vergleich 2017 allein in Deutschland 1,15 Mio. 9-Liter Cases abgesetzt (Quelle: Statista).
 
In Deutschland hat STORK CLUB Rye Whiskey schon lange die Gastronomie erobert. In über 250 Bars und Restaurants findet sich der Roggen-Whiskey aus Berlin-Brandenburg auf den Menüs. Die Nachfrage war zu Beginn des Jahres so groß, das er aktuell ausverkauft ist. Im September kommt der neue Batch STORK CLUB Full Proof Rye Whiskey 55% Vol. in den Handel, im Oktober folgt dann der STORK CLUB Straight Rye Whiskey mit 45% Vol. und einem starken Fokus als Basis für Cocktails und Longdrinks; die Vorbestellung läuft schon jetzt erfolgreich an. In 2020 will sich das Team dann zunehmend dem Export widmen.

Ralfy verkostet: Benrinnes 18yo 58, 5% Vol./Alk. (Cadenhead) (Review #787)

Wenn man, so wie Ralfy vor einigen Wochen, in Campbeltown ist, schaut man natürlich auch im dortigen Shop des unabhängigen Abfüllers Cadenhead vorbei. Dort fand er einen mit 18 Jahren gut gereiften Benrinnes und stellt uns diesen sowie diese kleine Brennerei aus den Highlands vor.

Exakt 150 Flaschen ergab das Fass, welches 2000 befüllt und im letzten Winter geleert wurde. Eine bekannte und geschätzte Abfüllung der Highland-Destillerie erscheint in der Flora und Fauna Serie. Ralfy findet diese Cadenhead-Abfüllung deutlich besser, verleiht ihr das Attribut „Exzellent“ und vergibt volle 91 Punkte.

Ralfy kündigt bereits in diesem Video (welches Sie wie immer im oberen Bereich unseres Posts finden sowie auf Youtube) seine Review #787 extra an. In diesem wird er uns zeigen, wie wir mit einem Ardbeg-Whisky und diesem Benrinnes eine ältere Version eines Ardbeg blenden können. Wir sind gespannt.

PR: Die Tourismusvision von Johnnie Walker für Schottland macht den nächsten Schritt

Diageo hat mit seinen geplanten Visitor Centers der Brennereien Glenkinchie, Caol Ila, Clynelish und Cardhu rund um den Blend Johnnie Walker einen weiteren Schritt nach vorn gemacht. Heute wurde die Baugenehmigung für die Umwandlung der Cardhu Distillery in Speyside erteilt. Insgesamt £150 Milliomen investiert Diageo in die Besucherzentren der Repräsentanten der ‘four corners of Scotland’ – Glenkinchie, Caol Ila, Clynelish und Cardhu – sowie der Johnnie Walker Whisky Experience in Edinburgh. Nähere Details finden Sie in der folgenden englischsprachigen Pressemitteilung:


Johnnie Walker tourism vision for Scotland takes major stride forward

The biggest investment programme ever seen in Scotch whisky tourism in Scotland passed a major milestone today (Thursday 8th August) with granting of planning permission to transform Cardhu Distillery in Speyside.

The green light for the Cardhu plans completes the key regulatory approvals for a range of new Johnnie Walker visitor attractions, including a global flagship visitor experience in Edinburgh and transformation of four distilleries -­‐ Glenkinchie, Caol Ila, Clynelish and Cardhu -­‐ representing the ‘four corners of Scotland’ as part of a £150 million investment in Scotch whisky tourism.

  • Cardhu Distillery has a particularly strong place in the almost 200 year history of Johnnie Walker.
  • It was the first distillery to be acquired by John Walker & Sons in 1893 to secure the supply of its fine single malt.
  • Cardhu remains a key single malt in the making of Johnnie Walker today
  • Under the plans the visitor experience at Cardhu will tell the story of Helen and Elizabeth Cumming, the pioneering women who established and ran the distillery in the 19th Century, as well as the connections to the Walker family.

David Cutter, Chairman of Diageo in Scotland, said: “We are delighted to have received planning permission for the transformation of Cardhu Distillery in Speyside. This gives us the green light on all of our key Johnnie Walker tourism investment projects from Edinburgh to the four corners of Scotland. Together these locations will create a unique Johnnie Walker tour of Scotland, encouraging visitors to the capital city to also travel to the country’s extraordinary rural communities.”

Cristina Diezhandino, Diageo Global Scotch Whisky Director, said: “This is another important step on or journey to create visitor experiences for Johnnie Walker in Scotland as we prepare to celebrate the brand’s 200th anniversary in 2020, and as we work to make new generations of people around the world to fall in love with Johnnie Walker, Scotch whisky and Scotland.”

Laura Sharp, Cardhu Distillery Brand Home Manager, said: “This announcement is very exciting and we want to thank Moray Council and all our neighbours for their continued support.

“This is an important step forward on our journey to transform Cardhu’s visitor experience and everyone involved is very much looking forward to work getting underway. Speyside is a hugely important part of the Scotch whisky tourism map and we are very excited to bring new visitors to the region.”

The latest planning approval came after Johnnie Walker last week reported a strong year of global growth with sales increasing by 7%. Johnnie Walker is Scotland’s largest global exported consumer brand with seven bottles exported around the world every second.

Diageo is currently investing over £185 million in key Scotch whisky projects in Scotland. The £150 million tourism investment will not only create the Johnnie Walker four corner distillery experiences but will also upgrade the company’s other eight single malt distillery visitor attractions across Scotland and a further £35 million has been investment to reopen the iconic distilleries of Port Ellen and Brora.

The Drinks Business: Die Destillerie La Alazana in Argentinien im Portrait

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Mittlerweile findet sich kaum noch ein Land, in dem nicht Whisk(e)y hergestellt wird.
The Drinks Business porträtiert heute die erste Single Malt Whisky-Brennerei Argentiniens. Diese liegt in Patagonien, also in der Südspitze Argentiniens. Dort gründete das Ehepaar Nestor und Lila Serenelli 2011 die Destillerie La Alazana.

Mittlerweile hat La Alazana zwei Standard-Abfüllungen in ihrem Portfolio. Classic reift in Ex-Bourbon- und Ex-Sherry-Fässern, Haidd Merlys ( Walisisch für süße Gerste auf, ein Hinweis auf das walisische Erbe der Region), der in Ex-Bourbon-Fässern reift und leicht getorft ist.

Bisher verwendete La Alazana ausschließlich Gerte die aus Groß-Britannien importiert wurde. Zwar ist Argentinien ein bedeutender Produzent von Gerste, die angebauten Sorten jedoch sind für die Herstellung von Bier. Deshalb haben Nestor und Lila Serenelli ein neues ehrgeiziges Projekt gestartet: den ersten 100 % patagonischen Whisky. Hierfür verwenden sie wilde patagonische Hefe, sowie vor Ort angebaute und gemälzte Gerste. Die ersten Fässer dieses patagonischen Whiskys reifen bereits. Bis dieser dieser dann auf dem Markt erscheinen wird, werden noch einige Jahre vergehen. Wobei auf dem Markt erscheinen nicht ganz richtig ist: Die Whisky von La Alazana sind ausschließlich in der Destillerie erhältlich. Und so beinhaltet die Website www.laalazanawhisky.com auch konsequenterweise keinen Webshop – jedoch jede Menge wunderschöne Bilder der Brennerei und Patagoniens.

Neu: Wild Turkey Master’s Keep Cornerstone Rye

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Mit der vierten Veröffentlichung in ihrer Master’s Keep Serie präsentiert Wild Turkey, ein Unternehmen der Campari-Gruppe, etwas ganz Besonderes.

Wild Turkey Master’s Keep Cornerstone Rye ist der älteste Wild Turkey Roggenwhiskey, der je auf dem Markt erhältlich war. Zwischen 9 und 11 Jahren lagerte der Rye Whiskey in #4 alligator char barrels. Abgefüllt mit 54,5 % Vol., sollen weltweit 16.000 Flaschen erhältlich sein, wie bei The Spirits Business zu lesen ist. Der Verkaufspreis ist mit $175 angegeben.

Master Distiller Eddie Russell erklärt anlässlich des Releases:

Wild Turkey ist eine der wenigen alten Brennereien, die der Herstellung von Roggen treu geblieben sind, als Wodka und Gin das neue, heiße Ding wurden.