Die Neue Zürcher Zeitung beschäftigt sich heute in einem Artikel mit dem (nicht neuen) Phänomen, dass teurer Whisky, so wie viele Luxusgüter, auch gefälscht wird. Aber nicht nur diese Art von Fälschung wird im Artikel behandelt, sondern auch jene Whiskys, die sich, nur billigen Fusel enthaltend, großer Namen bedienen oder diese nachäffen. Auch in dem Bereich ist für Fälscher jede Menge Geld zu machen.
Der Artikel führt auch jene Ländern auf, in denen die meisten Fälschungen hergestellt werden, und ein Land wird wahrscheinlich als Quelle von Fälschungen viele überraschen: Österreich. Zudem erfährt man, dass bei der SWA zu jedem Zeitpunkt an die 70 Verfahren wegen Whiskyfälschungen anhängig sind und die Vereinigung allein dafür fünf Rechtsanwälte beschäftigt. Lesen Sie hier mehr.
gefälschter Whisky So einfach machen es einem die meisten Fälscher leider nicht 🙂
Für seine Eisenbahnstrecken ist Schottland bei gewissen Leuten wohl ebenso berühmt wie für seinen Whisky. Durch atemberaubende Landschaften führen kühn gebaute Trassen, und nicht nur der Blick aus, sondern auch der Blick auf die Eisenbahn ist lohnend. Zum Beispiel nördlich des Loch Shiel, bei Glenfinnan. Dort steht der Glenfinnan Viaduct, ein imposanter Bogenbau, der die Eisenbahn in elegantem Schwung um einen Taleingang führt. Das rechtefreie Bild (5450×3203, 5MB) von Thomas Tucker zeigt uns den Bogen im Sommer – Sie können es hier in voller Auflösung herunterladen. Unten finden Sie es wie immer zum schnellen Ansehen:
Die irische Waterford Distillery (hinter ihr steht Mark Reynier, ehemals Bruichladdich) hat in den letzten Monaten Lagerhäuser errichten lassen, um ihre Fässer im eigenen Haus lagern zu können. Auf Vimeo ist das obenstehende Zeitraffervideo erschienen, das den Bau der Lagerhäuser in einer eindrucksvollen Sequenz zeigt. Knapp zwei Minuten dauert die Aufnahme zum Ansehen, knapp über drei Monate waren es in Echtzeit. Viel Vergnügen beim Ansehen.
Wenn Sie mehr über die Waterford Distillery wissen wollen: Hier geht es zu den entsprechenden Berichten.
Und wieder ist es soweit: Unsere Freunde vom Highland Herold haben eine neue Ausgabe ihres Magazins erstellt – kostenlos wie immer, aber wie immer niemals umsonst. Jede Menge interessante Themen finden sich darin:
Triple Distillation: Am Beispiel der neuen Tullamore Distillery erklärt Ernst J. Scheiner die Dreifachdestillation, die in Irland häufig zum Einsatz kommt.
Pfanner Whisky: Die Whiskys aus Österreich feierten im Oktober 2016 ihre Deutschlandpremiere.
Blindverkostung: Vier Malt Whiskys aus der Schweiz, Schweden, Italien und Frankreich, die auch mit rauchigen Noten ausgestattet sein sollen.
The Battle with the Bottle: Thorsten Herold schreibt darüber, was deutsche Abfüller so alles zu bewältigen haben, bevor der Whisky in Flaschen abgefüllt im eigenen Lager zum Verkauf bereit steht.
Going Nuts: Ein Basisrezept für gebrannte Mandeln mit einem Baukasten für viele mehr oder weniger verrückte Varianten von Jan Steinhauer. Nüsse oder Nicht-Nüsse als Basis, mit Whisky oder ohne, den Zucker mit Rotwein statt Wasser aufkochen und vielleicht zum Abschluss noch mit Currypulver pudern?
Just Bottled: Insgesamt 227 neue Abfüllungen auf acht Seiten
Das Magazin können Sie hier herunterladen. Viel Vergnügen bei der Lektüre!
Die Destillerie Wolfburn hat uns über den deutschen Importeur Alba Import eine englischsprachige Information über die Ereignisse des abgelaufenen Jahres in der Highland-Destillerie zukommen lassen, und in den Zeilen, die wir für Sie übersetzt haben, schwingt Stolz über das Erreichte und Freude auf das Kommende mit. Es war ein Rekordjahr für die Destillerie, und man hat sich in ihm auch auf die Zukunft vorbereitet:
Die Wolfburn Distillery kann heute voller Freude berichten, dass die Destillerie ihr jährliches Produktionsziel erreicht hat und damit mehr Whisky in Fässer abgefüllt hat als je zuvor.
„Es war ein unglaubliches Jahr“, sagt Distillery Manager Shane Fraser. „Wir haben unseren Personalstand erhöht, indem wir zwei Auszubildende eingestellt haben, und wir haben einen vierten Fermentationstank in Betrieb genommen. Das bedeutet, dass wir unsere Produktionsrate erhöhen konnten, ohne die Kontrolle über die excellente Qualität zu verlieren.“
Das Team setzte sich ein Produktionsziel von 130.000 Litern Alkohol – das entspricht ungefähr 400.000 Flaschen Whisky. Dieses Ziel konnte bereits in der ersten Dezemberwoche erreicht werden, sodass man wertvolle Zeit für die Durchführung der Wartung der Ausrüstung vor der Weihnachtspause gewann.
Shane Fraser und Iain Kerr füllen Fässer in der Wolfburn Distillery. Bild: Wolfburn
„Wir haben im Jahr 2016 die Rekordmenge von 1.162 Fässern gefüllt“, sagte Shane. „Das Volumen ist natürlich großartig, aber gleichermaßen wichtig ist, dass wir konsequent wirklich erstklassige Fässer erwerben konnten. Die Erhaltung der Top-Qualität ist der Schlüssel zur Herstellung von erstklassigem Whisky, und wir haben dies das ganze Jahr über ohne Kompromisse erreichen können. „
2016 ist das erste Jahr, in dem Wolfburn Whisky verkaufte, und die Nachfrage nach dem Single Malt Scotch Whisky der jungen Highland-Destillerie war viel höher als erwartet. „Wir brauchen diese erhöhten Produktionsmengen, um mit der Nachfrage Schritt halten zu können“, ergänzt Shane. „Dass wir dieses Volumen an Alkohol produzieren können stellt heute schon sicher, daß wir auch in den kommenden Jahren erstklassige Single Malts verkaufen können.“
Der Twitter-Account von Springbank gibt sich geheimnisvoll und bringt einen Teaser für Neues im Jahr 2017, wie untenstehender Screenshot beweist:
„A Change is coming“ – es wird sich etwas ändern, stellt man in Aussicht. Was genau es ist, darüber wird bereits heftig spekuliert, aber bislang ist in der Gerüchteküche noch nichts Belastbares aufgetaucht, über das man seriös berichten könnte. Jedenfalls wissen wir nun, dass man verstärkt ein Auge auf den Springbank-Auftritt haben sollte.
Nächstes vorweihnachtliches Duo bei Serge Valentin: Ein alter Glen Ord von Cadenhead gegen einen aus dem laufenden Jahr. Die Destillerie gehört übrigens zu Diageo und bildet mit ihrem Singleton eine Speerspitze in der Attacke auf den ersten Platz unter den meistverkauften Single Malt Marken, die vom Getränkekonzern ausgerufen wurde.
Und so schlagen sich die beiden Cadenheads in der Verkostung:
Ord 1964 (46%, Cadenhead for Caves Fauchon, 75cl, aus den 1980ern?): 89 Punkte
Ord 20 yo 1996/2016 (54.3%, Cadenhead, Wine Cask, 252 bottles): 79 Punkte
Und wieder einmal blicken wir über unsere Sprachgrenzen und sehen uns an, was englischsprachige Blogs an Verkostungsnotizen zu bieten haben. Diesmal spannen wir in einem halben Dutzend Erwähnungen den Bogen von sehr alt bis sehr kostspielig – und finden auch dazwischen Schönes:
Whiskyspeller geht tief in die Vergangenheit und verkostet den Strathisla 1953/2012 aus der Gordon & MacPhail Speyside Collection – und entdeckt eine Sherrybombe epischen Ausmaßes
Zwei Ardbegs aus dem Sherryfass werden auf Dave’s Whisky Reviews kurz verkostet – mit recht unterschiedlichem Ausgang
Words of Whisky verkostet den Tomatin 25yo aus dem Jahr 2006 – ganz fein, bis auf etwas zu viele Bitternoten am Gaumen, schreibt der Verkoster Thijs Klaverstijn.
The Irishman 12yo wird auf Whisky Belfast verkostet – zum positiven Ergebnis gibt es auch noch Infos zur Destillerie aus erster Hand
Ansgar Speller von Loving Whisky hat den Lagavulin 12yo 2016 verkostet – keine numerische Wertung, aber erkennbare Freude
Und weil wir gerade bei Lagavulin sind: Whisky Israel verkostet den Lagavulin 25yo – für den Autor Gal Granov ist er wahrscheinlich der beste Whisky des Jahres 2016.
Und hier ist die offizielle Pressemitteilung zum neuen Glenmorangie Vintage Malt 1990, direkt von Moët Hennessy Deutschland:
Glenmorangie Grand Vintage Malt 1990 – der erste Jahrgang der neuen Bond House No. 1 Kollektion
München, 15. Dezember 2016. Einzigartige Geschichten und Reisen durch die Zeit: Glenmorangie veröffentlicht den ersten Vintage seiner neuen Bond House No. 1 Kollektion. Jede der künftig jährlich erscheinenden Abfüllungen wird die Besonderheit eines Jahres widerspiegeln. Der Glenmorangie Grand Vintage Malt 1990 entstand in einem Jahr, das wetterbedingt eine der herausforderndsten Gersten-Ernten der letzten Jahrzehnte innehatte.
Die Bond House No. 1 Kollektion ist nach dem größten, ehemaligen Glenmorangie Warehouse benannt. Errichtet im 19. Jahrhundert, war das Lagerhaus Nummer Eins über Generationen hinweg Heimstätte für die Fassreifung feinster Single Malts. Doch im Jahr 1990 veränderte sich dieser Ort: Glenmorangie begegnete der steigenden Nachfrage mit der Verdoppelung der Brennkapazitäten durch den Bau neuer Brennblasen. Sie sind nach wie vor die höchsten in Schottland seit 1843. Das vorhandene Brennhaus hatte keine Möglichkeit der Erweiterung. Deshalb verwandelte sich das Warehouse No. 1 in ein wunderschönes Brennereigebäude, das häufig auch als „Glenmorangie Hochland-Kathedrale“ bezeichnet wird.
Der Grand Vintage Malt 1990 steht für ein Jahr des Wandels in der Destillerie. Gleichzeitig ist das Jahr 1990, neben der deutschen Wiedervereinigung, auch aus einem anderen Grund denkwürdig: Die geerntete Gerste erwies sich als sehr herausfordernd zur Whiskyherstellung. Die Weiterverarbeitung in Schottlands Destillerien gelang nur unter erschwerten Bedingungen und lediglich ein kleines Volumen an Spirituosen wurde insgesamt destilliert. Trotz dieser Schwierigkeiten und sehr zur Überraschung der Brennmeister bewies der Glenmorangie New Make seine überragende Qualität. Ein Vierteljahrhundert in ehemaligen Bourbon-Fässern und zu einem kleinen Teil in ehemaligen Sherry-Fässern gereift und gepflegt, ist das Ergebnis ein delikater Glenmorangie Grand Vintage Malt 1990. Mit floralem, fruchtigem Ausdruck und einem hohen Maß an Raffinesse und Resonanz überzeugt dieser überragende Single Malt.
Dr. Bill Lumsden, Director of Distilling, Whisky Creation & Whisky Stocks: „Die Bond House No. 1 Kollektion gibt Whiskykennern die außerordentliche Möglichkeit, die Veränderung von Geschmacksnuancen über einzelne Jahrzehnte hinweg zu entdecken. Ich freue mich, mit dem Glenmorangie Grand Vintage Malt 1990 den ersten Jahrgangswhisky dieser neuen Kollektion vorstellen zu können. Aus einer schwierigen Gerstenernte entstand ein so auserlesenes Destillat. Die anschließende Reifung über ein Vierteljahrhundert mit Glenmorangies besonderem Fassmanagement führte zu dieser kostbaren Abfüllung: Aromen von Heidekrauthonig, Mandarine und kandierten Früchten, die in Geschmacksnuancen von Orangensirup, Vanille, Kräutern, Bratäpfeln und braunen Zucker übergehen.“
Der Glenmorangie Grand Malt Vintage 1990 ist in einer edlen Holz- und Kupferbox ab sofort für 550€ (UVP) im ausgewählten Fachhandel und ab 16.12. unter GlenmorangieShop.de erhältlich.
Glenmorangie hat eine neue Vintage-Serie ihrer Single Malts angekündigt: Bond House No. 1. Diese Serie wird mit einer Abfüllung aus dem Jahr 1990 eröffnet, die mit 43% abgefüllt ist und in England 495 Pfund kostet: Glenmorangie Grand Vintage Malt 1990.
Glenmorangie schreibt, dass diese Jahrgangsabfüllung aus einem Jahr stammt, in dem die Gerste problematisch zu verarbeiten war und deutlich weniger Alkoholertrag brachte – wesentlich unergiebiger als jegliche Gerste in jedem anderen Jahr zuvor oder danach. Dafür sei der New Make in diesem Jahr 1990 von besonderer Qualität gewesen – was man laut der Presseaussendung am Glenmorangie Grand Vintage Malt 1990 deutlich bemerken würde.
Für Deutschland haben wir noch keine gesonderte Ankündigung des Erscheinens erhalten, werden Sie aber natürlich noch extra informieren, falls es dazu kommen sollte.
2016 war das Jahr der Umbrüche in der Scotch Malt Whisky Society. Neue Besitzer, eine mehr zentralistische Steuerung der SMWS, zum Teil neue Teams in den Ländern. Grund genug für Petra Milde von meinwhisky.com, den International Commercial Manager Mark van der Vijver zu befragen, was sich aus Sicht der SMWS getan hat und tun wird. Hier ein kurzer Auszug:
Vor kurzem ließ uns eine Meldung aufhorchen, die reichlich Verwirrung und Besorgnis hervorrief: Die SMWS trennte sich recht kurzfristig von den Vertriebspartnern in Deutschland. Was ist geschehen und wie geht es weiter?
Mark: Die Society hatte bisher eine operative Franchising-Front. Das haben wir seit 22 Jahren so gehandhabt. Alles sehr engagierte Leute mit sehr guten Beziehungen und sie unterhielten hier auch viele “Embassies”. Für Deutschland und Benelux arbeitete dieses Franchising von den Niederlanden aus und sie haben eine gute Arbeit gemacht. Die Society und der Brand selbst sind in Edinburgh ansässig und das bleiben wir auch. Wir haben unsere Angebote und Whiskyerlebnisse dort immer weiter entwickelt und sind dann vor kurzem in eine Art Evaluierungsprozess eingetreten: Wohin soll es in Zukunft gehen? Welche Möglichkeiten bieten sich? Und wir haben unseren Blick auch nach außen gerichtet und haben erkannt, dass es eine gute Sache wäre, unsere Erfahrungen und alle Angebote auch den Mitgliedern hier zugänglich zu machen. In der Art und Weise wie bisher, über Franchising Vertreter, wäre das nicht möglich. Gleichzeitig haben wir auch eine e-Commerce Plattform entwickelt, die für unsere neue Struktur des Selbstvertriebs perfekt ist.
Einige von uns werden auch im Winter Schottland besuchen, denn die richtige Zeit für einen Trip ins heilige Land des Whiskys ist immer: jetzt. Die Intercontinental Hotels Group hat auf ihrem Blog fünf Dinge zusammengetragen, die man im Winter in Schottland unbedingt machen sollte. Ja, eine Tasting-Tour ist natürlich auch dabei, aber das ist selbstredend nicht das Einizige, was das Land in der kalten Jahreszeit zu bieten hat. Was noch, das lesen Sie hinter unserem Link.
Während wir auf die ersten Neuigkeiten des Tages warten, als kleines Lebenszeichen aus der Redaktion wieder ein schönes Wallpaper aus Schottland. Paul Morris hat diese wunderschöne Aufnahme der Berge bei Glencoe gemacht, knappe 10MB groß und im Format 7377×4924 Pixel. Sie können es hier herunterladen. Und wie üblich können Sie auch eine verkleinerte Version hier ansehen:
Eine für Whiskyfreunde wichtige Auszeichnung für Whiskys sind die Malt Maniacs Awards, werden sie doch in einer Blindverkostung unter den profiliertesten Whiskyamateuren der internationalen Szene ermittelt. Und auch diesmal sind die Sieger, so wie schon im Vorjahr, nicht allzu oft in Schottland zu finden, sondern kommen vornehmlich aus Taiwan. Aber auch Indien und Holland (mit dem Millstone) sind in den Spitzenplätzen gut vertreten. Für die Schotten springt vor allem Glendronach in die Bresche, und einige andere Destillerien können mit Spezialabfüllungen punkten:
Supreme Champion: Kavalan Solist sherry cask S060821035, OB for Drink Fun
Best Natural Cask Whisky – Chichibu ex-Hanyu hogshead (OB for LMDW) 61.3%
Thumbs Up – Jura Amoroso Oloroso butts finished in Tawny Port Pipe (OB for LMDW 60thAnni.) (Awarded for top performance from Jura and for stunning quality from LMDW in their 60th Anniversary year).
11 Goldmedaillen für Whiskys mit mehr als 90 Punkten:
Kavalan ‘Solist’ (58.6%, OB for Drink Fun, C#S060821035, Sherry Cask, 512 Bts., 2016*)
Kavalan ‘Solist’ (57.8%, OB for Red on Tree 4th Anniv., C#S060904050, Sherry Cask, 519 Bts., 2016*)
Glendronach 21yo 1993/2014 (59.6%, OB for Beija-Flor & Silver Seal, C#38, Oloroso Butt, 622 Bts.)
Kavalan ‘Solist’ (59.4%, OB for Sherry Whiskies Fans Soc, C#S090306015, Sherry Cask, 519 Bts., 2016*)
Kavalan ‘Solist’ (57.1%, OB for LMDW & The Nectar, C#S060821055, Sherry Cask, 491 Bts., 2016*)