Whiskyfun: Angus verkostet Macallan

Heute ist es wieder die Aufgabe Serges Gastautor Angus MacRaild, sich um die Verkostungsnotizen auf Whiskyfun zu kümmern. Er präsentiert uns eine kleine, kurze Reise durch die Produktionsgeschichte von Macallan. Mit drei Abfüllungen, Mindestalter 30 Jahre, zeigt er uns auf, dass in dieser Speyside-Destillerie eigentlich schon immer hervorragender Whisky hergestellt wurde. Wenn dieser noch in einer passende Umgebung lang genug reifen kann, sind wir auf dem Weg zur Spitzenklasse. Wie uns Angus heut zeigt:

  • Macallan 30 yo (46.5%, Boutique-y Whisky Co., Sherry cask, Batch 7, 272 bottles, 2016) 87 Punkte
  • Macallan-Glenlivet 30 yo 1963/1993 (52.6%, Cadenhead, Authentic Collection) 92 Punkte
  • Macallan 56 yo 1946 (44.3%, OB, Fine & Rare, cask #46/3M, +/-2002) 94 Punkte

Neu: Israels erster Single Malt Whisky

Den Weg der Milk & Honey Distillery in Israel verfolgten wir bei Whiskyexperts zwar unregelmäßig, jedoch von Beginn an. Im Sommer 2012 entwickelten die sechs Freunde gemeinsam die Idee, in Israel die erste Whisky-Brennerei zu realisieren (wie sie uns in einem Interview erklärten). Wie oft bei solche einem ambitionierten Projekt konnten fehlende Gelder mittels einer Crowd-Funding-Kampagne beschafft werden. Und jetzt kann The Milk & Honey Distillery Israels ersten Single Malt Whisky präsentieren.

Der Whisky lagerte für 31 Monate in frischen 225-Liter-Fässern aus amerikanischer Eiche, bevor er abschließend für 7 Monate in Ex-Bourbon Barrels reifen durfte. Abgefüllt mit 46 % Vol., ergab dies 391 einzeln nummerierte Flaschen.

Wie wir beim Jewish News Service lesen, wird im nächsten Monat dieser Whisky in ausgewählten Fachgeschäften in Israel erhältlich sein. Die Abfüllungen mit den Nummer 1 bis 100 werden ab dem 7 Juli bei einer 10-tägigen Online Auktion versteigert.

Feis Ile 2017 – Die diesjährigen Special Releases im Überblick

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Heute beginnt das „Islay Festival of Music and Malt“, auch bekannt unter dem Namen Feis Ile. Bei diesem neuntägigen Fest stellt sich die Insel der Inneren Hebriden mit ihrer Musik- und Whisky-Kultur den Besuchern vor. Zum Programm dieses Festivals gehört auch in jedem Jahr spezielle Events und Tastings der Brennereien (auf der Website des Festivals finden Sie eine Übersicht). Hinzu kommen in jedem Jahr spezielle, limitierte Abfüllungen, welche teilweise ausschließlich in dieser Zeit in der jeweiligen Destillerie erhältlich sind. Dieses Special Releases erscheinen in unterschiedliche Quantitäten in verschiedenen Preisklassen, und wir finden diese dann auch nach dem Festival regelmäßig im sogenannten Sekundärmarkt, inklusive einem satten Preisaufschlages.

Doch nicht nur die Brennereien begehen das „Islay Festival of Music and Malt“ mit Sonderabfüllungen, auch von einigen unabhängigen Abfüllern gibt es in diesem Jahr etwas Besonderes. Wir versuch mal, einen Überblick zu geben:

Ardbeg
Wie schon länger bekannt, heißt die diesjährige Abfüllung Kelpie. Das Besondere dieses Bottlings ist die Lagerung in Eichenfässern der nordkaukasischen Republik Adygea. Der Ardbeg Day findet in diesem Jahr am 3. Juni statt. Wer es nicht nicht auf die Insel schafft, der Ardbeg Day wird auch an verschiedenen anderen Orten auf der Welt begangen (auf der Ardbeg-Website finden Sie eine Übersicht).

Bowmore
Von der Bowmore Destillery gibt es in diesem Jahr zwei Abfüllungen:
Bowmore Feis Ile 2017 lagerte in Oloroso Sherry und Bordeaux Weinfässern. Insgesamt wurden 2.000 Flaschen abgefüllt.
Preis: £60, maximal 4 Flaschen pro Person

Die Bowmore Vintage Fèis Ìle Edition lagerte 26 Jahren in Port-Fässern, 200 Flaschen konnten abgefüllt werden.
Kostenpunkt: £350, und nur eine pro Person

Dazu gibt es noch die Möglichkeit des Bowmore Fill You Own. Dafür steht ein Sherry Puncheon bereit, der Whisky in diesem erstbefüllten Fass lagerte 19 Jahre.
Preis: £130, maximal 4 Flaschen pro Person

Bruichladdich
1000 nummerierte Flaschen des Port Charlotte Transparency gibt es, er kostet laut Website 100 Pfund.

Bunnahabhain (ergänzt)
Laut Whiskygospel sind die diesjährigen Feis Ile Abfüllungen:
Ein 13 yo von 2004, abgefüllt mit 55,6 % Vol.. Dieser torfige Whisky lagerte 10 Jahre in einem Mix aus Oloroso und Bourbon Fässer, und wurde danach für 3 Jahre in Port Pipes gefinisht. Insgesamt gibt es 1596 bottles, Preis £95
Ein 20 yo, welcher 18 Jahre in Oloroso Casks reifte und danach in Virgin American Oak gefinisht wurde. Abgefüllt mit 52,2 % Vol., sind 528 Flaschen verfügbar. Preis: £250

Caol Ila
Die diesjährige Caol Ila Abfüllung reifte für 12 Jahre doppelt in Amoroso Cask wood (so steht es in der englischsprachigen Pressemitteilung, wahrscheinlich handelt es sich um ein Finish). In Fassstärke mit 56,1 % Vol. abgefüllt, ergaben sich 1.550 Flaschen.
Preis: £99

Douglas Laing
Vom unabhängigen Abfüller gibt es zwei Abfüllungen:
Big Peat’s Pals wurde mit
48 % Vol. abgefüllt, diese Blended Malt wurde in Sherry Butts gefinisht, weltweit sind 1.600 Flaschen erhältlich.
Die zweite Abfüllung ist ein sechsjähriger Caol Ila aus der Provenance-Serie, weitere Angabe waren nicht zu finden.

Hunter Laing
Ihre eigene Destillerie auf Islay befindet sich noch im Bau, deshalb sehen ihre Special Releases von Hunter Laing so aus:
1988 Bunnahabhain (28yo) (Sherry) £310
1987 Bowmore (30yo) £495
1983 Caol Ila (33yo) (Sherry) £375
1987 Laphroaig (30yo) £720
1991 Ardbeg (26yo) £720
1982 Port Ellen (34yo) £1,800
Auch hier können wir zu den Preisen und Verfügbarkeiten keine Angaben machen.
Preise ergänzt.

Kilchoman
Ein Vatting zweier Islay Casks (Bourbon Barrel und Oloroso Sherry Butt) bildet die diesjährige Feis Ile Abfüllung. In Fassstärke mit 58 % Vol. abgefüllt, sind 877 Flaschen erhältlich. Preis: £90, nur am 1. Juni in der Destillerie und nur 1 Flasche pro Person.

Lagavulin
Auch das Lagavulin Festival Bottling reifte zweifach, hier kamen bei diesem 16-jährigen noch Moscatel-Fässer zum Einsatz. Abgefüllt mit einer Fassstärke von 55,8 % Vol. ergab dies 6.000 Flaschen. Preis: £125

Laphroaig
The Cairdeas Quarter Cask Cask Strength Edition heißt in diesem Jahr die Abfüllung zur Feis Ile, wie sie gestern in ihrem Newsletter bekannt gaben. Ab dem 7. Juni kann dieser online bestellt werden, Preis 77 Pfund.

Scotch Malt Whisky Society
Anlässlich des Féis Ìle Festivals gibt es von der Scotch Malt Whisky Society drei Sonderabfüllungen, in unserem Post vom 17.5. finden Sie nähere Angaben.

 

 

Sollten wir Abfüllungen übersehen haben, werden wir gegebenenfalls den Artikel ergänzen.

Serge verkostet: 2 x Teaninich

Eine schnelle und kurze Session finden wir heute morgen bei Serge Valentin. Zwei Whisys einer Brennerei, von der recht wenig Abfüllungen auf dem Markt zu finden sind. Weder der Zehnjährige aus der Flora und Fauna Serie noch die Abfüllung von Cadenhead entfachen Begeisterungsstürme, es sind deshalb aber auch keine schlechten Whiskys.

Das heutige Tasting auf Whiskyfun in der Kurzübersicht:

  • Teaninich 10 yo (43%, Flora & Fauna, +/-2010) 82 Punkte
  • Teaninich 22 yo 1993/2016 (51.9%, Cadenhead, sherry wood, 258 bottles) 84 Punkte

Neu: Glencadam 13yo Limited Edition

Die 1825 gegründete Brennerei Glencadam wurde im Jahre 2000 geschlossen. Drei Jahre später übernahmen die Angus Dundee Distillers diese Highlands-Destillerie und füllten sie wieder mit Leben. Anlässlich dieses 13. Jahrestages, so lesen wir bei The Spirit Business, bringt die Brennerei eine neue Abfüllung auf den Markt, den Glencadam 13yo. Diese Limited Edition umfasst 6.000 nummerierte Flaschen, der Whisky ist mit 46 % Vol. abgefüllt und weder kühlgefiltert noch gefärbt.

Er soll auf den westeuropäischen Märkten sowie in Asien und den US-Staaten erhältlich sein. Für eine UVP sind $65 (knapp 60 €) angegeben.

Auch wenn wir das Begehen eines 13. Jahrestages etwas ungewöhnlich finden.

Taste The Dram: Ein Interview mit Michael Myers (Distillery 291)

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten entstanden in den letzten Jahren, neben sehr vielen Klein-Brauereien, auch viele Micro-Distilleries. Eine dieser Klein-Brennereien ist die Distillery 291, in Colorado an den Ausläufern der Rocky Mountains gelegen. Gegründet wurde sie vom ehemaligen Fotografen Michael Myers. In einem Interview mit Taste The Dram erklärt er, wie er viele Jahre in New York lebte und nach den Anschlägen vom 11. September 2001 mit seiner Familie nach Colorado zog. Auf der Suche nach einer neuen kreativen Aufgabe gründete er die Distillery 291. Das momentane Portfolio seiner kleinen Brennerei stellt er in dem Gespräch vor, einige seiner Abfüllungen konnten auch schon erzielen. So gewann der 291 Colorado Rye Whiskey in diesem Jahr bei der San Francisco World Spirits Competition eine Gold-Medaille.

Dieses äußerst interessantes Interview erlaubt uns einen Einblick in die spannende amerikanische Szene der Micro-Distilleries. Lesenswert.

Serge verkostet: Viermal Tomintoul

Tomintoul stand mit ihren Whiskys lange nicht im Fokus der Whisky-Connoisseure. Die Destillerie aus der Speyside hat in den letzten Jahren an ihrem Portfolio und ihrem Auftritt gearbeitet und nennt sich „der sanfte Single Malt aus der Speyside“. Serge Valentin widmet sich heute vier unterschiedlichen Tomintouls und beginnt sein Tasting mit der Brennerei-Abfüllung Tomintoul ‘Tlàth’. Seiner Meinung nach zeigt sich hier dann auch die Schwierigkeit des Sanften. Dass Tomintoul es auch anders kann, zeigen die drei weiteren, allerdings unabhängigen Abfüllungen. Hier vergibt Serge rechte hohe Punktzahlen für sehr gute Whiskys.

Die vier Tomintouls der heutigen Session in der Kurzübersicht:

  • Tomintoul ‘Tlàth’ (40%, OB, +/-2017) 72 Punkte
  • Tomintoul 48 yo 1967/2015 (40.1%, Murray McDavid, bourbon barrel, casks #150031-150032) 90 Punkte
  • Tomintoul 1976/1998 (55.2%, Scotch Single Malt Circle, cask #7334) 86 Punkte
  • Tomintoul 42 yo 1969/2011 (53.1%, The Whisky Agency, Perfect Dram, bourbon, 182 bottles) 90 Punkte

Neu in der TTB-Datenbank: Wolfburn Morven

In der amerikanischen TTB-Datenbank ist ein neues Label für die Highland-Destillerie Wolfburn aufgetaucht. Wie dort zu lesen, würde es sich um einen vierjährigen leicht getorften Whisky, ungefiltert und ungefärbt, handeln. Und in diesem Fall gehen wir sehr stark davon aus, dass dieser Whisky auch erscheinen wird. In einem Interview mit Axis of Whisky im Mai diesen Jahres kündigte Andrew Thompson, der Gründer der Destillerie, einen leicht getorfter (10ppm) Wolfburn für September an (wir berichteten).

Hier die Labels des Wolfburn Morven, wie sie sich auf der Seite des TTB präsentieren – zuvor aber:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

The Spirit Business: Buchempfehlungen für den Sommer

Für viele ist der Sommer die ideale Gelegenheit, sich vielleicht im Urlaub befindend, das warme Wetter in Begleitung eines guten Buches zu genießen. The Spirit Business empfiehlt in ihrem heutigen Artikel acht englischsprachige Bücher, welche sich mit Spirituosen beschäftigen. Darunter finden wir auch vier Exemplare, die wir Ihnen, ohne sie selbst schon in der Hand gehabt haben, vorstellen möchten (wir vertrauen hier auf der Kompetenz von The Spirit Business).

  • Blair Bowman, Gründer des World Whisky Day, und Nikki Welch schrieben gemeinsam den „Pocket Guide to Whisky“. Das 144 Seiten umfassende Taschenbuch verspricht einen kompakten und schnellen Einstieg in die Welt der Whiskys.
  • Bei „Chasing the Dram: Finding the Spirit of Whisky“ von Rachel McCormack handelt es um eine Mischung aus Anekdoten, Geschichte und Informationen über Brennereien. Ihrer Ansicht nach sei die Limitierung des Whiskys einzig auf „Getränk“ ähnlich der traditionellen presbyterianischen Einstellung zum Sex (lesen wir in der Buch-Beschreibung auf Amazon). 
  • Der Niederländer Hans Offringa muss in der Whisky-Szene nicht gesondert vorgestellt werden. Von ihm wird in der nächsten Zeit „A Field Guide to Whisky: An Expert Compendium to Take Your Passion and Knowledge to the Next Level“ erhältlich sein. Wir erwarten, dass uns dieses Buch mit diesem Titel auf keiner der 304 Seiten enttäuschen wird. 
  • Bereits erhältlich ist „Whisky Rising: The Definitive Guide to the Finest Whiskies and Distillers of Japan“ von Stefan Van Eycken. Wir vermuten, dass es für Interessierte an japanischem Whisky keinen Weg an diesem Buch vorbei geben wird. Ein Video auf Youtube ermöglicht einen kurzen Einblick in dieses.

Blogrundschau: Englischsprachige Tasting Notes

Es etwas schon etwas her, dass wir uns das letzte Mal bei englischsprachigen Whisky-Blogs nach interessanten Verkostungen und die dazu gehörigen Notizen umgeschaut haben. Hier sind die Artikel, die wir für Sie herausgesucht haben: ein Blend, eine neue Abfüllung für den Travel Retail und zwei Neu-Auflagen:

The Casks widmet sich dem Blend Usquaebach. Dieser kommt in Fassstärke und limitiert daher. Ein guter Whisky, findet man, bei einem Preis von die $200 fällt einen Empfehlung allerdings etwas schwer.

Bei Spirited Matters nimmt man sich den recht neuen Laphroaig Four Oak an. Der als Travel Retail Exclusive erschiene Islay-Whisky wird dort neben dem Laphroaig QA eingeordnet, wobei der Four Oak im direkten Vergleich die Nase ein klein wenig weiter vorn hat.

The Amateur Drammer stellt uns die fünfte Ausgabe von Glengoynes The Teapot Dram vor. Diese Abfüllung ist ausschließlich in der Destillerie erhältlich und wir als ein „ein gutes Beispiel für einen leichten, sanften und sehr trinkbaren NAS Whisky mit etwas Charakter“ beschrieben.

G-LO und LimpD von Boozedancing ließen von Tamdhu lieber die Finger; Tamdhu war für sie aufgrund der Erfahrung mit einem 10-jährigen Schnäppchen aus dieser Brennerei ein Tam-don’t. Nach der Verkostung der zweiten Ausgabe des Tamdhu Batch Strength ändern sie ihre Meinung von Grund auf: Tamdhu as a distillery is back!

808 Whisky: Erfolgreiches Crowdfunding

Unseren heutigen Whisky-Tag füllen wir weiter mit Grain. Wir verlassen jedoch die Single Casks und wenden uns mehr den Cocktails und Longdrinks zu.
Im letzten Jahr startete Tommy Asher Danvers, besser bekannt unter seinem DJ-Namen TommyD seine eigene Whisky-Marke. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Paul Pullinger, mit Hilfe des Whisky-Beraters Jonathan Driver und dem für die Cocktails zuständigen Barkeeper Ryan Chetiyawardana entwickelten sie den Blended Grain 808 Whisky. Dieser Name ist natürlich eine Reminiszenz an den Drumcomputer Roland TR-808, welcher in den 80ern und 90ern des letzten Jahrhunderts prägend für House, den frühen Hip-Hop und Electro war. Und macht auch das Zielpublikum für diesen Whisky deutlich (diese finden Sie in einem Artikel bei The Spirits Business vom 23 Februar 2016):

“We weren’t just making a sensational whisky, we were creating an entirely new conversation with a new generation of whisky drinkers.”

Um die Marke und das Produkt weiter zu entwickeln, werden auf der Crowdfunding-Plattform Seedrs Geldgeber gesucht. Mit einem Minimum von £50 kann sich an diesem Geschäft beteiligt werden, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Und dieses Angebot wird gerne wahrgenommen: Schon jetzt sind die gesuchten £300.000 weit übertroffen. Viele der Investoren sehen in und mit der Marke 808 Whisky sehr große Möglichkeiten (wie wir heute bei The Spirits Business lesen). So sagt Alex Chesterman, Gründer von unter anderem LoveFilm:

„The whisky landscape is changing rapidly and 8O8 is leading the way by championing a new generation of drinkers.“

Diese neue Generation wird an Whisky vor allem als Zutat für Cocktails und Longdrinks herangeführt. So finden wir an der 808 Whisky Website viele Beispiele, wie dieser Whisky genossen werden kann. Und das am Besten auf einer Party.

Serge verkostet: 19 schottische Grains!

Eigentlich war diese Session als Vierteiler gedacht. Da es jedoch ein wenig langweilig ist, wenn wir schon in solch einem Fall wissen, was in den nächsten Tagen kommt, entschied sich Serge, daraus eine einzelne Session zu machen. Also, heute auf Whiskyfun: 19 Grains, ohne viele weitere Worte von uns.

Und für die Benotung benötigt Serge die komplette Bandbreite der 100-Punkte-Skala. Ein 12-jähriger Grain erhält sehr schmale 25 Punkte. Dazu gibt es noch eine kleine Übersichtskarte, in der die aktiven und geschlossen Grain-Brennereien eingezeichnet sind.

Die heutigen Grains in der Übersicht:

Teil 1, Silent Grains und die besseren

  • Port Dundas 12 yo 2004/2016 (48.4%, Douglas Laing, Old Particular, cask # 11340, 247 bottles) 25 Punkte
  • Cameronbridge 32 yo 1984/2016 (56.2%, Douglas Laing, Xtra Old Particular, cask # 11342, 254 bottles) 84 Punkte
  • Garnheath 28 yo 1986/2015 (48.5%, The Cooper’s Choice, bourbon, cask #22156, 410 bottles) 65 Punkte
  • Caledonian 40 yo 1974/2014 (52.8%, Duncan Taylor, Rare Auld, cask #23630, 213 bottles) 85 Punkte
  • Strathclyde 25 yo 1990/2016 (51.5%, Douglas Laing, Old Particular, cask # 11335, 116 bottles) 76 Punkte
  • Invergordon 43 yo 1972/2016 (49.8%, Whisky Nerds, cask #13-05, 102 bottles) 87 Punkte

Teil2 2, die Grain-Fortsetzung

  • North British 21 yo 1994/2016 (48.1%, Douglas Laing, Old Particular, refill barrel, cask #DL10996, 212 bottles) 79 Punkte
  • Cambus 28 yo 1988/2017 (50.1%, Douglas Laing, Old Particular, refill hogshead, cask #DL 11607, 280 bottles) 80 Punkte
  • Single Grain 1964/2016 (52.1%, Svenska Eldvatten, 5th Anniversary, bourbon barrel, cask #SE 67, 48 bottles) 90 Punkte
  • North British 55 yo 1961/2017 (55.1%, Hunter Laing, The Sovereign, cask # 13328, 144 bottles) 93 Punkte

Teil 3, und weitere Invergordon

  • Invergordon 21 yo 1994/2016 (52.8%, Douglas Laing, Old Particular, cask # DL11091, 204 bottles) 79 Punkte
  • Invergordon 25 yo 1991/2017 (48.3%, Cadenhead, World Whiskies, 102 bottles) 88 Punkte
  • Invergordon 1972/2017 (49%, The Whisky Agency for La Maison du Whisky) 86 Punkte
  • Invergordon 1972/2016 (48.9%, Svenska Eldvatten, 5th Anniversary, cask # SE 068, 96 bottles) 86 Punkte

Teil 4, der Wahnsinn geht weiter

  • Haig Club ‘Clubman’ (40%, OB, +/-2016) 70 Punkte
  • Cameronbridge 25 yo 1991/2016 (54.5%, Douglas Laing, Old Particular, cask # 11316, 276 bottles) 72 Punkte
  • Cambus 25 yo 1991/2016 (55.4%, Douglas Laing, Old Particular, cask # 11353, 282 bottles) 77 Punkte
  • Strathclyde 11 yo 2005/2017 (55.5%, Douglas Laing, Old Particular, cask # 11484, 306 bottles) 84 Punkte
  • Caledonian 28 yo 1987/2016 (52.3%, Cadenhead, bourbon hogshead, 246 bottles) 82 Punkte

The Great Whisky Distillery Challenge: 60 Destillerien an einem Tag

Beginnen bei Balblair und, 17 Stunden später, bei Aberfeldy beenden – das war The Great Whisky Distillery Challenge. Ein Team um den Gründer des World Whisky Days, Blair Bowman, bewältigte am letzten Samstag ein Mammutprogramm. Insgesamt wurden 60 Brennereien eben an diesem World Whisky Day in Schottland besucht. Und damit stellten sie einen neuen Rekord auf: die meisten an einem Tag besuchten Destillerien.

In den allermeisten Fällen konnten sie nach ihrem Besuch auch eine Flasche der Brennerei auf ihren weiteren Weg mitnehmen (Auf der Website des World Whisky Days sind diese Flaschen aufgelistet). Diese Flaschen, insgesamt 55 an der Zahl, werden jetzt Teil einer Verlosung, deren Erlös der Organisation „ Just a Drop “ zu Gute kommen wird. Sie arbeitet weltweit und sorgt dort für sauberes Trinkwasser, wo es am meisten benötigt wird.

Die Tickets, um an der Verlosung teilzunehmen, sind für £ 1 erhältlich, und es können so viele wie gewünscht gekauft werden. Kleiner, jedoch entschiedener Haken: Der Versand der Flaschen erfolgt ausschließlich innerhalb Großbritanniens. Verlost werden auch noch Speyside-Touren sowie Ausgaben des Buches „The Pocket Guide to Whisky“ von Blair Bowman. Die Teilnahmemöglichkeit endet am 1. Juni um Mitternacht.

South China Morning Post: Blended Whisky in Ost-Asien

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Schon am vorletzten Wochenende wiesen wir auf eine Themenseite über Blends hin, welche The Whisky Exchange, einer der größten Onlinehändler für Whisky, zusammengestellt hat. Und auch in Ost-Asien werden Blends mehr in den Fokus der dortigen Konsumenten gerückt. In der Online-Ausgabe der South China Morning Post finden wir im dortigen Style-Magazin den Artikel „Why fans of single malts shouldn’t dismiss blended whiskies“, der das den Blends anhaftende Image des preisgünstigen Ersatzes für Single Malts entfernen möchte.

Whisky boomte in den letzten Jahren im ostasiatischen Raum. Doch auch in der Zukunft bietet sich hier für die Whisky-Industrie weiterhin ein großes Wachstumspotential. Zumal sich dort auch die Genussgewohnheiten verändern, wie Makiyo Masa, Gründer und Direktor des japanischen Onlinehandels Dekanta, erläutert:

“Drinkers in China used to mix whisky with green tea years ago, but they have moved away from that now. You are seeing a greater appreciation of the flavour of whisky.”

Bekannte schottische Master Blender wie Sandy Hyslop (Ballantines) und Kirsteen Campbell (The Famous Grouse und Cutty Sark) erläutern ihre Aufgaben und auch den Reiz ihrer Arbeit. Es gilt, auf Änderungen des Marktes zu reagieren und trotzdem die Beständigkeit im Auge zu haben.

Speziell Japan und die japanischen Blends beleuchtet der Artikel „Why the most popular blended whiskies in Japan are Hibiki and Yamazaki“, welcher ebenfalls im Style-Magazin der South China Morning Post zu finden ist. Hier kommt erneut Makiyo Masa zu Wort, der uns die besondere Stellung des Begriffs „Harmonie“ in der japanischen Kultur erläutert. Nicht von ungefähr heißt einer der populärsten Blends in Japan „Hibiki“, nach dem japanischen Wort für Harmonie. Und dieser Ausdruck von Harmonie im Whisky fand in der letzten Zeit sehr großen Zuspruch auf der ganzen Welt.