Auf der Facebook-Seite der 1. Whiskydestillerie Österreichs fanden wir die Nachricht, dass sich Cadenhead Salzburg eine besondere Abfüllung zum dritten Geburtstag gönnt: Ein Waldviertler Single Malt Whisky lagerte drei Jahre in einem Fass aus heimischer Eiche. Danach durfte dieser Whisky noch einige Monate in einem gebrauchten Laphroaig-Fass reifen. Für diese Jubiläumsabfüllung werden exklusiv nur 200 Flaschen in Fassstärke abgefüllt, diese sind dann ausschließlich über Cadenhead Salzburg erhältlich.
Anscheinend wird das Fass nur halb geleert, denn im nächsten Jahr soll es noch eine weitere Abfüllung geben.
Waldviertler Whisky trifft Laphroaig
Serge verkostet: Balvenie 25yo (offiziell vs. unabhängig)
Ein 25jähriger offizieller Balvenie ist nichts, was man sich mal so im Vorübergehen an seinem Whiskyshop mitnehmen würde – es sei denn, man kommt gerade von der Bank, wo man sich seinen fetten Lottogewinn hat auszahlen lassen. Und auch ein Unabhängiger selbigen Alters ist selten zu einem Kampfpreis zu bekommen (wenn auch meist deutlich günstiger als eine Originalabfüllung). Die Unabhängigen dürfen sich nicht Balvenie nennen, und technisch sind sie Balvenies mit einem Teelöffelchen eines anderen Single Malts von William Grant, also Blends, aber wenn wo Burnside draufsteht, ist sehr, sehr, sehr viel Balvenie drinnen :-).
Wie sieht es nun aus, wenn man Original und Unabhängige gegeneinander verkostet? Serge hat die „Mühe“ auf sich genommen, und kommt punktemäßig zu folgendem Ergebnis:
- Balvenie 25 yo ‘Triple Casks’ (40%, OB, +/-2015): 85 Punkte
- Burnside 25 yo 1989/2014 (50.9%, Maltbarn, bourbon, 167 bottles): 85 Punkte
- Burnside 24 yo 1989/2014 (51.1%, Whisky-Fässle, hogshead): 85 Punkte
Wie immer: Jede Wertung, auch die von Serge, ist natürlich subjektiv – seiner Meinung nach wäre also zwischen den einzelnen Abfüllungen punktemäßiger Gleichstand gegeben. Die subtilen Unterschiede sind aus den Beschreibungen ersichtlich…
Foto: Destillerie Balvenie. Alle Bildrechte bei Alexander Kohn.
Holyrood Distillery (Edinburgh): Baupläne eingereicht
Über die Pläne, eine neue Destillerie in Edinburgh zu bauen, haben wir ja bereits im August des letzten Jahres berichtet – nun ist über einen Artikel in Scottish Construction Now zu erfahren, dass die Besitzer der geplanten Holyrood Distillery die Baupläne dafür bei der zuständigen Behörde in Edinburgh eingereicht haben. Es wäre die erste Single Malt Destillerie seit fast 100 Jahren in der schottischen Hauptstadt.
Der frühere Master Distiller bei Macallan, David Robertson, nimmt für die kleine Destillerie (53.000 Liter Jahresproduktion sind anfänglich vorgesehen) und ein Besucherzentrum 3.6 Millionen Pfund in die Hand. Schon nächstes Jahr will man dort mit der Produktion beginnen.
Bild: Edinburgh, Bild von Christian Bickel (2005), CC-Lizenz
Brown-Forman bringt in den USA erste neue Bourbon-Marke seit 20 Jahren
Wenn man das Unternehmen hinter Jack Daniel’s ist, ist man wahrscheinlich eher mit dem Erhalten von Traditionen denn mit dem Ersinnen von Neuem beschäftigt. Das mag vielleicht der Grund sein, warum der Konzern seit 20 Jahren keine neue Marke kreiert hat. Das wird sich aber, so die Seattle Times, in diesem Sommer ändern, denn dann wird Brown Forman seinen Cooper’s Craft in acht südöstlichen Staaten der USA (Kentucky, South Carolina, Alabama, Louisiana, Tennessee, Georgia, Mississippi und Florida) veröffentlichen – mit Plänen, die Distribution mit dem Vorhandensein von mehr Bourbon auszuweiten.
Vier bis sechs Jahre wird Cooper’s Craft reifen, bevor er mit 41.1% in die Flasche gefüllt wird. Die 750ml-Flasche soll 29 Dollar kosten. Mit seiner Stärke und dem Preis richtet sich der neue Bourbon an Einsteiger und soll sowohl straight als auch in Mixgetränken gut schmecken.
Die Verfügbarkeit in Europa wird wohl längere Zeit nicht gegeben sein, Bourbon-Freunde werden sich mit Direktimporten behelfen müssen.
The Drum: Haig Club hat Probleme, bringt neuen Whisky
Wer unsere Site schon seit längerer Zeit verfolgt, der hatte bereits Kontakt mit Haig Club, dem Grain Whisky von Diageo, der in einer schick designten Flasche und mit Hilfe von David Beckham gelauncht wurde – und, so The Drum, sich trotz massivem Geldeinsatz nur „sporadisch“ (Originalzitat) auf dem Markt bewegte. Die Preisbarriere, so Experten, die im Artikel zitiert werde, sei einfach zu hoch gewesen, um ein junges, neues Publikum anzusprechen – mit seinen 45 Pfund wäre er gegen Single Malts angetreten, und deren Käufer hätten mit dem Grain wenig anzufangen gewusst.
Auch Preissenkungen im Travel Retail hätten nicht den gewünschten Durchbruch gebracht, und so sucht Diageo nach Wegen, die Marke im jungen Publikum zu verankern. Kritische Stimmen meinen, dass nicht nur der Preis, sondern auch die Fokussierung auf David Beckham und der Verzicht auf eine weiterführende Markenstory eher geschadet denn genutzt hätten (im Artikel finden sich sehr interessante Statements von Insidern).
Wie also weiter vorgehen? Laut den Quellen bei The Drum wird Diageo versuchen, die Marke mit einer neuen Sorte, die primär für das Mixen gedacht ist, zu beleben – im Preis deutlich niedriger angesetzt und noch einmal dezidiert fürs junge Zielpublikum konzipiert. Damit will man die Gesamtmarke pushen und auf die Gewinnerstraße führen.
Wenn auch der Launch laut The Drum für dieses Jahr gesichert scheint, gibt es dafür noch keinen konkreten Zeitpunkt. Natürlich bleiben wir dran und werden berichten, wenn wir mehr wissen…
Whisky-Club FS: Thomas Ewers (Malts of Scotland) im Interview
Seit sieben Jahren ist Thomas Ewers mit seinen Malts of Scotland ein Teil der deutschen Whisky-Szene. Doch in dieser recht kurzen Zeit gelang es ihm als einer der jüngeren unabhängigen Abfüller, vom britischen Whisky Magazine zweimal hintereinander zum „Unabhängigen Abfüller des Jahres“ ausgezeichnet zu werden. Im Interview mit Patrick Grasser vom Whisky-Club Fränkische Schweiz gibt Thomas Ewers einen Einblick, wie aus seiner Leidenschaft für Whisky erst sein zeitintensives Hobby und nun sein Beruf wurde.
Serge verkostet: Ben Nevis
In seiner Verkostung von heute widmet sich Serge Valentin der Destillerie Ben Nevis, die nach dem höchsten Berg Schottlands benannt ist. Vier unabhängige Abfüllungen sind es, die vor seinem strengen Gaumen bestehen müssen, und alle vier schaffen dies mit Bravour:
- Ben Nevis 16 yo 1999/2015 (54.1%, Exclusive Malts, cask #190, 301 bottles): 86 Punkte
- Ben Nevis 17 yo 1998/2015 (58.6%, Valinch & Mallet, sherry butt, cask #11439, 240 bottles): 89 Punkte
- Ben Nevis 19 yo 1996/2015 (50,9%, Maltbarn, bourbon, 121 bottles): 85 Punkte
- Ben Nevis 1996/2015 (52.3%, Sansibar for S Spirit Shop, bourbon, 119 bottles): 87 Punkte
Bild: Die Stills von Ben Nevis. Foto von Frank Gauert, alle Recht vorbehalten.
Nordirische Echlinville Distillery öffnet ihre Türen
Auch aus Nordirland gibt es eine neue Destillerie zu vermelden: Die Echlinville Distillery hat dieser Tage ihre Türen für Besucher geöffnet, berichtet The Irish News. Die erste neu lizenzierte Destillerie in Nordirland seit 125 Jahren erhielt die Lizenz bereits 2013, nun sind das Stillhouse und das Besucherzentrum öffentlich zugänglich.
Man wird dort Single Malts und Single Pot Still Whiskeys produzieren, und auch ein Wodka soll, um rasch Einnahmen erzielen zu können, erzeugt werden.
Die nahe Kircubbin gelegene Destillerie hat die Kapazität, jede Woche 15.000 Flaschen zu produzieren. Die Lage der Destillerie können Sie auf unserer Karte sehen.
Exklusiv: Erste Eindrücke von der Whisky Fair Rhein Ruhr
Der erste Tag der Whisky Fair Rhein Ruhr 2016 ist vorbei – und bevor wir wieder in die Remise aufbrechen, um dort auch am zweiten Tag für unsere Leser da zu sein, hier noch ein paar erste Impressionen, die wir mit der Kamera eingefangen haben. Die Laune war bestens, der Besucherrekord des Vorjahres wurde für den Samstag gebrochen, es gab interessante Abfüllungen an den diversen Ständen – und wie schon im Jahr zuvor waren die Würstchen eine Klasse für sich :-).
Auch bei uns am Stand hatten wir jede Menge Spaß. Von unseren Flaschen wird fleißig gekostet, und zum Còmlhan 2.0 haben wir nun noch eine Flasche Còmlhan 1.3 bekommen, die wir – zur Unterstützung der guten Sache – gegen eine Spende ausschenken. Unbedingt beide probieren – sie sind ganz unterschiedlich und jede auf ihre Weise besonders gut!
Wer Lust hat, heute noch die Messe zu besuchen: Die Messe hat zwischen 12 und 19 Uhr geöffnet – Karten sind noch an der Tageskasse erhältlich.
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Video: Peat Reek – ein Kurzfilm über Schwarzbrenner im 19. Jahrhundert
Unser heutiges Sonntagsvideo zeigt Ihnen einen knapp halbstündigen Spielfilm über Whisky und Schwarzbrenner am Anfang des 19. Jahrhunderts. Ein Steuerbeamter kommt in die Highlands, um dort den illegalen Vertrieb von schwarz gebranntem Whisky (damals noch ungereift) zu unterbinden. Er stößt dort auf eine verschworene Gemeinschaft, die ihn klarerweise nicht mit offenen Armen begrüßt.
Regie führte Mike Dziennik, in den Hauptrollen sehen wir Aaron Urquhart Stewart, Allan Thornton & Dave Gillies. Der Film wurde im Jahr 2014 auch auf den Filmfestivals von Loch Ness und Inverness gezeigt. Viel Vergnügen hier bei uns oder auf Youtube.
In eigener Sache: Whiskyexperts auf der Whisky Fair Rhein Ruhr
Bis Sonntag am Abend befinden wir uns von Whiskyexperts auf der Whisky Fair Rhein Ruhr, um dort mit unseren Lesern persönlich Kontakt aufnehmen zu können. Wenn Sie Zeit haben, schauen Sie doch vorbei – wir haben einige ausgezeichnete Abfüllungen im Gepäck und Zeit für interessante Gespräche.
Unser Nachrichtenbetrieb ist in dieser Zeit natürlich nur eingeschränkt möglich, aber wir wären nicht wir, wäre hier bis Sonntag am Abend Funkstille. Egal, wo Sie bei uns vorbeischauen – auf der Messe oder hier: Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Herald Scotland: Wie es mit Bladnoch weitergeht
Auf Herald Scotland (ev. hinter einer Paywall, wenn schon zu oft aufgerufen) finden Sie heute einen Artikel mit dem Titel „Australian yoghurt mogul aims to return Bladnoch distillery to former glories„. Darin geht es um die Ereignisse seit dem Kauf der Destillerie durch den australischen Multimillionär und seine Pläne für die Destillerie, die für die Region ein wichtiger Arbeitgeber sein soll.
Es gibt auch einige neue Infos: Zum Beispiel erfahren wir darin, dass ein NAS Single Malt aus Bladnoch zunächst in diesem Jahr in Australien auf den Markt kommen soll, dann aber, 2017 auch in den USA und in UK – mit einem angedachten Verkaufspreis von ca. 130 Euro. Mehr darüber und zu anderen Themen im Artikel.
Unser Bild zeigt das Warehouse von Bladnoch
The Glenlivet: Neuer Webauftritt
Wenn Sie heute schon die Website von The Glenlivet besucht haben, dann wird Ihnen vielleicht schon der neue Webauftritt von The Glenlivet ins Auge gesprungen sein. Laut einem Bericht von The Drum geschah der Umbau durch die Agentur Zone, um das Kundenbindungsprogramm Guardians of The Glenlivet noch mehr in den Fokus zu rücken. Zusätzlich wurde der Auftritt in den sozialen Medien neu gestaltet und ein eigener Instagram-Channel eingerichtet.
The Glenlivet hat ja vor kurzem Glenfiddich als größte Single Malt-Marke abgelöst und will das Momentum nutzen, um seine Position zu festigen und auszubauen.
Zwei interessante Kennzahlen vielleicht noch dazu: The Glenlivet hat 440.000 Fans auf Facebook und Guardians of The Glenlivet zählt an die 350.000 Mitglieder.





