Die Gartbreck-Distillery auf Islay hat heute auf Twitter ein sehr idyllisches Bild von jenem Feld gepostet, das sich direkt an das Destilleriegelände anschließt und auf dem das Getreide für deren Whisky wachsen wird, wenn die Destillerie dann in Betrieb geht:
Serge verkostet: Tomintoul
Zwar sind Serge’s Verkostungsnotizen zu drei Abfüllungen aus der Destillerie Tomintoul schon heute am Vormittag erschienen, aber durch unsere Anreise nach Düsseldorf sind wir damit heute etwas später dran als üblich. Ganz besonders hebt Serge Valentin auf Whiskyfun dabei eine Originalabfüllung aus dem Jahr 1977 hervor, die eine excellente Wertung einheimsen kann. Aber auch die beiden anderen Abfüllungen werden durchwegs gut benotet:
- Tomintoul 11 yo 2001/2013 (53.9%, Whisky Spirits, Whisky Seasons): 83 Punkte
- Tomintoul 1977/2013 (54.9%, OB, sherry, cask #3691, 312 bottles): 91 Punkte
- Tomintoul 43 yo 1969/2012 (42.7%, The Whisky Cask, bourbon hogshead) : 87 Punkte

Samstag: Whiskyexperts auf der Whisky Fair Rhein Ruhr
Morgen ist es soweit: Whiskyexperts tritt aus dem virtuellen Raum in die reale Welt und wird von 12 bis 20 Uhr mit einem kleinen Messestand auf der Whisky Fair Rhein Ruhr vertreten sein. Wir freuen uns darauf, unseren Lesern persönlich begegnen zu können. Und natürlich haben wir auch einige interessante Tropfen zum Verkosten mitgebracht – so zum Beispiel Càrn Mòr-Abfüllungen aus den Destillerie Glentauchers und Blair Athol, einen rauchigen Whisky aus der größten Destillerie in Österreich oder – sehr exotisch – einen zehnjährigen Single Malt aus Kapstadt/Südafrika.
Schauen Sie bei uns vorbei – wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Whiskylikör Drambuie soll verkauft werden
Laut einem Bericht in The Spirits Business schreibt die Besitzerfamilie MacKinnon die Marke Drambuie, einer der bekanntesten Whiskyliköre zum Verkauf aus. Man schätzt, dass Drambuie ca. 100 Millionen Pfund wert sein könnte. Die Zahlen hinter der Marke, die von Morrison Bowmore Distillers erzeugt wird, sind respektabel: Letztes Jahr gab es 3.37 Millionen Pfund Profit, eine Steigerung von über 5%.
Mal sehen, wer diesen klassischen Likör schlucken wird…
Fünf Millionen Pfund für „grünere“ Destillerien
Kein Geschenk, sondern bereitgestelltes Geld für Investitionen: Wie Herald Scotland berichtet, erhält die schottische Whiskyindustrie insgesamt 5 Millionen Pfund Kapital für Investitionen in den „grünen“ Sektor. Damit sollen Umweltschutzmaßnahmen (hauptsächlich am Energiesparsektor) angekurbelt werden, die sich letztlich positiv auf das Geschäftsergebnis auswirken sollen. Der Vorteil des Funds, so die ausstellende Green Investment Bank: Man muss sich nicht mühsam um Investoren umsehen, sondern kann gleich über das Geld verfügen und damit „vom ersten Tag an sparen“.
Aberfeldy ist die erste Destillerie, die sich mit 1.2 Millionen Pfund aus dem Topf bedienen kann und wird. Man will damit den CO2-Fußabdruck um bis zu 90% reduzieren, sagt der Eigentümer, Bacardi.

Ardbeg Auriverdes „Let’s play“: Das offizielle Video
Es ist bald wieder Ardbeg Day (genauer gesagt: Am Samstag in einer Woche) – und damit ist es auch wieder Zeit für das offizielle Werbevideo dazu – diesmal ganz im Zeichen des Fußballs und der Insel Islay. Ganz nett gemacht, und wie üblich bei Ardbeg mit einem ganz eigenen Stil produziert:
Mit Classic Malts eine Reise nach Schottland gewinnen
Ja, da würden wir auch nicht nein sagen, wenn wir gewännen: Auf der Website von Classic Malts gibt es jetzt eine Reise nach Schottland zu gewinnen – und zwar mit einem Fixprogramm UND einem Teil, der gemeinsam mit Ihnen zusammengestellt wird. Und damit noch mehr Leute etwas vom Gewinnspiel haben, gibt es auch noch 10 Flaschen aus Diageo’s Classic Malt Range zu gewinnen.
Um mitmachen zu können, müssen Sie auf der Seite Ihre email-Adresse hinterlassen. Und wenn Sie nach dem Mitmachen das Gewinnspiel teilen, erhalten Sie sozusagen ein zweites Los in der Ziehung. Wir wünschen wir Ihnen jedenfalls viel Glück!

Serge verkostet: Ein neuer Lochside vs. alte North Port
Whisky aus der längst verlorenen Destillerie Lochside sind sehr selten – da ist es schon ein kleines Ereignis, wenn wieder einmal eine neue Abfüllung davon erscheint. Serge Valentin hätte gerne eine Vertikalverkostung mit dem neuen und alten Lochsides gemacht – allerdings ist sein Lochside-Regal nach eigenen Angaben bereits komplett leer. Also verkostet er sie gemeinsam mit ebenso seltenen und kaum bis nicht mehr erscheinenden Whiskys aus der Destillerie North Port Brechin – das war insgesamt sicher ein sehr exklusives Erlebnis:
- Lochside 32 yo 1982/2014 (55.2%, Malts of Scotland, Angel’s Choice, cask #MoS 14019, 39 halves): 91 Punkte
- North Port Brechin 26 yo 1975/2001 (55.6%, Signatory Vintage, Silent Stills, cask #2960, 211 bottles): 82 Punkte
- North Port (Brechin) 14yo 1974/1989 ‚Very Rare‘ (43%, Sestante Import, 75cl): 92 Punkte
- North Port (Brechin) 1977/2001 (57%, Cadenhead, Authentic Collection, 294 bottles): 83 Punkte
- North Port 1980/2004 (58%, Scott’s Selection): 75 Punkte

Ralfy’s Video Review #457: Kilchoman Loch Gorm 2nd Edition
Wieder auf Islay befindet sich Ralfy mit seinen Tasting Notes – diesmal verkostet er den Kilchoman Loch Gorm, genauer gesagt die zweite Ausgabe desselben (auch wir haben bereits unsere Verkostungsnotizen darüber veröffentlicht. Bei Ralfy ergibt die Verkostung eine Wertung von 89/100 – und generell Lob für die Destillerie. Viel Zeit widmet er diesmal dem Fassmanagement – und wie dieses die Qualität des Whiskys bestimmen kann. Es macht, so Ralfy, einen gewaltigen Unterschied, ob man ein Fass zerlegt importiert oder im Originalzustand. Während erstere Variante wesentlich günstiger kommt, bedeutet ein nicht zerlegtes Fass wesentlich bestimmendere Einflüsse auf de Spirit. Das ganze interessante Video finden Sie hier:
WhiskyIsrael über das Laphroaig Select – Fiasko
Schon die Headline lässt erahnen, wie die neueste No Age Statement-Abfüllung von Laphroaig in der Whiskygemeinschaft generell aufgenommen wurde – mit allem anderen als Enthusiasmus. Man liest kaum Positives über den Select – und die vorherrschende Meinung ist, dass Laphroaig hier einen unterdurchschnittlichen Whisky veröffentlicht hat – wie auch die Wertung von Serge Valentin (wir berichteten hier) zeigt. Whiskyisrael fasst diese allgemeine Stimmung ganz gut in einem eigenen Artikel zusammen, der in diesem Satz gipfelt:
Simply mixing all kind of weird cask types, some old and some young whiskies, then putting it into Virgin oak does not cut it. simple not.
Auf Deutsch: „Einfach alle möglichen Fässer, alte und junge Whiskys zusammenmischen und dann in unbenutzten Eichenfässern finishen reicht absolut nicht„. Die Aufforderung hinter allem ist ebenso eindeutig: Nicht alles kaufen, was auf den Markt kommt – und darauf hoffen, dass die Whiskyerzeuger die Botschaft verstehen und begreifen, dass man zum guten Marketing auch gute Qualität benötigt. Vielleicht überlegt man sich dann ja zweimal, ob man solche Whiskys veröffentlicht.
Whiskysponge enthüllt: Laphroaig reduziert ihr Portfolio auf eine einzige Abfüllung!
Der Whiskyschwamm weiß wieder mehr und vor allen anderen. Die neueste Abfüllung von Laphroaig, Select, läutet eine radikale Änderung im Portfolio der Islay-Brennerei ein. In Zukunft wird es nur noch eine einzige Destillerie-Abfüllung geben. Whiskysponge “The no.1 site for front line whisky news” zitiert heute Master Cask Chucker Roberta Hickie. Demnach wird nun jedes Fass, egal ob Quarter Cask, PX Puncheon, First Fill Barrel oder Hogshead, nach 3 Jahren in ein Virgin Oak Cask umgefüllt und danach als Laphroaig Select auf den Markt gebracht.
Mag diese Nachricht manchen erschrecken, so weiß der professionelle Laphroaig-Sammler Marky Mark ‚ Whalberg Van Gillette dem ganzen auch etwas Positives abzugewinnen: Mit dem Laphroaig Select ist für ihn seine Sammlung abgeschlossen, und damit kommt nun der richtige Zeitpunkt, besondere Raritäten auch zu öffnen.
Wie immer glauben wir dem Schwamm kein Wort und das zu Recht. Zumal wir im Internet Hinweise auf die Laphroaig Càirdeas 2014 Abfüllung gefunden haben: The 2014 bottling includes double matured Laphroaig from bourbon barrels and Amontillado seasoned traditional hogsheads.
Pressemitteilung: Jim Beam Whisky Train um 33.8 Millionen Dollar ersteigert
Jim Beam hat uns folgende Pressemitteilung über eine Versteigerung zukommen lassen, die wir hier auszugsweise veröffentlichen:
Im Auktionshaus Christie wird ein neues Kapitel Jim Beam Geschichte geschrieben. Die Stahlskulptur „Jim Beam® J.B. Turner Train“ des US Künstlers Jeff Koons ist für unglaubliche 33,8 Millionen Dollar unter den Hammer gekommen.
Das 9,5 Feet (2,9 Meter) lange Stahlkunstwerk „Jim Beam J.B. Turner Train“ ist von beschwörendem „Alte-Welt-Glamour“ und gefüllt mit echtem Jim Beam Bourbon – der weltweite Nummer 1 Bourbon. Angefangen bei den Pionieren bis hin zur Prohibition greift die Skulptur des bekannten US-Künstlers Jeff Koons gleich mehrere Kapitel der amerikanischen Geschichte auf und damit auch bewegende Ereignisse, die die Geschichte des Traditionsunternehmens aus Kentucky seit 1795 geprägt haben.
„Die Versteigerung des Zugs passt zudem zeitlich perfekt zu unserem aktuellen „Make History“-Ansatz, der auf die seit sieben Generationen bestehende Unternehmensgeschichte von Jim Beam und das übertragene Wissen um die Herstellung des perfekten Bourbons einzahlt“, freut sich Sabine Milewski, Marketing Direktorin der Beam Deutschland GmbH.
Der Käufer selbst hat mit dem Erwerb von Jeff Koons „Jim Beam J.B. Turner Train“ für 33,8 Millionen US-Dollar nicht nur ein Kunstwerk erworben, das in die Geschichte eingeht, sondern auch eines, das wahre (Whiskey-)Geschichte in sich trägt.
Die Entstehung des Werks
Jeff Koons schuf den aktuell versteigerten „Jim Beam J.B. Turner Train“ insgesamt drei Mal sowie ein Modell der Skulptur. Koons selbst beschreibt die Idee zu seinem Werk im MoMA Ausstellungskatalog von 1992 wie folgt: „Ich ging auf der Fifth Avenue entlang und entdeckte in einem Spirituosengeschäft diesen Zug, der aus Kunststoff und Porzellan gemacht war. Was mein Interesse weckte, war die Möglichkeit diesen Zug zu verändern, ihn in Edelstahl zu gießen und ihn auf Hochglanz zu bringen, gleichzeitig aber auch die Seele des Stücks zu erhalten, nämlich das alkoholische Getränk im Inneren. Nachdem der Zug also in Edelstahl gegossen war, wurde er zurück zu Jim Beam geschickt, wo jeder Waggon zu einem Fünftel mit Bourbon aufgefüllt und mit dem Steuer-Siegel versehen wurde. Man kann ihn trinken und den Bourbon genießen, zerstört damit aber das Kunstwerk, weil das Stück durch den Siegelbruch seine Seele verliert“.
Serge verkostet: drei brandneue unabhängige Dalmore
Nach der großen Laphroaig ‚Select‘ Enttäuschung von gestern gibt es heute für Serge Valentin drei Dalmore: brandneu, unabhängig, ohne viel Cabernet oder Byassian-Einfluss. Mit hohen Bewertungen in den 80ern wurden folgende Abfüllungen verkostet:
- Dalmore 17 yo 1996/2014 (48.4%, Douglas Laing, Old Particular, refill hogshead, cask #DL10206, 139 bottles) 87 Punkte
- Dalmore 17 yo 1996/2014 (53.5%, Single Cask Collection, bourbon hogshead, sherry finish) 88 Punkte
- Dalmore 37 yo 1976/2014 (46.2%, Cadenhead, Small Batch, butt, 150 bottles) 89 Punkte









