Serge verkostet: Glenlivet vor 1907, Dalmore aus den 50ern

Manchmal gibt es Sachen zu verkosten, die einem wohl ewig in Erinnerung bleiben werden. Serge Valentin von Whiskyfun konnte zwei solche Abfüllungen verkosten: Einen vor 1907 abgefüllten Glenlivet Blend (dem Vernehmen nach 80% Glenlivet, 20% Grain), der immer noch mit 44.2% in der Flasche ruhte (der Alkoholwert wurde tags zuvor bei Whythe & Mackay gemessen), und einen Dalmore aus den 50ern, eine Originalabfüllung mit 43%. Und dabei geht es wohl gar nicht so sehr um die Wertung, sondern eher um dieses Vergnügen, etwas unglaublich Seltenes im Glas zu haben (so wie der Autor zum Beispiel gestern einen über 60 Jahre alten Blend verkosten durfte – was nebenbei auch geschmacklich höchst angenehm war). Hier also noch die Wertungen von Serge, die Beschreibungen sind auf seiner Seite nachzulesen:

  • Old Vatted Glenlivet Whisky (44.2%, OB, blend, Andrew Usher & Co, pre-1907): 86 Punkte
  • Dalmore 20 yo (43%, OB, Duncan Macbeth, 1950s): 92 Punkte
The Glenlivet Distillery
Glenlivet. Picture von Y. Kono. Published under GNU License

Whisky im Bild: Ein Blend aus den 50ern

Unser Leser Gerhard K. hat uns ein Photo eines Blends aus den 50ern geschickt – mit der Frage, ob einer unserer Leser etwas mehr darüber sagen kann. Was wir dazu sagen können: Blends aus den 50ern schmecken ganz ausgezeichnet, unterscheiden sich in der Charakteristik deutlich von heutigen Blends, sind zumeist weich und rund und können in der Komplexität durchaus mit reifen Single Malts mithalten.

Wer also mehr darüber weiß – bitte einfach die Kommentarfunktion nutzen.

Carnegies Special Reserve Blend (4)

Whisky im Bild: Bell’s Whisky Werbung

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Die große Kunst bei Werbespots ist es, innerhalb der relativ kurzen Zeit, die zur Verfügung steht, eine gute Geschichte zu erzählen. Bell’s Whisky ist es mit „The Reader“, produziert für das südafrikanische Fernsehen, gelungen. Wie gewohnt unter unserem Post oder bei Youtube. Dort gibt es auch noch The Reader (Behind the Scenes) zu sehen.

Secrets of Islay – Ein Islay-Tasting mit kulinarischer Begleitung

Knapp über 4000 Einwohner tummeln sich auf dem Kleinod Islay, einer der Inneren Hebrideninseln, dazu vermutlich doppelt so viele Schafe und acht ganz besondere Schätze, ein neunter ist in Planung. Um die Geheimnisse dieses Fleckchens Erde ein wenig nachzuvollziehen und degustatorisch zu erkunden, trafen sich Interessierte und Freunde des uisge beatha in einem still entlegenen und dennoch wohlbekannten Extrazimmer einer Wiener Barinstitution.

Gerald Petö von Whisky Purbach lud gemeinsam mit Erich Wassicek zu diesem Tasting im neunten Bezirk, Konny Wunder komponierte in der Küche die Köstlichkeiten zu einem Gaumenorchester.

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Nach einleitenden Worten und ersten, sich ankündigenden Düften vom Herd, schaffte ein Videoclip über eines der spektakulärsten piping und drum Festivals, welches jährlich im Castle von Edinburgh über die Bühne geht, Lust auf mehr und stimmte die Runde ein.

Geographisch und akustisch justiert – noch ein letzter Blick auf die Whiskylandkarte und ein paar Worte über die Bedeutung der Insel, die im Fokus des Abends stand.

Für das Tasting waren vier Zweier-Flights vorgesehen, je eine Destillerie in double conference, den Anfang machte Bowmore, „das große Riff“, 1779 gegründet und heute zum Getränkeriesen Suntory gehörig.

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Während die letzten drams eingeschenkt wurden, stellte Konny Wunder den ersten Gang der korrespondierenden Menüfolge vor. Erdäpfel-Lauch-Süppchen mit knusprig gebratenen Lauchstreifen, samtig sämig, dezent rauchig, ein sehr schönes Opening.

Ein angeregter Dialog zwischen Bowmore Mariner, einer schon etwas älteren Abfüllung mit zarten 15 Jahren auf dem Buckel, und dem Süppchen, der etwas leichtere, dezent florale und maritim zitrushafte Grundtenor des Whiskys klang harmonisch mit der cremig weichen und schmeichelnden Erdäpfel-Lauch Köstlichkeit, die Spitzen aus Rauchakzenten waren in beiden zu finden und spielten ineinander.

Auch ein aufziehendes „Gewitter“ – übersetzt „Tempest“ – vermochte nicht den Himmel zu verdunkeln, die zehnjährige Fassstärke überzeugte mit Kraft und Druck, schnitt elegant durch die Fülle der Speise und die dezente Vanillesüße, gepaart mit Fruchtnoten von Birnenquitte, Apfelmus und Zimtzucker rundete den Eindruck ab. Der Abgang lange, von Würze getragen, Koriander und grüner Apfel blieben haften, und auch ein wenig vom manchmal signifikanten Veilchenton bei Bowmore.

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Es ging weiter nach Süden, zu Lagavulin, Teil des Diageo Konzerns, „das Tal mit der Mühle“…

Der „Ort“ Lagavulin besteht so Herr Petö, ein erfahrener Schottlandreisender, ziemlich genau aus der Destillerie, sonst hält sich die Geschäftigkeit eher in Grenzen. Die Schafe und ein B&B zählen zu den übrigen Hauptattraktionen, hier scheint die Welt noch in Ruhe und Ordnung, friedlich ziehen die Tage ins Land, die Uhren scheinen eine Spur langsamer zu gehen.

Gang Zwei: Eiernockerl mit Speck und kleinem Salat Bouquet, cremig, selchig, mit frisch knackigen, grünen Akzenten.

Lagavulin 16y, vielleicht einer der bekanntesten und weitest verbreitet anzutreffenden Islay Single Malts, machte den Anfang und sollte den Destilleriecharakter perfekt widerspiegeln – dieser Whisky, wenngleich eigentlich als Standardmalt anzusehen, gehört unumstritten zu den ausgesprochen verlässlichen und qualitativ hochwertigen schottischen Lebenswässern.

Als Vergleich konnte man im zweiten Glas die Distiller’s Edition querverkosten, immer wieder eine erfolgreiche Bestätigung, dass heavily peated und Süßweinfässer eine Liaison eingehen können.

Pedro Ximenez hinterließ hier seine Spuren in Form von süßlich vollen Tönen in der Nase, die die rauchig speckigen Destillatseindrücke umgarnten, Bitterschokolade, röstige Komponenten und Dörrobst spielten mit.

Die buttrige Cremigkeit der Eiernockerl, die Textur am Gaumen und die Speckstreifen als Draufgabe harmonierten da ebenso fein mit dem altbekannten sechzehnjährigen Lagavulin, als auch dem etwas weniger bekannten Bruder in der edel gehaltenen schwarzen Flasche.

Der Nachhall der drei Einzeldarsteller zog sich in ein sehr langes Ensemblefinish, dessen geschmackliches Miteinander in Wohltönen erklang.

Die Runde begann sich nebenher in kleinen Gesprächen angeregt auszutauschen, die Frage nach einer Pause wurde dann aber relativ bald beiseite geschoben und man widmete sich dem dritten geographisch-organoleptischen Anlaufzentrum – Caol Ila sollte es sein.

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Manchmal ein wenig als die Arbeitsbiene Diageos verkannt, ist Caol Ila für herausragende Brände gut, spannende unabhängige Abfüllungen gilt es zu entdecken, aber auch die original bottlings sind immer wieder ein Kostgläschen wert.

Der 12y zeigte sich brav, dunkel und recht süßlich im Stil, auch hier reichte man daneben die Distiller’s Edition, ein Moscatel Finish. Anfängliche Schwefeltöne waren zwar deutlich, verflogen aber mit ein paar Augenblicken im Glas, zurück blieb ein würziger Eindruck mit Thymian, provenzalischen Kräutern und Erinnerungen an Curry, dann vermehrt getrocknete Steinfrüchte, süße Marille und überreife Mango.

Insgesamt blieben sich die zwei drams gegenseitig nichts schuldig, wenngleich sie vielleicht nicht die letzte Überzeugungskraft wie andere Whiskys des Abends fanden. Der klare Punktesieg in Runde Drei ging an die kleinen Grammelknöderl auf gedämpftem Kraut, Oberösterreich trifft Islay, der Raum wurde still, immer ein gutes Zeichen für die Küchenmannschaft, und mit der Speise wurden auch die Malts nochmals eine ganze Hausecke interessanter.

Last but not least – und irgendwie blieb man dann doch der Gelegenheit und Location besonders treu – musste es Ardbeg sein, offiziell in der Embassy verkostet, zuerst 10y, als Abschluss Corryvreckan zum „Darüberstreuen“.

Kleine Anhöhe heißt der Destilleriename übersetzt, 1815 gegründet, heute im Besitz des Edelkonzerns Louis Vuitton Moet Hennessy, diesen dezenten Anstieg wollten alle Verkoster doch mit Freuden in Kauf nehmen.

Ähnlich wie bei Lagavulin ist auch Ardbegs Standardmalt zum absoluten Klassiker avanciert und bietet ein großartiges Preis- Leistungsverhältnis, steinig, mineralische Komplexität, Schizandrabeeren, schwarzer Pfeffer, am Gaumen dann harzig, Salzgebäck und Toffeenoten. Kaum blieb Zeit sich zu fragen, ob denn die Küche auch noch einmal aus den Vollen feuern würde – ein Dessert war fast unumgänglich.

Das Schokotörtchen mit Birnenmus war ebenso Whiskyimprägniert wie der Steamed Pudding mit Trockenfrüchten und Nüssen, zufrieden gestimmt werden musste längst keiner mehr, und der Whirlpool Corryvreckan sprudelte mit gewohnt imposanter Kraft vor sich hin und über Nase und Gaumen hinweg.

Ein spannender Abend, eine interessante Gelegenheit auch die ein oder andere „Einstiegswaffe“ wieder einmal neu und objektiv zu betrachten, mit einem perfekten Gastgebergespann, sowohl seitens Gerald Petö als auch von Konny Wunder und Erich Wassicek. Dass sich Whisky aus Schottland mit klassisch österreichischer Küche so trefflichst begleiten lässt, wie mit Haggis und Porridge, wurde ebenso bewiesen wie der Umstand, dass gut nicht immer super exklusiv und teuer sein muss.

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Secrets of Islay, die Geheimnisse von Islay hatte man dem Abend als Motto vorangestellt – nun sicher gibt es noch die ein oder andere Geschichte zu erzählen, ein paar Gläser zu verkosten und Mysterien zu entziffern, umso besser klingt da die Nachricht, dass das Tasting als Trilogie gedacht und konzipiert ist. Man darf also auf das nächste Mal gespannt sein.

Mit den besten Spirits
Reinhard Pohorec

Glenfiddich bekommt Biogasanlage

Wie Ressource Efficient Business heute auf der Website berichtet, hat Glenfiddich die Planungsgenehmigung für eine Biogasanlage, die die Produktionsabfälle aus der Whiskyproduktion verwenden soll, erhalten. Die Biogasanlage wird auf einem offenen Feld innerhalb des Destilleriegeländes gebaut werden. Die Kommission hob besonders hevor, dass die Anlage so gebaut werden wird, dass sie die Öffentlichkeit kaum zu Gesicht bekommt und sie damit auch keinen negativen Einfluss auf die Landschaft Dufftowns haben wird…

This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.
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1 Jahr Whiskyexperts: Handsignierten Miltonduff 1981 Adelphi gewinnen!

Es ist nun fast genau ein Jahr her, dass Whiskyexperts, noch ohne offizielle Eröffnung, damit begonnen hat, tägliche News über Whisky und Whiskey zu posten. Der 20. Februar 2013 war der erste Tag mit News in einer ununterbrochenen Reihe, die sich bis heute lückenlos und täglich fortsetzt.

Um dieses erste Jubiläum mit Ihnen zu feiern, verlosen wir eine Kostbarkeit des unabhängigen Abfüllers Adelphi – einen einundreißigjährigen Miltonduff aus dem Jahr 1981, natürlich eine Einzelfassabfüllung in Fassstärke, ungefärbt und nicht kühlfiltriert. Noch dazu ist diese Flasche von Alex Bruce (Sales & Marketing Director Adelphi) und Charles MacLean (der weltbekannte Whiskyautor und -experte hat das Fass ausgewählt) handsigniert.

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Der Miltonduff 1981 ist 1 von nur 247 Flaschen, 31 Jahre gereift im Fass-Nr. 5077, ein Refill-Ex-Bourbon-Fass. Die Farbe ist blass gold wie bei einem Sauvignon Blanc, ein klares Indiz dafür, dass das Holz nicht dominiert und der Brennerei-Charakter während der Reifung erhalten blieb.

Miltonduff ist bei Blendern sehr begehrt und daher eher selten als Single Malt erhältlich, egal, in welchem Alter. Zumeist wandert er in Ballantine’s Blends. In der Nase findet man  etwas Obst, Honig und Kerzenwachs – eher zurückhaltend und nobel.  Süß und zart ist er im Mund, mit einer schönen Textur, auch bei seiner natürlichen Stärke deckt der Alkohol nichts zu. Wasser verändert die Aromen nicht, aber es erhöht die Süße und Komplexität im Mund.

Ein Whisky den man schon alleine auf Grund seines Alters und seiner Seltenheit genießen sollte – aber vor allem deshalb, weil er eine sehr schöne „alte“ Charakteristik aufweist.

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Und wie kommen Sie nun zu dieser ganz besonderen Flasche? Nun ganz einfach: Indem Sie bei unserem Gewinnspiel mitmachen. Ab sofort bis 20. Februar 2014.

So können Sie diese Flasche gewinnen:

  1. Falls Sie es noch nicht sind, werden Sie bitte eingetragener Benutzer auf unsere Webseite.
  2. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Wie heisst die von Adelphi neu gebaute Destillerie: a) Glen Gould  b) Adnamurchan  c) Ben Gurion (für alle, die sich nicht sicher sind: Einfach diesen Artikel hier vom 22. Juni aufmerksam lesen)
  3. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem Usernamen auf Whiskyexperts ab sofort an folgende email:contest@whiskyexperts.net 

Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 20. Februar 2014, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir den Gewinner der handsignierten Flasche.

Teilnahmebedingungen:

Am Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 20. Februar 2014, 23:59 Uhr. Der Gewinner wird am 21. Februar auf unserer Webseite bekanntgegeben. Der Wettbewerb findet unter Ausschluß des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden. 

 

Viel Vergnügen und viel Erfolg beim Mitmachen!

Ihr Whiskyexperts-Team

Alex Bruce und Charles MacLean mit Whiskyexperts-Redakteur Simon Rosenkranz.
Alex Bruce und Charles MacLean mit Whiskyexperts-Redakteur Simon Rosenkranz.

Serge verkostet: Alte und neue Tamdhu

Alte Tamdhu sind unter Whiskyfreunden etwas Besonderes. Diese Destillerie hat wunderbare Abfüllungen hervorgebracht, mit Charakter und Flair. Man erinnere sich nur an den Tamdhu, den wir in unserem Adventkalender verkosteten. Serge Valentin hat nun eine Menge an Abfüllungen in seiner heutigen Verkostung der Speyside-Destillerie vereint, und darunter auch eine, die fdast perfekte 96 Punkte erhält. Ja, viele von diesen Abfüllungen wird man kaum mehr verkosten können – aber für jene, die am 14. Februar bei unserer (leider bereits ausgebuchten) Verkostung in Wien dabei sind, gibt es eine ähnliche Tamdhu-Vertikale zum Probieren…

  • Tamdhu 8 yo 2005/2013 (59.6%, The Ultimate, Van Wees, sherry, cask #347, 724 bottles): 86 Punkte
  • Tamdhu 23 yo 1990/2013 (52.9%, Blackadder, Statement, hogshead, cask #10928, 224 bottles): 86 Punkte
  • Tamdhu 24 yo 1988/2012 (57.2%, Riegger’s Selection, bourbon, cask #417, 199 bottles): 82 Punkte
  • Tamdhu 25 yo 1988/2013 (50.7%, Whisky-Fässle, bourbon hogshead): 89 Punkte
  • Tamdhu 26 yo 1970/1996 (51.5%, Signatory, butt, cask #378, 390 bottles): 96 Punkte (!)
  • Tamdhu-Glenlivet 29 yo 1963/1992 (49.4%, Cadenhead, Authentic Collection): 94 Punkte
  • Tamdhu 1961/2000 (40%, Gordon & MacPhail, Rare Old): 91 Punkte
  • Tamdhu 42yo 1958/2000 (40.8%, Hart Brothers): 86 Punkte
Tamdhu Destillerie, Bild von martyn jenkins unter CC-Lizenz
Tamdhu Destillerie, Bild von martyn jenkins unter CC-Lizenz

Ralfy’s Video Review #428: Glendronach 23yo cask 1240

Bei einem 23jährigen Glendronach würde man ja eigentlich annehmen, dass die Wertung ziemlich gut ausfallen sollte, auch oder gerade weil es sich um eine Originalabfüllung handelt. Aber in Ralfy’s Videop Tasting #428 ist das Ergebnis eher enttäuschend. Gerade mal 81 aus 100 Punkten gibt es hier. Warum? Nun, das Finish enttäuscht, und die offiziellen Tasting Notes, so Ralfy, haben nichts mit dem zu tun, was er bei dem Whisky erlebt. Zudem könnte es laut Ralfy sein, dass dieser Whisky doppelt gereift wurde, und seiner Meinung nach deutet die Anzahl der Flaschen darauf hin, die nicht wirklich in Relation zum angegebenen Fass steht (sherry puncheon mit über 670 Flaschen). Interessantes Video, auch deshalb, weil Ralfy in ihm eine gute Methode vorstellt, den Whisky geschmacklich noch besser analysieren zu können – und zwar auf die altbewährte Art, ihn zwischen den Handflächen zu verreiben. Das Video gibt es auf Youtube oder gleich hier:

 

Schwedischer Politiker beim Whiskydiebstahl erwischt

Aus der Rubrik „Ups!“ erreicht uns folgende Meldung vom schwedischen Magazin The Local.com: In Stockholm wurde der stellvertretende Bürgermeister der Stadt, Tomas Rudin, 48 Jahre alt, beim Diebstahl einer Flasche Highland Park erwischt. Er kaufte im staatlichen Shop in einem Stockholmer Randbezirk zwei Flaschen alkoholfreien Wein, „vergaß“ aber den Highlandpark im Wert von 502 Kronen (ca. 63 Euro) in seiner Jackentasche. Das kann ihm jetzt ziemlich viel kosten, da in Schweden die Strafen vom Einkommen abhängen – und seines war 1.2 Millionen Kronen vor Steuer im Jahr.

Die Sozialdemokraten, denen Tomas Rudin angehört, hielten nach dem Bekanntwerden des Vorfalls eine Krisensitzung ab – was dabei rauskam, weiß man nicht – ebensowenig, ob man sich dabei vor lauter Schreck einen Whisky genehmigte…

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Serge verkostet: 9 Abfüllungen aus Clynelish

Auch heute hat Serge Valentin eine lange Latte an Abfüllungen für eine Verkostung vorbereitet – und diesmal kommen sie alle aus der Highland-Destillerie Clynelish. In der Regel sind die Whiskys von dort nicht zu verachten, wenn man den Hausstil, der fruchtig, zart und blumig ist, mag. Zudem arbeiten in Clynelish ziemlich exakte Kopien der Brora-Stills, sodass sie schon dafür einen leichten Sympathiebonus unter Whiskyfreunden hat. Serge hat heute neun Abfüllngen aus Clynelish verkostet, und so sehen die Resultate aus:

  • Clynelish 17 yo 1995/2013 (43%, Signatory, Decanter Collection, cask #12796, 859 bottles): 86 Punkte
  • Clynelish 15 yo 1997/2013 (49.2%, Jack Wiebers Great Ocean Liners, bourbon cask): 88 Punkte
  • Clynelish 17 yo 1996/2013 (49.7%, Acla Selection, sherry hogshead): 84 Punkte
  • Clynelish 16 yo 1997/2013 (50.4%, The Whisky Agency, Liquid Library, sherry hogshead, 235 bottles): 90 Punkte
  • Clynelish ‘Batch 2’ (50.6%, Boutique-y Whisky Co., 319 bottles, 2013): 87 Punkte
  • Clynelish 14 yo 1997/2012 (53%, Hart Bros, Finest Collection): 90 Punkte
  • Clynelish 15 yo 1997/2012 (57%, Blackadder, Raw Cask, hogshead, cask #5724, 230 bottles): 86 Punkte
  • Clynelish 16 yo 1996/2013 (57.1%, Berry Bros, Charles Hofer SA, cask #8783): 90 Punkte
  • Clynelish 16 yo 1996/2013 (57.1%, Berry Bros, LMDW, cask #6421): 92 Punkte

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Highland Park Freya – offizielle Pressemitteilung

Nach unseren Vorberichten nun hier die offizielle Pressemitteilung zum Highland Park Freya, die auch die Tasting Notes der Destillerie enthält:

HP Freya with pack 700ml CMYK

Freya, die charismatische Göttin der Liebe, ist bekannt für ihre überwältigende Schönheit und wird der altnordischen Mythologie zufolge als die Patronin und Beschützerin der Menschheit bezeichnet. Gleichzeitig wird sie jedoch auch als heißblütige und glorreiche Kriegerin beschrieben, der niemand widerstehen kann. Genauso facettenreich und tiefgründig präsentiert sich der gleichnamige Single Malt von Highland Park. Nach dem 16 Jahre alten THOR und dem 15 Jahre alten LOKI ist FREYA der dritte Whisky aus der exklusiven Valhalla Collection – einer Reihe von vier Sonderabfüllungen, die alle von altnordischen Gottheiten inspiriert sind.

Mit diesem 15 Jahre alten Single Malt setzt Highland Park seine Tradition fort, den Charakter und die Qualitäten der legendären nordischen Götter in einem Whisky zu reflektieren. FREYA ist die einzige „weibliche“ Erscheinung der Valhalla Collection und die fesselnden, dominanten Allüren der Wanengöttin Freya spiegeln sich tatsächlich in diesem besonderen Whisky wieder: Er ist vollmundig, reichhaltig, komplex und verführerisch im Abgang.

Mit einer Verbindung aus feiner Süße und geschmeidiger Würze imponiert FREYA vom ersten Moment an. Die Kombination aus weißer Schokolade, tropischer Frucht und der behutsamen, süßen Rauchigkeit geben dem Single Malt mit seinen 51,2% Alk. Vol. in Fassstärke ein sanftes, betörendes Aroma bei goldgelber Farbe.
Highland Park FREYA ist ab Februar 2014 in begrenzten Stückzahlen im gut sortierten Whiskyfachhandel sowie in ausgewählten Kaufhäusern erhältlich. Wie THOR und LOKI umgibt ihn ein hochwertig gefertigter Holzrahmen mit den Konturen eines traditionellen Wikinger Langschiffs. Der empfohlene Kaufpreis liegt bei 179,00 Euro.

Highland Park FREYA Tasting Notes:

Aroma: Vollmundig nach Mandeln und Vanille, gefolgt von weißer Schokolade und kandierten Kirschen. Die sanfte Note geht in eine pulsierende Duftnote nach Mango und Melone über.

Geschmack: Das Herz dieses Whiskys scheint wie ein Juwel, umrandet von duftendem Torf. Orangenschale, Butterscotch und Rosenblätter liefern die Süße, die zusammen mit einem Hauch Orangenblüte und Ingwer daher kommen. Lebhafte Nuancen aus Zitronengras und tropischen Früchten treten sanft im Torfrauch zurück.

Nachklang: Komplex und wunderschön, dennoch rücksichtsvoll und ausgeglichen, wie Freya selbst. Der Abgang entfaltet nachklingende Gewürze und sanften Torfrauch, verflochten mit fruchtigen Nuancen.

Weitere Informationen auch unter: www.whiskyofthegods.com

HP Freya bottle 700ml CMYK

Finest Spirits in München: 14. – 16. Februar

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Nachdem die Hanse Spirit an diesem Wochenende den Auftakt der diesjährigen Messen machte, steht das nächste Messe-Highlight vor der Tür. In nicht ganz 14 Tagen beginnt die Finest Spirits in München. Auf fast 5.000 Quardratmeter im MVG Museum präsentieren mehr als 100 Aussteller über 200 verschiedene Edelspirituosen. Die Ausstellungsfläche ist komplett ausverkauft, damit kommt die nächste Spirituosen-Messe an die Grenze ihrer Kapazität.

Nicht wie bisher vier, sondern in diesem Jahr gleich fünf Premium-Partner präsentiert die Finest Spirits: Den Blend Chivas Regal, den Single Malts Glen Grant und Laphroaig, den Bourbon Bulleit und Andrea Caminneci, Importeur und unabhängiger Abfüller der C&S Dram Collection. Den Besuchern werden am Eingang Verkostungscoupons dieser Aussteller überreicht und sie können damit in die weite Welt des Whiskys und Whiskeys eintauchen.

Mit dem diesjährigen Motto des Festival „Home Bar Essentials“ nimmt die Finest Spirits den momentanen Trend der klassischen Cocktail- und Bar-Kultur auf. An vielen Ständen werden Produkte der Cocktail-Kultur fürs eigene Heim präsentiert.

Der Whiksy-Enthusiast findet neben den wirklich reichlichen Ständen der Destillerien unter anderem auch die FINEST SPIRITS Monster Malts. Zusammen mit MaltManiac Pit Krause werden am Stand von Slowdrink.de/Munich Spirits außergewöhnliche und seltene Single Malts präsentiert. Alleine das Lineup wäre schon eine Reise nach München wert:

  • ARDBEG 1976 – 1993 The Cooper’s Choice (VA.MA Import)
  • BOWMORE 21 y.o. OB ‘The Golf Decanter – Famous Golf Courses of Scotland No. 1’ from 1980ies (75cl)
  • TOMATIN 1976 – 2012 Malts of Scotland ‘Angel’s Choice’, 36 y.o., Sherry Hogshead, 35cl
  • SPRINGBANK 21 y.o. OB ‚The Black Springbank‘, small dark bottling, edgy parchment label with screwcap (35cl)
  • BEN NEVIS 1966 OB 25 y.o. Sherry Cask, 59%
  • THE MACALLAN 10 y.o. ‘Full Proof’ red stripe, matured in Sherry Wood, Giovinetti Import (75cl)
  • WHISKY OF GDR (very old and rare German whisky) distilled long before 1989 (- 2013), Single Cask, 85 btl.
  • PORT ELLEN 1983 – 2004 Douglas Laing Old Malt Cask, 21 y.o., Sherry Cask, 525 Fl.
  • ABERLOUR 1964 OB cube bottle, 8 y.o. from 1970ies
  • HIGHLAND PARK 25 y.o. Cadhenhead’s ‚Small Batch‘ 1988 – 2005, Sherry Butts
  • LAPHROAIG 20 y.o. Scotch Malt Whisky Society 1990 ‘Oak and smoke intesity’, Sherry Butt

Weitere Infos zur Finest Spirts gibt es auf der Website zur Veranstaltung.

 

Bericht über oberösterreichischen Sauwald Whisky

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Tips.at bringt heute einen netten Bericht über einen oberösterreichischen Whisky, der im Sauwald, besser gesagt noch in Wöging, gebrannt wird. Der Sauwald-Whisky der Familie Peterbauer ist insoferne interessant, da er sich mindestens fünf statt den minimal benötigten drei Jahren im Eichenfass gönnt – und weil hinter ihm bereits 15 Jahre Erfahrung stecken. Fast unverschämt günstig ist übrigens der Preis, der für die 0.7l Flasche verlangt wird: Gerade mal mit 12 Euro schlägt sie sich zu Buche. Der Gasthof, den die Familie betreibt, liegt nebenbei gut erreichbar zwischen Passau und Schärding und könnte im Frühling durchaus einmal als Ausflugsziel dienen…

Mehr Infos im Artikel oder auf der Homepage der Familie Peterbauer.

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Serge verkostet: Irische Whiskeys

Sieben Iren, viele davon ganz normale Standardware – ein höchst interessantes Tasting, dass Serge Valentin von Whiskyfun heute veröffentlicht hat. Wer sich mit den Iren nicht so auskennt (wir sprechen über Getränke, nicht Bewohner *g*): Im Vergleich zu den Schotten sind sie allesamt eher weich und rund im Geschmack. Manche lieben das, manche finden es langweilig. Wir finden, das gute Iren abslut nicht zu verachten sind. Und so sieht Serge die verkosteten Whiskeys:

  • Powers ‚Gold Label‘ (43.2%, OB, Irish blend, +/-2013): 81 Punkte
  • Paddy 7 yo ‚Centenary Edition‘ (43%, OB, Irish Pot Still, 2013): 82 Punkte
  • Powers ‚Signature Release‘ (46%, OB, Pot Still, 2013): 77 Punkte
  • Midleton ‚Very Rare 2013‘ (40%, OB, Irish blend): 82 Punkte
  • Teeling Vintage Reserve 21 yo ‚Silver Bottling‘ (46%, OB, Irish, 2013): 88 Punkte
  • Writer’s Tears Cask Strength (52%, Irish, Pot Still, 1800 bottles, 2012): 87 Punkte
  • Midleton 1997/2013 (59.5%, OB, LMDW, 1st Fill Bourbon Cask, cask #7102, 228 bottles): 78 Punkte

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