Die Irish Spirits Association (ISA) und die Scotch Whisky Association (SWA) treffen sich heute in Dublin, um gemeinsam über Marktstrategien und Zusammenarbeit zu reden. Das Treffen findet jährlich statt, und zwar traditionellerweise rund um das RBS 6 Nations Rugby Match.
Diesmal, wie Businessandleadership.com berichtet, nehmen sehr viele Vertreter der in Gründung oder Aufbau befindlichen neuen irischen Destillerien am Treffen teil. Peter Morehead, Chairman der ISA meinte, dass die Iren in Bezug auf Destillerien eine Menge von den schottischen Partnern lernen könnten. Es gäbe noch viel Luft nach oben, was das Wachstum der irischen Whiskyindustrie betrifft.
Irland hat momentan 4 aktive Destillerien, diese Zahl wird in absehbarer Zeit auf 15 anwachsen.
Die neue Tullamore Dew -Destillerie, die seit einiger Zeit im Bau befindlich ist
Viele Veranstalter der Spirituosen- und Whisky-Messen stehen vor der gleichen Aufgabe. Ihr Angebot erfreut sich eines äußerst großen Zuspruchs, der gewählte Veranstaltungsort kommt an die Grenzen seiner Kapazität. Als Lösung bieten sich zwei Möglichkeiten: Mangels Alternativen bleibt alles so, wie es war – oder der Veranstaltungsort wird gewechselt. Auch die Hanse Spirit in Hamburg wählte die zweite Variante und unser Redakteur Dirk Piesczek schaute vorbei.
Es liegt eigentlich nahe, statt eine Location zu einer Messe umzubauen, einen Ort für seine Messe zu nutzen, der nur für diesen Zweck konzipiert und gebaut wurde. Die Hanse Spirit 2014 fand in den Hamburger Messehallen statt, genauer gesagt in der Halle A2. Die Vorteile liegen auf der Hand. Ausstattung und Infrastruktur wurden nur für diesen einen Zweck geschaffen, dieser Veranstaltungsort hatte sich schon bei unterschiedlichen Messen bewährt. Und wenn doch etwas nicht wie gewünscht vorhanden war, wurde es sehr kreativ gegeschaffen. So fanden die Tastings in Bussen statt, welche am Ende der Messehalle aufgereiht waren. Abstriche gemacht werden müssen bei der Atmosphäre, die durch eine äußerst hohe Decke und kühle Wände einer Industriehalle geprägt ist. Kompensiert wurde es durch ein großzügiges Platz- und Serviceangebot. Stehtische und Loungebereiche mit Sitzmöglichkeiten luden zum Verweilen ein, das gebrauchte Messeglas konnte regelmäßig gegen ein frisch gespültes eingetauscht werden.
Die Tasting Busse vor ihrem Einsatz.
Für uns Whisky-Interessierte waren natürlich die Großen wie z.B. Diageo und Signature Malts auf der Hanse Spirit vertreten. Doch auch die vermeintlich Kleineren hatten sehr Interessantes zu bieten. So konnte z.B. Thorsten Manus neben dem New Make von Tamdhu auch Nosing-Proben aus einem American Oak Sherry-Fass als auch aus einem europäischen Oak Sherry-Fass den interessierten Messebesuchern präsentieren und den Einfluss der unterschiedlichen Eichensorten auf den Whisky deutlich machen. Alba Import hatte die neuen A. D. Rattray Abfüllungen mitgebracht (u.a. einen 25-jährigen Invergordon, welcher zeigt, wie außergewöhnlich ein Grain sein kann). The Warehouse No. 8 präsentierte seine erst vor knapp 14 Tagen abgefüllten neuen Mitglieder der Warehouse Collection (hier wusste besonders der 24-jährige Bunnahabhain zu begeistern). Die Scotch Malt Whisky Society Nord war mit ihren Abfüllungen ebenso vertreten wie auch The Scotch Single Malt Circle und Anam na h-Alba, als auch mit Glina und Finch deutsche Whisky-Brenner.
Der Stand von The Warehouse No. 8
Die Hanse Spirit hat mit dem Veranstaltungsort Hamburger Messehalle einen etwas ungewohntere Location gewählt. Und angesichts der Alternative einer überfüllten Spirituosen-Messen eine nachvollziehbare Entscheidung. Natürlich kann so eine Halle nicht über die gleiche Atmosphäre verfügen, wie mach anderer Veranstaltungsort. Doch dafür bietet mir das großzügige Platzangebot einen sehr großen Wohlfühlfaktor – und den möchte ich nicht mehr missen.
Unlängst auf Youtube veröffentlicht und auch bei uns abrufbar: Das offizielle Verkostungsvideo von Highland Park zur neuen Freya-Abfüllung. Drei etwas lyrische Minuten mit Daryl Haldane, die den Geschmack und etwas zur Hintergrundstory der neuen Abfüllung aus der Valhalla-Serie erläutern.
Jede Menge verschiedener Abfüllungen hat Serge Valentin heute auf seiner Verkostungsliste – Abfüllungen, die sich schwer mit anderen paaren lassen und daher jetzt einfach in einem Tasting zusammenkommen. Viel Interessantes dabei, Lost Distilleries ebenso wie zum Beispiel ein neues Vatting vom unabhängigen Abfüller Blackadder. Und wie es sich für so gemischte Tastings gehört, sind auch die Ergebnisse eher gemischt:
Mosstowie 34 yo 1979/2013 (49.9%, Signatory, bourbon barrel, cask #1305, 182 bottles): 88 Punkte
Allt-á-Bhainne 21 yo 1991/2012 (55%, Signatory Vintage, hogshead, cask #90114, 282 bottles): 80 Punkte
Glenesk 25 yo 1983/2009 (55.7%, Duncan Taylor Rare Auld, Sherry, cask#4931, 294 bottles): 65 Punkte
Tullibardine ‚500‘ (43%, OB, sherry finish, +/-2013): 80 Punkte
Grand Castle 18 yo 1993/2012 (56.7%, The Scottish Independent Distillers Co., sherry cask, cask #3598, 600 bottles): 88 Punkte
Black Snake ‚VAT No1 – First Venom‘ (59.1%, Blackadder, 390 bottles, 2012): 86 Punkte
Speyside 30 yo ‚5th Edition‘ (43%, Master of Malt, single malt, 2013): 85 Punkte
Speyside 40 yo ‚2nd Edition‘ (43%, Master of Malt, single malt, 2013): 90 Punkte
MacPhail’s 24 yo 1965 (40%, Gordon & MacPhail, decanter, +/-1989): 91 Punkte
Tullibardine Besucherzentrum, Photo von Brian D Osborne, CC-Lizenz
Bewegte Wochen liegen hinter der Firma Beam Global, ihren Mitarbeitern und treuen Fans – die Nachricht über die Fusion mit dem japanischen Getränkeriesen Suntory hat für große Resonanz gesorgt und bedeutet den Aufstieg des Konzerns zum drittgrößten Spieler am Markt, hinter Pernod-Ricard und Diageo.
Spannende Zeiten hat auch Tanja Bempreiksz schon hinter sich, die ehemalige Berliner Bartenderin, Chefredakteurin des Mixology Magazins und somit profunde Insiderin der Bar- und Spirituosenlandschaft, ist Markenbotschafterin für Beam und Maker’s Mark im Besonderen.
Reinhard Pohorec (Whiskyexperts) und Tanja Bempreiksz (Beam Global)
In dieser Funktion ist sie erstmalig zu einem exklusiven Tasting in Wien angetreten, Kruger’s Bar in der gleichnamigen Wiener Innenstadtgasse, war die Austragungsstätte.
Neben dem journalistischen Fachpublikum hatten drei glückliche Leser von Whiskyexperts.net die Gelegenheit, den Ausführungen der Deutschen zu lauschen.
Die einleitenden Worte zur so genannten Beam Bourbon Experience gehörten dem Geschäftsführer für Österreich und Deutschland, Beruhigung wurde vermittelt ob des Suntory Deals, als gewünschte Vermählung mit Potenzial für beide Seiten beschrieb man den jüngsten Schritt, Portfolio Ausbau und Aspirationen an die Weltspitze inklusive.
Zunächst heißt das einmal, dass man sich hierzulande besonders auch um Teacher’s, Lahroaig, Ardmore, Connemarra, Kilbeggan und andere Beam Marken wie beispielsweise Courvoisier kümmern möchte.
Genug der Worte – Taten sollten folgen…
Von einer umfassenden Kategorisierung amerikanischer Whiskies und einem geschichtlichen Rückblick begleitet, durften die Teilnehmer ihre Nase dann schließlich in die Gläser und als erstes in den White Dog aus Loretto, Kentucky halten – zusammen mit den Bildprojektionen an der Wand, fühlte man sich in die Tage von Washington und seiner Whiskytax versetzt, begleitete in Gedanken die Auswanderer Samuels und Böhm auf ihrem Abenteuer in der Neuen Welt und fragte sich leise, wie er wohl geschmeckt haben mag, der Old Jake Beam, jenes Feuerwasser, das 1795 erstmalig verkauft wurde und gewissermaßen das Geburtsjahr der Marke darstellt.
Impressionen vom Tasting…
Das Nachbarglas blieb auch nicht lange unberührt, der Wheated Bourbon selbst mit seinem markanten Wachssiegel war den kritischen Nasen und Gaumen kredenzt.
Basil, Baker und Booker
Mit Charme und in unprätentiösem, leichtem Stil führte Frau Bempreiksz, die sich selbst immer lieber als Tanja vorstellt ob des dezent diffizilen Nachnamens, durch den Nachmittag, bemühte sich um Interaktion und Gesprächsaustausch.
Basil Hayden’s, Knob Creek und Baker’s, allesamt ausgewählte Small Batch Abfüllungen von Beam, erzählten jeweils ihre eigene Geschichte, sei es lockere Anekdote der amerikanischen Gründerzeit oder das bewegte Einzelschicksal großer Persönlichkeiten der Bourbonindustrie.
Der hohe Roggenanteil in der Mash Bill von Basil Hayden’s machte sich bei der dritten Probe sogleich in der Nase mit dunkel röstigen und würzigen Noten bemerkbar, Knob Creek ist schon seit einigen Jahren besonders auch im Mixing Bereich und gut sortierten Bars ein Thema, Baker’s traditionelle Maischezusammensetzung wiederum wird mit einem einzelnen, über sechzig Jahre alten Hefestamm geimpft, und das Destillat etwa sieben Jahre in den oberen Warehousereihen gereift.
Das Redakteursleben – so wird Arbeit zum Vergnügen
Die Bombe zum Schluss
Keine strikte Altersangabe erlegt man sich bei der Produktion von Booker’s auf, „aged to taste“ heißt, man füllt, wenn der Whiskey den idealen Reifezeitpunkt erreicht hat, im Schnitt sechs bis acht Jahre. Booker Noe, Allzeitlegende seines Fachs, hatte diesen Tropfen einst als persönlichen Liebling auserkoren, schnell wurde auch für die Verkoster nachvollziehbar warum. Ein Monster von einem Bourbon hängte im Glas, dick ölig und mit geballter Kraft, die Fassstärke variiert von Batch zu Batch. So manch einer wunderte sich, warum auf der Flasche oft über 63% vol. Alkohol stehen mag, wenn Bourbon offiziell mit maximal 125 Proof – sprich 62,5% vol. – ins Fass wandern darf. Nun, während der Alterung an bestimmten Stellen im Lagerhaus verdunstet zu einem Großteil erstmals Wasser, die Alkoholkonzentration nimmt phasenweise eher zu statt ab.
Die Nosing Gläser leerten sich, schnell war die Zeit verflogen, das Tasting mit Tanja dem Ende nahe. Für Fragen stand die sympathische Botschafterin der Marke selbstredend zur Verfügung, am „Buffett“ konnten sich die Besucher noch gütlich tun und nachverkosten und die ein oder andere Flasche extra antesten – Devil’s Cut, Signature Craft 12y, Red Stagg, Honey und Kollegen.
Fazit: Ein Tasting mit solidem Basiswissen, aufgefrischt und locker präsentiert, und für viele, die sich noch nicht so intensiv mit Bourbon und besonders der Small Batch Collektion von Beam befasst haben, eine gute Gelegenheit, die einzelnen Abfüllungen nebeneinander zu verkosten.
Der passende Rahmen für das Bourbon Tasting – die Kruger’s Bar in Wien
Ein herzliches Dankeschön sei an dieser Stelle Hedwig Zinöcker gesagt, der jungen und äußerst engagierten Dame, die in der Kruger’s alle Fäden in der Hand hält und – trotz kleinem Nachwuchs und neuerdings einem Tagesgastronomieprojekt – einen absoluten Fels in der klassischen Barszene Wiens bildet.
Einen Standard nimmt sich Ralfy heute in seiner 427. Videoreview vor: den 12jährigenBenRiach aus der Speyside. Er ist ein preiswerter, gerader und ehrlicher Whisky ohne viel Schnickschnack. Ralfy mag ihn, und er merkt an, man möge dem Whisky etwas Zeit geben, damit er seinen vollen Charakter entfalten kann. 86 Punkte vergibt Ralfy, eine durchaus beachtliche Wertung für einen der günstigsten Qualitätswhiskys, die momentan zu finden sind (leider hat BenRiach mit Monatsbeginn seine Preise spürbar erhöht – aber nachdem die Destillerie damit nicht alleine ist, bleibt der Whisky immer noch im vergleichsweise günstigen Preissegment). Das Video finden Sie auf Youtube oder gleich hier bei uns:
Im Whiskyexperts.net Forum zeichnet sich eine sehr spannende Diskussion ab, bezüglich DACH Whisky und seinem Platz in der weiten Welt hochgeistiger Schätze.
Ich möchte den vorangegangen Beiträgen zusprechen und betonen, dass Whisky aus dem DACH Raum als eigenständiges Produkt und auch längst nicht mehr als Kuriosum oder halbernster Versuch zur Resteverwertung zu sehen ist.
Ganz grundsätzlich sei an dieser Stelle festgehalten: Edelbrände aus den drei Ländern gehören zum Besten und handwerklich Makellosesten, was es in der Welt der Destillate gibt – wenige Produzenten weltweit beherrschen ihre Kupferapparaturen ähnlich gut und genau, wie die Brenner unserer Umgebung – eine eingespielte und geölte Maschine. Dies ist vor allem für klare Brände, Obstdestillate usw. besonders wichtig, um absolute Präzision und Finesse sicherzustellen. Bei internationalen Spirituosen wird dieser Maßstab (sinnvollerweise natürlich) oft anders angesetzt, im Zuge der Fasslagerung laufen Prozesse ab, die auch etwas weitere, „schwammigere“ Cut Points zu einem gewollten großen Gesamtwerk zusammenspielen und reifen lassen.
Auch im Schwabenland wird Whisky gebrannt…
Natürlich waren erste Gehversuche zu bemerken, wenn man sich mit altbewährten Instrumenten und Wissen auch einmal an Getreide und Whisky versucht hat und vielleicht war der Ein oder Andere von der Idee getrieben, einem globalen Trend zu folgen.
Aber eine Entwicklung weg von diesem Stadium und die Ausformung einer eigenen, regionalen Whiskytradition braucht vor allem Zeit, trial and error, Vorreiter, auch gescheiterte Projekte und mutige Pioniere.
Die DACH Whisky Landschaft wächst, ist jung, ist dynamisch, und mit dem Versuch, die jeweiligen Landeswhiskys zu konkretisieren, zu beschreiben und gewisse Kriterien auszuformulieren (siehe Austrian Whisky Association u. a.), geht man aktuell wichtige Schritte.
Eine neuentwickelte Linie der Whiskydestillerie J. Haider aus dem österreichischen Waldviertel
Japan hat zum Beispiel schon seit den 20er Jahren kommerziell an der Whiskyproduktion mitgenascht, erst in den letzten Jahren hat sich eine stabile, weltweite Akzeptanz eingestellt – relativ gesehen stecken wir also in den Kinderschuhen und dürfen ruhig auch einmal stolpern und hinfallen.
Ein ganz entscheidender Faktor ist sicher Holz – mit dem bewussten „Anders sein“ greift man oft zu regionalen Eichen. Viele europäische Varietäten sind weniger fein und vielleicht nicht so gut geeignet für delikate Reifung, generell fehlt ein wenig die Erfahrung im Umgang mit dem Balanceakt Reife/Holz/Tannin, … Weiters drängt die finanzielle Schwierigkeit beim Start eines Whiskyprojekts viele dazu, zu junge Brände abzufüllen, diesen Umstand mit frischem und sehr intensivem Holz zu kaschieren klappt selten (vielleicht denken manche gerade ein wenig an aktuelle Entwicklungen traditioneller Whiskyländer…?!). Wie gesagt, trial & error, man lernt durch Fehler und mit der Zeit.
Kurz auch noch ein Blick in die Weinwelt, wo der Terroirgedanke eine viel größere Rolle spielt, als bei vielen Spirituosen. Vor Jahren hat eine weltweite Nivellierung Einzug gehalten, plötzlich wollte man überall nur noch Chardonnay mit viel Barrique an- und ausbauen, Bordeaux Blends bis in die entlegensten Ecken des Globus, aber gerade heute suchen viele Genießer wieder das Regionale, das Typische, das Autochthone – das, was nicht überall gleich schmeckt. Und auch Whisky soll ruhig unterschiedliche Charaktere haben, regional und von Master Distiller zu Master Distiller anders sein. Die Vielfalt wirkt belebend, natürlich so lange am Ende oberste Qualität und das Streben dahin als Ziel auszumachen sind.
Auch in der Schweiz gibt es eine Whiskyvielfalt, die entdeckt werden will
Unterm Strich: es gibt eine sehr lebhafte Szene in Deutschland, Österreich und der Schweiz, tolle Produzenten und eigenständige Produkte, die man besonders auch in Blindverkostungen ganz fair und ehrlich degustieren und genießen sollte. Oft wird man dann nämlich auch eine Überraschung erleben können und vielleicht bald erstaunt einen neuen Favourit Dram im Regal stehen haben.
Mit den allerbesten Grüßen und regionalen Spirits,
Von der Wemyss-Familie stammt dieses Bild vom Baufortschritt ihrer Kingsbarns Distillery bei St. Andrews. Es wurde gestern, am 1. Februar 2014, aufgenommen. Gut sieht man, dass auch der Winter den Baufortschritt nicht wirklich hemmen konnte. Es besteht nach wie vor die Ansicht, bereits Mitte 2014 mit der Produktion zu beginnen.
Zunächst einmal: Herzlichen Dank für die zahlreiche Teilnahme an unserem Gewinnspiel. Es waren zwar nicht ganz so viele Menschen wie bei der Wahl des Autos des Jahres des ADAC beteiligt, aber dennoch mehr als nur ein paar Handvoll :-). Bis auf zwei Personen wussten alle die richtige Antwort: Ein Whisky muss mindestens 40% Alkohol haben, um sich Whisky nennen zu dürfen.
Aus allen Einsendungen haben wir wieder per Los einen Sieger ermittelt, und diesmal sitzt dieser in Frankfurt am Main: Unseren herzlichen Glückwunsch an Herrn Dipl. Ing. Stefan Bopp.
Als er von seinem Gewinn erfahren hat, schrieb er uns:
Ich habe mich sehr über Ihre Mail gefreut. Ich bin gerade dabei mich mit dem Thema Whisky zu beschäftigen und da macht das natürlich doppelt Spaß, gerade weil wir dieses Jahr das erste Mal eine Reise nach Schottland planen und ein Haus in Onich gemietet haben. Ich plane einen Besuch bei der Ben Nevis Distillery und nun habe ich einen guten Grund, einen weiteren Besuch bei der Glenfarclas Destillerie einzuplanen.
Für alle, die diesmal nicht gewonnen haben: Keine Bange, es geht in den nächsten Tagen mit der nächsten handsignierten Sammlerflasche weiter – ein weiteres Scghmuckstück (und ebenfalls ein formidabler Whisky). Bitte bleiben Sie dran und haben Sie weiterhin viel Spaß mit uns!
Dipl.-Ing. Stefan Bopp. der Gewinner unseres Preisausschreibens
Nicht mehr und nicht weniger als dieses Bild und den Hinweis darauf, dass in zwei Wochen auf der Finest Spirits in München mehr enthüllt wird, findet man heute auf der FB-Seite von Glenglassaugh Deutschland. Die Frage ist, ob es sich dabei nach dem Glenglassaugh Revival und dem Glenglassaugh Evolution um eine neue Abfüllung handeln könnte? Wir bleiben natürlich dran…
Und weil nicht alles bierernst (oder whiskyernst, in diesem Falle) ablaufen muss, haben wir hier einen schönen Desktop-Hintergrund, gestaltet von den Malt Maniacs und ihren Freunden zum neuen Highland Park Freya. Sorry, Highland Park, aber das war wirklich aufgelegt :-). Für den Download der Vollversion einfach das Bild anklicken und mit Rechtsklick sichern…
In der letzten Zeit nutzten die Marketing-Abteilungen die Möglichkeiten des Internets und ihrer letzten Entwicklungsstufe Web 2.0 vermehrt. Wir konnten am „Laphroaig Live“ in New York teilnehmen, ohne dorthin jetten zu müssen. The Glenlivet bereitet über Monate die Veröffentlichung ihres „Alpha“ vor, in dem sie die Information über diese Abfüllung als kleine Appetithappen im Internet servierte. Und zuletzt, und immer noch nicht abgeschlossen, wurde die Entscheidung über eine Abfüllung aus dem Hause Glenmorangie crowdsourced.
Margaretemarie vom Blog whiskyundfrauen hat daran mit Spaß teilgenommen. Bei dem Cask Masters Programm konnte zunächst über das Wood-Finishing abgestimmt werden, ebenso wurde über Namen, Design und Etikett demokratisch entschieden. Die Gestaltung des Werbeplakats und in welcher Stadt der Taghta (bei der Wahl wurde sich für diesen Namen entschieden) dann im Herbst diesen Jahres bei einer Premierenfeier der Öffentlichkeit vorgestellt werden – diese Wahlen stehen noch aus. In ihrem gestrigen Blogeintrag erwartet sie und freut sich auf ähnliche online-gestützte Projekte auch bei anderen Brennereien. Denn durch diese Demokratisierungs-Maßnahmen ergeben sich für sie als Kundin ganz neue Möglichkeiten der Einflussnahme, welche die Chance steigern, ein Produkt zu bekommen, welches sie sich wünscht.
Und, so ergänzen wir von Whiskyexperts als Teil „der bunten Welt von Bits, Bytes, Facebook und Co.“, haben wir die Möglichkeiten der virtuellen Kommunikation mit den Produzenten unseres Whiskys noch nicht in ihrer Gänze aufgebaut. Wir arbeiten daran.
Mehr Infos zum neuen Highland Park Freya sind nun bekannt geworden, darunter auch der Preis in den USA – und der ist eher geschmalzen, wie man so schön sagt: 275 Dollar will man dort für die Flasche des 15jährigen Whiskys, umgerechnet jedenfalls zum heutigen Wechselkurs 203 Euro.
Auf Drinkspirits.com gibt es auch die erste Review dazu, und die besagt, dass Freya wesentlich leichter sei als die bisherigen Valhalla-Releases. Die Süße macht nach kurzem einer deutlichen Würzigkeit Platz, und Freya scheint Wasser gut zu vertragen. Wer unserem Link folgt, kann die Review im englischen Orginal lesen – ist sicher eine interessante Entscheidungshilfe, ob man diesen Whisky selbst haben/probieren will.
Auch die offiziellen Tasting Notes gibt es nun zu Freya, und die lesen sich im Original so:
Colour: The Fair One, golden
Aroma: Almond and Madagascan vanilla shimmer in the distance like the Aurora Borealis. White chocolate followed by candied cherries makes way for a vibrant wave of mango and melon, riding upon a cloud of cream soda.
Taste: The heart of this whisky shines like a jewel, surrounded by fragrant peat. Orange peel, butterscotch and rose petals provide the sweetness along with orange blossom and ginger. Lively popping candy, lemongrass and tropical fruits are lightly shrouded in peat smoke.
Finish: Complex and beautiful, yet balanced and considered like Freya herself, the finish gives lingering spice and soft peat smoke intertwined with soft orchard fruits, toasted coconut and a light char, providing a rounded depth and allowing this whisky to soar.
In Übersetzung: Das Aroma bringt Mandeln und Vanille, Schokolade und kandierte Kirschen, danach eine Welle Mango- und Melonengeschmack auf einer Wolke von sanftem Soda. Was den Geschmack am Gaumen angeht, ist alles in Torfrauch eingebettet: Orangenschale, Butterscotch und Rosenblüten sorgen für Süße als Begleitung zum Geschmack von Orangenblüten und Ingwer. Popping Candy (die Süßigkeiten, die im Mund aufpoppen), Zitronengras und tropische Früchte sind ebenfalls von Torfrauch umhüllt. Das Finish ist komplex und wunderschön ausgewogen. Man fühlt Würzigkeit und Torfrauch, verwoben mit dem Geschmack vonGartenfrüchten, gerösteter Kokosnuss und leichter Holzkohle.
Im November 2013 veranstaltete Glengoyne unter seinen Fans, den Mitgliedern der sogenannten „Glengoyne Family“ ein Live-Tasting, bei dem drei verschiedene Fässer geöffnet und verkostet wurden, um eine Spezialabfülllung auszuwählen (ein Video des Events können Sie unten nach der Meldung ansehen). Dabei gewann die Probe B, ein 26jähriger Glengoyne, der nun abgefüllt wurde und zum Verkauf bereit steht. Es ist ein First Fill European Oak Cask, das 1987 befüllt wurde – die Ausbeute beträgt 339 Flaschen, der Whisky hat 54.6% Alkohol. Im Glengoyne-Shop ist diese Flasche nun zu bestellen – zum (nicht unerheblichen) Preis von 350 Pfund, umgerechnet also rund um 400 Euro.
Hier noch, wie versprochen, das knapp einstündige-Video der Live-Verkostung, das auch die Tasting-Notes der Abfüllung enthält. Darunter, wie bei uns üblich, Links auf unsere vorherige Berichterstattung zu diesem Thema…