Neu: Laphroaig An Cuan Mór

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laphroaig_An_Cuan_Mor_0913The Moodie Report gibt bekannt, dass Laphroaig seine Travel Retail Exklusive Serie komplettiert . Nach Laphroaig Cask PX im letzten Jahr und Laphroaig Cask QA im April dieses Jahres wird die letzte Abfüllung Laphroaig An Cuan Mór (gaelisch für „Der große Ozean“) sein.

In seinem Interview mit whiskyundfrauen gab Laphroaig’s Distillery Manager John Campbell nähere Informationen über diese Abfüllung:

„Der Name ist An Cuan Mor. Er wird eine Abfüllung aus frischer Europäischer Eiche sein. Wir benutzen 7 verschiedene Arten von Französischer Eiche, und wir benutzen 8 bis 12 Jahre alten Brand, den wir dann mischen und in europäischer Eiche nachreifen, etwas länger als ein Jahr, die erste Batch-Abfüllung war 16 Monate. Wenn man ein Alter wissen will, dann ist der größte Teil etwa 10 Jahre alt. Es ist frische Europäische Eiche, für etwas länger als ein Jahr. Er gefällt mir sehr gut, denn man erhält viel Pfeffer, der von der europäischen Eiche herrührt, und auch viele Fruchtaromen, und unterschiedliche Geschmacksmerkmale, die von der frischen französischen Eiche stammen.“

Jede Flasche ist einzeln nummeriert und hat einen Alkoholgehalt von 48%, im Gegensatz zu den vorherigen Abfüllungen gibt es den An Cuan Mór in einer 0,7l Flasche. Der Preis wird bei 95 € liegen.

Wir verkosten Standards: Lagavulin 16 Jahre

An der „Mulde, in der die Mühle steht“ – das bedeutet Lagavulin – sollen sich bis Mitte des 19. Jahrhunderts nicht weniger als zehn Destillen befunden haben, natürlich illegale, wie es in diesen Zeiten in Schottland (und erst recht auf Islay) üblich war. Auch in der jetzigen Destillerie wurde damals schon gebrannt, jedoch wurde sie erst 1816 durch John Johnston offiziell gegründet und dadurch legal.

In der 1987 geschaffenen Serie Classic Malts repräsentiert Lagvulin die Whiskyregion Islay und war mit einem Alter von 16 Jahren der älteste. Bei Lagavulin wird, ähnlich wie bei seinen nächsten Nachbarn Laphroaig und Ardbeg, deutlich getorftes Malz verwendet.

Von der Lagavulin Distillery aus blickt man auf die Burgruine von Dunyvaig Castle, dem Stammsitz des Clans MacDonald, als diese als Lords of the Isles über Islay und die umliegenden Hebrideninseln herrschten.

This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license. Author Céréales Killer
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Author Céréales Killer

Lagavulin 16 Jahre 43% vol.

Nase: Einladender Rauch, kaum eine alkoholische Note, eine elegante Nase

Gaumen: Vorne ein kleine überraschende Süße, relativ ölig, gut eingebundener Alkohol, torfig-rauchig im Hintergrund, sehr rund und elegant

Finish: lang und wärmend

Alles in allem: Nicht umsonst ist der Lagavulin 16 Jahre der meistverkaufte der Classic Malts. Wer bis jetzt rauchige Single Malts gemieden hat, sollte sich den Lagavulin 16 Jahre gönnen und sich auf die Umarmung eines Bären freuen.

4.6 Sterne. Spitzenklasse

Serge verkostet: Vier Ardbeg (inkl. Uigeadail)

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Dass man nicht immer ganz tief in die Brieftasche greifen muss, um excellenten Whisky zu bekommen, haben wir ja zum Beispiel bereits mit unserer Verkostung des Talisker 10 festgestellt (und werden es bei einer neuerlichen Standards-Verkostung in Kürze nochmals unter Beweis stellen). Auch Serge Valentin von Whiskyfun teilt diese Erfahrung – und heute bei seiner Verkostung von vier unterschiedlichen Ardbeg erhält die Standardabfüllung Uigeadail hervorragende Noten. Für ihn ist der Uigeadail momentan seine liebste Ardbeg-Abfüllung, und mit 92 Punkten sicherlich mehr als empfehlenswert. Hier also die Ardbeg-Abfüllungen, die Serge heute verkostet hat:

  • Ardbeg ‚Uigeadail‘ (54.2%, OB, +/-2013): 92 Punkte
  • Ardbeg 1979 (43%, Nisshoku Osaka, Japan, 490ml, +/-1995?): 94 Punkte
  • Slim Cowell’s Personal Selection VII Islay 1980/1993 (60%, Slim Cowell): 91 Punkte
  • Ardbeg 1974/1991 (56.2%, Scotch Malt Whisky Society, #33.12, 75cl): 95 Punkte (mit Wasser aber nur um 70 Punkte)

Neu: Redbreast 21yo (mit Update am 27.9.13)

Im Dabbous in London (der Head Chef dort war ein Schüler von Raymond Blanc – daher ist das Lokal eher in der höheren Kategorie angesiedelt, um es mal vorsichtig zu sagen), wurde heute eine Erweiterung der Range des irischen Redbreast Whiskeys (ein Single Potstill Whiskey, der in der New Middleton Distillery hergestellt  und von den Irish Distillers, die zu Pernod Ricard gehören, produziert wird) vorgestellt: Der Redbreast 21yo. Ihn wird es zunächst mal in den USA und in England geben – über ein Erscheinen am Kontinent können wir mit unserem Wissensstand nichts Verbindliches sagen. Jedenfalls: Der Redbreast gehört zu den feinen irischen Whiskeys (die Fassstärke ist wirklich empfehlenswert), der 21yo sollte also ebenfalls Freude machen. Wir können Ihnen hier das amerikanische Label der Flasche präsentieren:

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Zusatzinfos 27.9.2013, 09:50: Laut The Spirits Business wird der Redbreast 21yo auch in Kontinentaleuropa veröffentlicht, allerdings auf Grund der kleinen verfügbaren Menge ausschließlich über La Maison Du Whisky in Frankreich. Ganz billig wird er allerdings nicht: Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei € 180,-.

Exklusiv: Jim Beam Bus in Wien

Ein alter Greyhound Bus aus dem Jahr 1938, stilgerecht renoviert für Jim Beam – das ist die interessante und ziemlich einzigartige Location, die sich Jim Beam zur aktuellen Präsentation der Produkte an die Kosumenten ausgesucht hat. Die letzte Station der Europatour des Busses war und ist Wien – und Whiskyexperts war heute auf der Mariahilfer Straße mit dabei.

Ein Stück Geschichte, liebevoll renoviert. Und: Dieser Bus ist ein unverschämt lautes Tier...
Ein Stück Geschichte, liebevoll renoviert. Und: Dieser Bus ist ein unverschämt lautes Tier…
Man beachte bitte die Unterbodenbeleuchtung und die wenig dezenten Auspuffröhren ;-)
Man beachte bitte die Unterbodenbeleuchtung und die wenig dezenten Auspuffröhren 😉

 

Auf einer Presse-Tour über den Ring präsentierte Jim Beam hauptsächlich seine Party-Produkte wie den Jim Beam Honey, einen Honiglikör auf Whiskybasis mit 35%, oder den Red Stag, einen Beerenlikör, ebenfalls auf Basis des Jim Beam, diesmal mit 40% (aus rechtlichen Gründen dürfen sich diese Getränke nicht Whisky nennen – und wenn man sie gekostet hat, dann haben sie auch sehr wenig mit Whisky zu tun – schmecken aber durchaus sehr witzig). Als „richtigen“ Bourbon gab es den Devil’s Cut mit 45% zu verkosten. Seine Besonderheit ist eine patentierte Methode, den Whisky aus dem Bourbon-Fass nochmals speziell zu extrahieren, was ihm eine besonders holzige Note verleiht.

Jim Beam weiß, wie man dem (beim Presseevent hauptsächlich weiblichem) Publikum die Produkte präsentiert *g*
Jim Beam weiß, wie man dem (beim Presseevent hauptsächlich weiblichen) Publikum die Produkte präsentiert *g*

 

Eher nicht als Whisky erkennbar war der Jim Beam Lime Splash – ein Mixgetränk mit Limette und gerade mal 4.6% Alkohol, also erfrischend und etwa in der Stärke eines leichten Bieres.

Der Anteil von Bourbon in dieser Dose ist dysproportional zur Größe des Logos ;-)
Der Bourbon- Anteil in dieser Dose ist disproportional zur Größe des Logos 😉

 

Alles in allem eine recht gelungene Präsentation, auch wenn das Hauptaugenmerk eher auf den Mischprodukten und weniger auf den reinen Bourbon lag.

Wer die witzige Atmosphäre im Jim Beam Bus selbst erleben will und gerade in der Nähe von Wien ist, hat am Freitag und am Samstag nochmals dazu Gelegenheit. Es gibt im Bus während der Ring-Tour (sie dauert etwa 45 Minuten Kostproben und ein kleines, witziges Quiz – und nebenbei die Möglichkeit, mit einer echten amerikanischen Legende des Verkehrs unterwegs zu sein (der Greyhound ist ein echter Hingucker). Hier finden Sie jeweils ab 16 Uhr den Bus stationiert:

  • Freitag, 27.9.2013: Grillparzerstr. am Rathauspark, 1. Bezirk
  • Samstag, 28.9.2013: Mariahilferstraße, etwa Höhe Nr. 12, 6. Bezirk

Auch wenn es für Puristen eher Ungewöhnliches zu verkosten gibt: Es macht Spaß und bleibt in Erinnerung.

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Neu: Glen Garioch 1999

Wie vermutet: der neue Glen Garioch ist ein Jahrgangswhisky aus dem Jahr 1999 und seit damals durchgehend im Oloroso Sherry Cask gereift. Er wurde als Batch #30 mit 56.3% abgefüllt. Er ist nicht kühlfiltriert (ob er gefärbt ist, darüber lässt sich weder derPressetext noch die Verpackung wirklich aus).

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Zu Weihnachten: Writer’s Tears Irish Whiskey in Fassstärke

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Writers Tears Cask 2013Wie uns der Importeur Bremer Spirituosen Contor heute informierte, wird es ab Oktober den irischen Whiskey Writer’s Tears auch in einer limitierten Sonderabfüllung abgefüllt mit 53 Volumenprozent in Fassstärke geben. Weltweit gibt es nur 2.500 Flaschen dieser Komposition aus Single Malt und Single Pot Still, in Szene gesetzt wird sie durch einen massiver Holzrahmen und einem attraktiven Geschenkkarton. Die UVP beträgt 79 €.

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Für den Irish Whisky-Einsteiger gibt es den original Writer’s Tears in einer Präsentbox inklusive zweier tropfenförmiger Whiskey-Gläser. Auch diese Präsentbox wird am Oktober im Spirituosenfachhandel erhältlich sein, die UVP ist hier 32€.

Nicht mehr lang bis zur Aquavitae 2013

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In knapp 14 Tagen beginnt beginnt eine der außergewöhnlichsten Spirituosenmesse im deutschsprachigen Raum. Die Aquavitae, zum ersten Mal fand sie 2006 in Essen statt, bietet am 12. und 13. Oktober seinen Besucherinnen und Besuchern nicht nur Whisky und Whiskey. Sondern sie zeigt mit Obstbränden, Rum, Cognac, Vodka, Tequila und vieles mehr (fast) die komplette Bandbreite der Kunst der Destillation.

In diesem Jahr findet die Aquavitae zum ersten Mal in der Stadthalle Mülheim statt, hier können die rund 65 Aussteller auf 2.000 qm ihre Produktpaletten präsentieren. Dazu kommen noch 28 Whisky- und Spirituosen-Tastings in vier verschiedenen Räumen. So präsentieren z.B. Alex Bruce und Charles Maclean die Adelphi Distillery „Ardnamurchan“, Peter Wills stellt seine Destillerie Kilchoman vor und Julia Nourney die „Warehouse No. 8 Collection“. Als Messeabfüllung zur Aquavitae 2013 wurde ein Glenrothes aus dem Jahr 2007 in Fassstärke mit 67,2 %Vol. abgefüllt. Er lagerte sechs Jahre in einem First Fill Sherry Fass.

Unsere Redakteure Simon Rosenkranz und Dirk Piesczek werden die Aquavitae 2013 natürlich besuchen und danach von ihr berichten.

Neuer Glen Garioch 1999 – Verkostungsnotizen

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Noch ist er nicht offiziell enthüllt (das sollte im Laufe des Tages geschehen), aber das belgische Blog whiskynotes.be ist vorgeprescht und hat Verkostungsnotizen zum Glen Garioch 1999 Sherry Cask (Oloroso Sherryfass, 56.9%) gepostet. Der Whisky wird dort als modern und durchaus typisch für die Highlands beschrieben, mit sehr aromatischer Nase und langem Finish. Gänzlich überzeugen kann er allerdings nicht, Ruben gibt dem Whisky 84/100 Punkte.

Sobald die offizielle Ankündigung dieser Abfüllung erfolgt, bringen wir natürlich mehr Details…

Serge verkostet: Zwei junge Glen Mhor

Hier stand bis 1986 die Destillerie Glen Mhor - Foto von Potstill
Hier stand bis 1986 die Destillerie Glen Mhor – Foto von Potstill

Sie sind nicht mehr leicht zu bekommen und auch keine Schnäppchen mehr: Abfüllungen aus der Destillerie Glen Mhor (siehe auch unser Datenblatt dazu). Serge Valentin von Whiskyfun hat heute zwei davon verkostet – und zwar junge Ausgaben dieses Whiskys. Jung insofern, als sie nicht besonders lang im Fass waren – aber sicher nicht im Sinne von „kürzlich erschienen“. Beide Flaschen wurden bereits vor über 20 Jahren abgefüllt. Die Wertung und das Urteil? Nicht besonders berauschend…

  • Glen Mhor 8 yo (57%, Gordon & MacPhail, 75cl, +/-1980): 85 Punkte
  • Glen Mhor 10 yo 1978/1989 (65.3%, Gordon & MacPhail for Intertrade, 300 bottles): 70 Punkte.

Neu: Bruichladdich Black Art 4.1 23yo

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Gerade in England am Markt erschienen, und in Kürze dann auch bei uns erhältlich: Von Bruichladdich gibt es einen neuen Batch des Black Art. Der Black Art 4.1 reifte in amerikanischer Eiche und einem nicht näher erläuterten Premium Weinfass für 23 Jahre. Die vielleicht nicht so gute Nachricht: Der Preis des Black Art hat sich im Vergleich zur Vorjahresedition mehr als saftig erhöht und liegt in England bei 200 Pfund – man kann sich den ungefähren Verkaufspreis bei uns in Europa leicht ausmalen…

Whisky im Bild: Uisge Source

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Wer in der nächsten Zeit eine Flugreise über Zürich plant, der kann dort im Duty Free eine interessante Begegnung mit schottischem Quellwasser machen: Uisge Source, das Wasser für den Whisky, wird dort nämlich ab Oktober im Angebot sein. Die Firma, die unter anderem auch von Dr. Bill Lumsden, Master Distiller von Glenmorangie, gegründet wurde, verkauft Wasser aus den schottischen Whiskyregionen, damit man dieses zum Verdünnen des Whiskys verwenden kann. Die Idee mag zunächst etwas snobistisch erscheinen, aber wenn man den Whiskygenuss auf die Spitze treiben will, haben die Firmengründer durchaus einige beachtenswerte Argumente für ihr Produkt – die sie auch in ein Video gepackt haben:

 

 

Braucht man das? Nun, das muss natürlich jeder für sich entscheiden – aber: dass es das Angebot gibt, ist sicher keine schlechte Sache. Oder was meinen Sie?

Zweiter Teaser für neuen Whisky von Glen Garioch

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Gestern haben wir über einen Teaser der Highland Destillerie Glen Garioch berichtet, der uns annehmen lässt, dass die neue Abfüllung der Destillerie aus dem Jahr 1999 stammt. Heute gibt es ein zweites Bild, das auf den Fasstyp verweist. Vielleicht hat jemand von unseren Lesern eine Idee, um welche Fässer es sich hier handelt? Jedenfalls: Die komplette Auflösung und damit Ankündigung des neuen Whiskys verspricht Glen Garioch für morgen…

Bruichladdich über den „Angels’s Share“

Foto von Küchenjunge, eingesendet in unserem August-Wettbewerb
Foto von Küchenjunge, eingesendet in unserem August-Wettbewerb

Der Anteil der Engel – the Angel’s share: Das ist der Teil des Whiskys, der während des Reifungsprozesses im Fass verschwindet und den Alkoholgehalt sinken lässt. Im Blog von Bruichladdich ist heute ein Artikel erschienen, der diesen Angel’s share etwas näher beleuchtet und vor allem die physikalischen und technischen Hintergründe erläutert – ohne dabei zu trocken zu werden. Interessant zu lesen!