Die letzten Reste von Littlemill vor der Verbauung. Foto von Potstill.org
Es gibt nahezu unbezahlbare Abfüllungen aus Lost Distilleries (Port Ellen, Glen Flagler, Ladyburn), und es gibt solche, die (noch) für relativ wenig Geld erhältlich sind. Littlemill ist eine dieser Destillerien, und gerade im Vorjahr gab es ein paar sehr interessante unabhänigege Abfüllungen davon. Auch heuer kamen und kommen Abfüllungen dieser bereits 1996 demolierten Lowland-Destillerie auf den Markt. Serge Valentin von Whiskyfun hat zwei davon verkostet:
Littlemill 36 yo 1977/2013 (40.2%, Cadenhead, small batch, bourbon hogshead, 150 bottles): 88 Punkte (der ist gerade noch rechtzeitig aus dem Fass genommen worden *g*)
Littlemill 23 yo 1990/2013 (52,4%, The Whisky Agency, refill hogshead, 332 bottles): 87 Punkte (keine Fruchtbombe, dennoch oder gerade deshalb sehr interessant)
Interesse daran, den neuen Tomatin Cù Bòcan und einen Flachmann im schicken Tweet-Gewand zu gewinnen? Nun, da hätten wir das richtige Gewinnspiel für Sie gefunden: Sie sollten die Cù Bòcan Facebook-Page liken (einfach unserem Link folgen) und den entsprechenden Beitrag teilen. Zudem sollten Sie mindestens 18 Jahre alt sein (das sollten sie übrigens auch, um diese Zeilen zu lesen) – und bis zum 19. September am Gewinnspiel teilnehmen. Wenn Sie gewinnen, freuen Sie sich – wenn sie mitmachen, freut sich Tomatin auf jeden Fall über die virale Verbreitung seiner neuen, leicht rauchigen Abfüllung. Viel Erfolg wünschen wir!
Dass die Welt an und für sich eher den Hang zum Ungerechten hat, ist keine neue, trotzdem bittere Erfahrung. Anhand der Zugriffszahlen konnten wir sehen, dass unser Leserinnen und Leser, wie wir auch selbst, an der angekündigten Abfüllung „Bowmore The Devil’s Casks“ sehr interessiert sind. Auf www.scotchmaltwhisky.co.uk wurden jetzt, obwohl dieses Bottling erst im Oktober erscheinen soll, schon Tasting Notes veröffentlicht. Mit 94/100 erhält er eine Bewertung, mit der sich dieser Bowmore nah an der Perfektion befindet. Wir Normalsterblichen müssen noch weiter warten – oder gibt es ihn auf dem Cöpenicker Whiskyherbst vielleicht auch schon?
Wer gerne ein wenig hinter den Vorhang blickt und aus Zahlen Geschichten lesen kann, der sollte sich den unlängst veröffentlichten statistischen Report der Scotch Whisky Association für 2012 herunterladen. Auf 22 Seiten sieht man hier in Zahlen und Diagrammen, wie sich schottischer Whisky auf den Märkten behauptete, welche Exportmärkte sich wie entwickelten und vieles mehr.
Der Nächste bitte: The Spirits Business berichtet heute, dass auch Glenfiddich seine neuen Bottlings ausschließlich im Travel Retail anbietet. Verkaufsbeginn soll diesen Monat sein. Die Glenfiddich Cask Collection beinhaltet drei verschiedene No-Age-Statement Abfüllungen, alle abgefüllt mit 40 Vol. %:
The Select Cask
Der Whisky dieser Abfüllung reifte in Bourbon Casks, Fässern aus europäischer Eiche und kalifornischen Rotwein Fässern. Er soll nach reifen Früchten und Rosinen mit einem Hauch von Gewürzen schmecken.
Die Liter-Flasche wird £39 kosten.
The Reserve Cask
Ausschließlich in Sherry-Fässern lagert dieser Whisky, um vollere würzige und süße Geschmacksnoten als auch mehr Noten von Eiche zu bekommen.
Auch diesen Whisky gibt es einer Liter-Flasche, der Preis hier beträgt £49.
The Vintage Cask
Diese Abfüllung wird erst im April 2014 erhältlich sein. Für diesen Whisky wurde auch getorfte Gerste verwendet, wie es am Anfang von Glefiddich im Jahr 1887 üblich war. Sie verleiht dem Whisky einen feinen, aber spürbaren rauchigen Geschmack, er lagerte in Fässern aus europäischer Eiche und in Bourbon Fässern .
Hier wird in 0,7-Liter-Flaschen abgefüllt, sie werden für £79 erhältlich sein.
Glenfiddich denkt darüber nach, in Zukunft die Cask Collection durch weitere Abfüllungen zu erweitern.
In der Cooley-Destillerie – Foto von Silvia Behrens
Von Schottland auf die grüne Insel: Serge Valentin von Whiskyfun hat sich heute drei getorfte irische Whiskys zur Brust genommen und verkostet – Cooley oder Conemara, jedenfalls vom selben Erzeuger – dafür aber von verschiedenen Abfüllern.
Zunächst geht es einmal um den Cooley 13 yo 1999/2013 (51.4%, The Whisky Mercenary), eine belgische Abfüllung, die man wahrscheinlich mit etwas Suche aus dem Internet beziehen wird können, sollte Interesse vorhanden sein. Und das könnte es, bewertet Serge diesen Iren doch mit 87 Punkten. Laut seiner Meinung ist er guten Islay-Abfüllungen durchaus ebenbürtig. Der zweite verkostete Whisky ist der Connemara 15 yo 1992/2007 (50.5%, OB for Whisky Fair Limburg, bourbon barrel) – er bekommt von Serge 84 Punkte und ebenfalls Lob. Als letzte Abfüllung steht der Cooley 21 yo 1992/2013 (56.3%, Cadenhead, World Whiskies, bourbon barrel, 210 bottles) am Programm, und er erhält satte 90 Punkte. Alle drei also durchaus gute Gründe, sich mal mit getorften Iren zu beschäftigen.
Rosebank Destillerie, Foto von Caper13, GNU-Lizenz
Wenn dieser Bericht in „The Scotsman“ der Wahrheit entspricht (und normalerweise ist diese Quelle absolut zuverlässig) – dann können wir uns eventuell auf die Wiedereröffnung einer besonderen Lost aus den Lowlands freuen, wenn auch nicht in der vollen, traditionellen Form: Rosebank. Die Arran Brewery hat sich von Historic Scotland eine Unterstützung in der Höhe von £500,000 gesichert, um in Rosebank eine Brauerei, eine Mikrodestillerie und ein Besucherzentrum betreiben zu können. Nicht in der vollen Form deshalb, weil die Marke natürlich Diageo gehört und die Einrichtung der Destillerie schon längst abmontiert ist. Deshalb auch der Gedanke einer Micro-Distillery, die dann “ The Camelon Distillery“ genannt werden wird. Hinter dem Projekt in der 1993 eingemotteten Destillerie in Falkirk steckt Gerald Michaluk, der Besitzer der Arran Brauerei. Er sagte zu The Scotsman: „Wir möchten dieses historische Gebäude der Öffentlichkeit zugänglich machen, gleichzeitig aber ein profitables Business dort führen. Diese beiden Dinge unter einen Hut zu bekommen, wird nicht einfach werden.“
Von Campari Deutschland erhielten wir folgende Pressemitteilung zum „Auchentoshan Switch“-Wettbewerb (wir berichteten im Juli über den Start). Damit können wir Ihnen nun die drei deutschen Gewinner vorstellen:
Oberhaching, 11. September 2013 – Es war der einzige Single Malt Scotch Cocktail-Wettbewerb Deutschlands in diesem Jahr. Im Juni hatte Auchentoshan Mixologen und Bartender zu einem internationalen Contest aufgerufen: dem Auchentoshan Switch. Drei Teilnehmer überzeugten die Jury durch ihre einzigartigen Cocktail-Kreationen mit dem Single Malt Auchentoshan Three Wood und dürfen sich am 1. Oktober im europäischen Finale in London mit den Besten aus Schweden und Großbritannien messen, bevor es für den Sieger nach New York geht.
Auchentoshan hat im Rahmen des Wettbewerbs Bartender in Deutschland, Schweden, Großbritannien, USA und Kanada aufgerufen, den besten Cocktail auf Basis des Auchentoshan Single Malt Scotch Whisky Three Wood zu kreieren.
Aus einer Vielzahl von Rezepteinreichungen hat eine hochkarätige Jury, bestehend aus Helmut Adam,Herausgeber des Magazins Mixology, David Deck von der legendären Pusser’s Cocktailbar in München und Gordon Dundas, Auchentoshan Brand Ambassador Europa und Asien, am gestrigen Dienstag in der Hamburger Cocktailbar Good Old Days aus neun Finalisten die besten Drei gekürt. Die Experten wählten den Sieger anhand der Kriterien Kreativität, Geschmack, Balance sowie intelligentem Einsatz des Premiumwhiskys Auchentoshan Three Wood. In einem spannenden Wettbewerb musste jeder der Teilnehmer neben der Eigenkreation einen Old Fashioned mixen, um sein Talent unter Beweis zu stellen. „Es ist immer wieder überraschend, wie unterschiedlich die Herangehensweise und die Ergebnisse sind“, zeigt sich Gordon Dundas überrascht. „Alle Cocktails basieren auf dem Auchentoshan Three Wood, einem sehr ausdrucksstarken Premium Single Malt – gleichzeitig ist jeder Cocktail für sich einzigartig. Dass unser Whisky so viel Potenzial bietet, macht uns stolz.“
Am Ende überzeugten Carsten Möller aus der Catwalk Bar (Marriott Hotel, Berlin) mit seiner Auchentoshan Lemonade, Adrian Schulz aus der Ciba Mato Bar (Stuttgart) mit einer Kreation namens Prohibition, und der The Tree Wood Julep von Marina Forciniti aus der Bristol Bar (Frankfurt am Main) die Experten. „Bei so einem Wettbewerb gegen die besten Bartender und Mixologen anzutreten, das ist selbst für einen Profi ein echtes Highlight“, sind sich Adrian und Carsten einig.
Und Marina ergänzt: „Nicht nur der Wettbewerb ist ein Highlight. Besonders die Erfahrung, die man mitnimmt und das Arbeiten mit einem solch spannenden Premiumprodukt sind eine wunderbare Herausforderung.“
Die drei Bestplatzierten reisen am 1. Oktober zum europäischen Finale nach London, wo sie gegen die Gewinner aus Schweden und Großbritannien antreten. Wer dort die Jury überzeugen kann, den erwartet ein unbezahlbarer Preis: Der Sieger switcht im Frühjahr 2014 für zwei Wochen nach New York und wird dort im legendären „Dead Rabbit“ mit Weltklasse-Mixologen zusammenarbeiten.
Alle neun Finalisten des deutschen Entscheids werden im Auchentoshan Switch Special Booklet mit ihrer Auchentoshan-Kreation sowie der Bar, in der ihre Cocktails genossen werden können, porträtiert. Außerdem erhalten sie die Chance, ihren Drink bei der europäischen Bar- und Getränkemesse Bar Convent Berlin (BCB) vom 8.-9. Oktober 2013 am Campari Deutschland-Stand dem internationalen Publikum zu präsentieren.
Der Auchentoshan Three Wood
Auchentoshan ist dreifach destilliert und deshalb ein besonders milder und dennoch komplexer Premium Single Malt. Auchentoshan Three Wood ist in drei verschienenen Fässern gereift: in amerikanischen Bourbon-Fässern, spanischen Oloroso-Sherry-Fässern und schließlich in ebenfalls spanischen Pedro-Ximenes-Sherry-Fässern. Das Ergebnis ist ein goldbronzener Lowland Malt mit ausgeprägter Aromenvielfalt und leichten Sherry-Tönen: in der Nase dominiert schwarze Johannisbeere, in Anklängen entfalten sich Karamell, Orange, Pflaume und Rosine. Am Gaumen ist Auchentoshan Three Wood fruchtig mit einem Hauch gerösteter Haselnuss sowie Zimt, im Finish sanft, lang, frisch und fruchtig. Auchentoshan Three Wood überzeugt Kenner pur ebenso wie mit ein wenig Wasser. Als besonders ausdrucksstarker Whisky eignet sich Auchentoshan Three Wood hervorragend für Cocktails.
Über Auchentoshan
Auchentoshan ist ein Single Malt Whisky aus den Lowlands nahe Glasgow in Schottland. Gegründet 1823, ist die Destillerie heute die einzige in Schottland, die ihren Single Malt dreifach destilliert. Der Name „Auchentoshan“ bedeutet übersetzt: „an einer Ecke des Feldes“. Zum Portfolio der Marke gehören Auchentoshan Classic, 12 Year Old, 18 Year Old, 21 Year Old und Auchentoshan Three Wood. Sie erhielten zahlreiche Auszeichnungen und sind bekannt für ihren weichen fruchtigen Geschmack. Weitere Informationen unter: www.auchentoshan.com
Wer im Vorjahr nicht die Möglichkeit hatte, den Longrow Red in der ersten Edition zu verkosten – der hat mit der bald erscheinenden zweiten Edition auch eine zweite Chance. Wer die erste Ausgabe kosten durfte, der wird sich über die zweite wahrscheinlich genauso freuen wie der, der noch nicht das Vergnügen hatte.
Der Longrow Red 11yo verbrachte 6 Jahre in refill Borubon Casks und 5 Jahre in Shiraz-Weinfässern – die Fässer stammen diesmal aus Angove’s Long Row, Australien (bitte um Korrektur, falls wir uns hier irren, aber nach unserer Erinnerung waren die Weinfässer für die Erste Edition ebenfalls aus Australien, aber es waren Cabernet Sauvignon-Fässer). Der Whisky und die Fässer harmonierten unserer Meinung nach hervorragend – und auch für die zweite Edition hoffen wir das Beste.
Nach den Malternatives in den letzten Tagen verkostet Serge Valentin heute mal wieder Single Malts. Seine Wahl fiel auf fünf Clynelishs von verschiedenen unabhängigen Abfüllern, 3 von ihnen wurden Mitte der 90er destilliert und erst kürzlich abgefüllt. Hier sticht besonders der 16-jährige von Wemyss Malts mit 90 Punkten heraus.
Die anderen Beiden wurden Mitte der 60er destilliert, von Cadenhead 1989 abgefüllt und werden für Normalsterbliche nicht zu bekommen sein.
Clynelish 15 yo 1997/2012 (46%, Carn Mor, Strictly Limited, 605 bottles) 82 Punkte
Clynelish 16 yo 1997/2013 ‚Spiced Chocolate Cup‘ (46%, Wemyss Malts, hogshead, 302 bottles) 90 Punkte
Clynelish 17 yo 1995/2013 (57.3%, Cadenhead, small batch, sherry butt, 588 bottles) 78 Punkte
Gestern hatten wir ja schon über Sigurd berichtet – die nächste Release in der Warriors Serie von Highland Park – noch mit dem Artwork als Bild und nicht der aktuellen Flasche. Und da diese ab heute tatsächlich im Travel Retail verfügbar ist, bringen wir sie heute einfach als „Whisky im Bild“. So sieht er also aus, der vierte von sechs Kriegern im Duty Free.
Für alle, die auf der Jagd nach besonderen und raren Abfüllungen sind, hat Duncan Taylor ab dem Herbst eine neue Serie im Angebot. „Tantalus“ wird mehr als 35 Jahre alte Whiskys, auch aus lost Distilleries, bringen, darunter auch Port Ellen oder Banff und noch produzierende Destillerien wie Glenrothes. Man darf davon ausgehen, dass diese Abfüllungen eher im hochpreisigen Segment angesiedelt sein werden. Mehr dazu, sobald wir selbst mehr erfahren…
Bei ihren vergangenen zwölf Abfüllungen hat es sich The English Whisky Company relativ leicht gemacht, sie waren von 1 an einfach durchnummeriert. Das irgendwann zwangsläufig die Unglückszahl 13 an der Reihe ist, war absehbar. Und eigentlich sollte sie wegen ihrer Unbeliebtheit ausgelassen werden.
Stattdessen treibt man jetzt die Verwendung der 13 auf die Spitze: Am Freitag dem 13. September 2013 um 13:00 Uhr wird The English Whisky Company Chapter 13 in einer Auflage von 1.300 veröffentlicht. Abgefüllt wurde mit 49 % Vol. betragen (Quersumme 13), und der Preis beträgt 66,60 £ – gut, hier wurde die 13 nicht fortgeführt, bleibt aber mit der Zahl des Antichristen wenigstens hart am Thema.
Eine spezielle limitierte Abfüllung von Lagavulin wird es wieder auf der diesjährigen Lagavulin Islay Jazz Festival geben, welches am Freitag, dem 13. September mit einem Konzert des Meisters des amerikanischen Stride Piano, Stephanie Trick, beginnt.
Die dritte Ausgabe in dieser Reihe von Veröffentlichungen lagerte seit 1995 in Sherry Butts und wurde mit einem Alkoholgehalt von 51,9 Vol. % in 1.500 nummerierten Flaschen abgefüllt. Das Hals-Label setzt mit einer Klaviertastatur das Jazz-Thema der vorherigen Abfüllungen fort.
Diesw Abfüllung ist nur in der Lagavulin Destillerie erhältlich und auf zwei Flaschen pro Kunden begrenzt, der Preis beträgt 99 £.