Wie versprochen die noch ausstehenden Informationen zum neuen Auchentoshan: Wie wir bereits berichteten, hat Auchentoshan die limitierte Version Auchentoshan Virgin Oak auf den Markt gebracht. Gestern wurde nun auf The Drinks Report auch der Preis bekannt. Der Neue ist mit einer UVP von 69,99 £ ab sofort zu haben.
An Weihnachten im Jahre 1887 begann William Grant mit der Produktion von Whisky in seiner ein Jahr zuvor errichteten Destillerie Glenfiddich. 100 Jahre später, Glenfiddich ist als eine der wenigen Whisky-Brennereien in Schottland immer noch im Familienbesitz, wird das an Weihnachten produzierte Destillat in besondere Sherry Butts Jubiläum Fässer gefüllt. Jetzt, weitere 25 Jahre später, wurde das Fass 19996 von William Grant Ur-Ur-Enkel Peter Gordon und seinem Sohn Douga ausgewählt und als „Glenfiddich Anniversary Vintage“ in Fassstärke mit 55,2 Vol. % abgefüllt. Nur 286 Flaschen stehen zur Verfügung, der Verkaufspreis beträgt mindestens £ 699 (ca. 830 €).
Und noch ein neuer Whisky, über den wir heute berichten können (auch wenn er erst in einem Monat erscheinen wird: Die Islay-Destillerie Bowmore hat den Bowmore The Devil’s Casks angekündigt, eine zehnjährige Abfüllung, die ganze zehn Jahre lang durchgehend in First Fill Sherry Casks gereift ist. Daraus resultiert natürlich ein höchst intensiver Sherry-Geschmack, dunkle Schokolade und dunkle Früchte noch und nöcher. 6000 Flaschen wird es davon geben, 540 in Großbritannien, und dort wird der Whisky 51 Pfund kosten (also durchaus leistbar). Die egsamte Presseaussendung findet man hier. Man kann gespannt sein, wenn man Sherry-Whiskys mag…
Mit der Grafik eines Schwertes teast Highland Park die vierte Veröffentlichung in der Warriors-Serie an: Sigurd. Nach Svein, Harald und Einar kommt nun Sigurd als vierte von sechs Abfüllungen, die Highland Park exclusiv für den Travel Retail gestaltet hat. Sigurd müsste derjenige der bisher erschienenen vier Whiskys sein, der den höchsten Anteol an Sherry-Fässern verwendet – und wahrscheinlich auch der teuerste der vier. Genauere Informationen und natürlich auch den Preis bringen wir in Bälde…
Wir ahnten es schon: Bruichladdich gibt auf seiner Website das Erscheinen vier neuer Bottlings bekannt. Neben The Organic Scottish Barley und Bere Barley 2006 gibt es auch einen neuen Port Charlotte, den PC 11, und den Octomore 6.2. Doch bevor unsere Leserinnen und Leser sofort den Whiskyhändler ihres Vertrauens kontaktieren, müssen wir leider einen kleinen Wermutstropfen ins Nosingglas füllen: Der neue Inhaber, Rémy Cointreau, scheint wohl die Karte Bruichladdich nur noch im Spiel „Travel Retail“ spielen zu wollen. Alle vier Abfüllungen sind Travel Retail Exklusives, sie werden wohl nur über Umwege in die Shops der Fachhändler kommen.
Die Berliner Whisky-Woche startete am Freitag mit der Erstausgabe des Köpenicker Whiskyfestes. Whiskyexperts hatte die Gelegenheit, mit den Veranstaltern ein Interview zu führen.
Whiskyexperts: Das 1. Köpenicker Whiskyfest ist vorbei. Wie zufrieden seid Ihr?
Sehr zufrieden. Am vergangenen Wochenende hat einfach alles gestimmt. Sogar das zuletzt wechselhafte Wetter hat es gut mit dem Köpenicker Whiskyfest gemeint. Die Besucherzahlen haben unsere Erwartungen übertroffen und wir sind sehr glücklich, dass die Köpenicker und Berliner uns und unserer tollen Location die Stange gehalten und trotz Wechsel des Veranstalters in die Altstadt gekommen sind. Wobei vermutlich viele Besucher nichts von dem Wechsel gemerkt haben. Die Veranstaltung hat das Niveau der Vorjahre zumindest erreicht. Aus Vorverkauf wussten wir, dass wir nicht nur Besucher aus dem Berliner Umland ziehen, also mit dem Fest überregional begeistern konnten. Hierfür auch ein Dankeschön an unsere Aussteller und Multiplikatoren, wie Euch, die aufgeschlossen und wohlwollend berichtet haben.
Whiskyexperts: Ich konnte leider nur am Freitag dort sein. Nach einem etwas schleppenden Beginn, der für einen Nachmittag eines Werktages völlig normal ist, füllte sich eure Veranstaltung zusehends. Wie war der Samstag?
Ja, der Freitagnachmittag lief in der Tat schleppend an, allerdings haben wir uns keine Sorgen gemacht, da wir bereits im Vorverkauf weit über 200 Karten verkauft haben. Am Samstag kamen die Gäste schon deutlich früher, was sicher auch an den attraktiven Tasting-Angeboten lag, die bereits um 14 Uhr begonnen haben. Hier war sprichwörtlich für jeden etwas dabei: eine hohe Nachfrage bei den Einsteiger-Tastings bis hin zu Raritäten, die in Tastings für absolute Connaisseurs, Besucher nicht nur aus Berlin begeisterten. Aber auch unser Rahmenprogramm, irische Tanz- und Folk-Musikgruppen, haben offenbar den Nerv unserer Besucher getroffen.
Whiskyexperts: Es ist zwar noch relativ früh nach der Veranstaltung, gibt es schon ein Fazit der verschiedenen Aussteller?
Für ein umfassendes Fazit ist es in der Tat noch etwas früh, allerdings lässt sich der Eindruck nicht verwehren, in den schön geschmückten Pagodenzelten unserer Aussteller viele glückliche Gesichter gesehen zu haben. Wir haben von vielen Ausstellern schon während des Whiskyfestes ein positives Feedback bekommen. Die Anzahl der Gäste, deren Interesse an den Ausstellern und ihren Angeboten, die vielen Teilnehmer an den sehr unterschiedlichen Tastings, die wir angeboten haben… alles in allem kann man sagen, haben die Konditionen für unsere Aussteller gestimmt und wir von der freiheit fünfzehn greifen gern zeitnah den Kontakt auf, um zu erfahren, was wir im nächsten Jahr gemeinsam noch besser gestalten können.
Whiskyexperts: Und wie sieht euer Fazit aus? Hat alles so funktioniert, wie Ihr euch das vorgestellt habt?
Wenn man so viele Jahre im Veranstaltungsgeschäft ist, wie das Team der freiheit fünfzehn, dann bringt man in eine solche Veranstaltung viel Erfahrung und mit Blick auf das Whiskyfest auch besonderes Herzblut ein. Gleichzeitig gibt es immer aber auch Kleinigkeiten, die man in der Zukunft noch abrunden kann. Wir werden das Wochenende gemeinsam im Team auswerten, aber eines können wir mit Sicherheit vorwegnehmen… wir alle haben Lust auf mehr bekommen und freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr.
Ralfy bleibt momentan in seinen Videoreviews den Amerikanern treu. Diesmal geht es um einen Texaner, und zwar den Balcones baby blue corn whisky. Es ist nicht nur der erste texanische Whisky, sondern auch der erste Whisky, der aus blue corn gewonnen wird. Ralfy bewertet ihn mit 88/100 Punkten sehr hoch – und vielleicht hat dieser Whiskey nicht zu Unrecht zwei Goldmedaillen bei der San Francisco World Spirits Competition gewonnen. Das Video mit den Verkostungsanmerkungen gibts auf Youtube oder, wie immer, gleich hier:
Ein wunderschönes Foto, das den Genuss und das Besondere am Whisky ruhig und ausdrucksstark zur Geltung bringt – das ist das Bild, das bei unserem Wettbewerb die meisten Likes auf sich vereinen konnte. Es stammt von Nico Gerdes, und er ist der verdiente Gewinner unseres Glen Grant Five Decades – freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Glen Grant Destillerie. Wir gratulieren ganz herzlich und werden die Siegerflasche in den nächsten Tagen auf die Reise schicken.
Die Abstimmung war heute leider von einer technischen Panne geprägt – aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen wurden entweder durch Facebook oder durch unsere Verbindungssoftware die Likes bei manchen Bildern willkürlich gestrichen. Daher haben wir uns entschlossen, den Stand von gestern Abend für die Gewinner-Ermittlung heranzuziehen. Wir möchten uns für diese technische Panne ausdrücklich entschuldigen – schon bei unserem nächsten Wettbewerb werden wir auf siteinterne Tools setzen, die wir komplett kontrollieren können.
Wir möchten uns bei allen bedanken, die teilgenommen und abgestimmt haben. Jedes Bild hatte seinen eigenen Reiz, und jedes Bild war ein Stück Herzblut des Einsenders. Wir haben das gespürt, und wir haben uns darüber gefreut. In diesem Sinne: Slàinte mhath – wir heben unsere Gläser auf euch!
Alle Bilder des Leserwettbewerbs haben natürlich jetzt eine permanente Heimat gefunden – Sie können sie hier nochmals sehen und bewundern.
Eine traurige Geschichte erreicht uns von Robin Blackadder, der unabhängige Abfüller, der unter Blackadder und Clydesdale ausgezeichnete schottische Whiskys (und seit kurzem auch Rum) abfüllt. Eine Geschichte, die uns allen zu denken geben sollte und die mit unserem Hobby und Verantwortungsbewusstsein zu tun hat:
Anfang September wurde Robins Sohn, Michael, gemeinsam mit einem Freund von einem betrunkenen Autofahrer in der Türkei auf seinem Roller niedergemäht. Michael und sein Freund wurden dabei schwer verletzt, sein Freund mit einem offenen Oberschenkelbruch. Die Verletzungen wurden als ernsthaft, aber gottseidank nicht lebensbedrohlich beschrieben. Nach einige Operationen wurde Robins Sohn am Freitag aus der Intensivstation entlassen und soll nächste Woche nach England zurückkehren können.
Laut Polizeireport war der Fahrer des Autos so betrunken, dass er versuchte, vom Unfallsort zu fliehen und hatte zwei Stunden später, als er festgenommen werden konnte, noch immer weit über das legale Limit an Alkohol im Blut.
Man kann es nicht oft genug sagen; sich selbst, seinen Freunden, seinen Gästen und allen, die unser Hobby mit uns teilen: Bitte trinken Sie verantwortungsbewusst. Wer getrunken hat, gehört nicht hinter das Steuer eines Autos. Wer getrunken hat, darf sich in keine Situation bringen, in der er mit seinen Aktionen das Leben oder die Gesundheit anderer gefährden kann. Whisky soll Freude machen, nicht Leid bringen. Das wünschen wir uns von der Redaktion von Whiskyexperts.
Von hier aus, auch im Namen unserer Leser, die besten Wünsche an Robin Blackadder und seine Familie.
Im Bruichladdich Online Store für GB und bei ausgesuchten Händlern in den USA ist er zu haben, für Deutschland werden die ersten Preise kolportiert und sein Erscheinen nun sehr zeitnah erwartet: Der Bruichladdich Octomore 6.1 Scottish Barley mit 57% und 167ppm ist released. Im englischen Shop kostet er stolze 100 Pfund, für Deutschland werden Preise zwischen 120 und 155 Euro berichtet.
Laut Mario Prinz vom Potstill Vienna soll es den Octomore 6.2 (der mit Brandy/Cognac – Finish) nur im Travel Retail geben, so wie andere Sondereditionen von Bruichladdich, die bislang im normalen Handel erhältlich waren. Überhaupt wird sich in der Marktpolitik von Bruichladdich einiges ändern, wie man hört – und in den nächsten Tagen werden wir dazu mehr berichten können…
Achtung: Teilnehmer des Wettbewerbs haben uns darauf hingewiesen, dass heute anscheinend ein Reset bei einigen Likes für die Fotos stattgefunden hat. Wir haben darauf keinen Einfluss, das Ganze regelt sich über die sozialen Netzwerke, aber da es momentan das Ergebnis von gestern verfälscht (der Führende von gestern hatte gestern 77 Likes, heute nur mehr 50) – frieren wir den Wettbewerb mit den Ergebnissen von gestern abend ein.
Es tut uns furchtbar leid, dass wir das Voting abbrechen mussten, aber wir haben keine Möglichkeit, die Likes, die sich aus welchem Grund auch immer verfälscht haben, zurückzusetzen. Und es wäre einfach unfair, diese Veränderung zu akzeptieren.
Wir verkünden heute um 21 Uhr den Sieger offiziell. Und wir werden den nächsten Wettbewerb mit hauseigenen Zählmethoden veranstalten – so viel ist sicher.
Inseln, Salz und Torf auf höchstem Niveau – Unser Freund und Malt Maniac Pit Krause veranstaltet mit seinem slowdrink.de ein Islay-Tasting der Extraklasse, bei dem gerade noch mal fünf Plätze frei sind. Das Lineup kann sich sehen lassen – hier die Kandidaten der Verkostung:
Warm-up-Dram: Scapa 8 y.o. G&M Pure Highland Malt aus den 1970ies, 75cl, 40%
Wer also mal Islay von seiner besten Seite kennenlernen will, der hat hier die Möglichkeit – der Beitrag fürs Tasting ist zwar nicht geschenkt, aber angesichts der angebotenen Drams auch nicht jenseits von Gut und Böse: 99.90 Euro kostet das Vergnügen, zu dem man sich unter info@slowdrink.de (oder Tel.: 0160-1768777) anmelden kann. Höchst empfehlenswert!
Wir waren fast genau so gespannt wie die Organisatoren selbst, ob in Berlin zwei Whiskymessen innerhalb einer Woche funktionieren (wir berichteten sowohl über das Köpenicker Whiskyfest als auch über den Cöpenicker Whiskyherbst). Das 1. Köpenicker Whiskyfest hatte gestern seine Premiere und es war eine gelungene Veranstaltung. Sowohl von den Ausstellern als auch vom Publikum wurde das neue Format in der alten Location angenommen. Bei bestem Spätsommerwetter war die Freiheit 15 spätestens am Abend gut gefüllt, und die verschiedenen unabhängigen Abfüller, deutschen Whisky-Brenner und natürlich auch Diageo trafen sowohl auf Fachpublikum als auch auf interessierte Neulinge. Gleich beginnt der zweite Tag des Whiskyfests.
Am Montag werden wir die Veranstalter nach einem Fazit ihrer Premiere fragen. Und am nächsten Wochenende werden wir den Cöpenicker Whiskyherbst in seiner neuen Location besuchen.
Wilson & Morgan ist – man möchte es bei diesem Namen eigentlich nicht vermuten – ein italienischer unabhängiger Abfüller. Und einer, auf dessen Qualität man sich fast blind verlassen kann – besonders wenn es um die Abfüllungen in der schmucken Holzkiste geht. Gut, preiswert und zumeist in einer Art und Weise, die den typischen Charakter einer bestimmten Destillerie gut abbildet und nicht „exotisch“ daherkommt.
In dieser Art und Weise sollte auch die neueste Abfüllung von Wilson & Morgan geraten sein: ein zwanzigjähriger Cragganmore Sherry Wood Finish PX, abgefüllt aus zwei Fässern und mit 50% in die Flasche gebracht. Sobald dieser Cragganmore tatsächlich im Handel auftaucht, werden wir ihn natürlich für Sie verkosten…