Chivas Brothers’ Glen Keith Destillerie wird heuer wiedereröffnet, um den wachsenden Bedarf an hochwertigem Whisky zu befriedigen – nach 14 Jahren Pause. Lokale Firmen arbeiten seit 2012 an der Austattung und den Strukturen der Destillerie. Die Bauarbeiten werden von A.D. Walker aus Banff ausgeführt, der Bau der nötigen Stahlträger von W.R. Simmers aus Keith, und die neuen hölzernen Washbacks kommen von Joseph Brown Vats aus Dufftown. Die Stills werden von der Forsyth Group aus Rothes gefertigt, die Ausrüstung zum Mahlen und Mälzen kommt von Clark & Sutherland, wiederum aus Keith selbst, so die Presseaussendung.
Zusätzlich werden Chivas Brothers im Jahr 2015 auch eine neue Destillerie in Carron eröffnen.
Die neue Tamdhu-Website ist nun online – mit einigen Hintergrundinfos nach der Übernahme der Destillerie durch Ian McLeods und mit einem Webshop (via Glengoyne), der die beiden neuen Abfüllungen von Tamdhu anbietet. Beide Abfüllungen sind zehnjährige Whiskys, die Standard-Edition ist mit 40% abgefüllt, in Sherry Fässern gereift und kostet 35 Pfund. 100 Pfund muss man für die 10jährige Limited Edition mit 46% auf den Tisch legen. Sie wurde in First Fill Sherry Casks gelagert. Die Limited Edition ist auf 1000 Flaschen begrenzt und soll wahrscheinlich vor allem Sammler ansprechen.
Leonard Russell hat übrigens in einem Facebook-Posting angekündigt, dass von nun an alle Tamdhu Whiskys ausschließlich in Sherry Fässern gelagert werden…
Grain Whiskys können etwas sehr Feines sein. Ein Alter Invergordon, ein North British, ein Girvan – wer Süße in seinem Whisky mag, der hat an Grains Freude. Und nicht nur die Schotten produzieren Grain Whiskys, man kann sie rund um die Welt finden. Serge Valentin von Whiskyfun hat sich nun drei dieser „fremdländischen“ Grain Whiskys angenommen – aber Begeisterung sieht anders aus. Hier die Kandidaten und ihre Punkte:
Bain’s Cape Mountain Whisky (43%, OB, South Africa, single grain, +/-2013): 75 Punkte
Fuji Gotemba 15 yo (43%, OB, Japan, single grain, +/-2013): 80 Punkte
Nikka ‚Coffey Grain‘ (45%, OB, Japan, +/-2013): 78 Punkte
Wie subjektiv Ratings sind, sieht man hier übrigens sehr gut: Bain’s Cape Mountain Whisky wurde bei den World Whiskies Awards als weltbester Grain Whisky ausgezeichnet…
Unsere Freunde von Bruichladdich haben heute wieder ein sehr stimmungsvolles Bild für uns: Einen Blick auf den Spirit Safe der Destillerie. Was ist das nun überhaupt? Eine Passage aus wikipedia.de gibt uns Auskunft:
Zur Begutachtung der Destillatqualität und zur steuerlichen und zollamtlichen Erfassung des produzierten Alkohols dient der spirit safe (Brandtresor), ein verplombter, mit Messgeräten (Aräometer, engl. hydrometer), Hähnen, Messzylindern und Trichtern ausgestatteter, messinggerahmter Glaskasten. Von ihm aus leitet der Brennmeister nach Überprüfung das Destillat entweder in die Vorratstanks zur Abfüllung oder zur erneuten Verwendung bei der nächsten Destillation. Etwaige Laborproben werden nur unter Aufsicht eines Zollbeamten entnommen und untersucht, damit kein unversteuerter Alkohol zu Trinkzwecken abgezweigt werden kann.
Im Zuge des Umbaus unserer Seite haben wir jetzt den Leser-Bars endlich ein Zuhause gegeben – und auf der Seite gleich die Möglichkeit geschaffen, IHRE Bar unseren Lesern vorzustellen. Über ein Formular mit eingebautem Uploader geht das ganz einfach.
Schauen Sie sich auf unserer Leserbar-Seite einmal um – und machen Sie mit. Wir sind schon neugierig auf Ihre Fotos…
Glengyle ist eine 1872 von William Mitchell gegründete und 1873 fertiggestellte Whiskybrennerei. Die Brennereigebäude sind in den schottischen Denkmallisten in die Kategorie B einsortiert.
Als in den 1910er Jahren die Whiskybranche von der wirtschaftlichen Depression und der Prohibition in den USA getroffen wurde, musste in der Folge die Destillerie wegen der schlecht laufenden Geschäfte 1919 verkauft werden. Nur kurze Zeit später, 1924, wechselte die Brennerei erneut den Besitzer. Dieser fuhr die Produktion der Brennerei nur ein Jahr später herunter und verkaufte die Restbestände des Whiskys.
Ein Versuch von Maurice Bloch die Brennerei wieder zu eröffnen wurde aufgegeben, als der Zweite Weltkrieg ausbrach. Bloch besaß zu dem Zeitpunkt zusammen mit seinem Bruder bereits die ebenfalls in Campbeltown beheimatete Brennerei Glen Scotia. Erst in den 1950er Jahren dann wurde Glengyle durch die Firma Campbell Henderson Ltd. wieder in Betrieb genommen.
Ende 2000 wurde die Brennerei durch Mitchell’s Glengyle Ltd. wieder in Stand gesetzt und modernisiert. Geleitet wird die Brennerei seither von Hedley Wright, der ein Nachfahre des Firmengründers William Mitchell ist und bereits die ebenfalls in Campbeltown liegende Brennerei Springbank leitet. Die Brennblasen bezog man von der Brennerei Ben Wyvis, die dort nur wenige Jahre im Einsatz waren, bevor sie 1976 geschlossen wurde.
Die Produktion begann 2004 mit der Herstellung des ersten Destillats. Die Brennerei produziert nur zwei Monate im Jahr, was für eine Jahresproduktion von 60.000 Litern ausreicht. Bereits am 5. Mai 2007, also genau nach Ablauf der für Whiskys vorgegebenen Mindestreifezeit von drei Jahren, wurde ein Whisky namens Kilkerran abgefüllt und kann von Besuchern in der Brennerei probiert werden. Die Brennerei ist die erste, die nach der Jahrtausendwende in Schottland (wieder)eröffnet wurde.
Der Whisky der Glengyle-Brennerei wird nicht den Namen der Brennerei tragen, sondern unter dem Namen Kilkerran angeboten. Das geschieht zum einen, weil es eine Tradition in der Region Campbeltown ist, Whiskys nicht mit einem „Glen“, dem gälischen Wort für Tal, im Namen zu versehen. Zum anderen soll die Verwechslung mit einem Vatted Malt vermieden werden, der ebenfalls Glengyle heißt. Zudem konnten die Namensrechte nicht erworben werden.
Am 27. August 2008 gab der Besitzer J & A Mitchell & Co. Ltd. bekannt, dass vorübergehend kein neuer Springbank- und Glengyle-Whisky produziert wird. Als Grund wurden sehr hohe Rohstoffpreise angegeben. Anfang 2009 wurde die Produktion, wie am 24. November 2008 angekündigt, in beiden Brennereien wieder aufgenommen.
Die Debatten waren lang und hitzig. Auf der einen Seite stand die Alkoholindustrie, auf der anderen Seite die schottische Regierung und Interessensgruppen. Es ging darum, ob man Mindestpreise für Alkohol einführen darf oder nicht. Die Argumentation der Scotch Whisky Association war keine moralische, sondern gründete darauf, dass diese Regelung unter EU-Recht nicht zulässig werde. Diese Argumentation hat nun ein Richter laut einem Artikel in der Evening Times zurückgewiesen und ein Gerichtsverfahren darüber abgelehnt. Der Staat dürfe sehr wohl ein dementsprechendes Gesetz erlassen.
Die schottische Regierung zeigt sich über den Ausgang des Verfahrens erfreut und möchte das Gesetz nun umsetzen, das die Alkoholpreise in Schottland deutlich anheben würde – bei 24 Toten täglich, die Schottland durch Alkoholmißbrauch zu beklagen hat, eine durchaus nachdenkenswerte Aktion. Allerdings: Die Regierung wird vor der Implementation des Gesetzes noch auf das formelle Ende des Prozesses und einen eventuellen Einspruch der SWA warten.
Die Scotch Whisky Association hat auf ihrer Homepage bereits angekündigt, in Berufung zu gehen.
Und wieder mal gibt es auf Facebook einen Whisky zu gewinnen: Diesmal den Glencadam 12yo Portwood Finish – durch Beantworten einer ziemlich einfachen Frage: Aus welchem Land stammt Portwein ursprünglich? Teilnehmen können alle, die zumindest 18 Jahre alt sind und aus einem EU-Land stammen.
Glencadam als eigenständigen Whisky gibt es noch nicht allzulange wieder: Erst seit 2009 füllt die Destillerie ihre eigene Produktlinie wieder ab, nachdem sie seit 2000 nicht mehr produzierte. Davor wurde der Whisky aus Glencadam hauptsächlich in den Blends von Ballantine eingesetzt…
Im Portfolio des unabhängigen Abfüller Douglas Laing aus Glasgow befindet sich schon seit längerem Big Peat, einen Vatted Malt, der aus Whisky der Destillerien Ardbeg, Bowmore, Caol Ila, Port Ellen und weiteren getorften Destillaten besteht. Jetzt gibt es auch eine Small Batch Limited Edition: abgefüllt mit 50 % Vol. in 0,5 Liter Flaschen, auf 250 Stück limitiert und nur online für £29,99 zu erwerben.
Sicherlich mehr als Gimmick zu betrachten denn als ein Sammlerobjekt aufgrund der geringen Stückzahl.
Wie in jedem Jahr präsentiert Laphroaig auch zur diesjährigen Feis Ile eine spezielle Cairdeas Abfüllung. Sie wird “Port Wood Edition” heißen, unklar ist, ob es sich um ein Port Wood Finish oder um einen im Portfass gelagerten Whisky handelt. Abgefüllt ist sie mit 51,3 % Vol.. Seine Farbe sieht auf jeden Fall schon mal viel versprechend aus.
Die Geschichte der nördlichsten Brennerei Schottlands begann 1798, als Magnus Eunson auf dem Gelände der Destillerie anfing schwarz zu brennen. 1825 erbaute Robert Borwick die heutige Brennerei, die 1826 ihre Lizenz erhielt. Bis 1869 blieb sie im Besitz der Borwicks, danach folgten einige Besitzerwechsel. 1890 erwarb James Grant die Destillerie und ließ sie 1898 von zwei auf vier Brennblasen erweitern. Von 1918 bis 1937, wo sie von der Highland Distillers Group übernommen wurde, war die Brennerei stillgelegt. Von 1997 bis 2005 betrieben die Mitarbeiter auch die Scapa Destillerie, im Ausgleich dafür durften sie die dortigen Lagerhäuser mitbenutzen.
Im März 2006 verstarb die Destilleriekatze Barley bei einem Autounfall; das Ende einer 200 Jahre alten Tradition, denn einen Nachfolger wird es nicht geben.
Das Wasser der zur Region Highlands/Islands gehörenden Brennerei stammt aus den Cattie Maggie Quellen. Die Destillerie ist eine der wenigen, die heute noch selber in der eigenen Tennenmälzerei (floor maltings) mälzt. Gedarrt wird das Malz in den eigenen Kilns, wofür Torf aus dem nahegelegenen, von Heidekraut überzogenem, Hobbister Moor verwendet wird. Das erzeugte Malz hat 20 ppm Phenol und wird mit zugekauftem ungetorften Malz vom Festland vermischt. Die Brennerei verfügt über einen Maischbottich (11,4 t) aus Edelstahl, zwölf Gärbottiche (je 29.200 l) aus Holz, zwei wash stills (je 14.600 l) und zwei spirit stills (je 8.500 l) die durch Dampf erhitzt werden. Für die Lagerung werden ausschließlich ex-Sherry Fässer verwendet. Aktuell (2010) lagern und reifen auf dem Gelände am Stadtrand von Kirkwall 1.800.000 Gallonen (das entspricht ca. 80.000 Hektolitern) Whisky.
Eingang zur Highland Park Distillery. Foto von David Wyatt unter CC-Lizenz
Nicht nur bei den Produzenten, sondern auch unter Händlern scheint es momentan angesagt, Mitbewerber zu kaufen. So geschehen jetzt, laut einem Bericht von Harpers.co.uk, bei einem Deal zwischen The Whisky Shop und Loch Fyne Whiskies.
The Whisky Shop, Englands größter Whiskyhändler, hat um eine nicht bekannte Summe das Spezialitätengeschäft Loch Fyne Whiskies, bei Sammlern und Kennern durchaus eine bekannte Größe, aufgekauft. Andrew Torrance, Managing Director von The Whisky Shop, freut sich über den Zukauf eines prononcierten Händlers, der neben einem breiten Sortiment alter und seltener Whiskies auch interessante Abfüllungen aus eigenem Haus im Portfolio hat.
The Whisky Shop hat nun, nach der jüngsten Eröffnung eines Flagship Stores im Stadteil Picadilly, 21 Outlets in den Ballungsräumen Englands.