Es ist schon erstaunlich, welche Vielzahl von Whiskeys aus Irland zu uns auf den Markt kommt – und viele davon aus Destillerien, die noch nicht destillieren oder gerade erst mal damit begonnen haben. Geburtswehen einer Gründerzeit, die der Whiskyfreund richtig einordnen kann: Vieles davon stammt aus den Beständen bestehender Brennereien und wird unter einem neuen Markennamen verkauft, um den Aufbau der eigenen Brennerei abzusichern (oder – auch so kann man es sehen – ohnehin stimmig zur langen Tradition des Bondings im irischen Whiskey). Und: beim Aussuchen der Fässer können die „Neuen“ schon mal ihr Talent und Fachverständnis beweisen – was in der Regel sehr gute Qualität garantieren soll.

Langer Einleitung kurzer Sinn: darum geht es aber heute bei Serge gar nicht :-). Er verkostet drei offizielle Abfüllungen aus lang bestehenden irischen Brennereien (Bushmills, Jameson und Midleton) – mit eher durchwachsenem Ergebnis:

  • Bushmills ‘Red Bush’ (40%, OB, Irish blend, +/-2017): 75 Punkte
  • Jameson ‘Distiller’s Safe’ (43%, OB, Irish blend, +/-2017): 78 Punkte
  • Method and Madness ‘Single Pot Still’ (46%, OB, Irish, +/-2017): 80 Punkte