St. Kilian Whisky
 

Bladnoch hat eine bewegte Geschichte hinter sich, auch in der letzten Zeit. Nach dem Zerwürfnis der Armstrong-Brüder, die die Brennerei von Diageo gekauft hatten, stieg der durch Frühstücksflocken reich gewordene australische Millionär David Prior in das Geschäft ein und brachte die Brennerei auf den Vordermann. Ian MacMillan, ehemals bei der Distell Group (Bunnahabhain, Tobermory, Deanston) wurde Master Distiller und bemüht sich seitdem, der Brennerei ein neues Profil zu geben. 

Noch arbeitet man da mit altem Stock, also Fässern, die aus der Zeit von Raymond Armstrong oder davor übrig blieben, neuer Spirit fließt noch nicht lange genug aus den Stills, um als junger Whisky verkauft werden zu können. Und daher gibt es auch bei unabhängigen Abfüllern „nur“ altes Material. Die beiden Bottlings, die Serge Valentin heute verkostet, wurden noch unter der Ägide von United Distillers, dem früheren Namen von Diageo, gebrannt – und sie erhalten bei Serge in der Verkostung recht unterschiedliche Bewertungen:

  • Bladnoch 1990/2017 (49.4%, Antique Lions of Spirits, bourbon, 276 bottles): 79 Punkte
  • Bladnoch 25 yo 1993/2018 (54.4%, Signatory Vintage, 30th Anniversary, hogshead, cask #777, 239 bottles): 88 Punkte