St. Kilian Whisky
 

Aus Port Ellen wird es in halbwegs absehbarer, aber nicht allzu naher Zukunft wieder Abfüllungen geben – das wird den alten, die natürlich immer rarer werden, natürlich nichts von ihrem Zauber nehmen.

Nur: Die zeitliche Distanz bringt uns Menschen dazu, Dinge auch ein wenig zu verklären – und so ist es wohl auch mit der generellen Haltung zu den Port Ellen Bottlings: Nicht alles, was damals in Flaschen kam, ist so restlos überzeugend gewesen, wie wir es uns gerne vorstellen. Da waren auch Abfüllungen dabei, die mit „mittelmäßig“ ziemlich treffend beschrieben sind. Nicht viele (die meisten waren tatsächlich außergewöhnlich gut), aber doch ein paar.

Eine davon hat Serge Valentin heute in seinem Triple aus Port Ellen dabei – und das Bottlöing aus dem Jahr 1990 hilft auch dabei, die beiden anderen (eine aktuelle Signatory-Abfüllung und eine nicht so aktuelle von Jack Wiebers) ins rechte Licht zu rücken. Denn diese beiden scheinen nämlich phänomenal zu sein.

Hier die Wertungen aus der Verkostung heute:

  • Port Ellen 15 yo 1974/1990 (40%, Antica Casa Marchesi Spinola): 75 Punkte
  • Port Ellen 35 yo 1982/2018 (55.1%, Signatory Vintage, 30th Anniversary, refill sherry butt, cask #2040, 567 bottles): 93 Punkte
  • Port Ellen 28 yo 1982/2010 (59%, Jack Wiebers, The Cross Hill, sherry cask, 122 bottles): 92 Punkte
Port Ellen 2018. Bild © Juri Stiehl
Und so soll es dort nach der Revitalisierung aussehen…

Unser Titelbild:  Bild © Jochen Wied