brennerei_logo

Wie viele Whiskybrenner außerhalb der traditionellen Kernländer produzierte auch Destillateurmeister Siegbert Hennig von der Meissener Spezialitätenbrennerei Prinz zur Lippe hauptsächlich Obstbrände. Mit Kollegen entwickelte er 2002 bei einem geselligen Zusammensein die Idee des ersten in Sachsen gebrannten Whisky – auch wenn die „Erste Dresdner Spezialitätenbrennerei“ dieses auch für sich beansprucht, allerdings 9 Jahre später. In einem Artikel der Sächsischen Zeitung machte Siegbert Hennig seinem Ärger darüber auch deutlich Luft.

Im Dezember des letzten Jahres war dieser Whisky genug gereift. Nach 10 Jahren entsprach er genau seinen Vorstellungen, die er in einem Beitrag des tvMeissen darstellt. „Ich bin ganz zufrieden mit dem, was in den 10 Jahren sich entwickelt hat“ und beschreibt ihn als „weich, mild, malzaromatisch“.

Die Maische bezieht er von der Schwerter Brauerei, deren Zusammensetzung entwickelte der Destillateurmeister gemeinsam mit deren Braumeister Bernd Heitmann. Rund 20 Brennvorgänge werden benötigt, um genug Destillat für ein 400-Liter Fass aus französischer Limousin-Eiche, in dem vorher 30 Jahre ein Weindestillat lagern durfte, zu haben. Im gestrigen Artikel der Sächsischen Zeitung kündigt Hennig die nächste Abfüllung für das Jahr 2015 an. Dieser wird dann eine 12-jährige Reifezeit hinter sich haben – wie alle diesem folgenden Whiskys mindestens auch.