Der schon länger andauernde Handelskrieg zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten erreicht seine nächste Stufe. Die Welthandelsorganisation WTO billigten in ihrer gestrigen Entscheidung den USA zu, Strafzölle von bis zu 25% auf Waren im Volumen von 7,5 Milliarden Dollar zu erheben. Ab 18. Oktober werden diese zum Einsatz kommen. Diese Strafzölle sind eine Reaktion der aktuellen US-Regierung auf die EU-Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus. Die europäische Gemeinschaftsfirma verkauft jedes sechste Flugzeug in die USA, die nun möglichen Strafzöllen würden ihre Produkte deutlich verteuern und die Flugzeuge US-amerikanischer Hersteller wieder attraktiver erscheinen lassen. Die Süddeutsche Zeitung stellt in zwei aktuellen Artikeln den aktuellen Stand dieses Handelskrieges zwischen der EU und den USA dar (hier und hier).

Auf der Liste, die möglicherweise mit Strafzöllen belegt werden, findet sich neben Käse und Wein auch Scotch Whisky und Irish Whiskey. Auf Whiskycast finden wir eine aktuelle Darstellung der Auswirkungen dieser möglichen Strafzölle. So sind die USA momentan der größte Exportmarkt für Scotch Whisky, 2018 exportierte die schottischen Whisky-Hersteller 137 Millionen Flaschen im Wert von £ 1,03 Milliarden in die USA. Es gilt jedoch, bei der Liste der betroffenen Podukte genauer hinzuschauen. Vom Strafzoll betroffen sind „Single-malt (or straight) Irish and Scotch Whiskies“. Single Malts machen etwa 30 Prozent aller Scotch Whisky-Exporte in die USA aus Auch für Irish Whiskey ist die USA der größte Export-Markt, beim Irish Whiskey ist der Single Malt Anteil noch geringer. Doch durch die, größtenteils, Verwendung von gemälzter sowie ungemälzter Gerste sollte am Großteil der irischen Whiskey-Exporte in die USA dieser Strafzoll vorbeigehen.